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Ausstellung

Realität als Material. 5 Positionen – Ausstellung in Wuppertal

Realität als Material. 5 Positionen
+Daniel Behrendt, Gregor Gaida, Nicola Hanke,
Felix Rehfeld, Martin Spengler*/
Dass die Realität in den letzten Jahren zum
bevorzugten Material zeitgenössischer Kunst
geworden ist, wird beim Gang durch Galerien,
über Messen und in Museen heutzutage immer
wieder deutlich und mag daher niemanden mehr
überraschen. Nicht zuletzt am weit verbreiteten
Einsatz digitaler Fotografie als Hilfsmittel
gegenständlich arbeitender Maler und Bildhauer
lässt sich dieser Tatbestand beobachten. Die
durch Kame-ralinsen gesehene Realität wird
dabei erkennbar zum Ausgangspunkt der
malerischen oder bildhauerischen Bearbeitung.
Die medialen Bedingungen der Digitalfotografie
scheinen dabei Sichtweisen hervorgerufen zu
haben, deren Ästhetik in den verschiedensten
Ausformungen in der zeitgenössischen Kunst
Eingang gefunden hat. So wird der Bezug zur
Fotografie selbst beim oberflächlichen Blick auf
die Werke der fünf jungen Künst ler, die wir in
unserer aktuellen Gruppenausstellung
präsentieren, unmittelbar evident. Ihr
besonderer Verdienst ist es jedoch, der Realität
in der künstlerischen Transformation zum Bild
oder zur Skulptur eine ganz eigene Materialität
zu verleihen und diese auch noch ausdrücklich
zu thematisieren. Obwohl Daniel Behrendt,
Gregor Gaida, Nicola Hanke, Felix Rehfeld und
Martin Spengler als Schüler der Klasse von Karin
Kneffel eng zusammen arbeiten und in einem
intensiven und offenen Austausch über ihre
künstlerische Entwicklung stehen, hat jeder und
jede einzelne von ihnen bereits eine individuelle
und unverwechselbare Handschrift entwickelt.
Und auch wenn die materiale Seite der
Wiedergabe von Realität im malerischen bzw.
skulpturalen Bild ihr gemeinsames Thema ist, so
arbeiten die fünf doch zu ganz unterschiedlichen
künstlerischen Aufgabenstellungen. Bei aller
Diversität der Positionen machen ihre Werke vor
allem deutlich, dass die realistische Darstellung
der Wirklichkeit in der Kunst keineswegs
immateriell ist, sondern einer substantiellen
Basis bedarf. Die fünf werden dabei nicht nur
einer genuin materialästhetischen Sichtweise
gerecht, sondern belegen überzeugend die
eigenständige künstlerische Auseinandersetzung
mit äußerlich sichtbarer Realität.

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