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Ausstellung

Die unendlichen Weiten der Zwischenräume – Ausstellung in Bremen

Die unendlichen Weiten der Zwischenräume
„Mit der abstrakten Malerei schufen wir uns eine bessere Möglichkeit, das Unanschauliche, Unverständliche anzugehen, weil sie in direktester Anschaulichkeit – also mit den Mittel der Kunst - „nichts“ schildert.“ (Gerhard Richter)

Auch die Malerei von Andrea Köhn ist abstrakt und gegenstandslos - gegenstandslos im Sinne von Nicht-Abbildend, Nicht-Erzählend. In ihrer prozesshaften Auseinandersetzung mit dem Material, der Farbe, der Flächen- und Liniensetzung zeigt sich das Können der Bielefelder Künstlerin, die als Gastkünstlerin im Kunstmix ihre Werke zeigt.

Es sind die warmen, harmonischen Farbklänge ihrer Bilder, die spontan ansprechen. Selbst kontrastierende weiße Lasurflächen besitzen eher die Qualität von erhellenden Lichtquellen als von Kälte. So entsteht ein Eindruck von Licht und Schatten und weist so zugleich auf eine andere Qualität in den oft großformatigen Bildern hin: einer räumlichen Tiefe.
In diesen Schichten erkennt der Betrachter das Ringen der Künstlerin um die Form und die Farbgebungen, da wird Verworfenes von zarten Lasuren verschleiert oder Entscheidungen mit blickdichter Farbigkeit oder Linie bekräftigt. Alles zusammen ergibt dann die fertige Bildkomposition, wobei die Künstlerin so entstandene Bildideen in weiteren Arbeiten wieder aufgreift und weiterentwickelt.


Martin Koroscha

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