
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2017-03-01
Künstler: Kornberger, Klimt, Thöny, Leherb, Fuchs, Hoffmann, Peche, Bresslern-Roth, Alt, Boeckl
Thema: Das Jahr beginnt im Kinsky schon traditionell mit einer Auktion der Kostbarkeiten und wirft den Blick auf Kunstwerke, deren Qualität überzeugt, die aber dennoch im Preis günstig sind. Alle sechs Sparten des Hauses, von den Alten Meistern bis zu den Zeitgenossen sind vertreten und bieten mit über 900 Objekten eine umfangreiche und vielseitige Auswahl für jeden Sammler. Bei den Alten Meistern kann man durch die Jahrhunderte streifen und sich zwischen ländlichen Idyllen, schönen Frauen und aufregenden Szenen aus Mythologie und Historie entscheiden. In der Sparte des 19. Jahrhundert begeistern zwei ungewöhnliche Stadtprospekte: Einmal der Blick auf Florenz von Friedrich Frank bei herrlichem Sonnenlicht und atmender Luft und einmal der Blick auf Landeck in Tirol von Hubert Sattler. Letzterer war ja für seine Reisen und aufregenden Städtebilder besonders berühmt, seine nüchterne Klarheit mit großer Raumtiefe wirkt wie eine Vorwegnahme des zeitgenössischen Photorealismus. Marie Egners reizvolle Aufnahme der Lagune von Grado oder Friedrich Gauermanns schnelle Skizze eines Hirschen im kalten Gebirgssee bieten Kostbarkeiten der spontanen Studie vor Ort. Gewohnt vielseitig ist das Angebot der Antiquitäten. Tafelbesteck von Josef Karl Klinkosch stellt mit € 15.000 den höchsten Schätzpreis dar, Glassammler werden mit einem Paar seltener Vasen aus Italien ihre Freude haben und die Auswahl der Möbel reicht von gotischer Giebeltruhe bis hin zu einem barocken Nasenschrank. Otto Prutscher, Josef Hoffmann, Dagobert Peche, Franz Hagenauer oder Eduard Klablena sind klingende Namen in der Sparte des Jugendstil, Silbertabletts, Vasen, Keramikfiguren, Kerzenleuchter stehen zur Auswahl. In der Klassischen Moderne reicht die Bandbreite des Angebots von Zeichnungen Gustav Klimts über die suggestiven Landschaften von Josef Stoitzner, zu den klappernden Tukanen von Norbertine Bresslern-Roth und den Bergbauernhöfen von Oskar Mulley. Und passend zur Jahreszeit werden Schneelandschaften von Wilhelm Thöny und Hans Weber-Tyrol angeboten. Farbkräftig und phantastisch präsentieren sich die Zeitgenossen: Ernst Fuchs großformatige Lady Gainsborough und Helmut Leherbs Triumph des Jean Jacob entführen in Traum- und Phantasiewelten während Gunter Damisch gewohnt in Gefilde jenseits unserer sichtbaren Welt führt. Ein besonderes Angebot bietet die Sammlung von Werken des früh verstorbenen, genialen Wiener Malers Alfred Kornberger.
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-11-30
Künstler: Lassnig, Weiler, Hoffmann, Moser, Walde, Kirchner
Thema: Dienstag, 29. November 2016 16 Uhr: Jugendstil & Design 18 Uhr: Klassische Moderne Mittwoch, 30. November 2016 14 Uhr: Zeitgenössische Kunst Teil 1 18 Uhr: Zeitgenössische Kunst Teil 2 Besichtigung der Schaustellung 24.–30. November 2016 Montag 10–19 Uhr, Dienstag–Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr , Sonntag 11–17 Uhr
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-10-19
Künstler: Pieter Neefs der Ältere, Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich Gauermann, Robert Russ, Olga Wisinger-Florian, Anton Kothgasser, Eugen Jettel, Rudolf von Alt, Friedrich von Amerling, Albin Egger-Lienz, August X. K. Ritter von Pettenkofen, Tina Blau
Thema: 113. Kunstauktion Dienstag, 18. Oktober 2016 14 Uhr: Nachlass Schloss Pfannberg Kat. Nr. 1–350 18 Uhr: Antiquitäten Kat. Nr. 351–575 Mittwoch, 19. Oktober 2016 14 Uhr: Nachlass Schloss Pfannberg und andere Alte Meister Kat. Nr. 601–851 17 Uhr: Bilder des 19. Jahrhunderts Kat. Nr. 901–1074 Besichtigung der Schaustellung 13.–19. Oktober 2016 NEU als Service für Sie Montag bis 19 Uhr geöffnet Montag 10–19 Uhr, Dienstag–Freitag 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr , Sonntag 11–17 Uhr
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-06-08
Künstler: Warhol, Immendorff, West, Staudacher, Messensee, Beuys, Weiler, Moll, Walde, Sedlacek, Thöny, Wotruba, Laske, Hagenauer, Hoffmann, Loos, Peche, Prutscher, Powolny, Wieselthier, Auböck
Thema: Dienstag, 7. Juni 2016 16 Uhr: Jugendstil & Design 18 Uhr: Klassische Moderne Mittwoch, 8. Juni 2016 14 Uhr: Zeitgenössische Kunst Teil 1 18 Uhr: Zeitgenössische Kunst Teil 2 Besichtigung der Schaustellung 2.–8. Juni 2016 Vernissage Mittwoch, 1. Juni 2016 18–20.30 Uhr Vortrag, Beginn 18.30 Uhr Ernst Ploil spricht über WW-Schmuck von Dagobert Peche
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-04-13
Künstler: Jan Brueghel der Jüngere, Hans Brosamer, Lavinia Fontana, Pietro Perugino, Guido Reni, Marie Egner, Robert Russ, Franz Alt, Rudolf von Alt, Ferdinand Georg Waldmüller, Adam Kracker
Thema: Frühling im Kinsky: Stille Leben, idyllische Gegenden, raffiniertes Handwerk Die große Frühjahrsauktion im Kinsky präsentiert Highlights aus den Sparten: Alte Meister, Gemälde 19. Jahrhundert und Antiquitäten. Alte Meister Wie zeitlos und modern die ALTEN MEISTER nach wie vor sind beweist einmal mehr das aktuelle Angebot mit einer Auswahl von Meisterwerken vom Mittelalter bis zum Rokoko. Gewagte Farbakkorde, raffinierte Kompositionen und körperliche Schönheiten in sinnlichem Schmelz, wie es keine Fotografie nachahmen kann, konterkarieren den Begriff „Alt“. Zwei Tafelbilder des namentlich unbekannten Meisters des Florian-Winkler-Epitaphs am Ende des 15. Jahrhunderts präsentieren die feine Gratwanderung zwischen extravagant farbenfroher Stilisierung und frühem, auch naiv-groteskem Detailsrealismus, wie es die Wende zur Neuzeit charakterisiert. Die kam nur wenige Jahrzehnte später und zeigte sich vor allem in der Porträtkunst. Hans Brosamer war in den 1520er Jahren einer der gefragtesten in Nürnberg, seine Bilder kosteten ein Vermögen, was sich am Blick und an der prachtvollen Kleidung von Hans Durr und Sebald Schwarcz in diesen beiden seltenen Beispielen seiner Kunst zweifellos erkennen lässt. Noch fortschrittlicher war man bekanntlich im Süden in den bedeutenden Kunstzentren, wie Florenz. So wie Ridolfo Ghirlandaio, Freund Raffaels und Sohn Domenico Ghirlandaios, seine Madonna ihr Kind dem Betrachter präsentiert, lässt er keinen Zweifel am Selbstbewusstsein und Daseinsfreude seiner Zeit. Selbst Frauen – äußerste Raritäten in der alten Welt der Malerei – hatten hier eine Chance, eine der berühmtesten und erfolgreichsten war Lavinia Fontana, von der wir eine Darbringung Jesu im Tempel als große Seltenheit anbieten können. Als highlights der Auktion ragen einmal mehr zwei bemerkenswerte Meisterwerke von Jan Brueghel d. J. aus der bedeutendsten Malerdynastie des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden hervor. Einmal ist es eine raffinierte und Detailreiche Allegorie der fünf Sinne, beim zweiten Gemälde gewährt uns der Maler einen Blick durch einen Rosenstrauch auf die heilige Familie auf der Rast auf der Flucht nach Ägypten. Diese wunderbar farbig abgestimmte Szene mit delikat gemalten Figuren und dieser eigenen Melodie von tief empfundener Innigkeit bietet ein überzeugendes Beispiel für eine der faszinierendsten Epochen der Kunst. Geschichten der Bibel können jedoch auch weit irdischer betrachet werden, wie Salomon Koninck aus Amsterdam um 1650 bei seiner Bathseba im Bade darzulegen versteht. Das Tizianrot des abgelegten Mantels trägt sein Übriges zur Sinnlichkeit des entblößten Körpers bei. Österreichische Meister sind natürlich ebenso mit seltenen Arbeiten vertreten, darunter von Martin Johann Schmidt, gen. der Kremser Schmidt, Franz Anton Maulpertsch oder Heinrich Friedrich Füger. Gemälde des 19. Jahrhundert Liebhaber des 19. Jahrhunderts, vor allem des Aquarells, können bei dieser Auktion aus dem Vollen schöpfen. Gleich