
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2021-12-22
Künstler: Cristina Ghetti / Carlos Albert
Thema: Cristina Ghetti (*1969 Buenos Aires) studierte Malerei in Buenos Aires und promovierte in Multimedia and Visual Arts in Valencia (Spanien). Sie beschäftigt sich seit den 90ern intensiv mit der Geometrie in der Malerei und ist in den Bereichen der Malerei, Installation und Multimedia aktiv. Ihre Arbeiten basieren auf der kinetischen Kunst und der Op-Art der 1960er Jahre, über die sie auch wissenschaftlich forscht. Ihre Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten der Geometrie reicht so weit, neue Technologien des 21. Jahrhunderts in ihr Werk zu integrieren, um neue Konzepte zu Raum, Partizipation und Interaktivität zu entwickeln. Ihr künstlerisches Schaffen ist eine ständige Wiederentdeckung der Formen und Farben mit der optischen Täuschung. Ihre handgemalten Linien, die durch ihre Perfektion beeindrucken, wirken fast meditativ. Jedoch gehen sie ein Spiel mit ihrem umgebenden Raum ein und veranlassen den Betrachter sein eigenes Verhältnis zum Raum neu zu verordnen. Ihre Werke wurden bereits in Valencia, Barcelona, Miami, Buenos Aires, Paris, Berlin und anderen Städten Europas und Amerikas ausgestellt und mit zahlreichen Preisen wie dem ersten Preis der Biennale der Malerei in Valencia ausgezeichnet. Außerdem befinden sich einige in Sammlungen wie u.a. dem Museo de Arte Contemporáneo (MACBA) und dem Municipal de Artes Plásticas Eduardo Sìvori in Buenos Aires, dem Museo Nacional de Arte y Diseño Contemporáneo von Sant José in Costa Rica, sowie in zahlreichen Privatsammlungen. Carlos Albert (*Madrid 1978) studierte Skulptur in Madrid, Luxemburg und London. Seit seinem Studium arbeitet er mit Schmiedeeisen, wo er die Möglichkeit zur Entfaltung seines plastischen Vokabulars sowie zur Darstellung seiner Erlebnisse und Erfahrungen entdeckt hat. Dies ist wahrscheinlich auf den notwendigen Kontakt mit dem Feuer zurückzuführen, das, während es anspruchsvolle Arbeitsbedingungen provoziert, dem Künstler die Kraft gibt, ein starkes und fügsames Material für seine Zwecke zu biegen. Seit einiger Zeit gelingt es dem Künstler, Farbe in seine Skulpturen zu integrieren. Er zeigt sie nicht mehr nur in der nackten Farbe des Eisens, sondern wagt sich auch an kräftige Farben, die von verschiedenen Rottönen bis hin zu Gelb, Grün und Blau reichen. Die Farbe wird zu einem erzählerischen Element, das seine üblichen Formen begleitet, in denen die Linie und die Zeichnung einen vorherrschenden Platz einnehmen. Er präsentiert seine Arbeiten aus Cortenstahl sowohl in ihrer natürlichen als auch in leuchtenden Farben, je nachdem, was die Form verlangt. Dieses Material ermöglicht es ihm, seine monumentalen Werke für öffentliche und private Orte zu schaffen. Die kraftvolle Wirkungsweise der Arbeiten sowie ihre klare Art der Auflösung beeindrucken den Betrachter und lösen großes Interesse aus. Die Werke von Carlos Albert wurden bereits in Museen und zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt wie in Miami, Havanna, Brüssel, New York, Köln und natürlich in Spanien, und mit namhaften Preisen im Bereich Skulptur ausgezeichnet. Die Ausstellung zeigt einen Dialog zwischen diesen beiden starken Künstler*innen, die uns aus zwei unterschiedlichen Perspektiven die Sinnlichkeit der Farbe und die Präsenz des Raumes zeigen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2021-12-22
Künstler: Lídia Masllorens
Thema: Am 28. Mai wird die neue Ausstellung Dies ist auch kein Porträt der renommierten Künstlerin Lídia Masllorens (*1967, Girona) eröffnet. Es ist bereits die zweite Ausstellung der Katalanin in der Galerie nach dem großen Erfolg von Dies ist kein Porträt im Jahr 2019. Nun wartet die Künstlerin mit neuen beeindruckenden Bildern ihrer gleichsam wunderschönen und rätselhaften Gesichter auf, die bis zum 06. August 2021 in der Galerie präsentiert werden. Masllorens ist bekannt für ihre Vorliebe für großformatige Bilder, ihre Faszination für Gesichter und ihre einmalige und expressive Handschrift, die den Wiedererkennungswert ihrer Arbeiten bestimmt. Die riesigen Porträts, die dennoch keine realen Personen darstellen, ziehen den Betrachter zum einen durch ihre physischen Dimensionen in den Bann, zum anderen, weil sie sich weitgehend auf den rätselhaften Blick der fiktiven Subjekte konzentrieren. Dargestellt sind meist weibliche, archetypische und dennoch individuelle Gesichter, die der Fantasie der Künstlerin entspringen und in einer besonderen Arbeitsweise auf Papier zum Leben erweckt werden. Um die Farbe großzügig und dynamisch auf dem Bild zu verteilen, benutzt sie neben Pinseln in verschiedenen Größen auch andere Utensilien, sowie vorwiegend ihre eigenen Hände. So eliminiert sie jegliche Distanz zwischen sich und dem Material, und kreiert besonders ausdrucksstarke Effekte. Es ist diese spannende Symbiose von Präzision und Wildheit der Strichführung, die eine spontane und unmittelbare Wirkung erzielt. Dabei konzentriert sich die Künstlerin auf wenige expressive Details wie lose Haarsträhnen, die Konturen der Lippen oder ein Blitzen in den Augen, die das harmonische Gesamtbild bestimmen und den Fokus auf das Wesentliche, nämlich den menschlichen Ausdruck, lenken. Durch bewusste Reduktion der Farbigkeit und ihre gestische und kraftvolle Malweise gelingt es Lídia Masllorens außergewöhnliche Werke zu schaffen, die begeistern und emotional mitreißen. Gesichter, die in direkten Dialog mit dem Betrachter treten und in denen dieser möglicherweise etwas von sich selbst entdecken kann. Mit ihrem eigenen prägnanten Stil und der starken Ausdruckskraft ihrer Bilder erobert die Katalanin die Kunstwelt und hat bereits in Spanien, aber auch in internationalen Kunstmetropolen wie London, Paris, Berlin oder New York ausgestellt. Auch die Verkaufswerte ihrer Arbeiten entwickeln sich weiter nach oben und spiegeln das internationale Renommée der Künstlerin wider.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2021-05-20
Künstler: Lluís Cera, Alberto Hernández
Thema: Die Galerie 100 Kubik präsentiert ab dem 5. Februar in der neuen retrospektiven Ausstellung Festhalten zwei Künstler aus unterschiedlichen künstlerischen Feldern, die jedoch beide auf virtuose Weise den Umgang mit ihrem jeweiligen Material beherrschen und besonders ausdrucksstarke Werke hervorbringen: Skulpturen von Lluís Cera und Keramikmalereien von Alberto Hernández. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Beschränkungen wird die Ausstellung zusätzlich virtuell auf der Website www.100kubik.de erfahrbar sein. Seien Sie gespannt auf ein interessantes Zusammenspiel kraftvoller Kunstwerke! Der katalanische Bildhauer Lluís Cera (*1967, Barcelona) hat bereits viele Ausstellungen in verschiedenen Ländern realisiert und mehrfach Preise und Auszeichnungen für sein umfassendes Werk bekommen. Seine Arbeit zeichnet sich durch einen unglaublich sensiblen und präzisen Umgang mit verschiedenen Materialien aus, zu denen vor allem Marmor, Granit, Eisen, Bronze und Holz gehören. Dabei springt einem direkt die Harmonie der Massivität der Substanz und der Weichheit der Oberflächen ins Auge, wodurch die Skulpturen eine emotionale Komponente erhalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der sich durch Ceras Oeuvre zieht, ist die Verbindung seiner Skulpturen mit literarischen oder musikalischen Textfragmenten, welche sein Werk um eine poetische Ebene erweitern. Alberto Hernández (*1959, Salamanca) arbeitet mit Keramik und buchstäblich mit der direkten Einwirkung des Feuers. Er hat, ausgehend von einer japanischen Technik des 16. Jahrhunderts, eine eigene Methode entwickelt, mit der er kontrolliert die Effekte von Rauch benutzt, um spektakuläre Ergebnisse zu erzielen. Diese besondere Arbeitsweise in direktem Kontakt mit den Flammen setzt den Künstler extremen physischen Bedingungen aus und erfordert Schnelligkeit. Die Herausforderung lohnt sich jedoch in Anbetracht der faszinierenden Oberflächen und der einzigartigen Lebendigkeit des Ausdrucks, die dadurch entstehen. Neben Farbeffekten und den herausragenden Schwarz- und Weißtönen, wird Hernández‘ Werk von einer eigenen Symbolsprache beherrscht, die auf vegetativen Elementen, erfundenen Schriftzügen oder Wiederholungen basiert. So unterschiedlich die Arbeitsweise der beiden Künstler ist, lassen sich dennoch Parallelen in deren Werk erkennen: eine interessante Spannung von Stärke und Sensibilität, Präsenz der Materialität und subtiler Poetik macht diese Ausstellung zu einer besonderen Erfahrung.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2021-01-22
Künstler: Silvia Lermo, Juana González
Thema: Ab dem 4. September wird in der Galerie 100 Kubik die neue Ausstellung mit dem vielversprechenden Titel Wilde Erzählungen eröffnet, die Werke der beiden erfolgreichen spanischen Künstlerinnen Juana González (*1972, Ciudad Real) und Silvia Lermo (*1986, Cádiz) miteinander in Dialog treten lässt. Begleitet werden die miteinander kontrastierenden Gemälde von geschriebenen Geschichten und die Ausstellung verspricht somit eine neue Erfahrung: die Verbindung der schriftlichen Erzählung mit den komplexen Bilderzählungen beider Künstlerinnen. Zum ersten Mal werden Malereien der in Spanien und Frankreich bereits sehr etablierten Künstlerin Juana González in Deutschland präsentiert. Ihr Werk zeichnet sich durch starke Farbigkeit und einen extremen, gewagten Pinselstrich aus. Es ist eine deutliche Vorliebe für das Düstere und Geheimnisvolle erkennbar, sowie theatralische Kompositionen. "Ich versuche immer, das Ungewisse zu bewahren und Zustände der Verwirrung und Unsicherheit zu schaffen." Diese Aussage der Künstlerin definiert sehr gut ihre Arbeiten, die gleichzeitig faszinieren und verunsichern. Vor allem jedoch wird der Betrachter dazu angeregt, die dargestellten Erzählungen oder Erzählfragmente zu entschlüsseln oder selbst zu vervollständigen. Im Kontrast dazu stehen die in eher nüchterner Farbigkeit gehaltenen Gemälde der aufstrebenden jungen Künstlerin Silvia Lermo. Ihre Papierarbeiten basieren auf autobiographischen Erinnerungen ihrer Kindheit und frühen Jugend. Es sind poetische Reflexionen einer Vergangenheit, die so Eingang in die Gegenwart finden und Geschichte neu schreiben. Sie kreiert zeitlose Räume, Szenerien in denen Tag und Nacht kaum voneinander zu unterscheiden sind, in denen sie ihre sehr persönlichen Geschichten ansiedelt. Durch die auf minimale Elemente reduzierte Palette und diffus eingesetztes Licht erreicht sie größte Ausdruckskraft und schafft eine Atmosphäre, der man sich als Betrachter schlecht entziehen kann. Die Verknüpfung der visuellen Komponente mit der der schriftlichen Erzählung in dieser Ausstellung bietet dem Betrachter eine neue Herangehensweise an die Kunstwerke, welche Millionen verschiedene Geschichten bergen. Jeder und jede kann mit der eigenen Vorstellungskraft und intensiven Betrachtung der Werke deren “Wilde Erzählungen” vervollständigen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2020-07-31
