Arbeiten von zwei herausragenden Künstlern der zeitgenössischen Fotografie sind zur Zeit als Sammlungspräsentation in der Pinakothek der Moderne zu sehen.
Bis zum 12.09.04 sind Arbeiten des Amerikaners Stephen Shore (*1947 New York) und des Deutschen Thomas Struth (*1954) zu sehen.
Thomas Struth
Thomas Struth (*1954) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie zuerst Malerei bei Gerhard Richter, dann Fotografie bei Bernd Becher. Er zählt seit den späten 80er Jahren zu den bekanntesten deutschen Künstlern die sich international durchgesetzt haben.
Die Idee der Familie, das Familienbild als Versuchsanordnung zur Bestimmung des einzelnen in seiner gesellschaftlichen Stellung, ist ein Thema, das der Künstler seit den 80er Jahren verfolgt. Einen Höhepunkt innerhalb seines Schaffens erreicht der Fotograf mit dem Porträt der „Familie Gerhard Richter 1“, das den Künstler und früheren Lehrer Thomas Struths mit seiner jungen Frau und den beiden kleinen Kindern in seinem Kölner Privathaus zeigt.
Stephen Shore
Der Amerikaner Stephen Shore zählt mit seinem Landsmann William Eggleston zu den anerkanntesten Vertretern der künstlerischen Farbfotografie. Zentrales Thema in seinem Werk ist immer wieder die amerikanische Alltagskultur, die er sachlich und wirklichkeitsnah dokumentiert.
Seit 1973 nimmt die Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Alltagsleben den zentralen Stellenwert in Shores fotografischer Arbeit ein. Er wechselt von der Kleinbildkamera auf eine 8 x 10 inch-Kamera (20,3 x 25, 4 cm) und stellt Kontaktabzüge seiner Aufnahmen her. Diese 1:1 Kopien des Farbnegativs zeichnen sich durch größtmögliche Schärfe, technische Präzision und Detailreichtum aus.
Die auf mehreren Reisen durch die USA entstandenen Bilder veröffentlicht er 1982 unter dem Titel „Uncommon Places“, das zu einem Klassiker der jüngsten Fotogeschichte avanciert.
bis 12.09.04
Thomas Struth und Stephen Shore
Pinakothek der Moderne
Foto 1: Thomas Struth/Pinakothek
Foto 2: Stephen Shore/Pinakothek
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