neun feinste Aquarelle von Rudolf von Alt aus alten privaten Sammlungen bieten die Qual der Wahl. Herausragend und in seiner gewagten Perspektive überaus modern ist Alts Meisterwerk mit dem Anblick auf das römische Kolosseum aus dem letzten Jahr seines Besuches in der ewigen Stadt. In der Beschreibung eines Kabinetts in Schloß Zleb wiederum beweist Alt wie fein ein Pinsel sein kann und wie Malerei am Ende über jede Fotografie triumphieren kann. Zeitgleich mit dem Erscheinen der ersten Monographie mit Werkverzeichnis über Robert Russ, der 6. Band der im Kinsky editionen, können drei herausragende Gemälde dieses ungewöhnlichen Landschaftsmalers am Übergang zur Moderne angeboten werden. Während die faszinierende Entfaltung von Raum im Gemälde des Etschtales begeistert, überrascht die Mühle in Arco mit der freien Auflösung der Formen und den expressiven fleckigen Auftrag der Farben. Experimentell war auch immer Russ‘ Umgang mit Techniken, der erstmals auch die Gouache für große Leinwandbilder verwendete wie in der bezaubernden Ansicht auf eine Kirche in Riva. Weiters bietet die Sparte wunderbare Blumenbilder von Marie Egner, delikat gemalte Aquarelle von Thomas Ender sowie eine Auswahl von Bildern eines der ungewöhnlichsten Maler des Jahrhunderts: Michael Neder. Antiquitäten Der zeitliche Bogen wird dieses Mal wieder sehr weit gespannt, beginnend mit einer herrlich bemalten und wunderbar erhaltenen Mumienmaske der griechisch-römischen Zeit. Eine weitere Besonderheit stellt die Sammlung von Amuletten des 17. – 19. Jahrhundert mit kulturellen Spezialitäten der Neidfeigen, Penisknochen oder Wendeköpfe aus Korallen, Silber, Elfenbein und v.a.m. Die Auktion kann aber auch wie immer mit Highlights aus Glas aufwarten, wobei der Pokal mit bemalten Köpfen aus der Haller Hofglashütte von Innsbruck um 1580 ein besonderes Interesse erwarten lässt. Exisitierte diese von Erzherzog Ferdinand ins Leben gerufene Werkstatt doch nur wenige Jahrzehnte. Selten angeboten werden mehrpassige Branntweinflaschen des 18. Jahrhundert in einer ähnlich leuchtenden Farbigkeit wie das angebotene Exemplar im Kinsky. Erwähnung verdient auch der herrlich geschnitzte Deckelkrug aus Buxbaum, von Johann Rint, einem der wenigen bekannten Meister dieser Kunst in Linz. Besichtigung der Schaustellung 6.–13. April 2016 Wochentags 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr, Sonntag 11–17 Uhr Presse: Dr. Marianne Hussl-Hörmann, hussl-hoermann@imkinsky.com, T 01 532 42 00-27
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-02-24
Künstler: Reynolds, Alt, Kaufmann, Stoitzner, Hagenauer, Hoffmann, Loos, Peche, Bresslern-Roth, Eisler, Kokoschka, Nepo, Schiele, Attersee, Dalpra, Glück, Lichtenstein, Messensee, Rainer, Warhol, West
Thema: Dienstag, 23. Februar 2016 14.00 Uhr: Alte Meister, Bilder des 19. Jahrhunderts 17.00 Uhr: Antiquitäten Mittwoch, 24. Februar 2016 14.00 Uhr: Jugendstil & Design, Klassische Moderne 17.30 Uhr: Zeitgenössische Kunst Besichtigung der Schaustellung 18.–24. Februar 2016 Wochentags 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr, Sonntag 11–17 Uhr Vernissage Mittwoch, 17. Februar 2016 18–20.30 Uhr Begrüßung um 18.30 Uhr
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2016-01-26
Künstler: Jungwirth, West, Staudacher, Baselitz, Lassnig, Picasso, Lichtenstein, Hausner