Künstler: Carlos Albert
Thema: Mit der Ausstellung "Raum und Farbe" stellen wir eine neue Facette des Künstlers Carlos Albert vor: seine farbigen Skulpturen. Wenn seine Werke bisher die natürliche Oberfläche von Eisen, Cortenstahl oder Edelstahl zeigten, so experimentiert der Künstler seit einiger Zeit mit der Ausdruckskraft der Farbe und fertigt einige großformatige Werke an. Nun präsentiert er uns in dieser Ausstellung seine jüngsten Skulpturen in allen üblichen Formaten. Die Farbe verleiht den Werken nicht nur ein anderes Aussehen, sondern auch einen anderen Charakter, da die emotionale Wirkung neue Empfindungen hervorruft, die nun mit der Form verbunden sind. Es ist interessant zu sehen, welche visuellen Effekte die Formen haben und wie sich die Empfindungen, die mit dem Volumen und dem Gewicht des Werkes verbunden sind, mit jeder der Farben verändern. Er hat sich für kräftige Farben entschieden, die gut mit der natürlichen Umgebung harmonieren, und wendet sie monochrom auf das Werk an. Die Farbfixierung erfolgt durch Feuer, d.h. das Material Eisen oder Stahl wird bei hohen Temperaturen nicht nur mit einer Farbschicht fixiert, sondern auch vollständig gegen Korrosion geschützt, so dass die Skulpturen sowohl innen als auch außen aufgestellt werden können. Carlos Alberts Karriere steigt weiter an, sowohl was die großen Ausstellungen und Sammlungen betrifft, die seine Werke beinhalten, als auch die Platzierung von monumentalen Werken im öffentlichen Raum. Der Künstler entwickelt sich immer wieder in neue Richtungen, ohne sich jemals zu wiederholen und bringt in jeder Phase neu interessante Ideen ein. Das hält ihn immer in der künstlerischen Gegenwart, als interessanten und wachsenden Wert. Im Jahr 2013 haben wir seine erste Einzelausstellung in Deutschland präsentiert. Es ist eine Freude für die Galerie 100 Kubik, den Künstler all die Jahre zu begleiten.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2020-03-20
Künstler: Susana Reberdito
Thema: Susana Reberdito Stillleben – Lautleben Malerei und Reliefs 26.01. – 20.03.2020 Eröffnung: 26. Januar 2020, 11-16 Uhr Die Ausstellung der baskischen Künstlerin Susana Reberdito (*1962, San Sebastian) zeigt einen Kontrast zwischen zwei ihrer Serien: zum einen die ganz neuen skulpturalen Stillleben und zum anderen die spektakulären und sonoren Gemälde der Serie Meeresrauschen. Die Vitalität dieser Künstlerin zeigt sich in all ihren Werken, mit einem mutigen Strich und einer großen Meisterschaft in Form und Farbe. Als Liebhaberin großer Formate und der Verwendung von Alltagsgegenständen als Motiv, überdimensioniert sie diese, bis sie ihren ursprünglichen Charakter verlieren und für den Betrachter eine andere Natur erlangen. Ihre Laufbahn war sehr international, mit Aufenthalten von einigen Jahren in Tokio, New York
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2020-01-31
Künstler: Lidia Masllorens
Thema: Lidia Masllorens (*1967, Girona) ist eine Künstlerin mit hohem Wiedererkennungswert, vor allem durch ihre großformatigen Gesichtsbilder, mit denen sie uns in eine Welt der Gefühle und Details entführt. Expressivität ist für sie das Wichtigste und ihr direkter Pinselstrich ähnelt der japanischen Kalligrafie im Sinne ihrer Präzision und Disziplin: In jedem Strich sind der Anfang, die Richtung und die Form wichtig. Es gibt nichts Beiläufiges und dennoch gelingt es ihr den Werken einen philosophischen Sinn zu geben. Sie überlässt bei der Ausführung nichts dem Zufall und ersetzt den Pinsel häufig durch ihre eigenen Hände. Ihre Arbeiten wurden in Spanien ausgestellt, aber auch in London, Paris, Berlin, Basel, New York, Miami und L.A. Dies ist ihre erste Ausstellung in der Galerie.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2019-11-15
Künstler: Joanpere Massana
Thema: Zum dritten Mal präsentieren wir eine Einzelausstellung des einzigartigen katalanischen Künstlers Joanpere Massana (Ponts 1968). Diesmal zeigt er uns Gemälde und skulpturale Objekte, in denen er den Oberflächen, der Haut der Werke, einen hohen Stellenwert beimisst. Deshalb ist es unerlässlich, diese live zu sehen, denn die Emotionen, die sie vermitteln, werden auf den Fotos kaum wahrgenommen. Massana verbindet uns mit seinem Universum von Zeichen und Elementen, die sein persönliches Vokabular bilden und in denen Gestik und Materie der Motor der Arbeit sind. Die Bildebene ist das magische Feld für eine konnotative Bildsprache, die uns zu venezianischen Fresken oder dem Gefühl der mediterranen Kultur führt.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2019-08-30
Künstler: Villalba, Jorge
Thema: Die Galerie 100 Kubik zeigt Werke des Malers Jorge Villalba (*1975, Alicante), der in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen Deutschlands vertreten ist. Seine hyperrealistischen Gemälde erwecken Figuren aus Mythologie, Märchen und Religion zu neuem Leben und bringen sie in zeitgenössischen Kontext. Villalba schlägt so eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wirft universelle humanistische Grundfragen auf, die den Betrachter einladen, über die eigene Existenz nachzudenken.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2019-06-19
Künstler: Cristina Ghetti
Thema: Die Galerie 100 Kubik zeigt Werke der Künstlerin Cristina Ghetti (*1969, Buenos Aires), die in vielen Museen und Privatsammlungen in Europa und Amerika vertreten ist. Ghettis an der optischen Kunst orientierte Malerei lotet die Grenzen zwischen visueller Wahrnehmung und Realität aus. Durch Nutzung neuester Technologien wird die optische Täuschung auf die Spitze getrieben und das visuelle Spiel von Linie und Farbe erzeugt Werke von enormer Dreidimensionalität, die den Betrachter faszinieren.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2019-03-29
Künstler: Ignacio Llamas
Thema: Licht und Raum sind die wesentlichen Elemente der Fotografien von Ignacio Llamas, die mit poetischem Charakter den Betrachter zu einer Reise in sein Inneres einladen, indem sie die Außengeräusche zum Schweigen bringen. Reflexion über die innere und äußere Gefühlswelt ist das Ergebnis dieser Reise. Der Künstler konstruiert alle Elemente seiner Fotografien und erhält so stimmungsvolle Bilder, die das Zeitliche und das physische überschreiten. Seine Arbeit wurde mit dem Preis des Verbandes der spanischen Kunstkritiker ausgezeichnet und ist in vielen wichtigen Sammlungen und Museen Spaniens vertreten.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2019-03-29
Künstler: carlos albert, waldo balart, lluís cera, eduardo chillida, gerard fernández, gonzalo fuentes, cristina ghetti, matías krahn
Thema: Die Ausstellung präsentiert die Arbeiten der Künstler: Carlos Albert, Waldo Balart, Lluís Cera, Eduardo Chillida, Gerard Fernández, Cristina Ghetti, Gonzalo Fuentes und Matías Krahn. Alle beschäftigen sich mit geometrischen Formen, aber von verschiedenen Positionen ausgehend. Die Ausstellung zeigt Werke, die von reiner Mathematik und optischen Illusionen bis hin zu emotionaler und abstrakter Geometrie reichen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2018-12-21
Künstler: Daniel Verbis
Thema: Als Highlight des Jahres zeigt die Galerie 100 Kubik zum ersten Mal Arbeiten des Künstlers Daniel Verbis (*1968, León). Seine Werke, Teil wichtiger Sammlungen auf der ganzen Welt, überraschen und sind unvergesslich. Mit seinem sehr individuellen Umgang mit Farbe präsentiert er uns auf poetische Weise eine unbekannte Welt, die auf unterschiedlichen Oberflächen dekonstruiert werden, um so ein Endergebnis volle Mysterien zu erzielen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2018-08-31
Künstler: Moisés Yagües
Thema: Moisés Yagües (*1972, Murcia) erzählt in seiner Ausstellung On the other side Geschichten von Grenzen und Migration. Es ist eine Serie von Xylographien in schwarz/weiß. Zeichnungen und Collagen runden die Ausstellung. Hintergrund der Idee stellt die traurige, aber unvermeidliche Realität der Flüchtlingssituation dar, geprägt von Tunneln, kleinen Booten, Zäune und Menschen, die alles dafür riskieren, um auf die andere Seite zu gelangen… Inspiration des Künstlers war Autor Manuel Riva, der in seinem Roman „El lápiz del carpintero“ schreibt: „Das einzig Gute an Grenzen sind die geheime Übergänge”. Moisés Yagües Stil ist von den Einflüssen des Comics und ethnischer Kunst gekennzeichnet, die seinen Bildern einen bestimmten Grad an Humor und Ironie verleiht. Doch trotz der scheinbar einfachen Darstellung, besitzen Yagües Grafiken Ernsthaftigkeit und soziale Kompromisse. Die strengen Kompositionen und der starke Kontrast, der durch das gewählte Medium erzielt wird, führen dazu, dass die Wichtigkeit der Thematik nicht in den Hintergrund gerät. Bei seinen Arbeiten handelt es sich um intelligente Werke, in denen Yagües sich auf den menschlichen Zustand, Beziehungen und soziale Fragen konzentriert. Es wird deutlich, dass es sich in den Erzählungen des Künstlers nicht um die Geschichte eines einzelnen Protagonisten handelt, sondern er die kollektive Massenbewegung verdeutlichen will. Wie Fische in einem Meer bilden die Figuren mit maskenhaften Gesichtern einen Schwarm. Der Kritiker David Alpañez deutete bereits: „Der Künstler zeigt uns Charaktere, die sich an den Abgrund vorwagen, Körper im freien Fall, Seiltänzer und Kletterer, die mühevoll versuchen in der Balance zu bleiben, Menschen auf der Suche nach anderen Menschen und auf der Suche nach sich selbst sind, Menschen, die alle Hoffnung verloren haben. Es scheint, als betrachteten wir dies alles von außen, als könnten wir in die Fenster ihrer Häuser spähen, ohne dass ihre Geschichten uns beeinflussen. Als wäre es nur Spaß, ein Spiel. Bis man hinter die Figuren blickt und die volle Tragweiter der Werke erkennt, dauert es länger. Zunächst erkennt man, dass die Werke in einem einen Funken ausgelöst haben, so dass der gesamte (Denk-)Mechanismus beginnt zu laufen. Dann registriert man, dass einem auf dem Mund ein bitteres Lächeln eingefroren ist. Und schließlich wird man von einer tiefen Melancholie ergriffen, die bis ins Innerste dringt. Es gibt keine Rückkehr mehr, man hat die Gewissheit, dass die Zeichnungen Yagües eine gewaltige Metapher für unsere Existenz sind“.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2018-06-22
Künstler: Carlos Albert
Thema: Carlos Albert (*1978, Madrid) präsentiert uns seine aktuellen Skulpturen aus geschmiedeten Eisen, Cortenstahl und Edelstahl. Die Arbeiten sind kraftvoll und von bedeutsamer Klarheit in ihrer Erscheinung. Die persönliche Formsprache erlaubt es ihm, Emotionen zu überbringen. Es ist inbesondere die Aufrichtigkeit, mit welcher er das Material behandelt und der Respekt gegenüber der Tradition, welche es ermöglicht, dass das Schmiedeeisen in der zeitgenössische Kunst Platz findet.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2018-01-19
Künstler: Joan Miró, Antoni Tàpies, Isabel Tallos, Carlos Albert, Héctor Garrido, Jordi Fulla, u.a.
