
20.05.2026 - 14.08.2026
Lydia Schouten: Yes, there will be singing in dark times
04.05.2026 - 16.08.2026
Ulrike Rosenbach: Puzzle Solution – des Rätsels Lösung?
24.01.2026 - 31.03.2026
Im Visier – Renate Bertlmann, Galerie Gisela Clement, Bonn
24.01.2026 - 31.03.2026
Werkausstellung Uwe Schröder
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2025-11-28
Künstler: Anouk Lamm Anouk
Thema: In der Einzelausstellung God — Only she can give Absolution hinterfragt Anouk Lamm Anouk die Vorstellung, der Mensch sei allen anderen Lebensformen überlegen und damit berechtigt, diese auszunutzen. Die radikale und eindringliche Bildsprache verknüpft die Utopie einer Gesellschaft, frei von Ausbeutung, Hierarchien und Diskriminierung, mit unserem kulturellen Gedächtnis.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2025-11-28
Künstler: Georg Herold
Thema: Mit feinfühliger Ironie lädt Georg Herold die Besuchenden der Galerie ein, seiner gestikulierenden Zeichensprache der Videoinstallationen zu folgen und die Treppe emporzusteigen. Geprägt durch das Aufwachsen in der DDR, reagiert Herold allergisch auf Symbole und gemeinsam mit seinen virtuellen Doubles, marschiert er satirisch gegen Ideologien an. Wie ein roter Faden zieht sich die Entmythologisierung von Tradition und Symbol durch sein Werk – eine fast diametral entgegengestellte Haltung zu Beuys Nutzung von Symbolik, trotz aller spürbaren Parallelen. Videoinstallationen gehen über in skulpturale Arbeiten, aus Holzlatten, Ziegelsteinen und anderen alltäglichen Materialien. Was auf den ersten Blick improvisiert wirken mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen und in Kombination mit den Titeln der Werke, als schonungslose Ehrlichkeit voller Witz und Überraschungsmomenten, die den bloßen Konsum Herolds Arbeit verhindern. Eine gestrickte Deutschlandflagge prangt wie ein lästiges Spinnennetz über dem Präsidentenschreibtisch, während sich im Nebenraum Holzlatten, in eine mit Stoff bespannte, marionettenhafte Tänzerin verwandeln, die sich elegant zur Decke emporstreckt. Auch Herolds berühmte Kaviarbilder sind zu sehen: Mit einem der teuersten Materialien schafft Herold ein pointiertes Oxymoron. Jedes einzelne Ei ist nummeriert – eine liebevolle Geste, die Luxus und Überschuss entzaubert und zugleich mit feinem Humor gesellschaftliche Symbole und das Klassensystem mit seinem eigenen Symbol hinterfragt.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2023-03-17
Künstler: Beate Terfloth
Thema: Dem Medium Zeichnung in seiner kunsthistorisch sagenumwobenen Bedeutungsschwere mit scheinbarer Leichtigkeit entgegentretend, vereint Beate Terfloth verschiedenste künstlerische Ansätze wie Performance, Malerei und Skulptur, um der gestischen Direktheit der Linie neuen Ausdruck zu verleihen. In der Ausstellung werden wir unter anderem Aquarelle der Künstlerin zeigen, die zwischen zeichnerischer Spontaneität und malerischer Besonnenheit pulsieren.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2022-09-15
Künstler: Michelle Grabner
Thema: Im Obergeschoss Solo Show — Margarine Michelle Grabner Eröffnung am Donnerstag, den 7. Juli 2022 um 18 Uhr Ausstellung 8. Juli — 15. September 2022 Das künstlerische Schaffen von Michelle Grabner (*1962 Oshkosh, Wisconsin, USA) ist untrennbar mit ihrer Biografie verwoben, denn ihre kontinuierliche Erforschung von Prozessen innerhalb ihrer malerischen und bildhauerischen Praxis schlägt sich ebenso in ihrer akademischen Laufbahn als Professorin, Schriftstellerin und Kritikerin nieder. Aktuell ist sie Senior Chair der Abteilung für Malerei und Zeichnung an der School of the Art Institute of Chicago, an der sie bereits seit 1997 als Professorin tätig ist. Von ihren regelmäßigen kuratorischen Projekten ist die Whitney Biennale 2014 im Whitney Museum of American Art und ihre künstlerisch leitende Position der FRONT International aus dem Jahr 2018 besonders hervorzuheben. 