Thema: Nachlass Vavrousek – Galerie Contact & Zeitgenössische Kunst Die Galerie Contact von Helga Vavrousek in Wien gehörte seit den 1970er Jahren zu den wichtigen Kunstinstitutionen des Landes, die wesentlich an der Vermittlung und dem Aufbau von Künstlerkarrieren beteiligt war. Mit ihrem Engagement, Charme und großer Sachkenntnis gelang es Helga Vavrousek die Galerie zu einem lebendigen Ort zeitgenössischer Kunst in Wien zu machen. Adolf Frohner, Franz Ringel, Hans Staudacher, Peter Sengl, Martha Jungwirth, Valentin Oman oder Maria Moser gehörten zum Kernprogramm der Galerie, deren Tätigkeit bis zur Schließung 2005 laufend auch aktuelle junge Kunst umfasste. Das Auktionshaus im Kinsky freut sich daher sehr, den privaten Nachlass der 2015 verstorbenen Galeristin Helga Vavrousek in einer eigenen Auktion anbieten zu können. Die rund 300 Arbeiten auf Papier und Leinwand bzw. Graphiken und Skulpturen geben ein vielseitiges und dichtes Spiegelbild der österreichischen Kunstszene seit den 1970er Jahren wider. Die Preise sind bewusst sehr moderat gesetzt und bieten arrivierten wie neuen Sammlern ein selten attraktives Angebot hervorragender österreichischer Kunst. Ergänzend zu dieser Sammlung präsentiert die Jänner-Auktion rund 40 zusätzliche Werke zeitgenössischer Kunst u. a. mit Arbeiten von Maria Lassnig, Hermann Nitsch, Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky, Raymond Pettibon oder Franz West. Herausragend ist die Bronzefigur „Große liegende Figur“ von Fritz Wotruba von 1951, eine der ganz zentralen Figuren in seinem Werk, bei der sich der Übergang von den figurativen Arbeiten der Frühzeit zu seinen markanten Abstraktionen aus Würfel und Quadern vollzieht. Zu den internationalen Highlights gehören zweifellos das eindrucksvolle Pop-Art Wohnzimmer von Roy Lichtenstein von 1992, die großformatigen Tuschearbeiten des ehemaligen CoBrA Künstlers Pierre Alechinsky und von Jannis Kounellis, die faszinierende Collage des Opart Meisters Victor Vasarély und schließlich Georg Baselitz‘ unverkennbares statement mit Kohle und Fettkreide auf Papier. 15 Uhr: Nachlass Vavrousek – Galerie Contact, Kat. Nr. 1–305 18 Uhr: Zeitgenössische Kunst, Kat. Nr. 401–443 Online-Katalog: www.imkinsky.com Besichtigung der Schaustellung 21.–26. Jänner 2016 Wochentags 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr, Sonntag 11–17 Uhr Vernissage Mittwoch, 20. Jänner 2016 18–20.30 Uhr Vortrag, Beginn 18.30 Uhr Prof. Peter Baum, Gründungsdirektor des LENTOS Kunstmuseums Linz, Ausstellungskurator, Kunstschriftsteller spricht über Helga Vavrousek und ihre Galerie.
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2015-11-26
Künstler: Walde, Schiele, Wacker, Kokoschka, Berg, Heckel, Amerling, Waldmüller, Kauffmann, Hoffmann,Powolny, Koloman Moser, Minne, Auböck, Lassnig, Bischoffshausen, Nitsch
Thema: Winterfreuden: Erlesene Kunstwerke im Kinsky Kunst aller Zeiten gibt sich im November alljährlich ein Stelldichein im Auktionshaus im Kinsky. Sechs Sparten präsentieren die Auktionstage der „Erlesenen Kunstwerke“ mit highlights der Malerei und der Möbelkunst aus dem Barock, mit Neuentdeckungen von Alfons Walde und Rudolf Wacker, von der Wiener Werkstätte um Josef Hoffmann und Dagobert Peche sowie mit einer seltenen Kollektion hochwertiger Schmuckstücke und Pretiosen. Alte Meister: Es ist ein Porträt der seltenen Art und Zeugnis einer besonderen Freundschaft: das lebensgroße Abbild des geliebten Jagdhundes Herzog Alberts von Sachsen – Teschen, dem legendären Begründer der Wiener Albertina! Einst wird das Gemälde des Malers Martin Ferdinand Quadal in den Prunkräumen des Palais gehangen sein, der Namenszug des Herzogs gut sichtbar am Halsband eingraviert. Über mehrere Generationen verblieb es in Besitz der kaiserlichen Familie und kann nun erstmals am Markt angeboten werden (€ 50.000 - € 100.000). Stillleben gehören – wie die letzten Rekordpreise für die Blumenbouquets der Familie Brueghel im Kinsky demonstrierten – nach wie vor zu den heiß begehrten Motiven am Altmeister Markt. Dieses Mal präsentieren wir ein Fest der Früchte des niederländischen Malers Jacob van Walscapelle. Im weiteren punktet die Sparte mit einem Monumentalwerk von Angelika Kauffmann, Odysseus auf der Insel Kirke, zuletzt ein highlight in der Kauffmann-Retrospektive im Vorarlberger Landesmuseum 2006 (SP 250.000 – 500.000). Gemälde 19. Jahrhundert: Ein reicher Schatz von Landschaften und Stillleben in der