Thema: Zum feierlichen Abschluss dieses wichtigen Jahres ihres zehnten Jubiläums, präsentiert die Galerie 100 kubik eine Gruppenausstellung mit einer repräsentativen Auswahl an Künstlern, die sie auf ihrem Weg begleitet haben: Von Miró und Tàpies bis zu Carlos Albert und Isabel Tallos sind Künstler der Galerie vertreten, welche die gemeinsame Zeit wiederaufleben lassen sollen. Eine entscheidende Rolle nehmen bei der Ausstellung die konzeptuelle Zusammenstellung sowie Gruppierung der verschiedenen Werke ein: Anhand von Spielereien mit visuellen Analogien, die der Betrachter durch eine aktive Auseinandersetzung aufdeckt, wird er auf Schlüsselaspekte aufmerksam gemacht, die Türen zu der Bedeutungswelt eines Werks öffnen können. Bei den genannten Analogien kann es sich beispielsweise, wie in dem oben aufgeführten Bilderpaar der Fotografie von Héctor Garrido und dem Gemälde von Jordi Fulla, um Korrespondenzen der Form handeln. In diesem spezifischen Fall entsprechen sich die weißen Dreiecke der, aus der Vogelperspektive aufgenommenen, Meereslandschaft einerseits und die der verschneiten Bergspitze andererseits. Die aufgezeigten Analogien beschränken sich jedoch keinesfalls lediglich auf Aspekte der Form — es werden auch Parallelen in Bereichen der Farbigkeit und des Inhalts in Szene gesetzt. Dies geschieht anhand der Grafiken von Miró oder Tàpies, der Fotografien von Chema Madóz, Ignacio Llamas, Isabel Tallos, Mauro Fariñas, Peyrotau & Sediles und Héctor Garrido, Skulpturen von Carlos Albert und Zeichnungen sowie Gemälde von Eusebio Sempere, Waldo Balart, Matías Krahn, Jordi Fulla und Cristina Ghetti. Unterstützt wird die Präsentation der thematischen Zusammenhänge durch eine eher unkonventionelle, dynamische Hängung, die dem Betrachter den Einstieg erleichtern soll. Mit diesem spielerischen Angebot, sich auf Kunstwerke etwas anders als gewohnt einzulassen, möchte die Galerie 100 kubik dazu einladen, eine Zeitreise durch die verschiedenen Ausstellungen der vergangenen zehn Jahre zu machen und gleichzeitig einige Ideen vorstellen, die in nächster Zukunft umgesetzt werden sollen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-11-10
Künstler: Dino Valls, Jorge VIllalba, Onay Rosquet
Thema: Mit den Malern Dino Valls (*1959, Zaragoza), Jorge Villalba (*1975, Alicante) und Onay Rosquet (*1987, Havanna) werden in der Ausstellung „Kunst der Realität“ in der Galerie 100 kubik aus Köln drei verschiedene Positionen innerhalb des Hyperrealismus präsentiert. Jeweils auf ihre eigene Art stellen genannte Maler nicht nur eine Verbindung zwischen dieser zeitgenössischen Strömung und einigen großen Themen der Kunstgeschichte her – sie aktualisieren sie auch: Villalba erzählt von Mythen und Märchen, Rosquets Stillleben erinnern an die „Bodegones“ eines Sánchez Cotán und in der geheimen Welt der Bilder eines Dino Valls scheinen die unendlichen, versteckten Verweise sowie Symbole nur darauf zu warten, entdeckt zu werden. Der junge, aufstrebende kubanische Künstler Onay Rosquet begeistert mit seinen, in Serien hergestellten, großformatigen Werken vor allem durch Präzision und Eigenständigkeit. Sein einzigartiger Stil, der sich weder Trends noch kommerziellen Tendenzen beugt, erinnert teilweise an die renaissancistische Trompe-l’œil Malerei eines Cornelius Gijsbrecht oder an die barrocken „Bodegones“ von Sánchez Cotán und weist dennoch Verweise zum heutigen Zeitgeist auf. Der kubanische Künstler wird zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein. Dino Valls‘ Bilder sind genau geplante und angelegte Werke voller Rätsel und Symbolik, deren Lösung nicht selten in einigen großen Werken der Kunstgeschichte liegen. Die Figuren seiner Bilder, die seiner eigenen Fantasie entspringen und nicht auf realen Modellen basieren, blicken den Betrachter meist direkt an. Doch nicht die minutiöse Darstellung der Figuren, die an Portraits der alten Meister erinnert, ist Protagonist von Valls Bildern, sondern die der dargestellten Szene innewohnende Psychologie. Valls konnte bereits in internationalen Ausstellungen in Museen u.a. in Athen, Rom, Miami und New York teilnehmen. Jorge Villalbas Bilder erzählen von Vergangenem, von Mythen, Märchen und religiösen Legenden, die der Künstler auf eigene Weise modern inszeniert ohne dabei die Arbeiten und Techniken der klassischen Meister aus dem Blick zu lassen. Die Darstellungen changieren zwischen humorvollen aber auch unheimlichen und skurrilen Momenten: Villalba provoziert gerne mit seiner Kunst. Aus dem weiten Repertoire der Motive der Kunstgeschichte werden gerne Klassiker wie der Kopf der Medusa, die Pietà oder die Ermordung des Holofernes bearbeitet. Dabei werden die ikonographischen Traditionen hinterfragt, aktualisiert und teilweise ironisierend kommentiert. „Die Kunst der Realität“ lädt den Betrachter zur detaillierten Auseinandersetzung mit den Werken und somit auch mit der Kunstgeschichte ein.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-08-25
Künstler: Álvaro Martínez-Alonso
Thema: Die Ausstellung „Das Unterhemd meines Großvaters, ein Holzstock, 12 Mandeln aus meinem Dorf und andere Objekte unkalkulierbaren Werts“ des spanischen Künstlers Álvaro Martínez Alonso (*1983, Burgos) in der Galerie 100 kubik möchte als eine Art Einladung verstanden werden, über den Wert, den wir den Objekten geben, die uns auf unserem Weg begleiten, zu reflektieren. Die neue Werk-Serie Martínez Alonsos stellt ein Inventar dar, welches einige der Güter umfasst, die der Künstler am 31. Dezember 2016 als seine Erbschaft festhält. Dieses Inventar beinhaltet 127 Güter niedrigen finanziellen Werts, die derselbe seit 1983 angesammelt hat und nicht verloren wissen möchte, da sie für ihn aufgrund ihrer Herkunft, ihres Nutzens oder ihrer Symbolträchtigkeit von spezieller Bedeutung sind. Jedes Objekt wird von deskriptiven Texten begleitet. In diesen findet man einerseits den Namen desjenigen aufgeführt, dem das jeweilige Objekt hinterlassen wird und andererseits das Band beschrieben, welches den Künstler an ebendiesen bindet. Darüber hinaus, findet man für jedes Objekt ein ungefähres Datum und geografische Koordinaten im Dezimalformat, die einen konkreten Moment und Ort markieren, welche wiederum in einer bestimmten Verbindung zu dem Objekt oder der Geschichte stehen, die dieses erzählt. Um genannte Orte zu besuchen, ist nur die Eingabe dieser Koordinaten in ein Karten-Programm im Internet (z.B. Google Maps) von Nöten. Diese mit der Ausstellung präsentierte Sammlung von Objekten, Erinnerungen und Erben stellt lediglich ein Kompendium dar, welches einige andere aufgrund des Umfangs seiner Arbeit nicht aufgenommen werden konnten.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-08-25
Künstler: Gonzalo Fuentes
Thema: Der spanische Maler Gonzalo Fuentes (*1991, Málaga), der zum ersten Mal in der Galerie 100 kubik ausstellt, präsentiert seine neue Serie „Mixtapes“. Die Werke stellen Kompositionen verschiedener architektonischer Räume dar, die sich gegenseitig überlappen und so eine Einheit bilden. Die gemalte Ebene eines Werks zeigt sich als spielerischer sowie begehbarer Ort der Reflexion, dem es möglich ist, sich dem Betrachter in multiplen Formen zu offenbaren. Ein Mixtape ist eine Zusammenstellung von Liedern, die ursprünglich auf einer Kassette aufgenommen wurden. Die Lieder lassen sich sequenzartig oder nach gemeinsamen Charakteristika wie Erscheinungsjahr, Genre oder anderen Aspekten sortieren. Viele Enthusiasten glauben, dass eine gepflegte und geordnete Auswahl der Abfolge innerhalb einer Zusammenstellung eine größere künstlerische Leistung darstellt, als die Summe der einzelnen Lieder. Dem Begriff „Mixtape“ ist auch die Idee der Rekonfigurierung eines architektonischen Raumes und der Malerei inhärent, die den Künstler interessiert. Es handelt sich um eine Strategie der Aneignung von Raum durch malerische Mittel, die sich gegenseitig überlappen und auf diesem Weg ein Ganzes bilden. Eine Installation, in der die Malerei der Leinwände sich mit ihrem Umfeld kreuzt, um sich in ein Instrument zu verwandeln, welches das mentale Konzept des umliegenden Raumes zu formen im Stande ist. Seine Gemälde präsentiert der Künstler wie ein räumliches und kompositionelles Spiel, in dem das diskursive Potenzial einerseits auf Akkumulation und das Zusammenspiel von Modulen sowie andererseits auf der Vorstellung von der Malerei als Teil von einem größeren Ganzen beruht. In einer ersten Annäherung an die „Mixtapes“ Serie setzt Fuentes den Raum mit musikalischen Partituren und die Zusammenstellung diverser Module mit kleinen Kompositionen gleich. Die Module sollen als Maßeinheiten einer visuellen Melodie zu begreifen sein, die sich ausbreitet und von dem physischen Raum adaptiert wird.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-06-14
Künstler: Ignacio Llamas
Thema: Das Highlight im Rahmen des zehnjährigen Jubiläumsjahrs der Galerie 100 kubik in Köln stellt die Ausstellung des Künstlers Ignacio Llamas‘ (*1970, Toledo) dar, der von dem spanischen Nationalen Kunstkritiker-Verband im Jahr 2016 als „der beste spanische Künstler“ prämiert wurde. Seine Ausstellung „Desolaciones“, die Fotografien sowie Installationen zeigt, ist in beiden Räumen der Galerie zu sehen. Während eine außergewöhnliche Installation aus seiner Serie Desolaciones in einem abgedunkelten Raum präsentiert wird, sind Fotografien der Serie Soledades sowie Fotografie-Objekte aus Incertidumbres in einem helleren Saal ausgestellt. Dass ausgerechnet diese Ausstellung pünktlich zu dem Geburtstag der Galerie im April präsentiert wird, ist kein Zufall: Die Galerie 100 kubik stellt Llamas schon seit geraumer Zeit auf nationalen sowie internationalen Messen aus, hat jedoch mit seiner ersten Einzelausstellung in Deutschland bewusst auf diesen Moment gewartet. Ignacio Llamas realisiert seine erste Einzelausstellung Anfang der neunziger Jahre. Seitdem präsentiert er beständig sein Werk in Galerien, Museen, Kunstzentren und auf Messen weltweit. Anfang 2002 geht er von der Ebene in den Raum über. Seine weißen Räume, die ein hohes Maß an Intimität reflektieren, werden von Bäumen, Stille und einem abtönenden Licht belebt, welches mit seinen Schattierungen die Vorstellung menschlicher Transzendenz ausmalt. Das Licht und der Raum stellen den Mittelpunkt seines Werks dar. Ab dem Jahr 2009 beginnt er damit, sich parallel mit den Fotografien seiner erschaffenen Architekturen zu beschäftigen, während er seine künstlerischen Ansätze auch hier beibehält. Gleichzeitig jedoch, nehmen seine weißen Räume immer mehr die Farbe Grau an. Das Ergebnis dieser Entwicklung zeigt sich in der Ausbreitung seiner eigenen Räume und der damit einhergehenden Besiedlung des Raums, der umherliegt. Seine Installationen integrieren die Hallen, in denen die Objekte ausgestellt werden, auf eine Art und Weise, welche die Beziehungen derselben zu einem übergeordneten, größeren Raum aufzeigt und vermittelt. Durch die stetigen Verbindungen verschiedener Felder der plastischen Kunst mit der Fotografie, schafft es Llamas, seine Kunst nicht nur über das individuelle, isolierte Werk mit dem Betrachter kommunizieren zu lassen. Der Betrachter hat stets Teil an dem Raumkonzept des Künstlers und mit diesem ebenso an seiner eigenen, einzigartigen Welt.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-04-07
Künstler: Carlos Albert und Gerard Fernández
Thema: Vom 03.02. bis 07.04.2017 präsentiert die Galerie 100 kubik in Köln folgende Künstler im Rahmen der Ausstellung X Jahre 100 kubik #1: Auch 2017 werden erneut die jüngsten Arbeiten des Bildhauers Carlos Albert (*1978, Madrid) präsentiert. Seine Skulpturen aus geschmiedetem Eisen oder Cortenstahl weisen dynamische Kompositionen mit linearen, raumumarmenden Rhythmen auf. Diese werden dieses Mal auch an großformatigen Werken zu betrachten sein, die ursprünglich für den Außenraum konzipiert wurden. Das für Albert charakteristische Wechselspiel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität überträgt er ebenfalls auf seine Collagen, welche die raumgreifenden Qualitäten seiner Skulpturen spiegeln. Auch diese werden im Rahmen der Ausstellung zu betrachten sein. In einen Dialog mit den Skulpturen Alberts treten die ausdrucksstarken Werke des Malers Gerard Fernández (*1977, Barcelona), welcher sein Debüt in 100 kubik feiert. Innerhalb eines prädeterminierten Rahmens formaler Strukturen, die als initiale Voraussetzungen für den Entstehungsprozess gelten, lässt er die individuelle Bedeutung eines Werks sich nach eigener, visueller Logik entfalten. Hierbei bieten die drei primären Formelemente seiner Arbeiten unerschöpfliche Kombinationsmöglichkeiten: die Strahlkraft der Farben, die klare Komposition und ein vermittelndes Linienspiel machen jedes einzelne Gemälde zu einem wirkungsvollen Erlebnis.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2017-01-20
