Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Fotografie als Mittel der Selbstverortung fokussiert sich klassisch auf das Portrait und die Landschaft, also auf den Menschen in der Welt. Künstlerfotografie hat die Intensität dieses Doppelblicks hindeutend auf das Nichtzeigbare seit je zu steigern gesucht: im Aufsuchen subtiler Innerlichkeit im Menschenbild ebenso wie im Aufweisen des Erhabenen in der Natur.
Dass sich Introspektive und Extraversion, Menschentiefe und Weltweite gegenseitig verstärken können, ist Ansatz des Ausstellungskonzepts.
In bewusst thematisierter Farbbeschränkung ergänzen sich die ehemals im Nationalmuseum von Havanna gezeigten Maler-Portraits des als verschollen zu nennenden, jetzt nur noch in seinem Blick auf die Künstler seiner Zeit zu ahnenden Kubaners Julio López Berestein und die ebenfalls schwarzweißen Weltreise-Fotografien Klaus Polkowskis mit den ätherisch blau-weißen Cyanotypien überwältigender alpiner Panoramen von Oliver Look zum Angebot allfälliger Selbstbefragung im visuellen Erlebnis.
Gleichzeitig nehmen wir Klaus Polkowskis Beteiligung zum Anlass einer Sonderpräsentation seiner Fotografien zum Freiburger Kulturprojekt 2009 "Kultur braucht Kultur" (www.kulturbrauchtkultur.de) zusammen mit der Vorstellung des kürzlich da heraus entstandenen, die künstlerischen Disziplinen vernetzenden 'Kulturführers'.