Alte Meister: Die Sammlungen Houben & Welker Ausstellung Duisburg

Ausstellung Museum Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum - Zentrum Internationale Skulptur

Datum: 27.05.2011 - 21.08.2011

Künstler: Tintoretto, Jacob Ruisdael

Veranstalter & Ort:
Museum Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum - Zentrum Internationale Skulptur
47051 Duisburg
Friedrich-Wilhelm-Straße 40

Wer weiß schon, dass das LehmbruckMuseum eine Altmeistersammlung besitzt? Zwischen dem Bekannten, zwischen Skulpturen und Moderner Kunst, finden sich einige faustdicke Überraschungen: Werke aus den Sammlungen Houben & Welker, unter anderem von Tintoretto und Jacob Ruisdael oder nach Peter Paul Rubens und Jan van Dyck. In einer einmaligen Ausstellung werden sie nun zum ersten Mal gemeinsam gezeigt - Gemälde aus drei Jahrhunderten, die es in Duisburg noch zu entdecken gilt.

Diese Arbeiten, Stiftungen der Duisburger Johann Wilhelm Welker (1870-1962) und Wilhelm Houben (1910-1991), werden der Öffentlichkeit nach langer Zeit wieder vor- und gleichzeitig einigen Skizzen Wilhelm Lehmbrucks gegenübergestellt, die er auf seinen Italienreise 1905 und 1912 angefertigt hat. Und dazu kommt - als zweite Etappe - zeitgenössische Kunst, Werke des Belgiers Fabrice Samyn (Jahrgang 1981). Ein ungewöhnliches Ausstellungsprojekt.

Der belgische Maler, Objekt- und Konzeptkünstler Fabrice Samyn (Jahrgang 1981, lebt in Brüssel) setzt die Altmeistergemälde mit "All the time we are" in Kombination zu seinem eigenen Werk. So hängt die Gegenwart neben venezianischen und oberitalienischen Meistern der Spätrenaissance, neben flämischen und niederländischen Malern des 17. Jahrhunderts. Das Ergebnis: ein völlig neuer Blick auf die Kunst, vielleicht sogar eine Aktualisierung der Themen und Motive der Alten Meister. "Es ist glaube ich der richtige Zeitpunkt, in Duisburg an eine ehedem blühende bürgerliche Tradition zu erinnern, um die vorhandene zu erneuern", kommentiert Raimund Stecker, Direktor des LehmbruckMuseums, das Projekt.

Für das Museum zudem ist die Ausstellung nicht nur Gelegenheit, Parallelen und Bezüge in den eigenen Sammlungen zu entdecken, sie ist auch Anlass, diese einer Revision zu unterziehen, und Auftakt zu ausführlichen wissenschaftlichen Arbeiten. "Gerade vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders auf diese dreigeteilte und doch homogene Ausstellung", sagt Michael Krajewski, Kurator von "Alte Meister" und "All the time we are".
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