Künstler: Jordi Fulla
Thema: Die Kölner Galerie 100 kubik präsentiert vom 18.11.2016 bis zum 20.01.2017 die Ausstellung „Uncertain mountains“ des katalanischen Künstlers Jordi Fulla (*1967, Barcelona). Nach seiner künstlerischen Ausbildung an der Schule für Angewandte Kunst und dem Universitären Zentrum für Design und Kunst in Terrassa ging er neben seinem Beruf als Künstler auch wissenschaftlichen sowie lehrenden Tätigkeiten nach. Innerhalb seiner Werke nimmt Fulla immer wieder Rekurs auf die Natur und lädt den Betrachter mittels seiner manipulierten Wirklichkeiten, die er täuschend echt auf Leinen, Holz oder Papier bringt, dazu ein, den eigenen Blick auf die Welt in Frage zu stellen. Die von Jordi Fulla in „Uncertain mountains“ behandelten Berge zeugen von Konstanz und Festigkeit, gleichzeitig aber auch von Unbeständigkeit und Fluss. Imposant in ihrer bloßen Erscheinung als auch in Bezug auf ihre Umgebung, behandeln sie das Thema der Berge als Symbol aber auch als Element, welches sich stetig im Prozess der Veränderung befindet. Gleichzeitig wird das Thema auch mit der Herausforderung, Überwindung und Bewältigung in Verbindung gebracht. Die Bilder zeigen eine Vielfalt an Bergen, welche wiederrum neue Landschaften hervorrufen. In Jordi Fullas Werk, in welchem die Realität stets mehr ist als was sie zu sein scheint, offenbart sich der Himmel als leerer, leuchtender Raum, verwandelt sich jedoch gleichzeitig — auf die gewohnt verspielte Art und Weise — in neue Gebirgsketten. Seine fotografisch anmutende Malweise enthüllt Berglandschaften, bei welchen sich das Reale und das Fiktive miteinander verflechten. Repräsentation sowie Erscheinung verbinden sich, um den Betrachter daran zweifeln zu lassen, was er in Wirklichkeit vor sich sieht: Was genau fokussieren wir mit dem Auge? Das Sichtbare oder das Unsichtbare? Innerhalb eines langwierigen Entstehungsprozesses war einer der Ausgangspunkte bezüglich der Konkretisierung der Serie „Uncertain mountains“ sicherlich die Serie gezeichneter Landkarten des japanischen Kartografen Ino Tadataka (1745/1818). Karten ohne eingezeichnetes Raster, in denen Tadataka die Regeln der Perspektive umgeht. Der Anblick Tadatakas Karten erzeugt die Vorstellung von der Landschaft als biegsame Haut der einzelnen Gebiete - ein Konzept, das Fulla in seinen „Uncertain mountains“ teilt. Fullas Berge erheben sich wie monumentale Elemente und zeigen gleichzeitig auf, dass Realität transitorisch ist. Ihre Gestalt und Form kann einzig in Verbindung zu ihrem Volumen, zu der vom Raum geschaffenen Textur und zur Atmosphäre vernommen werden. Abbildung: Jordi Fulla, S/T, 47 x 60 cm, 2016, Acryl auf Leinwand © artist/ 100kubik. 2016
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-11-11
Künstler: Waldo Balart
Thema: -Ausstellungseröffnung im Rahmen der DC Open 2016- Die Kölner Galerie 100 kubik präsentiert die Ausstellung „Knotenpunkte“ des kubanischen Künstlers Waldo Balart (*1931. Banes, Kuba), einem der wichtigsten und entscheidenden, noch lebenden Künstler der Konkreten Kunst internationalen Charakters. Es werden Werke aus seinen beiden Serien „Nudos“ (2012 bis heute) und „Injerencias“ (2008 bis 2012) ausgestellt. Die Ausstellung wird am 02. September eröffnet und läuft bis zum 11. November. Nach einem Studium der Politik und Betriebswirtschaft an der Universität in Havanna, siedelte er 1959 nach New York über und studierte dort bis 1962 Kunst an der MOMA Art School. Während seiner Zeit in New York war er mit vielen Künstlern der New York School und der Pop-Art Bewegung befreundet und übernahm kleine Rollen in einigen Filmen von Andy Warhol. Nach dem er u. a. schon in New York und Paris ausgestellt hatte, zog er 1969 nach Madrid, wo seine Werke im Museo de Arte Contemporáneo präsentiert wurden. Bis heute wurden seine Werke in mehr als 50 Einzelausstellungen und mehr als 100 Gruppenausstellungen weltweit gezeigt. Balart publizierte zudem zahlreiche Artikel und zwei Bücher über das Thema der Konkreten Kunst. Seine Werke nennt er selbst „Vorschläge“, denn in ihnen verschmelzen, ohne jeden Bezug zur Realität, die Form und der Inhalt zu Einem. Der kubanische Künstler setzt sich mit der Farbe und dem Licht auseinander, da Letzteres der Ursprung jeder Farbe ist und Farben die Struktur des Lichts mittels Wellenlänge und Frequenzen wiedergeben. Zudem nehmen die Geometrie, die Ordnung, die Fläche, der Raum und die Zeit wichtige Stellenwerte in seiner Kunst ein. Balart arbeitet anhand mathematischer Formeln, welche er im Rahmen der Malerei analysiert und die in systematisch ausgearbeiteten, seriellen „Studien“ des Farbspektrums gipfeln. Durch all dies, verursachen seine Werke im Betrachter das Gefühl eines „sensiblen Raums“ in dem sich Spannung und Harmonie zwischen den Elementen entwickelt. Dabei handelt es sich nicht nur um einen physischen Raum, sondern auch einen Weg hin zur Spiritualität, denn für Waldo Balart ist die Kunst eine ethische Verpflichtung mit dem Leben. Balart ist ein sensibler Künstler, der in Systemen, Verbindungen, Beziehungen und Kontexten denkt und handelt. Dabei gebraucht er die Farbe als Bedeutungsträger aus einer objektiven Perspektive heraus. Sein Werk ist rational und konkret, appelliert jedoch gleichzeitig an ein kollektiv-universelles durch Farben beeinflusstes sowie vermitteltes Bewusstsein für Emotionen. Um den Maler zu zitieren: „Wir sehen den ‚Raum‘ der Welt nicht, wir leben unser visuelles Feld; Wir sehen die ‚Farben‘ der Welt nicht, wir leben unseren Farbraum.“.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-08-26
Künstler: Jordi Urbón
Thema: Die Kölner Galerie 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Manege frei für den Zirkus der Fantasie!“ die neuen Arbeiten Jordi Urbóns (*1962, Puig-cerdà, Girona). Der katalanische Künstler studierte an der Kunst- und Designhochschule in Vic, Barcelona und arbeitete bereits in diversen Künstlerateliers, wie in denen von Begoña Egurbide, Fina Tuneu, Ramón Parramón und Xavier Rovira. Seit 1991 hat er viele Einzel– und Gruppenausstellungen europaweit realisiert sowie Preise und Auszeichnungen erhalten. Urbón ist ein vielfältiger Künstler, dem es über seinen künstlerischen Werdegang hinweg gelang, vielerlei Medien als Ausdrucksmittel für die Themen zu nutzen, die ihn beschäftigten. Er arbeitete bereits mit enkaustischer Malerei, traditioneller Bildhauerei, Installationen oder mit Ready-made. Im Jahr 2006 fing er an auch mit digitalen Programmen zu experimentieren. Seitdem spezialisiert er sich auf serielle, auf ein gemeinsames Thema basierende Werke, welche aus einer Zusammenarbeit der Malerei mit der Fotografie und der digitalen Collage heraus entstehen. Eine Kombination, die er selbst „Digitale Malerei“ nennt. Mit Hilfe dieses Mediums kreiert der Künstler computergenerierte, fiktive Welten, die er mit subtilen Erzählungen anreichert. Diese Welten und die von ihm darin dargestellten Figuren stecken voller Fantasie und Poesie. Seine aktuelle Ausstellung dreht sich rund um den Zirkus und auch hier erfindet Urbón wieder neue Welten und Protagonisten: Er kombiniert Charakteristika des Zirkus wie Clowns, Seiltänzer, Tiere und Zirkus-Landschaften miteinander und heftet diesen, in der digitalen Verbindung mit surrealen, traumartigen Orten, die aus dem Unterbewusstsein hervorzutreten scheinen, einen magischen und poetischen Charakter an. Urbóns Werke sollen beim Betrachter verschiedene Ebenen des Bewusstseins ansprechen und wachrufen. Der Künstler versucht den Betrachter dazu zu bringen, seine eigenen Ideen zu den Werken beizusteuern und festgefahrene Vorstellungen aufzulösen sowie zu hinterfragen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-08-26
Künstler: Joan Miró, Eduardo Chillida, Antoni Tàpies, Eusebio Sempere, Arcadio Blasco, Antonio Saura, Manuel Rivera, Salvador Victoria und Waldo Balart
Thema: Diese von der Kölner Galerie 100 kubik präsentierte Ausstellung wird Zeichnungen und grafische Arbeiten der Künstler Joan Miró, Eduardo Chillida, Antoni Tàpies, Eusebio Sempere, Arcadio Blasco, Antonio Saura, Manuel Rivera, Salvador Victoria und Waldo Balart zeigen. Es handelt sich mitunter um Klassiker der spanischen Kunst, die die internationale Präsenz einer starken und emotionalen künstlerischen Bewegung Spaniens schufen. Diese Bewegung brach mit allen künstlerischen Konventionen und zeichnete sich durch Ideenfreiheit und Innovation aus. Auch heute noch prägt sie die aktuelle Künstler-Generation in hohem Maße. Unter den ausgestellten Künstlern finden sich einige der bedeutendsten Namen der spanischen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dem Alter und dem Werdegang nach gehören sie zu jenem erlesenen Künstlerkreis, welcher sich in der kulturellen Not der unmittelbar dem Bürgerkrieg folgenden Dekade bildete, dem es aber gelang, den Einklang mit der internationalen künstlerischen Moderne für Spanien wiederherzustellen. In diesem Zusammenhang ist die ebenfalls von einigen dieser Künstler 1957 in Madrid gegründete Künstlergruppe “El Paso” (spanisch für: “der Schritt”) zu nennen, die die Bekämpfung der zeitgenössischen Kulturpolitik unter dem Regime von Francisco Franco zum Ziel hatte. Die Künstler von El Paso vertraten im Schwerpunkt die Stilrichtung des Informel, waren aber teilweise auch in anderen Stilrichtungen, wie der geometrischen Abstraktion, dem Abstraktem Expressionismus, dem Surrealismus und dem Kubismus beheimatet. Ein eindeutiges Highlight stellt Eusebio Semperes Werk „Frau mit Mandoline“ von 1949 dar: Eines seiner ersten Werke, die nach seiner Ankunft in Paris entstanden sind und welchen man einen leichten Einfluss von Matisse und Picasso entnehmen kann. Aus den 70er Jahren wird eine Lithografie von Tapiès, eine Ätzradierung von Miró sowie Siebdrucke und Aquatinta-Radierungen von Eduardo Chillida ausgestellt. Des Weiteren werden originale Zeichnungen von Arcadio Blasco und Waldo Balart gezeigt. Auch Manuel Rivera, Antonio Saura und Salvador Victoria werden durch grafische Werke vertreten sein.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-06-17
Künstler: Lluís Cera
Thema: Die Kölner Galerie 100 kubik präsentiert ihre aktuelle Ausstellung "Steinknoten" des spanischen Bildhauers Lluís Cera (*Barcelona, 1967), die noch bis zum 17. Juni zu sehen ist. Bei den Werken des Künstlers handelt es sich um einen bildhauerischen trompe-l'oeil Effekt, der die gleichen Absichten zu verfolgen scheint, wie auch jene damals zur Zeit der Renaissance: Uns einzuladen, eine neue Art der Natur kennenzulernen und uns ein Tor zum Reich der Illusionen zu eröffnen. Bei Ceras Werken gerät der Betrachter oft ins Zweifeln darüber, ob seine Sinne ihm, bezüglich der Übertragung von Informationen über die Natur des verarbeiteten Materials, noch treu sind. Die Naturbeschaffenheit von Marmor scheint durch unglaubliche Leichtigkeit charakterisiert; Die Härte der Masse scheint durch eine Weichheit ersetzt, die es dem Material erlaubt Kurven zu formen oder sich mit Stein und Stahl zu Knoten zu verbinden. Bereits seit Beginn seiner Bildhauer-Karriere war es für Lluis Cera ein Bedürfnis seine Skulpturen in harmonischen Einklang mit der Literatur zu bringen. Deshalb findet man außerdem, je nach gewähltem Material, literarische Texte oder Textfragmente - teils in verschiedenen Sprachen - auf den Kunstwerken eingemeißelt oder aufgetragen. Bilduntertitel: Lluís Cera. Flauberts Knoten. 70 x 60 x 65 cm. 2015 ©artist/Galerie 100 kubik 2016
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-06-17
Künstler: Encarna Monteagudo