2021 wurden sie mit dem renommierten Fine Arts Guggenheim Fellowship ausgezeichnet. In ihrer Einzelausstellung Margarine (8.7.–15.9.2022) wird ihre intensive Beschäftigung mit den Themen Replikation und Routine ebenso deutlich. Sie zeigt drei neue Werkgruppen: eine Sammlung von Gemälden mit häuslichen Mustern, eine neue Einkanal-Videoinstallation, die ein Gleichgewicht zwischen dem geordneten häuslichen Raum und der Landschaft herstellt, und eine großformatige Collagenserie, die aus den gedruckten Motiven besteht, die hergestellte Papierprodukte schmücken. Durch den Einsatz von alltäglichem Material setzt Grabner ihre Untersuchungen zur Umverteilung und Replikation des Unscheinbaren und Unoriginellen in abstrakte Arrangements fort, die eine genaue Betrachtung und Interpretation erfordern.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2022-09-15
Künstler: Noelle Africh, Polly Apfelbaum, Rose Dickson, Lilah Fowler , Michelle Grabner, Caleb Schroder, Stephen Westfall , Molly Zuckerman-Hartung
Thema: Im Projektraum / At the Project Space Group Show — Woven Roving Noelle Africh, Polly Apfelbaum, Rose Dickson, Lilah Fowler , Michelle Grabner, Caleb Schroder, Stephen Westfall , Molly Zuckerman-Hartung Kuratiert von Michelle Grabner Eröffnung am Donnerstag, den 7. Juli 2022 um 18 Uhr Ausstellung 8. Juli — 15. September 2022 Die von Michelle Grabner kuratierte Gruppenausstellung befasst sich mit der Verteilung der Freiräume, die dem aus Textilien und Papierfasern bestehenden Material innewohnen. Die reglementierten Hohlräume zwischen Kette und Schuss oder der winzige Raum zwischen den ineinandergreifenden Fasern, die das Papier bilden, schaffen Grade der Durchlässigkeit. In einem kulturellen Moment, in dem Textilien fest in den Diskursen über Arbeit, Berührung und Empathie verankert sind, fordert diese Gruppenausstellung, die verschiedene konzeptionelle Ansätze zu den Effekten faserbasierter Arbeiten repräsentiert, den Betrachter auf, die Implikationen der textilen Freiräume zu bedenken: die ungefüllten Leerräume, die es den Textilien erlauben, zu schweben, sich zu falten, zu schwanken, zu baumeln und zu flattern. Textilien haben von Natur aus die Fähigkeit, Lücken zu füllen und Leerräume zu umrahmen.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2022-07-03
Künstler: TROUBLE Inc.
Thema: Eröffnung / Opening 28.4.2022, 18 Uhr Einführung / Introduction Prof. Dr. Claudia Jarzebowski, Bonn Center for Dependency and Slavery Studies Eine fotografische Auseinandersetzung mit Identität, Geschlecht und Rassismus wird einer komplexen Neuinterpretation unterzogen. Welche Rolle spielt die Hautfarbe und wie beeinflusst sie immer noch unsere Gefühle und Wahrnehmungen, wenn wir Entscheidungen in zwischenmenschlichen Beziehungen treffen? Wie haben sich die politischen Maßnahmen innerhalb des Systems auf die Farbidentität gestützt, die eine zentrale Rolle bei der ethnischen und rassischen Unterdrückung und Segregation durch Diskurse über Werte, Geschmack, Kultur, Methodik und den Einsatz von Farbe spielt? Da die Jugend durch soziale Medien und das Metaverse spielerisch geprägt ist, verschwimmen die Grenzen von Geschlecht und Identität zunehmend. Die Gesellschaft definiert Farbidentität immer noch durch Schwarz und Weiß und Beige. Als schwarze Frau, die ihr ganzes Leben lang als Model und Mode-Influencerin in der Modebranche gearbeitet hat, wird Michelle Elie täglich mit Fragen zu Alter, Körper- und Hautfarbe sowie mit Normen und Stereotypen konfrontiert. Eine fotografische Untersuchung hält ihr den Spiegel vor, um die Wahrheit zu entschlüsseln, und erzählt eine Geschichte über Widerstandsfähigkeit, die auf gegenseitiger Beurteilung und dem Finden eines neuen Weges zum Brechen etablierter Normen beruht. In Momenten, in denen so viele Menschen die Ungleichheit und Ungerechtigkeit der herrschenden Systeme spüren, geht es um eine starke Überzeugung, wer man ist und womit man sich identifiziert. Ohne Diskriminierung oder Ausgrenzung. Wer hat Angst vor Schwarz, Weiß und Beige?
