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Matze Görig und Franka Kaßner stellen im Kunstraum ihre neuesten Arbeiten vor:
Matze Görig zeigt in der oberen Etage seinen Film durch Hain und Aue und Franka Kaßner
unten ihre Installation Sie weint trocken.
An seinem Animationsfilm durch Hain und Aue (28 min.) hat Matze Görig seit 2012
gearbeitet. Seine digital-analoge Konstruktion setzt sich aus hunderten Fotos und Videos
zusammen.
Zu dem Thema hat der Künstler sich unter anderem von Hieronymus Boschs Triptychon „Der
Garten der Lüste“ und Johannes Brahms’ Duett „Die Meere“ inspirieren lassen.
Der Film erzählt Geschichten und Legenden, die eine eigene Welt zwischen Leben und Tod
erschaffen.
Franka Kaßner hat einen Raum entworfen, in dem sie „Mutter Beimlein“ (Text: Bertolt
Brecht, Musik: Hanns Eisler) singt. Das groteske Motiv – die Protagonistin ist trotz eines
Holzbeins munter und selbstbewußt und unterhält die Familie als Prostituierte – setzt Franka
Kaßner mit gebrochener Stimme und bandagiertem Körper in Szene. Sie konterkariert die
körperliche Beeinträchtigung von „Mutter Beimlein“ bzw. ihre eigene Verletzung mit der
Haltung einer heroischen Frauenfigur.
In ihrer Installation Sie weint trocken wird die Performance als Video (2 min.) gezeigt.