Thema: Die Kölner Galerie 100 kubik präsentiert die neue Ausstellung der Künstlerin Encarna Monteagudo "Geometrische Räume", die noch bis zum 17. Juni ausgestellt ist: Mit einem 1991 von der Universität in Valencia vergebenen Doktortitel in Bildender Kunst, schließt Encarna Monteagudo (*Albacete, 1960) ihre Ausbildung zur Bildhauerin in Künstlerateliers wie in denen von Enrique Mestre, Angel Bados, Juan Hidalgo und Antoni Muntadas ab. Seit 1998 bestätigen ihre Arbeiten – sowohl die Skulpturen, als auch die zweidimensionalen Werke - immer wieder erneut Einflüsse aus der Geometrie und dem Konstruktivismus. Sie ist in die Analyse der Räume interessiert: Innerhalb-Außerhalb; Licht-Dämmerung-Dunkelheit; Ebene-Verdichtung-Hohlraum… Monteagudo fasst Geometrie als „Metrik der Erde“ auf, als etwas lebendiges, wechselhaftes, sich in beständiger subjektiver Evolution befindendes. Für ihre Arbeiten wählt sie Materialien, die sie als „edel“ betrachtet sowie für ontologisch emotional aufgeladen hält und löst sich von denen, die ihrer Meinung nach, durch bloßes Auftreten, potenziell Verwirrung stiften. Seit 2009 arbeitet sie in ihren Serien mit einem gewissen Symbolismus, in dem ihre üblichen Farben Gold, Silber und Kupfer sowie Weiß und Schwarz eine ungewöhnliche Geltung besitzen, mit Hilfe derer Monteagudo versucht über Abstraktion hinauszugehen und durch Farbe und Mathematik in emotionale Bedeutungsebenen hineinzusteigen. Die Ausstellung „Geometrische Räume“ zeigt ebendiese von Monteagudo mit Hilfe der Perspektive erzeugten dreidimensionalen Raumillusionen. Von dem Konzept des Bauhaus‘ inspiriert und den Konstruktivismus ehrend, laden ihre Papierarbeiten durch Abstraktion und Beschaffenheit der Oberflächen dazu ein, neue Räume zu entdecken. Bildunterschrift: Encarna Monteagudo, Konstruktion, 36 x 50 cm, 2014-16 ©artist/Galerie100kubik.2016
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2016-01-16
Künstler: JOANPERE MASSANA
Thema: Die Ausstellung „Entre la piel y el aire“ zeigt die Arbeiten des katalanischen Künstlers Joanpere Massana (Lérida, 1968). Seinen abstrakten, atmenden Werke sind von mediterranem Charakter. Sie bestechen durch ihre hellen und freundlichen Farben und ihr einzigartiges und unerschöpfliches Formenvokabular. In seinen Serien „El libro del aire“ und „El libro de la piel“ setzt sich Massana mit der Natur und dem Universum auseinander. Natürliche Prozesse wie Fruchtbarkeit, Geburt und Erneuerung finden ihren Ausdruck in den unendlich scheinenden Bildgründen und Massanas persönlichen Alphabet aus Buchstaben, Symbolen, Zeichen und Ziffern. Seine collageartigen Bilder und Zeichnungen erinnern auf den ersten Blick an Kinderkritzeleien, gehen jedoch aus einem Bedeutungsvollen Schriftsystem hervor und eröffnen dem Betrachter ein unendliches Potential an Lesemöglichkeiten. Die Texturen und Materialien der Werke unterstreichen die Tiefe des palipsestartigen Bildgrundes, aus dem die Zeichen gleichzeitig hervorzugehen scheinen und in den sie wieder absinken - gleich so als wären sie vergraben im Sand. Die Materialien und die Textur des Bildes verarbeitet Massana so, dass sie sichtbar bleiben, pur und ursprünglich erscheinen und ihre eigene Wertigkeit betont wird. Durch die Setzung der Farbe als Materie und die haptische Textur der Bilder, schafft es Massana seine Werke als fruchtbare, atmende Bildfelder zu gestalten, aus denen Zeichen und Schrift vital hervorkeimt und sprießt. Alle Zeichen nehmen Bezug aufeinander und haben dennoch ihren ganz eigenen Platz in der Komposition. Sie scheinen, wie die Natur selbst, einem ständigem Wandel unterzogen zu sein: voll von Möglichkeiten, von Entstehen und Vergehen. Der Betrachter kann sich diesen Werken nicht verschließen, denn sie funktionieren spielerisch über Assoziationen, das Gedächtnis und die Erinnerung. Hier wird keine narrative Erzählung vermittelt, sondern ein Gefühl, eine Impression...ein Geruch. In der Auseinandersetzung mit Massanas Werken eröffnet sich ein unendliches Potenzial, das sich mit jedem Lektüreprozess verändert und neu zusammensetzt. Die Bilder stellen eine Reise ins Innere des Künstlers dar. Sie setzen sich mit Wahrnehmung, Erinnerung und dem Universum das uns umgibt auseinander und sind gleichzeitig sehr persönlich, jedoch universell les– und erfahrbar. Abbildung: Joanpere Massana, Lagrimas negras, 120 x 120 cm ©artist/ 100kubik. 2015
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2015-10-31
Künstler: Dino Valls, Salustiano, Victor Dolz, Jordi Fulla, Jorge Villalba
Thema: Die Ausstellung „Die geheime Welt der Bilder“ zeigt die Arbeiten von fünf Künstlern: Dino Valls, Salustiano, Victor Dolz, Jordi Fulla, Jorge Villalba. Ihre Werke fordern vom Betrachter mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. In ihnen verbirgt sich eine Intensität, eine neue Welt, die hinter der eigentlichen Darstellung noch eine weitere semantische Ebene offenbart. Dringliche Blicke, geheimnisvolle Gesten, sonderbare Wunderkammern und poetische Landschaften lassen sich erst auf den zweiten Blick wahrnehmen und einordnen. Dino Valls (*1959, Zaragoza) Bilder sind genau geplante und angelegte, in feinmalerischer Manier ausgeführte Werke voller Rätsel und Symbolik. Die Figuren seiner Bilder, die seiner eigenen Fantasie entspringen und nicht auf realen Modellen basieren, blicken den Betrachter meist direkt an. Doch nicht die minutiöse Darstellung der Figuren, die an Portraits der alten Meister erinnert, ist Protagonist von Valls Bildern, sondern die der dargestellten Szene innewohnende Psychologie. Es ist eine Sensation, dass vier seiner Bilder erstmals in einer deutschen Galerie gezeigt werden können. Dino Valls Werke wurden dem deutschen Publikum bisher nur in Werkkatalogen zugänglich. Die letzte Publikation seiner Werke wurde in Deutschland verlegt, umso erstaunlicher ist es, dass eine Ausstellung seiner Bilder hier bisher nicht zu sehen war. Dies ist sicherlich auch dem sehr aufwändigen und langwierigen Produktionsdauer seiner hyperrealistischen Werke geschuldet. Valls konnte bereits in internationalen Ausstellungen in Museen teilnehmen, so zuletzt in Athen, sowie in Atlanta, Rom, Miami und New York. Auch die Bilder von Salustiano (*1965, Sevilla) sind eine Reminiszenz an die Malerei der alten Meister. Ikonenhafte Portraits auf monochromen Hintergründen, die durch die Blicke und Gesten der Dargestellten mit Bedeutung aufgeladen sind. Salustiano spielt mit der Uneindeutigkeit seiner Protagonisten, die ebenso modern wie renaissancehaft erscheinen und die er technisch höchst versiert auf die Leinwand bringt. Mit groben, expressiven Pinselstrichen entwirft hingegen Victor Dolz (*1945, Begur) seine Portraits. Zuweilen überspitzt, entwirft er durch scharfe Beobachtung und den persönlichen Kontakt zu den Dargestellten einzigartige, genaue und sehr individuelle Charakterstudien. Mehr noch als auf die Wiedergabe von Äußerlichkeiten, konzentriert sich Dolz bei seinen Portraits auf das Seelenleben der Personen. Jordi Fulla (*1967, Igualada)nimmt in seinen Bilder die Natur und Landschaft in den Blick und setzt sich mit der Wahrnehmung des Menschen dieser ihn immer umgebenden Kraft auseinander. Der Mensch „sehe zwar den ganzen Tag, jedoch sehe er nicht wirklich, nehme er nicht wirklich wahr“ („miramos mucho y vemos muy poco“). Mit größter Präzision fängt er Details der Natur mit einer fotografischen Genauigkeit ein und setzt sich über das Medium der Malerei mit dem Wechselspiel von Wahrnehmung, Mensch und Natur auseinander. Jorge Villalbas (*1975, Alicante) hyperrealistische Bilder erzählen von Vergangenem, von Mythen und Märchen, die Villalba auf eigene Weise modern inszeniert. Dabei changieren die Darstellungen zwischen humorvollen, unheimlichen und skurrilen Momenten, die zuweilen Kindheitserinnerungen wachrufen. „Die geheime Welt der Bilder“ lädt den Betrachter zur Auseinandersetzung und genauen Studie der Werke ein. Vielleicht lässt sich ja eines ihrer verborgenen Geheimnisse lüften... Abb.: Dino Valls, Lethe, 70 x 47 cm, Öl und Blattgold auf Holz, ©artist/100kubik. 2015
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2015-08-29
Künstler: Carlos Albert & Cristina Ghetti
Thema: Die Ausstellung „Realität ist nicht genug“ zeigt durch Arbeiten des Bildhauers Carlos Albert (*1978, Madrid) und der Malerin Cristina Ghetti (*1969, Buenos Aires), dass Abstraktion und das Spiel mit Formen und Volumen die Wahrnehmung der Realität bereichert, erweitert und oftmals auch hinterfragt. Die essenzielle künstlerische Form der Arbeiten des Bildhauers Carlos Albert ist die Linie. Seine Skulpturen aus geschmiedetem Eisen oder Corten-Stahl weisen eine klare Formensprache auf. Die starken Formen seiner Skulpturen verschmelzen auf dynamische Weise mit ihrer Umgebung - ganz so wie rationale Zeichnungen im Raum. Das Spannungsverhältnis zwischen Leichtigkeit der Form und Schwere des Materials arbeitet Albert in seinen Skulpturen kraftvoll heraus. Seine Arbeiten setzen sich aus einem Wechselspiel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität zusammen. Die Pluralität seiner Skulpturen überträgt Albert ebenfalls auf seine Wand– und Papierarbeiten, welche die raumgreifenden Qualitäten seiner Skulpturen widerspiegeln. Die Arbeiten von Carlos Albert bestechen durch ihre dynamischen Kompositionen voller Kraft und Energie und ihre linearen Rhythmen, die den Raum umarmen. Es sind zeitlose Werke, die die Grenzen ihrer selbst formulierten Realität sprengen. Aus klaren Linien und Farbe setzt sich auch Cristina Ghettis künstlerisches Werk zusammen. Ihre handgemalten Linien beeindrucken durch ihre Perfektion. Der ruhige und kontinuierliche Verlauf der Form wirkt oftmals trotz des Farbenreichtums meditativ und sogartig anziehend. Auch ihre Arbeiten gehen ein Spiel mit dem sie umgebenden Raum ein und veranlassen den Betrachter, sein eigenes Verhältnis zu diesem neu zu verorten. Cristina Ghettis Arbeit ist geprägt durch ein ständiges Suchen und Finden von optischen Möglichkeiten und der Wiederentdeckung der geometrischen Form. Die mit neuen technologischen Mitteln genau berechneten Linien und Farbzusammensetzungen generieren optische Eindrücke. Ihre Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten stützt sich auf die Tradition der kinetischen Kunst, die tief in Lateinamerika verwurzelt ist, und die sie mit Hilfe der neuen Medien weiterentwickelt. Durch ihre Arbeiten erweitern beide Künstler die Wahrnehmung des Betrachters, der Realität und Abstraktion zu etwas Bekanntem und Vertrautem verbindet und die Formen neu in sein Gedächtnis einschreibt. Carlos Albert, Musica002, Geschmiedetes Eisen, 2012 ©100 kubik. 2015 Cristina Ghetti, Mareas 2, Acryl auf Leinwand, 2013 ©100 kubik. 2015
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2015-05-23
Künstler: Yolanda Tabanera, Pablo Milicua
Thema: Der Begriff Risikoaffinität , Risikofreude bzw. Risikosympathie bezeichnet in der Entscheidungstheorie die Eigenschaft eines Marktteilnehmers, z.B. Investors, bei Wahl zwischen mehreren Alternativen gleichen Erwartungswerts stets die Alternativen mit dem größeren Risiko hinsichtlich des Ergebnisses – und damit auch dem höchstmöglichen Gewinn – zu bevorzugen. (aus Wikipedia) Die Ausübung von bildender Kunst beinhaltet immer ein Gleichgewicht, einen beständigen akrobatischen Akt am Rande des Unmöglichen, dessen Risiko eine tiefe Angst oder einen Schwindel hervorruft – wie im Zirkus oder im Extremsport – auf eine aufregende und sinnliche Weise. Risikofreude ist das wilde Gefühl, das die Angst vor dem Scheitern überwindet, das Unverständnis etwas Unbekanntes und Höheres, das man nur ansatzweise vermutet hat, erlangen zu können. Dieses wilde Gefühl lädt zur Übertretung auf unbekanntes Gebiet ein, jenseits des Nervenkitzels, den ein Kind verspürt, wenn es in ein mysteriöses, verlassenes Haus eintritt. Nicht nur der Künstler, auch der Kunstliebhaber selbst geht in der Auseinandersetzung mit den Kunstwerken ein unbekanntes Risiko ein. Der Schritt über das Denkbare und Mögliche hinaus, die Ausweitung der Grenzen der Realität sind das einzige Sinnvolle, die ultimative Rentabilität, der Gewinn und der enorme Reichtum einer neuen Welt, eines neuen Universums. Der Titel der Ausstellung „Risikofreude“, spiegelt die Lust, Bereitschaft und Unabwegbarkeit der Kunst in ihrem Entstehen und ihrer Rezeption wieder, der sich Yolanda Tabanera (*1965, Madrid) und Pablo Milicua (*1960, Bilbao) verschrieben haben. In den Skulpturen und Installationen der Künstlerin Yolanda Tabanera zeichnet sich ihr Interesse und ihre Beschäftigung mit der Wirkung von Materialität, Ober- fläche und Volumen ab. Sie schafft ihre Werke aus zusammengetragenen Materialien wie Glas, Espartograss, Leder, und Keramik. Tabanera scheint in Ihren Arbeiten das Leben in allen Stadien auszudrücken. Immer wiederkehrende Themen ihrer Arbeiten sind die Vergänglichkeit und das Organische - überreife Früchte voller Leben oder bereits im Vergehen begriffene zart gezeichnete Skelette und Totenschädel in ihren Papierarbeiten erinnern an die primitive Kunst. Ihre Werke verbindet etwas Ursprüngliches, Erdverbundenes und Spirituelles, das sich auch in den Collagen Milicuas wiederfindet. Milicua zelebriert in seinen Werken die Akkumulation des Trivialen, die Kombination vieler verschiedener Dinge, und den Gefallen an einer mythischen Art, die ebenfalls auf das Primitive und Fruchtbare anspielt. Pablo Milicuas schwarz-weiß Collagen sind ebenfalls unter dem kreativen Prozess zu verstehen, ein Objekt mit Geschichte in eine neue Bedeutung zu überführen und etwas Neues entstehen zu lassen. Die vielen puzzleartigen Bildfragmente, die mühevoll gesammelt und in einen neuen Kontext gebracht werden, bilden imaginierte Landschaften ab und erinnern an Arbeiten der Renaissancekünstler wie Pieter Bruegel oder Hieronymus Bosch. Überbordend und vom Auge auf den ersten Blick kaum zu erfassen wirken Milicuas Landschaften. Erst bei genauerem Hinsehen offenbaren sich dem Betrachter exotische, traumartige und fremd anmutende Welten, in denen er jedoch einzelne bekannte Fragmente erkennen kann. Mit jeder neuen Arbeit erweitern beide Künstler die eigenen Vor- stellungsgrenzen und lassen mit ihren künstlerischen Ausdrucksmitteln neue Welten entstehen Milicua und Tabanera feiern in Ihren Werken die Lust am Unbekannten und an der Kunst selbst, die immer auch die Lust am Risiko darstellt. Das Unbewusste spielt eine große Rolle in ihren Werken, die somit im Gegensatz zur sicheren und bekannten, kalkulierten Kunst steht. Text: Pablo Milicua/ Karoline Sieg