für das Jahrhundert so wunderbar präzisen und feinen Malerei ausgeführt, bestimmt auch dieses Mal wieder das Angebot. Die Schönheit des Landes spiegelt sich in Bildern wie dem „Hinterer Langbathsee“ von Rudolf von Alt (€ 15.000 – 30.000) oder im Blick auf den Wörthersee von Markus Pernhart wider, der den Sommer unvergesslich macht (€ 35.000 – 70.000). Von Ferdinand Georg Waldmüller tritt ein weiteres, keckes Mädchen vor einem stahlblauem Seidenvorhang, das Sammler erfreuen wird! Antiquitäten: Hier besticht das Angebot wie immer durch seine Vielfalt und spannt den Bogen von einem ägyptischen Mumienporträt (€ 35.000 – 70.000) bis hin zur grazilen Bronzeskulptur der Kaiserin Sissy auf dem Pferd des französischen Meisters Isidore Jules Bonheur (€ 50.000 – 100.000). Einen Schwerpunkt der Auktion bildet der Nachlass des Hosenfabrikanten Fritz Hiltl aus der Oberpfalz, ein leidenschaftlicher Sammler des Barock mit seltenen Möbelstücken und kostbarem zumeist Meissener Porzellan (Highlight: Augustus Rex Vase!). Darüberhinaus kommt aus dieser Sammlung eine große Kollektion von Schmuckstücken mit wertvollen Steinen zum Anbot, das sich durch besonders günstige Startpreise auszeichnet! Klassische Moderne: Große Namen sind gleich mit mehreren, „marktfrischen“ Arbeiten vertreten: Einsamer Berghof aus einer amerikanischen Privatsammlung (€ 180.000–360.000), das berühmte Auracher Kirchlein (€ 250.000–500.000) und noch weitere Motive Alfons Waldes eröffnen den Reigen, bevor zwei bestechende Stillleben von Rudolf Wacker aus einer ausländischen Sammlung und eine Bodenseelandschaft mit ihrer malerischen Feinheit und ihrer subtilen Balance zwischen Gegenstand und Abstraktion überzeugen. Selten genug kommen gleich vier Arbeiten von Werner Berg in das Angebot, genauso wie die Bühnenbild- und Kostümentwürfe von Koloman Moser für zwei Opern von Julius Bittner (€ 25.000–50.000; 35.000–70.000) eine ausgesprochene Rarität darstellen. Malerische Das Highlight aber bietet Albin Egger-Lienz großformatiges Gemälde „Drei Schnitter“ von 1921, eines seiner begehrtesten und kraftvollsten Motive (€ 250.000–500.000). Jugendstil & Design Die Sparte wiederum lockt mit einer Rauchkassette von Josef Hoffmann (SP 70.000–140.000), einer vielfältigen Auswahl an Arbeiten des Dekorationsgenies Dagobert Peche, wie ein Deckenluster und ein Spiegel, sowie mit weiteren Besonderheiten aus der Hochzeit der Wiener Werkstätte. Georges Minne ist mit einer Bronzefigur „L’enfant prodigue“ vertreten (€ 35.000–70.000). Zeitgenössische Kunst: Der deutsch-Amerikaner und Urvater des „American abstract expressionism“, Hans Hofmann ist mit einem ungemein kraftvollen und Farbintensiven Naturbild vertreten, bei dem sich die Idee der abstrakten auf reiner Gestik beruhenden Malerei eindrucksvoll materialisiert hat (€ 70.000 – 140.000). Eines von nur drei mit „Atomisation“ benannten Gemälde Arnulf Rainers von 1951 kommt aus einer europäischen Sammlung zum Anbot. Ungewöhnlich in seiner Buntfarbigkeit markiert es in explosionsartigen Ausbrüchen und vehementen Zerkratzungen den Beginn von Rainers abstrakt-informeller Malerei (€ 100.000 – 200.000). Weiters punktet die Auktion mit Glasköpfen von Kiki Kogelnik aus der Werkstatt Berengo in Venedig, – „Ocean“ und „Night“ in geringer Auflage werden dieses Mal zum Startpreis von € 25.000 angeboten. 109. Kunstauktion Erlesene Kunstwerke, 24. – 26. November 2015 Dienstag, 24. November 2015 16 Uhr: Klassische Moderne 18 Uhr: Jugendstil & Design Mittwoch, 25. November 2015 14 Uhr: Schmuck 16 Uhr: Antiquitäten Donnerstag, 26. November 2015 15 Uhr: Zeitgenössische Kunst 17 Uhr: Bilder des 19. Jahrhunderts 18 Uhr: Alte Meister Vernissage Mittwoch, 18. November 2015 18–20.30 Uhr Vortrag, Beginn 18.30 Uhr Dr. Tobias G. Natter, Natter Fine Arts, spricht über Angelika Kauffmann und Rudolf Wacker. Besichtigung der Schaustellung 19.–26. November 2015 Wochentags 10–18 Uhr, Samstag 10–17 Uhr, Sonntag 11–17 Uhr
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2015-10-06
Künstler: Kiefer, West, Uecker, Prachensky, Hundertwasser, Nitsch, Flora, Muehl, Helnwein
Thema: Kunsternte im Kinsky: Zeitgenössische Kunst Im traditionell dynamischen Kunstherbst präsentiert auch das Kinsky im Oktober ein ausgesuchtes Angebot Zeitgenössischer Kunst. Die Auktion wird wegen des großen Angebotes in zwei Teilen angeboten und als Nachmittags-sale um 14 Uhr und Abend-sale um 18 Uhr ausgerufen. Österreichische Malerei und Skulptur sowie hervorragende internationale Positionen bilden den Schwerpunkt, neben den Vertretern der klassischen Avantgarde überzeugen auch ganz aktuelle Objekte, die die Entdeckerlust der Sammler befriedigen. Mit besonderem Stolz präsentiert die Sparte im Oktober Anselm Kiefers monumentales Werk „Das himmlische Jerusalem“ aus einer österreichischen Privatsammlung. Kiefer gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart, dessen Bedeutung auch durch die Verleihung fast aller namhaften internationalen Kunstpreise symbolisch bestätigt wird. Ausgangspunkt seiner differenzierten und tiefschürfenden Kunst war die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, die er ab den 1980er Jahren mit dem Blick auf die Kulturgeschichte verschiedener Völker erweiterte, wobei die Kabbala und die jüdische Religion ein zentrales, immer wiederkehrendes Element darstellen. Kiefer versteht es aber, die unerklärbaren Geheimnisse der alten Mythologien in eine moderne, allumfassende Sprache zu transformieren. Sein Werk wird daher auch als Fortsetzung des Wagner‘schen Gesamtkunstwerkes verstanden. Analog zu Kiefers monumentaler Kunstidee überwältigt auch immer der enorme Materialeinsatz, durch den jedes Bild an Tiefe und Raumwirkung gewinnt. 2010 präsentierte die renommierte New Yorker Galerie von Larry Gagosian ein Ensemble des Bilderzyklus „Next Year in Jerusalem“. Friedensreich Hundertwasser kann als einer der wenigen österreichischen Maler auf ein internationales Renommee verweisen. Die Kombination von intensiver Farbe, ornamentartigen Linien und humorvollen Bildthemen sind sein unverkennbares Markenzeichen, sein umfassendes bildnerisches wie architektonisches Werk etablierte sich abseits jeglichen mainstreams. Besonders überzeugen seine Aquarelle, in denen der freie Fluss der Farbe mit Hundertwassers unbedingten künstlerischen Freiheitsanspruchs korrespondiert. „Der Weg der durch eine Blume führt“, 1976 erstmals im Museum von Tel Aviv ausgestellt, lässt hierbei keine Wünsche offen. Konnte das Kinsky in den letzten Auktionen neue Rekordpreise für Aquarelle von Franz West erzielen, werden im Oktober gleich sechs Stück seiner berühmten Stühle aus verschiedenen Editionen („Kodu-Stuhl“, „Der FICKER I“, „Onkel-Stuhl“) zwischen 1999 und 2006 angeboten. 1992 hatte der Künstler erstmals einfache mit bunten Stoffen überzogene Metallstühle auf der documenta IX in Kassel präsentiert, die wesentlich zu Wests internationaler Karriere beitrugen. Zum Benützen aufgefordert liegen diese Objekte seit jeher im Spannungsfeld von Gebrauchs- und Kultobjekt und zählen zu den Protagonisten von Wests radikal neuem Kunstverständnis. Zum umfangreichen Angebot gehören weiters eine großformatige, fotorealistischen Arbeit von Gottfried Helnwein („o. T. (Payton I)“, 2005, € 35.000 – 70.000), dynamisch-farbstarke Arbeiten von Markus Prachensky („Etruria orizontale“, 1984, € 30.000 – 60.000), eine ganze Serie von Lithographien und Graphiken des deutschen Objektkünstlers Günther Uecker sowie eine Arbeit des griechisch-italienischen Arte Povera Künstlers Janis Kounellis aus dessen Serie der „Alphabete“ von 1960. Wir zeigen den Buchstaben „S“ in Verbindung mit der Nummer „4“, die in ihrer schwarz-weißen Exklusivität dem Anspruch des Minimalismus mehr als gerecht werden („o. T.“, um 1960, € 20.000 – 40.000).