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2022-06-16
Künstler: Klaus Fritze Michelle Grabner Alex Grein Sabrina Jung Timo Kube Mike Meiré Ulrike Rosenbach Ludwig Philipp Strack (1761 – 1836) Raphael Weilguni Noa Yekutieli
Thema: Die Idylle lebt als Ort des harmonischen, friedlichen und meist ländlichen Lebens seit der Antike in unserer idealisierenden Vorstellungskraft. Und besonders nachdem die ersten turbulenten Monate der Pandemie vermeintlich überstanden waren, machte sich zunächst ein entspanntes Aufatmen bemerkbar: endlich mal zu Ruhe kommen können, wandern gehen, Zeit mit der Familie verbringen, sich im Homeoffice seinen Tagesablauf individuell gestalten können… Der Rückzug ins Private, aufs Land und zur Familie ließ sich vielerorts beobachten. Doch was das Idyll auch seit jeher auszeichnet, ist sein offensichtlich fantastischer Ursprung – komplett losgelöst von allen Umweltfaktoren existiert es wie ein autarkes Kleinod in unserer Fantasie. Realistisch war die Idylle nie und ist daher als künstlerische Gattung mit der Hinwendung zur Darstellung der Wirklichkeit nach und nach in den Hintergrund getreten. Die Gruppenausstellung in der Galerie zeigt künstlerische Positionen, die unsere gegenwärtigen Idyllen hinterfragen. Wie oft ist die Idylle doch nur eine Flucht vor der Realität oder scheinbar existent? Mit Dank an GALERIE NEUSE, Bremen
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2022-02-24
Künstler: Susanne Humrich, Renate Köhler, Michael Toenges, Peter Tollens
Thema:
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2021-02-27
Künstler: Alex Grein Sabrina Jung Keti Kapanadze Sara-Lena Maierhofer ORLAN Ulrike Rosenbach Lydia Schouten Sarah Schumann Annegret Soltau
Thema: Mit neun Beiträgen aus verschiedenen Generationen spürt die Ausstellung dem Bild der Frau im Werk von Künstlerinnen nach, das bis zu den frühen feministischen Interventionen hauptsächlich männlich und patriarchal strukturiert war. Ulrike Rosenbach, ORLAN, Annegret Soltau und Sarah Schumann sind Teil der frühen feministischen Interventionen in die Bildwelten des Weiblichen. Mit Alex Grein, Sabrina Jung, Sara-Lena Maierhofer, Keti Kapanadze und Lydia Schouten kommen zwei weitere Generationen von Künstlerinnen dazu. Damit schließt diese Ausstellung an das Projekt „Feminismus 3.0“ an, das vor wenigen Jahren einen vergleichbaren Ansatz verfolgte. Diesmal steht jedoch explizit das Porträt im Mittelpunkt. Die Interventionen der Künstlerinnen sind vielfältig: sie zerlegen, ordnen neu an, hinterfragen und zeigen auf, was oft selbstverständlich empfunden wird.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2020-09-25
Künstler: Roman Lang
Thema: In seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Gisela Clement zeigt Roman Lang neue, speziell für die Ausstellung WAND IM GETRIEBE geschaffene Arbeiten: Mit Acryl und Sprühlack gestaltet er dabei seine charakteristischen, großformatigen Shaped-Boards aus vieleckigen Multiplex-Platten und ergänzt ihre Präsentation um Collagen aus Flyer-Fragmenten. Roman Lang stellt in seiner Malerei dekonstruierte und wieder neu-konstruierte Bildelemente nebeneinander und lässt dabei auch diesen Prozess sichtbar werden: In stehengelassenen Vorzeichnungen, linearen Brüchen und Ungereimtheiten in der Bildneukomposition kann der Betrachter die Möglichkeiten nicht nur erahnen, sondern sie reizen ihn selbst Bildinhalt und -träger zu vervollständigen und sich dabei mit den gezielt gesetzten Störelementen auseinanderzusetzen. Die Arbeiten sind nicht hermetisch. Vielmehr lässt sich in ihnen Roman Langs Kritik an starren Systemen erleben. Roman Lang, geboren 1976 in Neumarkt/Oberpfalz, lebt und arbeitet in Bonn und Düsseldorf. