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Presseinformation
Nadine Wölk – Deleted Scenes. Works 2008 – Malerei
Bronislava von Podewils - Sculpture – Skulptur
19. September bis 18. Oktober 2008
Eröffnung 19. September 2008, 19.30 – 21.30 Uhr
Die neuen Arbeiten von Nadine Wölk präsentieren die Auseinandersetzung der Kunst mit der zeitgenössischen Jugendkultur. Diesen Eindruck erreicht Wölk nicht nur über die Integration verschiedener moderner Ausdrucksmittel, wie die Fotografie und Sprühfarben. Ihr malerisches Werk wies bereits in der Vergangenheit eine Polarität zwischen Nostalgie und Popkultur auf. Die deleted scenes stellen jedoch einen anderen unangenehmen Effekt der Fotografie heraus. In einem Zeitalter in dem Fotografie quasi allgegenwärtig ist, und für Jedermann nutzbar ist, gerät dieses Medium mehr und mehr in einen inflationären Gebrauch. Die Funktion der Fotografie als Dokument einer Erinnerung wird so ins Absurde geführt. Die Bezeichnung „gelöschte Szenen“ weist darauf hin, dass diese Erinnerungen aus dem Gedächtnis getilgt sind. Es sind marginalen Ereignisse, die nicht bewusst erlebt wurden, und dennoch zu einem Dokument der Jugendkultur werden. So kann man Wölks Arbeiten einerseits als gesellschaftskritisch einstufen, während sie auf der anderen Seite vehement Partei ergreifen für die eigene Zeit.
Nadine Wölk wurde 1979 in Jena geboren. 2001 begann sie ein Studium der Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Ihr Grundstudium absolvierte sie bei Günther Hornig, Wolfram Hänsch, Siegfried Klotz und Elke Hopfe. Seit ihrem Diplom 2006 ist Nadine Wölk Meisterschülerin bei Prof. Martin Honert.
Seit dem Jahr 2000 geht Nadine Wölk einer regen Ausstellungstätigkeit nach. Unter anderem stellte sie in München aus, an der HfBK Dresden in Jahres- und Klassenausstellungen, im Hamburger Kunst- und Kulturverein Linda in St. Pauli, sowie in diversen Projekträumen für junge, aktuelle Kunst. Nadine Wölk ist Mitbegründerin des Projektes Freiraum 05. Raum für junge Kunst in Dresden.
Wellpappe und Wachs sind die Grundstoffe aus denen Bronislava von Podewils Tierfiguren entstehen lässt. In einzelnen Schichten aus Pappe, wachsen die Skulpturen aus der Fläche in die Dreidimensionalität. Erst durch die Schichtung wird das biegsame Material zu einem soliden Körper. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich eine Reihe von Gegensatzpaaren, die in den Skulpturen vereint werden, ähnlich der Polarität von fragil und stabil. in Podewils’ Skulpturen verweisen nur die fragmentarisch aufzufindenden Aufdrucke auf die ursprüngliche Verwendung als Karton. Eben jene Fragmente verdeutlichen die Vergänglichkeit, nicht nur des Materials selbst, sondern auch der übergeordneten Bedeutung und verleiten so zu einer existentialistischen Befragung der Werke. Das nicht hinterfragende Wesen des Tieres wird dem entgegengestellt. Gleichzeitig vermitteln die korrespondierenden Posen eine lebendige Vielfalt. Das nachvollzogene Ziel ihrer Arbeiten ist somit die Wiedergabe von Lebendigkeit und Bewegung bei gleichzeitiger Aufhebung einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung.
Bronislava von Podewils wurde 1970 in Böblingen geboren. 1997 begann sie ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der schönen Künste in Carrara, Italien. Sie studierte dort bei Professor Guiseppe La Bruna und Professor Franco Franchi. Nach ihrem Abschluß 2002 folgte ein Aufbaustudium an der Staatlichen Akademie in Karlsruhe bei Professor Balkenhol. Im gleichen Jahr erhielt sie ein Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Cuxhaven.
Seit 2001 waren die Arbeiten von Bronislava von Podewils in zahlreichen Einzel und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen.