Lieder für ein Zimmer ohne Aussicht. Raum der Zeichnung Ausstellung Wuppertal

Ausstellung Galerie Galerie Epikur Wuppertal

Datum: 04.08.2006 - 02.09.2006

Künstler: Artist in Residence: Peter Riek

Veranstalter & Ort:
Galerie Galerie Epikur Wuppertal
42117 Wuppertal
Friedrich-Ebert-Straße 152a

Artist in Residence
Peter Riek - Lieder für ein Zimmer ohne Aussicht
Raum der Zeichnung
Eröffnung der Ausstellung am 4. August um 19:30 Uhr
Ausstellung: 04.08. bis 02.09.2006
Öffentliche Arbeitsphase: Ab dem 17. Juli, Besuch zu den Öffnungszeiten
Es erscheint ein Katalog
Lieder für ein Zimmer ohne Aussicht - Ein Projekt in Kooperation mit der Galerie Vayhinger, Radolfzell
Ausstellung in Radolfzell: 14.10. bis 30.11.2006
Edition zur Ausstellung: Serie von 16 Zeichnungen, Mischtechnik auf Karton, 34 x 25 cm
die zum Vorzugspreis von 280 Euro angeboten werden.
Einen Raum der Zeichnung wird der Karlsruher Künstler Peter Riek als Artist in Residence ab dem 17. Juli
in der Galerie Epikur installieren. Inspiriert wird er dabei von den Tagebüchern des manieristischen Malers
Jacopo Pontormo, der im 16. Jahrhundert in einer krisenhaften Zeit mit dem klassischen Ideal der Renaissance
brach und dramatisch bewegte Kompositionen entwickelte, die typisch sind für den überschwänglichen
Stil des Manierismus. Die Tagebücher des vereinsamt in Florenz wirkenden Malers jedoch sind von
größtmöglicher Knappheit, lediglich bestehend aus Angaben zu Wetter und Gesundheitszustand sowie kurzen
Beschreibungen der täglichen Verrichtungen.
In seiner Wuppertaler Installation will Peter Riek sich ganz dieser stilistischen Reduktion verschreiben. Gegen
die vielfältigen räumlichen und zeitlichen Überlagerungen unserer Tage und das Übermaß visueller Eindrücke
setzt er einen meditativen Raum der Zeichnung, der mit den sparsamsten Mitteln auskommt. Monotone,
großformatige Malerei und ortsbezogene Wandzeichnungen werden den Rahmen für die begehbare
Rauminstallation bilden. Der Raum im Raum wiederum wird eine Folge der reduzierten, linearen Zeichnungen
Rieks beherbergen, die eine organisch anmutende, teils morbide Formensprache mit Textfragmenten
aus Pontormos Tagebuch kombinieren. Welche Beziehungen zwischen Denk- und Bildraum, zwischen
Raum der Zeichnung und Ausstellungskontext im Laufe des künstlerischen Arbeitsprozesses geknüpft werden,
kann schon vor der Ausstellungseröffnung im direkten Austausch mit dem Künstler erfahren werden.
Peter Riek ist 1960 in Schluchtern geboren. Von 1979-84 hat er an der Staatlichen Akademie der Bildenden
Künste Stuttgart bei den Professoren Baumgartl, Schellenberger und Schoofs studiert; es folgte ein Geographiestudium
an der dortigen Universität. Zahlreiche Stipendien sind ihm verliehen worden, noch in diesem
Jahr das Budapest-Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Riek präsentiert sein Werk auf Ausstellungen
im In- und Ausland sowie in öffentlichen Sammlungen, u.a. im Morat-Institut für Kunst und
Kunstwissenschaft Freiburg, in der Staatsgalerie Stuttgart, sowie in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe.
Susanne Buckesfeld M.A.
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