Ausstellung Galerie Wolfgang in der Wiesche - Atelier
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Filmprogramm zur Ausstellung FLY ME – UPSTREAM
16.03.-01.04.2012
d-52.raum für zeitgenössische kunst | http://www.d-52.de
Filmprogramm am 29.03.2012, 20:00 Uhr
6 Kurzfilme von Thomas Bartels
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche
Thomas Bartels und Wolfgang in der Wiesche führen durch das Programm
FLY ME – UPSTREAM
Im Looping auf dem Flügel des Kunstfliegers wird die Welt selbst Rotor. Auftrieb. Sturzflug. Spiralen. Lautloses Gleiten. Rudern mit den Armen, das Gleichgewicht zu halten, sinnlos in der Schwerelosigkeit. Paddeln im Strom, gegen den Strom. Dem Licht entgegen. Visuelle Poesie.
Es geht um Reisen. Durch Indien, den Orient, die mechanische Welt kinetischer Kunstmaschinen, Innenwelten. Real gefilmt und animiert. Es geht ums Bilder machen. Handarbeit, Faszination für künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten analogen Films. Wie die Filmbilder von Thomas Bartels zu einer poetischen Montage von Materialfilm über Strukturalismus bis zu Erzähltechniken modernen Kinos verschmelzen, verwendet Wolfgang in der Wiesche für sein Sound-Design klassische Techniken neben neuen Elementen. Er entwickelt sie aus der Musique Concrete, Minimal Music und Elektroakustischer Musik und setzt sowohl Sampling-Techniken als auch zeitgenössische Beats und Sounds ein. Sechs Filme. Ein besonderes Kinoerlebnis!
Das Kurzfilmprogramm präsentiert Kompositionen von Wolfgang in der Wiesche im Rahmen seiner Ausstellung FLY ME – UPSTREAM in der Galerie d-52.raum für zeitgenössische kunst. Dort sind Acrylgemälde, Mischtechniken und eine Videoinstallation zu sehen.
Text: Wolfgang in der Wiesche
Blackbox, Kino des Filmmuseums Düsseldorf, 29.03.2012, 20:00 Uhr
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Die Filme:
THE DAY SLOWS DOWN AS IT PROGRESSES
Experimentalfilm, 16/35mm, F, 13:30min., Dolby SR, Thomas Bartels, 2000
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche, mit Nandkishor Muley (Gesang, Tambura)
2000, Prädikat ‚wertvoll’, Filmbewertungsstelle FBW
2002, Auszeichnung Förderpreis der Jury, Filmkunstfest Schwerin
The Day Slows Down As It Progresses ist ein Kaleidoskop malerischer Aufnahmen aus Indien und handelt vom Bildermachen: Ornamente, Kinotransparente und Fotografien entstehen. Den handwerklichen Prozessen in den Bildern entspricht die Herstellungsweise des gesamten Films. Die ursprünglichen Aufnahmen, in Indien auf 16mm Film gedreht, wurden Bild für Bild am 35mm Tricktisch abgefilmt und dabei manipuliert. Ausschnitte vergrößert, die Geschwindigkeit verändert oder mehrere Bilder zu einer bewegten
Collage zusammengefügt.
ATLIKARINCA
Experimenteller Animationsfilm, 35mm, F, 17:20min., Dolby SR, Thomas Bartels, 2003
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche, mit Musik von Mercan Dede/ DJ Arkin Allen
Der Film ist ein Gedicht. Der Titel ist Türkisch, weil viele Bilder aus Istanbul stammen. Auf Deutsch heißt er ‹Karussell›. Die Bilder drehen sich. Es sind Filmschleifen und Fotopanoramen, handcoloriert oder farbig gefiltert. Auch die Musik dreht sich im Kreis. Die, die von Mercan Dede stammt, ist beeinflusst von Rhythmen
der tanzenden Derwische. Wolfgang in der Wiesche hat daraus, aus Originaltönen und eigenen Loops eine Tonspur gestaltet, die dem Collagencharakter der Bilder entspricht. So entsteht ein Sog, der die Zuschauer auf eine Reise mitnimmt.
MICHANEVOMAI
Cine Poem, Animation, 35mm, F, 9:50min., Dolby SR, Thomas Bartels, 2004
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche
2004, Prädikat ‚wertvoll’, Filmbewertungsstelle FBW
Ein Uhrwerk wird aufgezogen und eine Reise beginnt durch das mechanische Universum des Künstlers und Filmemachers Thomas Bartels. Kinetische Skulpturen träumen Menschenbilder. Männer und Frauen umkreisen einander als blaue Schatten in endlosen Schleifen. Doch wenn sie schließlich im Kuss verschmelzen, ist das ein Traum: Ein happy end, kitschig wie Kino.
IKILIIKUJA (perpetuum mobile)
Animation, 35mm, S/W, 5 min, Thomas Bartels, 2005
Musik: Markku Peltola
Zwei Männer, eine Flasche. Schwarz und Weiß, Yin und Yang. Was für den einen leer, ist für den anderen voll. Von Markku Peltola, dem Hauptdarsteller aus Aki Kaurismäkis Film „Der Mann ohne Vergangenheit“, stammt die gleichfalls sehr reduzierte Musik. Mehr ist nicht zu sagen.
HAUT DER DINGE
Cine Poem, Animation, 35mm, F, 6:30min., Dolby SR, Thomas Bartels, 2009
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche
2009, Prädikat ‚besonders wertvoll’, Kurzfilm des Monats, Filmbewertungsstelle FBW
„Der außerordentlich künstlerische Animationsfilm von Thomas Bartels ist eine kompakte Erzählung von der Schönheit der Dinge und ein Lob des Handwerks, zu dem auch das Filmemachen gehört. …
Unterschiedliche Eindrücke werden durch raffinierte Kombinationen und geschickte Wiederholungen mit Stummfilmelementen und moderner Tricktechnik zu einer Art filmischem Tagebuch zusammengesetzt.“ (Deutsche Film- und Medienbewertung)
FAGILE ESQUIF
Cine Poem, Animation, 35mm, F, 15:00min., Dolby Digital, Thomas Bartels, 2011
Musik und Sound Design: Wolfgang in der Wiesche, mit Musik von Uwe Walter, Shakuhachi
In endlos weißer Leere schwebt das Gerippe eines Bootes. Ein Mann sitzt darin. Er paddelt durch dies lichte Meer. Er hält Ausschau. Er zeichnet, dreht sich im Kreis. Er angelt im Nichts. Eine Flaschenpost taucht auf.
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