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2015-06-17
Künstler: Jan Brueghel der Jüngere, Isidor Kaufmann, Ferdinand Georg Waldmüller, Marc Chagall, Alexander Rothaug, Dagobert Peche, Josef Hoffmann
Thema: Meisterwerke der Kunst bieten auch dieses Mal wieder die Auktionstage im Juni und versprechen großes Sammlerinteresse. Mit Ausnahme der Zeitgenossen, die im Oktober einen exklusiven Termin haben, sind alle Sparten vertreten. Nach dem sensationellen Rekordpreis für ein Blumenbild des Flamen Jan Brueghel d. Ä. in der November-Auktion des Vorjahres von 2,2 Mio € warten die Alten Meister dieses Mal mit einem großformatigen, überaus prächtigen Blumenstilleben von seinem Sohn Jan Brueghel dem J. auf, der 1625 dessen Atelier übernommen hatte! Mit Talent und Geschäftssinn ausgezeichnet, verstand es der Sohn die erfolgreiche Werkstatt des Vaters weiterzuführen und vor allem mit Blumenbildern den Geschmack der Sammler zu treffen. In diesem aus altem Privatbesitz wieder aufgetauchten Gemälde sind insgesamt 50 Blumensorten zu entdecken, teilweise sogenannte „Hybridarten“, die es heute nicht mehr gibt und die den Ehrgeiz des Malers, die Fülle der Natur nachzuahmen, erkennen lassen. Diese Lust an der Vielfalt kleidet der virtuose aus Antwerpen stammende Maler in eine wohlabgestimmte Komposition von starken, leuchtenden Farben vor dunklem Hintergrund, was die Wertschätzung der Blumen als kostbare Kleinode der Natur überzeugend hervorhebt. Bezeichnend sind auch die Accessoires, Muschel, Schnecken, Hündchen, mit denen der Naturkosmos im Kleinen bereichert werden sollte. In der Sparte des 19. Jahrhunderts wird „Waldmüller at his best“ präsentiert: das reizende kleine Mädchen mit seinem goldblonden Lockenkopf und den rosigen Wangen, das unter einem kostbaren himmelblauen Seidenvorhang neugierig und entzückend frech herausschaut, erfüllt zweifellos alle Erwartungen, die man an die Kunst dieses bedeutenden Malers stellt. Bereits in seinem Frühwerk erreichte Ferdinand Georg Waldmüller eine faszinierende Kombination von präziser, geradezu haptischer Detailbeschreibung mit einer lebendigen, ungemein realistischen Wiedergabe, das ihn zu einem der großen Meister des Realismus macht. Er war zweifellos ein Meister der Träume und einer der herausragendsten wie ungewöhnlichsten Persönlichkeiten der Moderne: der Russe Marc Chagall. Wie kein anderer hat er sich den –ismen seiner Zeit entgegengesetzt und dafür eine eigene malerische Sprache zwischen Realität und Fiktion gefunden, mit der er die Mythen seiner eigenen Kultur mit der Gegenwart der Moderne verband. Seine Bilder gehören zu den Inkunabeln der Moderne, umso mehr freut uns die Präsentation eines zauberhaften Aquarells in der Sparte der Klassischen Moderne. Das Blatt, das eines seiner zentralen Motive – Blumen und Liebe – in seiner zauberhaften Pinselschrift wiedergibt, entstand während seiner letzten, künstlerisch überaus produktiven Jahre, die er in St. Paul de Vence verbrachte. Das Aquarell stammt direkt aus seinem Nachlass und befand sich seit 1992 in einer privaten österreichischen Sammlung. Die Antiquitäten punkten neben einer wunderbaren Alabasterfigur des Herkules von 1600 und einer Marmorbüste der Diana von Jean-Antoine Houdon mit einem Paar spätbarocker Girandolen, von denen nur die kaiserliche Hofburg in Wien vergleichbare Exemplare besitzt! Bronze in Feuer vergoldet, die Arme verziert mit emaillierten Blüten und trotz der beachtlichen Größe von einem halben Meter und dem Gewicht des Materials schwingen sie sich leicht und elegant in die Höhe. Ihre Geschichte ist ebenso durchaus bewegt: im Gepäck eines ehemaligen Geheimen Kammerzierrats am Wiener Hof reisten sie Ende des 19. Jhdt. nach Dessau, später nach Berlin. Die weitere Destination ist noch offen. Es ist zweifellos eine Sensation: aus einer alten Wiener Privatsammlung werden in der Sparte Jugendstil & Design zwei der wohl größten Broschen des legendären Wiener Werkstätte Gründers Josef Hoffmann angeboten! Sie faszinieren nicht nur mit ihrem Design und der raffinierten wie modern-minimalistischen Anordnung von Silber und Edelsteinelementen, sondern auch durch ihre Größe und ihre Seltenheit. Lt. dem WW-Archiv gibt es nur insgesamt zwei bzw. vier Stücke dieser Entwürfe. Der untere Schätzpreis kann also nur einen Startschuss bedeuten.
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2015-05-12
Künstler: Heckel, Hofmann, Haring, Kokoschka, Kandinsky, Oberhuber, Renoir, Schiele, Walde, West, Weiler
Thema: Kostbare Linien und die Poesie der Farben Graphik und Malerei stehen im Zentrum der Meisterwerke: Hervorragende Beispiele von Vertretern des deutschen und österreichischen Expressionismus- Erich Heckel und Oskar Kokoschka- stehen den luziden Farbenreichtum eines Auguste Renoirs oder dem kraftvollen Expressionismus eines Alfons Waldes entgegen. Die Gegensätze lassen sich fortführen mit Werken aus der Liste der Who is Who: Zeichnungen von Gustav Klimt und Egon Schiele (Sitzendes Mädchen, 1918 € 70.000 – 140.000), ein feinst modelliertes Aquarell von Albin Egger-Lienz (Porträt, € 25.000 – 50.000) und ein ausdrucksstarkes Porträt von Max Oppenheimer (Friedrich Heyde, € 70.000 – 140.000) sowie ein Stillleben von Rudolf Wacker (€ 70.000 – 140.000). Bei den Zeitgenossen punkten Max Weilers „Der Regen ist grün“ (€ 120.000 – 200.000), Karl Prantls „Medidationsstein“ (€ 100.000 – 200.000) sowie Oswald Oberhubers „Zähne“ (€ 18.000 – 28.000) und Herbert Brandls großformatiges Gemälde von 2009 (€ 35.000 – 70.000).