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2015-03-14
Künstler: Marta Sanz
Thema: Die Galerie 100 kubik in Köln präsentiert unter dem Titel „Versteckte Landschaften“ die neusten Arbeiten der Künstlerin Marta Sanz (*1979, Madrid). Gezeigt werden farbenfrohe Radierungen sowie skulpturale Arbeiten, die von dem großen Einfallsreichtum der Künstlerin geprägt sind. Eine Serie von grafischen Arbeiten in kreisförmigen Stickrahmen wird erstmals dem deutschen Publikum zugänglich gemacht und auch die Schatzkammer aus Holz hält in ihrem Inneren eine Überraschung für den Betrachter bereit: Die ineinander verschlungenen Äste des verborgenen Waldes sprühen nur so vor Originalität und Kreativität. Der lockere und frische Zeichenstil Marta Sanz´ ist charakteristisch für die Werke der Spanierin. Diese Individualität spiegelt sich auch in der geringen Auflage der Grafiken wider. Oftmals handelt es sich um Einzelstücke. Besonders ist auch der Herstellungsprozess der Drucke: Die Künstlerin macht sowohl von klassischen als auch von modernsten Stichtechniken Gebrauch, um ihre Arbeiten mit ausdrucksstarken und abwechslungsreichen Oberflächentexturen zu versehen. Die Themen der einfallsreichen Werke reichen von Waldlandschaften über Häuserzeilen bis hin zu Figurationen. Durch die außergewöhnliche Form der Arbeiten im Stickrahmen wird das von Ideenreichtum geprägte Œuvre der Künstlerin um ausgefallene Positionen bereichert. Auch die Werke in den dreidimensionalen Schatzkisten sind Ausdruck der Originalität Marta Sanz´. Die Künstlerin wurde für ihre Werke bereits mehrfach ausgezeichnet. Ihre Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen, wie beispielsweise im „Calcografía Nacional“ in Madrid, dem größten Museum für grafische Kunst in Spanien. Angesichts der Erfindungsgabe der Künstlerin überrascht ihr großer Erfolg in Spanien nicht. 100 kubik bringt die mannigfaltigen Kunstwerke nach Köln und führt die Ausstellungsbesucher in eine phantasievolle Welt. Die Suche nach den versteckten Landschaften kann beginnen.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2015-03-14
Künstler: David Murcia
Thema: Die Galerie 100 kubik in Köln präsentiert unter dem Titel „Blickwechsel“ die neusten großformatigen Gemälde des Künstlers David Murcia (*1982, Murcia). Mit der Serie „Blickwechsel“ („Trayectos de la mirada“) bricht Murcia mit der traditionellen Art ein Kunstwerk visuell zu erfassen. Die verschiedenen Ebenen seiner Gemälde fordern den Betrachter dazu auf, einen individuellen Weg der Wahrnehmung zu finden. Weiße ikonenhafte Figurationen treffen auf farbenfrohe Welten. Die mannifighaltigen Flächen sind vom Künstler äußerst geschickt angelegt und fordern den Betrachter zu einer Detailbetrachtung auf. Nur so kann eine Objektdekodierung stattfinden. David Murcia schafft mit seinen Bildern eine erzählerische Tiefe, die den Betrachter auf eine Reise zwischen die Elemente der Kunst mitnimmt. Murcia gehört zu einer Generation zeitgenössischer Künstler, die die traditionelle Rezeption von Kunstwerken in Frage stellt. Durch die Arbeiten Murcias wird beim Betrachter ein Prozess ausgelöst, der zu einer neuen Art der Wahrnehmung führt. Zentrale Thematik seiner ästhetischen Bilder ist der Mensch als Individuum und die Auseinandersetzung dessen mit der postmodernen Gesellschaft. Murcia vereint durch seine Werke eine kritische Stellungnahme des Künstlers mit einer subjektiven Wahrnehmung des Betrachters. Ein Diskurs mit der Kunst wird gefördert. David Murcias Kunstwerke wurden bereits in zahlreichen Einzel– und Gruppenausstellungen dem spanischen Publikum zugänglich gemacht. Seine Gemälde befinden sich in bedeutenden Sammlungen, wie beispielsweise im „Museo de Bellas Artes“ in Murcia, der Heimatstadt des Spaniers. 100 kubik präsentiert die neusten Arbeiten Murcias und lädt die Galeriebesucher dazu ein, sich auf eine Entdeckungsreise zu begeben. Den Blickwinkel zu wechseln lohnt sich: Die Werke halten sicherlich so einige Überraschung bereit.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2014-07-31
Künstler: Eduardo Chillida und Carlos Albert
Thema: Die Galerie 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Begegnung“ die Arbeiten der Künstler Eduardo Chillida (†2002, San Sebastián) und Carlos Albert (*1978, Madrid). Eduardo Chillida gehört zu den herausragenden Vertretern der künstlerischen Avantgarde Spaniens des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit anderen Künstlern dieser Epoche hat Chillida ein neues Formenvokabular in der Kunst entwickelt und dadurch großen Einfluss auf spätere Künstlergenerationen ausgeübt. Der vor allem als Bildhauer und Grafiker bekannte Künstler vertrat eine eigene Auffassung von plastischer Kunst, in der der Raum im Vordergrund steht und die Masse der Form diesem gegenübergestellt wird. Diese bildhauerische Sprache überträgt Chillida in seinen Grafiken ins Zweidimensionale. In ihnen erschafft er ein Spannungsfeld von stützenden und tragenden Elementen, von horizontalen, vertikalen und gekrümmten Linien mit balkenartigen Formen. Dadurch entstehen Werke, die ihren Reiz sowohl in der kompakten wie auch fragilen Komposition haben. Auch die Arbeiten von Carlos Albert setzten sich mit dem Thema der Linie und der Form im Raum auseinander. Seine sowohl groß- als auch kleinformatigen Skulpturen aus geschmiedetem Eisen oder Cortenstahl weisen eine klare Formensprache auf, die wie eine rationale Zeichnung anmutet. Die essenzielle künstlerische Form ist die Linie. Sie verschmilzt in seinen Arbeiten auf dynamische Weise mit ihrer Umgebung, so dass synthetische Kompositionen voller Kraft, Energie und linearen Rhythmen entstehen. Mit der Spannung zwischen Leichtigkeit der Form und Schwere des Materials weiß Albert gekonnt umzugehen und sie in seinen Skulpturen für sich zu nutzen. Ähnlich wie Chillida schafft es auch Carlos Albert, die raumgreifende Qualität seiner Skulpturen auf seine Papierarbeiten zu übertragen. Die dicken in schwarz und rot gehaltenen Pinselstriche oder Farbblöcke in seinen Collagen brechen aus ihrer Zweidimensionalität, aus dem Bildraum hervor und scheinen sich in den realen Raum auszudehnen. Die Galerie 100 kubik freut sich diese spannende Begegnung der beiden Künstler zu präsentieren und einen Dialog ihrer Arbeiten zu ermöglichen. Abbildung: Carlos Albert, Gran Horizonte, Geschmiedetes Eisen, 2014 ©100 kubik. 2014
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2014-05-17
Künstler: Moisés Yagües
Thema: 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Es ist gefährlich, sich zu weit vorzuwagen“ die aktuellen Arbeiten des Künstlers Moisés Yagües (*1972, Murcia). Die Arbeiten von Moisés Yagües erzählen kleine Geschichten, Raritäten aus dem Leben, in denen die Protagonisten in ihre eigenen Gedanken und ihre Umgebung versunken sind. Durch seine ganz individuelle Formensprache wirken seine Bilder mal zart, mal kräftig, mal kritisch, mal lustig. Yagües Arbeiten sind voller Poesie, Anmut und Bewegung. Oftmals unterstreicht die Form auch die inhaltliche Aussage des Werks. So dient ihm z.B. das Motiv des Kopfes sowohl als Plattform der Bilderzählung, als auch als Matapher für den tatsächlichen Ursprungsort und die Ideenquelle seiner Erzählungen. Mit feiner Ironie, die sich nicht lustig macht, sondern als kritische Anregung dient, behandeln seine Geschichten auf frische Art Alltägliches wie auch politische und gesellschaftliche Themen. So macht er In einer Serie aus Schwarz-Weiß-Arbeiten auf soziale Probleme aufmerksam und thematisiert mit bissigem Humor die schwierige Realität der afrikanischen Einwanderer nach Spanien. Dem Betrachter eröffnen sich durch Yagües Bilder neue humorvolle Welten, die ideenreich und farbenfroh sind und dennoch ernst genommen werden wollen. Durch die Farben, Themen und ihren ganz eigenen Stil, laden sie den Betrachter ein, sich an ihnen zu erfreuen und das Leben zu genießen - jedoch auch kritisch zu hinterfragen. Abbildung: Moisés Yagües, Das Mäuseloch, 2013 ©Moisés Yagües/ 100 kubik. 2014
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2014-05-17
Künstler: Samuel Salcedo
Thema: 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Time“ in der zweiten Einzelausstellung in 100 kubik die aktuellen Arbeiten des Künstlers Samuel Salcedo (*1975, Barcelona). Die Figuren von Samuel Salcedo zeichnen sich vor allem durch die große handwerkliche Fertigkeit aus. Der Künstler erreicht, bei den meist aus Polyurethan, Eisen und Blei hergestellten Skulpturen, eine verblüffend realistische Mimik und Körperkontur - jede Falte, jedes Körperhaar ist zu erkennen. Ob kleinformatige, Grimassen schneidende Figuren, große wandfüllende Gesichter oder möbelartige Ensembles wie die neue Arbeit „Time“ - die Dynamik, der Witz, die Tragik, das Unerwartete ist in ihnen allen vereint und lässt den Betrachter nicht mehr los. Salcedos Wesen sind tragisch und komisch zur gleichen Zeit. Sind losgelöst von allen gesellschaftlichen Zwängen und zeigen einerseits die „freie“ Seite, die in jedem Individuum steckt. Andererseits wirken sie verwirrt über die Wirklichkeit, die für sie zu groß zu sein scheint. Sie leben in einer surrealen Welt voller Ironie und bitterem Humor. Sie lassen sich nicht eindeutig fassen: Sie ziehen sich Masken auf, schneiden Grimassen oder interagieren miteinander auf komische Weise. Im ersten Moment möchte man lachen, muss schmunzeln und stellt bei längerem Betrachten fest, dass diese Wesen auch tragikomisch sind und man sich beim Betrachten fremdschämt. Salcedo bewegt sich genau an dieser Grenze der Vermischung von Bedeutungen, zwischen lustig und tragisch, schön und hässlich, verletzlich und selbstbewusst. Die Figuren überzeugen durch die Stärke ihrer Ambivalenz und ihres Ausdrucks, ihre Lebendigkeit. Samuel Salcedo experimentiert, überschreitet Grenzen und tut dies immer mit großem Erfolg.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2014-03-15
Künstler: Victor Dolz
Thema: 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Mit Leib und Seele“ die aktuellen Arbeiten des Künstlers Víctor Dolz (*1945, Girona). Die beeindruckenden Portraits zeigen intensive Charakterstudien, gescheiterte Menschen, dramatische Momente, blutbeschmierte Blicke. Man könnte seine expressionistische Malerei in die spanische Tradition der „pinturas negras“ stellen, der sich schon Francisco de Goya oder Antonio Saura und im internationalen Kontext Künstler wie Lucien Freud oder Francis Bacon gewidmet haben. Victor Dolz portraitiert in seinen Bildern Menschen aus seiner Umgebung: alte Menschen ebenso wie Außenseiter der Gesellschaft oder Bettler auf der Straße. Das Gebrechliche und Sonderbare sind seine Themen — die Ambivalenz der menschlichen Existenz. Dolz wirft einen Blick auf die ungeschminkte Wahrheit, die die Gesellschaft zu verstecken versucht, als würde sie nicht zu einem Teil des Alltags gehören. Er schlüpft durch seine Malerei in die Haut seiner Modelle und schenkt ihnen das Leben. Nicht um Provokation oder das Hässliche geht es ihm — er will ihren innersten Charakter entblößen. Durch seine besondere Maltechnik, bei der er die Farbe großflächig und oftmals mit einem Spachtel auf die Leinwand aufträgt, fängt er die dunklen und verletzlichen Seiten des Menschen auf authentische Weise ein. Seine großformatigen und mehrteiligen Bilder wirken wie Filmsequenzen und beleuchten verschiedene Seiten der Persönlichkeit. Victor Dolz schafft es in seinen Bildern nicht nur, den Leib der Portraitierten auf expressive Art festzuhalten, sondern auch, bis an ihren Kern vorzudringen und intime Einblicke in deren Seele zu offenbaren. Abbildung: Victor Dolz, Selbstportait, 100 x 70 cm, 2006 ©Victor Dolz 100 kubik. 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2014-01-18
