Louis Daguerre Doodle zum Geburtstag
Heute zum 224.Geburtstag des Fotopioniers Louis Daguerre (Louis Jacques Mandé Daguerre) widmet die Internet-Suchmaschine Google dem Erfinder der Daguerreotypie ein sogenanntes Google-Doodle.

Doodle für den Erfinder der Daguerreotypie

Warum nun gerade der 224.Geburtstag des Louis Daguerre für ein Doodle herhalten musste, erschließt sich uns zwar nicht ganz so richtig, möchten aber die Gelegenheit nutzen, um auf die Anfänge der Fotografie zu erinnern.

Entstehung der Daguerreotypie

Eigentlich ist das Wort Fotografie fachlich falsch. Die Daguerreotypie bezeichnet man eher als fotografisches Verfahren. Denn es gibt kein Negativ. Das hergestellte Bild ist ein Positiv und gleichzeitig ein original, welches keine Abzüge erlaubt.
Louis Daguerre
Louis Daguerre - Das Daguerreotyp und das Diorama.
Seit 1835 experimentierte Louis Daguerre an dem fotografischen Verfahren, dessen Name es später auch trug, bevor die französische Regierung die Rechte erwarb und Daguerre eine lebenslange Rente dafür zahlte. 1839 wurde das Daguerre-Verfahren dann der Pariser Akademie der Wissenschaften und der schönen Künste der Öffentlichkeit offiziell vorgestellt.

Anfangs wurden Daguerreotypien auf reinen Silberplatten hergestellt. Aus Kostengründen ging man später dann auf silberbeschichtete Kupferplatten über. Das Verfahren von Louis Daguerre setzte sich rasch weltweit durch und war bis ca. 1851 marktbeherrschend. Fast zur selben Zeit entwickelte aber William Henry Fox Talbot das erste Negativ-Positiv-Verfahren (Talbotypie oder auch Kalotypie genannt). Ab diesem Zeitpunkt konnte man dann auch von der "Fotografie" sprechen. Talbot entwickelte Technik war wegweisend für alle folgenden Negativ-Positiv-Verfahren der Fotografie.
Louis Daguerre Doodle zum Geburtstag

Daguerreotypien und der Kunstmarkt

Heute sind Daguerreotypien seltene und gesuchte Sammlerstücke und werden nicht selten zu hohen Preisen versteigert. Von Joseph-Philibert Girault de Prangey sind etwa über 900 Daguerreotypien bekannt, die er hauptsächlich in Griechenland, Palestina, Ägypten und Syrien aufnahm. So wurden im Oktober des letzten Jahres 58 Daguerreotypien des Fotografen Girault de Prangey bei Christie's für rund 2,8 Millionen Dollar versteigert. Das teuerste Bild brachte bei der Auktion rund 242.500 Dollar.

Daguerreotypie Girault de Prangey

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