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München als Meisterschüer von Prof. Ben Willikens und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen institutionellen Ausstellungen gezeigt u.a. im Kunstmuseum Celle, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, Kunstmuseum Gelsenkirchen, Kunstverein Mönchengladbach, der Generatorenhalle Viersen und dem Museum Kunstpalast, Düsseldorf und sie sind in zahlreichen Sammlungen vertreten. (Auswahl: Graphothek, Stuttgart; HVB Kunstsammlung, München; Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart; Sammlung Philara, Düsseldorf; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt.) // In his first solo exhibition at Galerie Gisela Clement, Roman Lang shows new works created especially for the exhibition WAND IM GETRIEBE: He designs his distinctive, large-sized Shaped-Boards from polygonal multiplex boards with acrylic and spray paint and complements their presentation with collages made out of flyer fragments. In his paintings, Roman Lang juxtaposes de-constructed and re-constructed constituent pictorial elements making his working process visible: Preliminary drawings are left apparent as are linear breaks and inconsistencies in the new composition leaving the viewer to guess at the possibilities and encouraging him to complete content and carrier of the picture. He is urged to deal with the specifically placed disturbing elements. Roman Lang’s works are not hermetic. They rather serve to performatively comprehend his criticism of rigid systems. Roman Lang, born in Neumarkt/Upper Palatinate in 1976, lives and works in Bonn and Düsseldorf. He studied at the Academy of Fine Arts Munich as a master-class student of professor Ben Willikens and was a scholarship holder of the German National Academic Foundation. His works have been displayed in many institutional exhibitions, including the Kunstmuseum Celle, the Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt, the Kunstmuseum Gelsenkirchen, the Kunstverein Mönchengladbach, the Generatorenhalle Viersen and the Museum Kunstpalast, Düsseldorf, and they are represented in numerous collections. (Selection: Graphothek, Stuttgart; HVB Art Collection, Munich; Robert Bosch Foundation, Stuttgart; Philara Collection, Düsseldorf; Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt.)
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2020-07-21
Künstler: Joachim Bandau
Thema: Die virtuos ausgeführten schwarzen Aquarelle von Joachim Bandau sind international bereits viel gezeigt worden. Vielfältige Schichtungen ergeben transparente Flächen, aus deren Verdichtung sich eine nicht zu fassende Raumtiefe entwickelt. Die Ausstellung widmet sich nun, den fast unbekannten gelben Arbeiten, die nicht nur aufgrund ihrer Komplexität bestechen, sondern insbesondere durch ihre Farbigkeit ein wichtiges Kapitel in Joachim Bandaus Werk darstellen. Im Rahmen der Ausstellung Joachim Bandau - "gelb", erscheint eine Publikation mit einem Text von Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant, Kunstmuseum Bonn).
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2020-05-07
Künstler: Noa Yekutieli
Thema: Wurzeln, Wandel und Identität sind Begriffe, die im Werk von Noa Yekutieli eine wichtige Rolle spielen. Es sind Begriffe, die zur Zeit gerade in Deutschland sehr unterschiedlich mit Bedeutung aufgeladen und missbraucht werden. Noa Yekutieli ist 1989 als Tochter einer Japanerin und eines Israeli in den USA geboren und in Israel aufgewachsen. Heute lebt und arbeitet sie in Kalifornien.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-09-07
Künstler: Birte Bosse
Thema: Seit mehr als 10 Jahren sucht Bosse in ihren Arbeiten die Auseinandersetzung mit der Linie und lotet deren vielseitige Möglichkeiten aus. Ihre filigranen Pigmenttusche-Zeichnungen umfassen einen expansiv wuchernden Bilder-Kosmos, in dem die Linie konkrete Figuren und Objekte aus der Gedankenwelt der Künstlerin umreißt, als Form für einen bestimmten Gegenstand selbst steht oder sich gestisch-assoziativ in der Abstraktion verliert. Seit einigen Jahren finden die Zeichnungen der Künstlerin ihren Weg vermehrt vom Papier in den Raum. Für ihre Ausstellung in der Galerie Gisela Clement hat Bosse ein Ensemble aus feingliedrigen Stahlskulpturen geschaffen, die wie in den Raum gezeichnet wirken. Bosses Anliegen ist es, Verbindungen zu schaffen. In ihren Arbeiten vereint sie Figuration und Abstraktion, bringt unterschiedliche, teils gegensätzlichen Bild-, Gedanken-, und Materialwelten zusammen.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-09-20
Künstler: Caroline McCarthy
Thema: In der ortspezifischen Installation aus alltäglichen Produkten wie Strohhalmen und Kabelklemmen schafft die Künstlerin eine alle Wände umspannende Linienzeichnung, die den Blick des Betrachters führt und ihn in einen Dialog mit Kunst und Architektur eintreten lässt. In ihren Installationen und Bildern setzt sich Caroline McCarthy mit historisch gewachsenen Wertvorstellungen von Kunst und Künstler auseinander und kommentiert gleichzeitig unser Konsumverhalten. Caroline McCarthy (*1971 in Dublin, lebt und arbeitet in London) studierte von 1989 – 1994 am National College of Art and Design, Dublin, und schloss 1998 Ihr Kunststudium mit dem Master of Fine Art am Goldsmiths College, London ab. Seit den 90er Jahren wurde die Künstlerin international in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im IMMA Dublin, MMCA Thessaloniki, Whitechapel Gallery, London und Green on Red Gallery, Dublin. Ihre Arbeiten sind u. a. in den Sammlungen des Irish Museum of Modern Art, des Arts Council of Ireland, der Zabludowicz Collection, der Europäischen Zentralbank oder der Colección Bergé, Madrid vertreten.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-09-20
Künstler: Werner Haypeter
Thema: In "EINAUSBLICK" beschäftigt sich Werner Haypeter mit Raum: mit Bildräumen, mit den Räumen, die seine Skulpturen und Objekte einnehmen und mit dem Ausstellungsaum, den sich seine Arbeiten mit dem Betrachter teilen. In einer auf die Architektur bezogenen Installation werden neue Arbeiten präsentiert. Im Frühjahr 2019 wurde Werner Haypeter für sein Gesamtwerk die August-Macke-Medaille 2020 verliehen, „In seinen bildhaften, wandbezogenen Werken bis hin zu seinen Bodenobjekten und auf bestimmte Räume agierenden Installationen erschließe Haypeter neue Erfahrungen des Sehens und des Raums“, so die Begründung der Jury. Werner Haypeter (* 1955 in Helmstedt, lebt und arbeitet in Bonn und Düsseldorf) gehört seit ihrer Gründung zu den Künstlern der Galerie. Nach Beendigung seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Erwin Heerich im Jahr 1985 ist er durch zahlreiche internationale Einzel- und Gruppenausstellungen (z.B. Kunsthalle Winterthur; Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen) bekannt geworden. Arbeiten des Künstlers befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen z.B. MOMA, New York, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Museum Folkwang, Essen, Kunstmuseum Bonn.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-05-30
Künstler: Michelle Grabner