Künstler: Enrique Asensi
Thema: 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Von der Idee zum Objekt“ die aktuellen Arbeiten des Künstlers Enrique Asensi (*1950, Valencia). Die abstrakten Skulpturen von Enrique Asensi zeichnen sich durch die Verwendung von natürlichen Materialien wie Stahl, Stein, Granit etc. sowie durch ihre strenge Geometrie aus. Ihre perfekte Struktur und klare ausbalancierte Form, lässt die Arbeiten feierlich und streng zugleich anmuten. Durch die Kombination der verschiedenen Materialen miteinander und den Rhythmus der Komposition der meist durch ihre Vertikalität bestimmten Skulpturen besitzen diese eine starke Ausstrahlung und Präsenz. Trotz ihrer Gradlinigkeit und strengen Formen ziehen die Arbeiten Asensis den Betrachter durch die von ihnen ausgehende Kraft magisch an. Den stolzen Formen wohnt eine kraftvolle Stärke inne, die durch die Materialbeschaffenheit und Oberflächen der Natursteine noch verstärkt wird. Oftmals schafft Asensi durch kleine, in die Werke eingearbeitete treppenartige Formen trotz der starken Materialien eine Zugänglichkeit und Durchblicke, die auf eine den Skulpturen innewohnende Energie, ein „Dahinter“, schließen lassen. Für seine Papierarbeiten benutzt Asensi eine alte Wachstechnik, bei der die Motive mit heißem Wachs auf das Papier aufgetragen werden. Diese „Malereien“ weisen ähnlich kompakte Formen und Strukturen wie die Skulpturen auf. Doch auch hier schafft es Asensi durch das durchscheinende Papier und den Kontrast des ausgehärteten Wachs, den Effekt des Durchblicks zu erreichen. Die Ausstellung zeigt die Arbeiten eines Künstlers, der sich von der Idee bis hin zum fertigen Objekt sehr genau mit Materialität, Komposition und Wirkung auseinandersetzt und Arbeiten erschafft, die zugleich von Einfachheit und Komplexität geprägt sind. Abbildung: Skulpturen im Atelier des Künstlers ©Enrique Asensi/ 100 kubik. 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-10-26
Künstler: Salustiano & Ángela Lergo
Thema: Vom 06. September bis zum 26. Oktober 2013 präsentiert die Galerie 100 kubik die Arbeiten des sevillaner Künstlerpaars Salustiano und Ángela Lergo. Mit seinen Bildern hat sich Salustiano bereits als renommierter Künstler an den internationalen Kunstmärkten wie Berlin, Singapur, Basel und Miami etabliert. Dies dürfte zum Einen am hohen Wiedererkennungswert seiner, an Intensität kaum zu überbietenden Bilder liegen. Zum Anderen auch an seinen monochromen roten oder schwarzen Hintergründen, aus denen die mit größter Sorgfalt und Genauigkeit entworfenen Personen hervortreten. Die Intensität der Arbeiten wird nicht nur durch das Spiel der Farbkontraste, sondern vor allem auch durch die Blicke der dargestellten Figuren hergestellt - Gestik, Blick und Mimik sind neben den starken Farbtönen der Schlüssel zur Seele der Portraitierten. Zudem sind die Menschen, die Salustiano in seinen Gemälden abbildet, keine Fantasiegeschöpfe, sondern Bekannte des Künstlers. Neben den leuchtenden und kräftigen Malereien schlägt der Künstler in seinen Zeichnungen auch zarte Töne an. Diese, nicht weniger anziehenden Arbeiten, bestechen durch ihre Reduktion. Eine feine Linienführung und ein fast weiß gehaltener Hintergrund stehen in starkem Kontrast zu den Gemälden und zeigen das große Können und Feingefühl, das der Künstler besitzt und umzusetzen weiß. Auch bei den Skulpturen von Ángela Lergo steht der Mensch im Mittelpunkt. Ihre meist mit poetischen Titeln belegten Arbeiten zeigen die menschliche Figur in einem fabelhaften Kontext. Körper, die ein Schönheitsideal widerspiegeln und von der Welt entrückt erscheinen, verweisen auf eine unerreichbare Vollkommenheit. Ángela Lergo schafft es, dass der Betrachter sich durch die große Ästhetik der Figuren unausweichlich angezogen fühlt, ihre Ambivalenz jedoch erst bei längerem Betrachten erkennt. Die Galerie 100 kubik präsentiert zum zweiten Mal die aktuellen Werke der beiden Künstler in einer gemeinsamen Ausstellung. Abbildung: Salustiano Bajo la lluvia (Niña con cardo) 2013 Öl und Acryl auf Leinwand 80 cm ø ©Salustiano/ 100 kubik, 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-08-31
Künstler: Héctor Garrido
Thema: 100 kubik präsentiert unter dem Titel „Volavérunt“ die Fotografien des Künstlers Héctor Garrido (*1969, Huelva). Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf eine gleichnamige Radierung Francisco de Goyas von 1799, die die fliegende Duquesa de Alba zeigt. Goya teilte mit der Duquesa die Liebe für die Landschaft am Ufer des Guadalquivir und stellte sich in seiner Radierung vor, wie die Duquesa diese Landschaft überflöge - so wie es heute Héctor Garrido tut. Seit siebzehn Jahren arbeitet Garrido, neben seiner Tätigkeit als Künstler, für die biologische Station des Naturschutzgebietes Doñana von Jérez de la Frontera in Andalusien, im Süden von Spanien, und dokumentiert aus der Luft, neben den Populationen der Tiere, die seltsame Geometrie der Natur. Bei seinen Flügen über das geschützte, vom Menschen noch fast unberührte Stück Natur, eröffnet sich ihre volle Schönheit. Die geometrisch gebrochenen Muster, verschlungenen Pfade und fast abstrakten Formen, die er in seinen Arbeiten abbildet, erschließen sich dem Auge nur bei längerer und eingehender Studie und überraschen den Betrachter manches Mal in der Nahansicht. Die fraktalen Strukturen, die die Natur aus der ungewohnten Vogelperspektive aufweist, lassen auf einen natürlichen Plan schließen, in dem sich immer wiederkehrende Strukturen zu einem Ganzen zusammenfügen. Aus dieser Ansicht legt der Künstler dem Betrachter die wie am Reißbrett entworfen anmutende Geometrie der Natur vor Augen, sie ist es auch, welche die Faszination seiner Bilder aus macht. Ein Flussdelta mit Nebenarmen verweist ebenso auf diese natürliche Formel wie die Struktur eines Baumes und seiner Äste oder das Muster, welches das Meer in den Sand zeichnet. Garrido bildet in seinen Fotografien poetische Landschaften ab, auf denen deutlich wird, dass sich die Natur über Jahrtausende einen Weg gebahnt und ihren Fingerabdruck hinterlassen hat. Mit seinen Fotografien dringt er in den inneren Kern der Schöpfung ein und verweist zugleich auf das Rätsel und die Erkenntnis in der Natur. Die Bilder deuten auf einen natürlichen Plan hin, der dem Betrachter ihre volle Schönheit vor Augen legt. Seit seinen Anfängen konzentriert Garrido sich auf die wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema der Umwelt und der Natur und bewegt sich zudem auch in anderen künstlerischen Gebieten sicher(Portraitfotografie, Ausstellungs-kurator, etc.). Er hat mehrere Publikationen veröffentlicht und für nationale wie internationale Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet (El País, El Mundo, National Geografic, etc.), zudem ist er Gründer des Forums für Artenvielfalt (Foro de la Biodiversidad) in Sevilla, Andalusien. Die Ausstellung in 100 kubik ist seine erste Einzelausstellung in Deutschland. Abbildung: Héctor Garrido, Das Ende des Weges, 120 x 80 cm, Fotografie auf Dibond © Héctor Garrido/ 100 kubik. 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-08-31
Künstler: Álvaro Martínez Alonso
Thema: Vom 21.06. bis 31.08.2013 präsentiert 100 kubik unter dem Titel „Ein Land im Stillstand?“ die Fotografien des Künstlers Álvaro Martínez Alonso (Burgos, 1983). Schwebende Personen - ob im Kinderzimmer, der Werkstatt, im Restaurant oder im Krankenhaus - die Fotografien von Álvaro Martínez Alonso zeigen Menschen, die gegen alle Gesetze der Schwerkraft, eingefroren in der Luft, hängen. So absurd die Szenen auf den ersten Blick anmuten, verweisen Sie doch auf eines der aktuellsten politischen Probleme: Menschen in der (ökonomischen) Krise. Irland, Griechenland, Zypern, Spanien … dies sind nur einige der Länder, in denen über Schulden, Arbeitslosigkeit und junge Menschen ohne jede Perspektive auf Zukunft diskutiert wird. Die Krise macht vor keiner Berufsschicht halt. Dass der mit ihr einhergehende Stillstand jedoch nicht für die Kreativität der Künstler in Spanien gilt, zeigt Álvaro Martínez Alonso mit seinen Fotografien auf eindrucksvolle und prägnante Weise. Getreu Adornos Ausspruch: In der Kunst sehe man den „authentischen Ausdruck des Leidens an der hoffnungslosen und ausweglosen gesellschaftlichen Wirklichkeit“, bildet Martínez den Menschen als stillstehenden, „hängen gelassenen“ Körper ab, der auf seine Situation keinen Einfluss mehr ausüben und nicht vor oder zurück kann. Die Fotografien sind zum einen Mahnmal und zur Bestandsaufnahme geworden, sollen jedoch auch wach rütteln und zum Schritt aus der Starre motivieren. Neben den Fotografien zeigt die Ausstellung in 100 kubik auch die vier Videoarbeiten des Künstlers. Unter dem Titel „Un país suspendido“ wurde die Ausstellung bereits Anfang des Jahres im Domus Artrium in Salamanca gezeigt. Álvaro Martínez Alonso hat 2011 am Videoartfestival 100 kubik sowie weiteren internationalen Festivals teilgenommen und seine Werke wurden sowohl in Spanien, als auch in Deutschland, ausgestellt. Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog in englischer– und spanischer Sprache erschienen. Abbildung: Álvaro Martínez Alonso, José und Luis, Fotografie auf Dibond, 2012 © Álvaro Martínez/ 100 kubik. 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-06-29
Künstler: Carlos Albert
Thema: Vom 03. Mai bis zum 29. Juni 2013 zeigt die Galerie 100 kubik unter dem Titel „Zeichnen im Raum“ die Arbeiten des Madrider Künstlers Carlos Albert (*1978). Carlos Albert hat sich in erster Linie der Skulptur sowie den Materialien Eisen und Cortenstahl verschrieben. Seine Skulpturen weisen eine klare Formensprache auf, die wie eine rationale Zeichnung anmutet. In seinem Atelier formt er für seine kleineren Skulpturen aus ganzen Blöcken oder auch einem einzigen Stück Eisen die gewünschte Form heraus. Albert bedient sich ursprünglicher Materialien wie Eisen und Stahl, für größere Arbeiten auch patiniertem oder unbehandeltem Cortenstahl. Die Ursprünglichkeit seiner Arbeiten wird durch den Dialog zwischen den Metallen und den kubischen Sockeln, die aus verschiedenen Holzarten hergestellt werden, noch unterstützt. Für seine Skulpturen schafft Carlos Albert essenzielle Formen, die über die Zeit hinausgehen und den sie umgebenden Raum im Dialog erkunden. Synthetische Kompositionen aus Linien und Kurven, voller Kraft und Energie, die im Raum nach einem Weg suchen, machen seine Arbeiten zeitlos. Albert zeichnet mit seinen Skulpturen in die Luft und beschreibt durch die geschmiedeten Formen ein stetiges Kommen und Gehen. So entstehen Volumen von unterschiedlichen Dimensionen, die eine Umarmung des Raums darstellen sowie gleichzeitig modern und ursprünglich erscheinen. Ebenso klar und kraftvoll gestalten sich auch seine Papierarbeiten, die er mit dem schlichten Titel „Collagen“ bezeichnet. Während seine Skulpturen eine zeichnerische Qualität aufweisen, treten bei Alberts Papierarbeiten die dicken in schwarz und rot gehaltenen Pinselstriche aus ihrer Zweidimensionalität aus dem Bildraum hervor und scheinen sich in den realen Raum auszudehnen. 100 kubik ist froh, mit der Ausstellung „Zeichnen im Raum“, die erste Einzelausstellung von Carlos Albert in Deutschland präsentieren zu können. Abbildung: Carlos Albert, Acogida (Zuflucht),31 x 19 x 10 cm. 2012©Carlos Albert/ 100 kubik . 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-04-27
Künstler: Joan Miró, Antoni Tàpies, Enrique Asensi, Joanpere Massana, Jordi Fulla, Matías Krahn
Thema: In der Ausstellung „Miró, Tàpies & Co. – Katalanische Künstler“ werden drei Generationen katalanischer Künstler vorgestellt: Die erste Generation mit Joan Miró (1893-1983), dem Universellsten aller, unumgänglicher Meister und großer Beeinflusser der nachfolgenden Generationen, die Zweite mit ihrem Hauptvertreter Antoni Tápies (1923-2012), dem direkten Nachfolger Mirós und die Dritte mit vier aktuellen katalanischen Künstlern: Enrique Asensi, Joanpere Massana, Jordi Fulla und Matías Krahn. Die Ausstellung zeigt Radierungen und Lithografien aus den 70er und 80er Jahren von Joan Miró und Antoni Tàpies, aktuelle Wandarbeiten mit geometrischen Elementen von Enrique Asensi, poetische weiße Malereien von Joanpere Massana, raffinierte Naturdarstellungen von Jordi Fulla und die neuen minimalistischen Bilder von Matías Krahn. Trotz der Unterschiede der Arbeiten lassen sich verbindende Elemente ausmachen, die sich im kollektiven Verständnis des künstlerischen Prozesses ausdrücken und durch große Sensibilität und Spiritualität sowohl in den katalanischen Künstlern selbst als auch in all ihren Werken verwurzelt sind. In den Werken dieser Künstler lässt sich ein gemeinsamer kreativer Geist feststellen, der durch ihre katalanische Identität und ihr gemeinsames Verständnis der Künstlerrolle geprägt ist. Eine künstlerische Auffassung, die sich durch eine pure und ursprüngliche Formensprache ausdrückt und die frei von äußeren Einflüssen verstanden werden will. Abbildung: Joan Miró, Der Sträfling, Lithografie, 87 x 60 cm, 1969. ©100 kubik/ VG Bild-Kunst, Bonn. 2013