Ort: Auktionshaus im Kinsky bis: 2015-03-24
Künstler: Angeli, Jenkins, Leherb, Lichtenstein, Lüpertz, Meese, Miyake, Oberhuber, Prachensky, Prantl, Stingel, Weiler, West, Wotruba, Flora
Thema: In der ersten großen Jahresauktion für Zeitgenössische Kunst trumpft das Kinsky einmal mehr mit einem reichhaltigen Angebot aus dem Fundus Kunst seit 1945! Dabei besticht vor allem das Konvolut an sieben Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen von Franz West! Ungewöhnliche Arbeiten wie das Unikat eines Lampenschirmes auf Bambusständer (€ 10.000 – 20.000), eine Drahtskulptur (€ 25.000 – 50.000) und weitere große Stand- bzw. Wandobjekte (€35.000 – 70.000; € 15.000 – 30.000) präsentieren die künstlerische Welt dieses Ausnahmekünstlers in hervorragender Weise! Große Aufmerksamkeit erhalten werden sicher die Arbeiten von Rudolf Stingel (€ 25.000 – 50.000), ein in leuchtendes Blau getränkte Bildskulptur auf Gummibasis, sowie ein hervorragende Arbeit von 1974 des erst 2012 verstorbenen, abstrakten US-Expressionisten Paul Jenkins („Phenomena Saladin’s Robe“; € 15.000 – 30.000). Vom Angebot der nationalen „Helden“ ist insbesondere auf die großformatige Arbeit von Hans Staudacher aus dem Jahr 1959 hinzuweisen, bei der die faszinierend, experimentelle Werkphase aus der Pariser Zeit besonders zum Tragen kommt (€ 35.000 – 70.000). Erwin Bohatsch und Hubert Schmalix haben dieses Mal zwei hervorragende Werke aus den Jahren 2007 bzw. 2010 für die sozialen Organisationen immohumana und Wiener Lerntafel zur Verfügung gestellt. Liebhaber der Skulptur werden in dieser Auktion auf Ihre Kosten kommen: von Karl Prantl stehen gleich zwei Steine zur Medidation zur Auswahl: einer aus „Gummerner Marmor“ (€ 50.000 – 100.000), ein anderer aus russischem Granit (€ 40.000 – 80.000). Es sind aber vor allem zwei Highlights, die diese 105. Auktion auszeichnen: zunächst ein Konvolut von 289 politischen Karikaturen des österreichischen Meisterzeichners Paul Flora, danach der Nachlass des Wiener Surrealisten und Ausnahemkünstlers Helmut Leherb. Mit spitzem Bleistift und noch schärferer Pointe verstand es Paul Flora (1922 – 2009) wie kein anderer, das allzu Menschliche und die politischen Untiefen im Besonderen zu Papier zu bringen. Legendär sind seine Karikaturen, die er für die Hamburger ZEIT und für die Tiroler Tageszeitung wöchentlich veröffentlicht hatte. Die Originalzeichnungen in Bleistift und teilweise Tusche für die Redaktion der Tiroler Tageszeitung aus den Jahren 1957 – 1965 werden nun aus einer Sammlung angeboten und in Positionen von je rund 13 Stück zum Schätzpreis von € 3.500 angeboten. Die Themen rufen die politisch spannenden Zeiten des Kalten Krieges hervor, mit den Auseinandersetzungen vor der Teilung Berlins, den Nahostkonflikt und als bis heute bleibende Konstante die Querelen der rot-schwarzen Koalition. Die originalen Zeichnungen werden erstmals am Kunstmarkt angeboten und ergänzen mit ihren humorvollen wie geistreichen statements das Werk dieses bedeutenden Zeichners. Helmut Leherb (1933-1997) war ein ungewöhnlicher, vielseitiger Künstler, ein präziser Zeichner und Maler, aber auch einer der ersten, surrealistischen Installationskünstler. Eine besondere Auswahl dieser Gruppen präsentiert nach 40 Jahren erstmals der Nachlass mit Graphiken, Ölbildern und, als kleine Sensation, mit Skulpturen, bestehend aus mit Vögeln und Perlen bestickten Modellpuppen, Blumentöpfen aus Keramikköpfen oder Tische auf Händen und Füßen. Dieses umfangreiche Konvolut wird nun erstmals zum Verkauf angeboten und bringt das Werk dieser schillernden Künstlerpersönlichkeit seit langem wieder auf dem Markt. Die Preise rangieren zwischen € 3.000 und € 27.000.