Below The Line
Ausstellung vom 16.06.2009 - 19.07.2009
Künstler: Akut, Big Muff, Case, Cityexpress, claire mirage, DEINENUttenKInder, Der Schurke, KEOS, Mr. Quatro | Gruppe Klausener, MOKA, ns. Palesh, Plück, Plus_Graphy| Gruppe Klausener, Ressource Group, SKOR.72, SKURIL, SPAR, SÜRF, TYPISM, USCHI
Kunsthaus Erfurt
99084 Erfurt
Michaelisstraße 34
Fon: (0361) 5402437
Stadtplan
Ausstellungseröffnung
Freitag, 12. Juni 2009, 20 Uhr
Rubber Dinghy Pirates
Uschi, Atze und die Räuber
Mint 4000
Lotus Lumina
Vortrag und Konzert
Mittwoch, 24. Juni 2009, 19 Uhr
Hans Christian Psaar
Streetart und Kapitalismuskritik - Das Beispiel Splasher
Carusella
Zentralheizung of death
Walks
Treffpunkt vor der Tourist-Information Erfurt, Benediktsplatz 1
Sonnabend, 20. Juni, 27. Juni und 4. Juli, jeweils 15 Uhr
Film
16. Juni, 21 Uhr: Beat Street, Bomb it!
23. Juni, 21 Uhr: Alterego
30. Juni, 21 Uhr: Hardknocks 5
7. Juli, 21 Uhr: Inside Outside
Kurzfilmwanderung
Freitag, 3. Juli 2009, 22 Uhr
Abschlussparty
WHAT! WHAT!-Gang und Visuals
Ein Projekt vom Kunsthaus Erfurt im alten Innenministerium und im Stadtraum von Erfurt, kuratiert von Monique Förster, Dirk Teschner, Ludwig Kohl
BELOW THE LINE. Streetart, urbane Kommunikation und Ästhetik
"Some people become cops because they want to make the world a better place. Some people become vandals because they want to make the world a better looking place.“ (Banksy)
Streetart polarisiert. Als zeitgenössische Form von Kunst im öffentlichen Raum wahrgenommen, von besessenen Sammlern von den Wänden gelöst, von hippen Labels absatzfördernd benutzt, stellt sie als moderne Form des Protestes, bekannt unter "guerilla gardening", "reclaim the streets", "flashmobs", "clowns army" offensiv die Machtfrage über den öffentlichen Raum.
Im Kontext von Graffiti entstanden, agiert sie auf der Straße, bewegt sich im öffentlichen Raum und erobert Brachen. Streetart sind hauptsächlich Zeichen, Charaktere, und Symbole, deren visueller Code eine illustrative, flexible und wiedererkennbare Bildsprache ist. Streetart wird in Eigeninitiative autonom hergestellt, ist nicht kommerziell und selbst finanziert. Streetart autorisiert sich selbst, ist kostenlos zugänglich und außerhalb etablierter Orte der Kunstvermittlung anzutreffen. Streetart ist ein globales Phänomen. Streetart fasziniert.
Einhergehend mit der wachsenden Vereinnahmung des öffentlichen Raumes durch kommerzielle Nutzung, der restriktiveren Gesetzgebung zur Vertreibung sozialer Randgruppen von touristisch bedeutsamen Orten und der Tendenz zur Privatisierung öffentlich genutzter Einrichtungen, schwinden auch die Möglichkeiten an der gesellschaftlichen Teilhabe für einen Teil der Bevölkerung. Streetart als Antwort und Kommunikationsstrategie von Off- Kultur im Öffentlichen Raum ist aus diesem Grund für das Projekt Below The Line von Interesse.





