Christo, Lady Gaga, Fälschungen - Wochenrückblick KW 37/2010
Die letzten zwei Wochen würde der deutsche Kunsthandel am liebsten ungeschehen machen.

rohes Fleisch, Commerzbank und wertvolles Gemälde

Der Fälschungsskandal zieht immer weitere Kreise und verunsichert eine ganze Branche. Was noch geschah und welche Tipps wir für Sie haben, kommt jetzt im Folgenden:

- 50 Jahre Pace Galerie
- Christo stattet Berlin einen Besuch ab
- Der Fälschungsskandal und seine Folgen
- Design Auktion bei Quittenbaum
- Commerzbank unterstützt Museen
- Ausstellungstipp: Die Staufer und Italien
- Künstler kopieren Künstler
- Frauen und Fleisch in Kunst und Mode
- wertvolles Gemälde lag im Busch

50 Jahre Pace Galerie
Ein halbes Jahrhundert präsentiert die Pace Gallery nun schon bedeutende Künstler der Kunstgeschichte in Ausstellungen und auf Messen. Über die Geschichte der Galerie, wie z.B. die Kooperation mit Wildenstein & Company entstand, gibt es bei thedailybeast nachzulesen.
thedailybeast

Christo stattet Berlin einen Besuch ab
Neben einer Preisverleihung, geehrt wurde er für sein Lebenswerk, besuchte Christo auch das Deutsche Historische Museum. Der Grund für den Besuch im DHM war der Wunsch seine Skulptur "Wrapped Magazines 2008", die er als Dauerleihgabe dem Museum vermachte, wiederzusehen. Es war der erste Berlinbesuch nach dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude im vergangenen Jahr.

Der Fälschungsskandal und seine Folgen
Der Skandal um gefälschte Kunstwerke zieht immer weitere Kreise. Nicht nur die Reputation des Auktionshauses Lempertz hat darunter gelitten. Eine ganze Branche dürfte unter den Folgen leiden, oder geht man einfach zum Tagesgeschäft über? In der FAZ wurde der aktuelle Fall der Fälschungen rund um die Sammlung „Jägers“ noch einmal beleuchtet.
faz.net

Christo - Lady Gaga - Fälschungen

Design Auktion bei Quittenbaum
Rund 300 Lots stehen zur Versteigerung bereit. Schwerpunkte der Quittenbaum Auktion sind Möbel von Knoll ­International und Herman Miller. Den Auktionskatalog können Sie bei uns online einsehen und bequem durchblättern. Design Auktion + Katalog

Commerzbank unterstützt Museen
Rund 74 Millionen Euro erlöste die Commerzbank mit dem Verkauf der Giacometti Skulptur "L'HOMME QUI MARCHE I" im Februar dieses Jahres. Experten befürchteten den Ausverkauf der Kunst. Grund: Nach der Finanzkrise suchten viele Banken nach Einsparquellen bzw. schnelles Geld. Warum da nicht die hauseigene Kunstsammlung verkaufen? Die Commerzbank kam aber erst durch den Kauf der Dresdner Bank zu der bedeutenden Kunstsammlung.
Jetzt gibt die Commerzbank einen Teil des Erlöses sowie Dauerleihgaben (100 Werke) der noch verbliebenen Reste der Kunstsammlung (3000 Werke) an fünf Museen weiter. Unter den Begünstigten sind das Städel und das MMK in Farnkfurt, die Nationalgalerie in Berlin, die Staatlichen Kunstsammlungen und die Städtische Galerie in Dresden und die eigenen Stiftungen.

Ausstellungstipp: Die Staufer und Italien
Drei Innovationsregionen im mittelalterlichen Europa. Ausstellung der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Ab dem 19. September 2010 widmen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen dem bedeutendsten europäischen Herrschergeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts eine große Sonderausstellung.

Künstler kopieren Künstler
Nicht nur Damien Hirst hat scheinbar seine Inspirationen bei Künstlerkollegen gefunden. Die Kunstgeschichte ist voll von Beispielen bei der der eigenen Kreativität etwas nachgeholfen wurde. Das Flarvorwire-Magazin hat mal ein paar Gegenüberstellungen gewagt.
flarvorwire.com

Frauen und Fleisch in Kunst und Mode
Nicht nur Lady Gaga trägt gern rohes Fleisch. Das sonderbare Material hat durchaus Tradition im Kunst- und Modemarkt. Ein paar Beispiele gefällig? Hier sind sie:
flarvorwire.com

wertvolles Gemälde lag im Busch
Ein Gemälde von Jean-Baptiste-Camille Corot tauchte in den Büschen des New Yorker Fifth Avenue jetzt wieder auf. Nachdem es ein betrunkener Kurier verloren hatte und dafür schon mächtig Ärger und sich mit einer Anklage befassen musste, fand ein Pförtner jetzt das Bild zwischen Büschen in der Nähe der New Yorker Fifth Avenue wieder.
bloomberg.com

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