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Ausstellung

Vermessung – Ausstellung in Berlin

Vermessung
Der Kunstverein Neukölln / kunstraum t27 widmet dem Verhältnis von Naturwissenschaft und zeitgenössischer Kunst eine dreiteilige Ausstellungsreihe.

Nachdem in der ersten Ausstellung der „Versuchsaufbau“ als genuin naturwissenschaftliche Methode der Weltbefragung im Fokus stand, geht es in der zweiten Ausstellung um das Messen, d. h. um die quantitative Erfassung und Sammlung von Größen und Informationen (z.B.: Längen, Winkel, Zeit) die von den Künstlern analog zu den Wissenschaftlern im Atelier (Labor) oder in der Natur (Feld) durchgeführt wird. Die Ziele, die Mittel und die Ergebnisse der Künstler unterscheiden sich zwar von denen der Wissenschaftler, aber alle sind sie rastlos Suchende, Forschende und Experimentierende, die ohne den Rückgriff auf die Phantasie nicht auskommen.



Tinka Bechert setzt sich mit wissenschaftlichen Ordnungssystemen auseinander, indem sie dem Betrachter weitere Möglichkeiten der Wahrnehmung oder Einordnung anbietet. In ihren Collagen, der Malerei sowie den installativen Arbeiten ergänzt die Künstlerin wissenschaftliche Zitate mit subjektiven und humorvollen Aspekten um so die Diskrepanzen zwischen verschiedenen Weltbildern zu erforschen.



Kati Gausmann untersucht raum-zeitliche Phänomene und zeichnet Spuren von Bewegung in unterschiedlichen Medien auf. Nördlich vom Polarkreis, wo die Sonne von Mitte Mai bis Mitte Juli nicht untergeht, zeichnet sie Schattenkonturen von Objekten kontinuierlich in einem bestimmten Zeitraum von maximal 24 Stunden.

Durch die Erdrotation und die Bahn der Erde um die Sonne verändern sich die Schattenformen. Die gezeichneten Umrißlinien überlagern sich und werden Geflechte aus Verdichtungen und Leerräumen: gezeichnete Rhythmen auf der Grundlage kosmologischer Zusammenhänge.



Pia Linz erforscht ihre Umgebung, sowohl die nähere (z.B. ihre Wohnung) als auch die entferntere (z.B. den Central Park oder die Hasenheide). Sie vermisst ein definiertes Terrain mit Fußschritten und erarbeitet anhand einer auf einem großen Papier entwickelten Fußschrittskala einen genauen Flächenplan. Auf transportablen Fragmenten des Planes notiert sie akribisch unmittelbar vor Ort ihre Beobachtungen.

Die miniaturisierenden Aufzeichnungen verdichten sich zu monadenhaften Gebilden, die durch die Synthese zahlloser Fußgängerperspektiven mit der zugrunde liegenden topographischen Bildordnung den Eindruck der Vogelperspektive erwecken.

Weitere Ausstellungen 2012

New Horizons – Landscape and the Contemporary Romantic
21.01.2012–19.02.2012
New Horizons – Landscape and the Contemporary Romantic
lucide
25.02.2012–25.03.2012
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31.03.2012–29.04.2012
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12.05.2012–03.06.2012
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