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Ausstellung

Pechblende (Kapitel 1) – Ausstellung in Berlin

Pechblende (Kapitel 1)
"Pechblende (Kapitel 1)" von Susanne Kriemann im Projektraum der Schering Stiftung präsentiert eine Reihe von neuen Arbeiten, die u. a. in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Naturkundemuseum Berlin, dem American Museum of Natural History, New York, und dem Museum Uranbergbau, Bad Schlema, nach eingehender Recherche über das Mineral Pechblende (Uraninit) entstanden sind.

Die radioaktiv strahlende Pechblende wurde im Erzgebirge durch die Wismut AG/SDAG in den Jahren 1946–89 großflächig abgebaut. So wurde die DDR zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt und trug wesentlich zur atomaren Aufrüstung der UdSSR bei. Nach dem Mauerfall begann die Renaturierung der Landschaft, die bis 2045 abgeschlossen sein soll. Die andauernde radioaktive Strahlung gerät dabei jedoch zusehends in Vergessenheit.

Susanne Kriemanns mehrjähriges Projekt, mit dem sie diesen Teil deutscher Geschichte beleuchtet, umfasst neben einer virtuellen Bibliothek und einem Künstlerbuch eine Ausstellungsreihe:

Susanne Kriemanns Installation "Pechblende (Kapitel 1)" im Projektraum der Schering Stiftung reflektiert die künstlerischen Möglichkeiten, Unsichtbares sichtbar zu machen. Sie bedient sich dabei sowohl analoger, fotografischer Methoden als auch der Autoradiografie – einer Technik, bei der fotosensitives Material durch radioaktive Objekte selbst belichtet wird. Die Künstlerin kombiniert ihre Autoradiogramme mit Archivmaterial sowie musealen Objekten und nimmt in ihrer Ausstellung die radioaktive Strahlung in den Fokus, die es vermag, trotz des emittierten Lichtes unsichtbar zu bleiben.

Die erste Ausstellung zum Projekt wird noch bis zum 26. März 2016 im Prefix Institute of Contemporary Art, Toronto, zu sehen sein. "Pechblende (Prologue)" zeigt eine große Anzahl der jüngst entstandenen Autoradiogramme. Sie wurden von Susanne Kriemann in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des American Museum of Natural History, New York, des Museums für Naturkunde, Berlin, in den National Archives, Washington, und dem Museum Uranbergbau, Bad Schlema, angefertigt.

Parallel zu den Ausstellungen entsteht unter www.pechblende.org eine virtuelle Bibliothek als Website, die eine stetig wachsende Sammlung an Text- und Bildmaterial öffentlich verfügbar macht. Das bei Spector Books erscheinende Künstlerbuch wird am Freitag, den 3. Juni 2016 um 14 Uhr in der Schering Stiftung vorgestellt.
 
Weitere Informationen und Veranstaltungen unter www.scheringstiftung.de.

Fotocredit:
Susanne Kriemann, Pechblenden 1 (AMNH), 2015, Autoradiogramm, Test 1/1, Ausstellungsstück C59072, Pechblende, Sachsen, Deutschland, aus der Sammlung des American Museum of Natural History, 20x25 cm © Susanne Kriemann

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