Bundeskunsthalle Bonn entlässt mal wieder ihren Intendanten
Es scheint mittlerweile Tradition zu werden, das die Bundeskunsthalle Bonn ihre Verantwortlichen in immer kürzeren Abständen entlässt. Am Montag wurde bekannt gegeben, dass Robert Fleck die Kunsthalle im kommenden Jahr verlassen wird.

Robert Fleck muß gehen

Im Jahr 2007 waren es Wenzel Jacob und Winfried Gatzweiler die nach finanziellen Ungereimtheiten das Haus verlassen mussten. Eilig berief man als Interimslösung Christoph Vitali, der dann wiederum im Jahr 2009 von Robert Fleck ersetzt wurde.
Mit rund 16,5 Millionen Euro jährlich wurde die Bundeskunsthalle Bonn bisher vom Bund unterstützt. Ziel war es, ein internationales Aushängeschild in der Kunstlandschaft zu werden.

Fleck musste sich in jüngster Vergangenheit immer wieder vorwerfen lassen, verstärkt auf das zeigen von Werken aus privaten Sammlungen zu setzen. Durch diese Vorgehensweise würde man nicht nur "einzelnen Sammlern ein Denkmal" setzen, wie es die FAZ kritisiert, sondern Kunstwerke und Privatsammlungen werden durch Ausstellungen in solch renommierten Häusern wie sie die Bundeskunsthalle ist auch finanziell aufgewertet, was sich im Kunstmarkt mehr als fördernd für Künstler, Werke und Sammler auswirken kann.
Momentan wird dieser Umstand besonders im Zuge der Anselm Kiefer Ausstellung festgemacht und scharf kritisiert. Die Werke der Retrospektive stammen alle aus der Privatsammlung Grothe. Und Robert Fleck bezeichnete die Werkschau im Vorfeld als die bedeutendste Ausstellung seit 1991.

Dem Bund und der Bundeskunsthalle Bonn bleibt zu wünschen, mehr Obacht in der Personalpolitik walten zu lassen, um den eigenen nationalen und internationalen Ansprüchen gerecht zu werden.

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