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2013-02-23
Künstler: Matías Krahn
Thema: Als erste Ausstellung des neuen Jahres präsentieren wir in der Galerie 100 kubik die Ausstellung „Nigredo“ mit neuen Arbeiten des Künstlers Matías Krahn (* 1972, Santiago de Chile). Matías Krahn ist vor allem bekannt für seine farbenfrohen Arbeiten, welche Optimismus und Lebensfreude ausstrahlen und den Betrachter mit der symbolträchtigen und tiefgründigen Formensprache des Künstlers konfrontieren. Formen und Farben stehen bei Matías Krahn sowohl für sich selbst als auch für die Beschreibung des persönlichen Universums des Künstlers. Krahn verwendet immer wiederkehrende Formen, welche oftmals als Symbole für das Leben oder die Lebensenergien stehen. Die neueren Arbeiten Krahns zeigen einerseits die bereits bekannten Bildmuster, lassen jedoch zudem auch eine sehr ruhige Seite des Künstlers anklingen. Klare von Formenvielfalt gereinigte Werke, in denen sich der Fokus verschiebt und Krahn sich auf das Essenzielle besinnt, bestimmen diese. Farben und Formen sind reduzierter und lassen eher an ruhige Töne denken. Eines liegt allen Werken Matías Krahns zugrunde, die Leinwand ist für ihn ein Spiegel seiner Seele - seine eigenen Interessen, Ängste und Wünsche breiten sich offen und für jeden sichtbar vor ihm aus. Seine Werke dokumentieren und stellen seine Reise in die Selbsterkenntnis dar, nicht nur für den Künstler, sondern auch für die offenen Augen des Betrachters. So ist der Titel der Ausstellung „Nigredo“ nicht zufällig gewählt. Das Wort stammt aus der Alchemie und bezeichnet die erste Stufe zum Stein der Weisen, die durch die Vereinigung von Gegensätzen und die Bewusstwerdung sündhafter und erschreckender Fantasien das innerliche Chaos offenbart und letztendlich zur Reinheit und Vollkommenheit führt. Ein Prozess, den man vielleicht auch in den Werken von Matías Krahn entdecken kann. Matías Krahns Werke wurden bereits auf der ganzen Welt ausgestellt. Seine Arbeiten befinden sich in Sammlungen und Museen in Spanien, Deutschland, Korea und den USA. Abbildung: Matías Krahn, Im Atelier © Matías Krahn / 100kubik. 2012
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2012-12-22
Künstler: Hugo Fontela
Thema: Zur Eröffnung unserer neuen Räumlichkeiten in der Mohrenstr. 21 präsentieren wir in der Galerie 100 kubik die zweite Einzelausstellung „In the Woods“ des Künstlers Hugo Fontela (* 1986, Grado, Asturias). Hugo Fontela gilt in der spanischen Kunstszene als „l´enfant terrible“, was durch wichtige Auszeichnungen, Ausstellungen in internationalen Museen und Galerien sowie renommierte Kritiker bereits früh bezeugt wurde. Seine neusten Arbeiten, die er in der Serie „In the Woods“ zusammenfasst sind in seinem Atelier in Manhattan entstanden und werden mit 15 Leinwänden sowie Papierarbeiten in 100 kubik präsentiert. Wie bereits in vorhergehenden Serien ist die Natur auch in seinen aktuellen Arbeiten der Protagonist. „In the Woods“ zeigt Werke in denen Fontela expressionistische Oberflächen mit bildhaften Details von symbolischem Inhalt mischt. Verlassene Baumstämmen und Äste bieten dem Betrachter einen Anhaltspunkt, in den in erdigen Farben gehaltenen Bildwelten, in denen die Vergänglichkeit zum Hauptthema wird. Fontela beherrscht die Farbe und jeden Pinselstrich und überrascht uns erneut mit dieser Serie von Arbeiten, in denen die innerbildliche Kraft unausweichlich ist. Die reiche Textur der Oberflächen benutzt Fontela als emotionales Element, mit dem er seine Innenwelt offenlegt. Die Ausdruckskraft seiner Farben erinnert an Elemente der informellen Kunst und er benutzt den leeren Raum in seinen Kompositionen als Provokation. Ein Raum voller Freiheit, den ihm die Malerei selbst anbietet: Gefüllt mit Klängen des Windes, erzeugt durch das Zusammenstoßen der gefallenen Blätter, voll von Erinnerungen und Gerüchen des Waldes. „In the Woods“ zeigt Bilder voller Emotion, in denen Fontela sich in den Landschaften verliert: „Ich muss das Bild mit dem Blick berühren können und mir die feuchte Baumrinde und abgebrochenen Äste erneut in Erinnerung rufen können - Früchte so vieler Jahreszeiten, die langsam vergehen.“ Die Ausstellung zeigt ein bewegendes und reifes Werk, das das Überflüssige bereinigt, um die Essenz des künstlerischen Diskurses zu präsentieren. Abbildung: Hugo Fontela, Lonely I, Mischtechnik auf Leinwand, 2012 ©Hugo Fontela 100 kubik. 2012
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2012-10-12
Künstler: Peyrotau & Sediles
Thema: Vom 07.09.-12.10.2012 präsentieren wir in 100 kubik die Fotoserie „Metus“ des Künstlerduos Peyrotau & Sediles (beide *1975, Barcelona und Zaragoza). Die Sensation des Sehens, die einen hohen ästhetischen Grad offenbart und ungeahnte Emotionen im Betrachter hervorruft, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Sie verknüpfen ihre Intuition mit dem Blick des Betrachters, der herausgefordert wird, ein gefährliches Spiel einzugehen, um selbst Bestandteil des Werkes zu werden. Die beiden Künstler schaffen mit ihren Fotografien potente Bilder, die den Betrachter fesseln und ihn mit den abgebildeten Personen konfrontieren. Mit der Serie Metus (lat. Angst) präsentieren die beiden Künstler Werke, die ein Spiel aus faszinierender Verwunderung und Schatten aufzeigen und uns zwingen, uns unseren Ängsten zu stellen. Doch wir finden uns in dieser Konfrontation alleine wieder, Angesicht zu Angesicht mit dem ältesten und geheimnisvollsten aller Gefühle. Metus ist ein "Kabinett der schwarzen Fotografien", dass uns mit poetischer Metaphorik entgegentritt. Die Fotografien zeigen die gesamte Palette schwarzer Töne, nur essentielle Dinge, die aus dem Dunklen hervortreten wie ein Geist, sind erkennbar, solche, die unser Herz ergreifen und uns am Rand eines dunklen, fast schwarzen Abgrundes zurücklassen. Metus belebt und trotzt uns. Peyrotau & Sediles haben sich sowohl einen Platz in der spanischen Fotoszene wie auch international einen Namen gemacht. Neben Ausstellungen in renommierten Institutionen haben sie auf der Ruhr 2010 (Europäische Kulturhauptstadt) und in den Cervantes Instituten in Frankfurt und München ausgestellt und ihre Werke sind in verschiedenen Sammlungen vertreten. Im Rahmen des IPK Festivals (Internationale Photoszene Köln) präsentieren wir am 08.09. um 18h ein Künstlergespräch mit Peyrotau & Sediles. Und vom 17.- 23.09. werden wir in den Räumen der Galerie ihre Videos „Black Rain Blues“ und „Metus“ vorführen. Abbildung: Peyrotau & Sediles, Delatus, 100 x 100 cm, 2009.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2012-08-31
Künstler: Fuentes Fuertes
Thema: „Stück für Stück“ ist der Name der ersten Ausstellung von Rubén Fuentes Fuertes (Valencia, 1979) in 100 kubik. Er ist der Gewinner der letzten biennalen Ausschreibung für junge spanische Talente. Seine multidisziplinäre Ausbildung ermöglicht es ihm, Skulpturen voller Farbigkeit, die die Konzepte von Volumen und Raum verbinden, zu schaffen und durch verschiedene Tonarten visuelle Reize zu erzeugen. Fuentes Fuertes künstlerisches Medium ist das Holz. Ein Material, das Wärme und Tradition vermittelt, und mit dem es der Künstler schafft, auf eine neue und kreative Weise die Brücke zur modernen Skulptur zu schlagen. Sein Arbeitsmaterial besteht aus Holzüberschüssen, die er sich aus Tischlereien beschafft. In seinen Skulpturen führt er diese nicht nur einer völlig neuen Form zu, sondern setzt somit auch auf das Bewusstsein von Geschichte und Nachhaltigkeit. Durch seine Kreativität und Freude am Experimentieren mit seinem Werkstoff hat er es geschafft, durch ungewöhnliche Kombinationen von Holz mit anderen Materialien wie Polyesterharz und natürlichen Pigmenten, neue plastische Wege zu beschreiten und dennoch die Ehrfurcht vor dem Material nicht zu verlieren. Neben Themen wie Farbpaletten, Tassen und Kakteen sticht vor allem die Serie bunter menschlicher Köpfe mit Schnäuzer und Zylinder hervor, die er „Notare“ nennt. Mit dieser Serie schafft er es, das Konzept von Köpfen und Büsten neu zu formulieren. Die handwerklichen Komponenten und den Umgang mit dem Holz beherrscht er meisterlich, was ihm in seinem bisherigen Werdegang zu Gute kam. Fuentes Fuertes weiß, wie er das Holz behandeln muss, wie zusammensetzen und wie lackieren, um eine möglichst eindrucksvolle und resistente Oberfläche zu schaffen. Neben den manuellen Arbeiten drückt er sich durch eine aktuelle Ästhetik aus, die in der Skulptur neue Wege beschreiten. Der Titel der Ausstellung „Stück für Stück“ beschreibt nicht nur die Philosophie des Künstlers, sondern auch seine künstlerische Vorgehensweise, bei der er für seine Skulpturen ein Fragment nach dem anderen zusammensetzt. Zudem beschreibt der Titel auch seine künstlerische Laufbahn, in der er selbstbewusst, jedoch nie unachtsam, seine Werke in verschiedenen Orten und Museen ausgestellt hat. Mit seinen Arbeiten begibt er sich auf eine Reise durch die Zeit und präsentiert seine Skulpturen, wie sie schon immer von den Griechen, den Ägyptern sowie den primitiven Skulpturen aufgefasst wurden: über das Polychrome, ein Element, das seit einigen Jahrhunderten aus der Mode gekommen war und im XX. und XXI. Jahrhundert wieder aufgegriffen wurde. Abbildung: Fuentes Fuertes, „Notar“, 120 x 100 x 40 cm, 2011.© Fuentes Fuertes 2012.
Ort: 100 kubik - raum für spanische kunst bis: 2012-04-28
Künstler: Antoni Tàpies, Eduardo Chillida, Jorge Oteiza
Thema: Die Ausstellung „In bester Gesellschaft“ ist eine Hommage an Antoni Tàpies (1923-2012), Eduardo Chillida (1924-2002) und Jorge Oteiza (1908-2003) und zeigt ausgewählte grafische Werke dieser drei wichtigen spanischen Künstler. Sie sind Teil einer Künstlergeneration, die durch ein gemeinsames Schicksal geprägt, entscheidend die Kunst der (Nach-)Bürgerkriegsjahre revolutionierte, die internationale Präsenz dieser starken und emotionalen Kunst förderte, mit allen künstlerischen Konventionen brach und sich durch Ideenfreiheit und Innovation auszeichnete. Die grafischen Werke von Antoni Tàpies zeigen das Gegensätzliche im Temperament des Künstlers, die große Geschlossenheit und hohen Kontraste. Sie sind Ausdruck einer fortwährend im Aufruhr begriffenen Kunst, in der ein spürbarer Widerstand formuliert war, ja sogar etwas Gewaltsames. Der Künstler sagte einmal, jedes seiner Werke entstünde aus einem anderen - als Gegenposition, als Variation, als Korollarium, und sei ein Plädoyer für Demokratie, Meinungsfreiheit und Frieden. Eduardo Chillida, international vor allem für seine Skulpturen bekannt, hat uns ein überwältigendes Werk auf Papier hinterlassen. Seine grafischen Werke zeichnen sich durch kompakte Kompositionen von kubischer und geschlossener Form aus, in denen sich die Linien bis hin zur schwarzen Fläche, die den Raum in Positiv und Negativ, in Fläche und Raum aufspalten, entwickeln. Seine Bildgegenstände erinnern an nichts Bekanntes, weder an etwas aus der Wirklichkeit noch an etwas aus der Geometrie. Jorge Oteiza entwickelte in seinen Werken eine rationalistische, fast wissenschaftliche Ästhetik, eine historiographische Methode, die er auf die Entwicklung der künstlerischen Sprachen anwendet sowie auf die zyklischen und sich wiederholende Rhythmen der natürlichen Verläufe: Geburt, Wachstum, Niedergang. Er strebte eine Kunst an, die eine von der objektiven und logischen Philosophie unabhängige Ästhetik besitzt, und in der die Wahrheiten künstlerisch sind. Die Werke, aus verschiedenen Schaffensphasen ihrer künstlerischen Arbeit, spiegeln die jeweilige Entwicklung, die unterschiedlichen Persönlichkeiten sowie das Wesentliche ihrer Generation wider und zeigen eine individuelle Auseinandersetzung mit den Problemen ihrer Zeit. In der Ausstellung werden insgesamt 18 Werke präsentiert, davon 10 Werke von Antoni Tàpies. Abbildung: Antoni Tàpies, „Carrer de Wagner Suite“ , Ätzradierung, 71 x 101 cm. 1988