Thema: Die Galerie Gisela Clement freut sich, die erste Einzelausstellung der amerikanischen Künstlerin Michelle Grabner in Deutschland zu präsentieren. Textile Muster durchziehen das Werk der Künstlerin. In ihren Wollbildern, Malereien, Zeichnungen und Installationen untersucht die Künstlerin auf fast semiotische Art und Weise das Phänomen domestizierter Ornamente. Ihre „Musterbilder“ liefern das Bild einer Gesellschaft der Kopien, der industriellen Reproduktion. So kehren die neben anderen seriellen Arbeiten in der Ausstellung gezeigten „Deckel-Bilder“ den Aneignungsprozess der Lebensmittelindustrie um, die Vichy-Caro Muster auf Deckel von Marmeladengläsern druckt, um den Eindruck von „handgemacht“ zu erzeugen. Michelle Grabner ihrerseits gießt diese Deckelformen in Bronze und bemalt sie per Hand mit dem uns vertrauten, gediegenen Muster. Grabner geht es dabei auch um die Signifikanten des Weiblichen, wobei sie auf künstlerische Praktiken wie das Weben, Nähen und Spinnen referiert, die in der zeitgenössischen Kunst als feministische Praxis neue Wertschätzung erfahren: Gewebe herzustellen, Muster zu formen und Fäden zu verbinden, wird mit feministischen Qualitäten wie etwa Ermächtigung durch Organisation und Kollektivismus assoziiert. Grabners Werk bildet ein Netz von Ähnlichkeitsserien, das nach allen Seiten hin geöffnet ist und immer neue, nicht hierarchische Bezüge möglich macht. Michelle Grabner (*1962 in Oshkosh, Wisconsin, USA, lebt und arbeitet in Wisconsin, USA) hat in den 1980er Jahren Malerei, Zeichnung und Kunstgeschichte an der University of Wisconsin-Milwaukee und Kunstpraxis und Kunsttheorie an der Northwestern University in Chicago, Illinois studiert. Seit 1997 ist sie Crown Family Professorin für Malerei und Zeichnung an der Schule des Art Institute of Chicago, weitere Gastprofessuren u.a. in Yale ergänzen ihre akademischen Aktivitäten. Als Kunstkritikerin schreibt sie regelmäßig u.a. für das Artforum und x-tra. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Künstler Brad Killam kuratiert sie die Projekträume „The Suburban“ und „The Poor Farm“. 2014 war sie Co-Kuratorin der Whitney Biennale im Whitney Museum of American Art. Grabner war der erste künstlerische Leiterin von FRONT International, einer alle drei Jahre stattfindenden Ausstellung in Cleveland, OH und Umgebung, die von Juli bis September 2018 stattfand.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-05-30
Künstler: Janine van Oene, Riette Wanders, Stephen Westfall
Thema: Die Galerie Gisela Clement freut sich, mit der Gruppenausstellung TRIPLE, Arbeiten der Künstler*innen Janine van Oene, Riette Wanders und Stephen Westfall zu präsentieren. Riette Wanders (*1966 in Rhenen, NL) Arbeiten auf Papier markieren eine fortlaufende Suche nach schwer fassbaren und widersprüchlichen Bildern. Ihre Kohlezeichnungen wirken wie eine Notenschrift - ähnlich der écriture automatique - die mit rohen, energischen und zugleich feinen Linien strukturiert sind. Die geometrischen Arbeiten von Stephen Westfall (*1953 in Schenectady, New York) bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und Architektur und verhandeln auf innovative Art und Weise Einflüsse der amerikanischen abstrakten Malerei seit den 1960er Jahren. Gleichzeitig können die in der Ausstellung gezeigten Wandteppiche als eine Neubewertung textiler Arbeitstechniken für den Themenbereich und die Ausdrucksmöglichkeiten der Malerei gesehen werden. Ganz anders geartet sind die Gemälde von Janine van Oene (*1988, NL). Die Künstlerin konstruiert ihre Bilder so, dass die Formen genauso lose an Figuration andocken, wie sie schwebend als Grundformen belassen werden. Der Widerspruch funktioniert, weil sie die Statik eines Bildes mit sicherem Auge ausbalanciert. Somit befragt die Künstlerin das Verhältnis von Abstraktion und Gegenstand immer wieder neu. Was alle drei Künstler*innen miteinander verbindet ist die stetige Suche nach einem System aus Formen und Farben, die fortlaufend zu einer neuen Bildwelt zusammengesetzt werden. Dadurch werden die individuellen Bilderuniversen zu Zeichensystemen, die den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang ihrer Rezeption(en) hinterfragen und neu bewerten. Jan van der Ploeg (*1959, Amsterdam, NL), Kurator der Ausstellung, war 2018 als Künstler in der Galerie zu Gast (Ausstellung OVLOV mit Martin Pfeifle). Parallel präsentierte die gkg in Bonn eine eigens für ihre Räume entworfene große Wandmalerei Ploegs.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-03-14
Künstler: Keti Kapanadze
Thema: Die Galerie Gisela Clement freut sich, am 31. Januar 2019 im Projektraum die Ausstellung „Harmonic Enterprise“ der Konzeptkünstlerin Keti Kapanadze zu eröffnen. Keti Kapanadze (geb. 1962 in Tiflis, Georgien, lebt und arbeitet in Bonn) besuchte zunächst das Art College in Tiflis, um anschließend von 1984 bis 1990 Grafik und Malerei an der Staatlichen Akademie der Künste Tiflis zu studieren. Ihr facettenreiches Werk reicht von konzeptuellen Zeichnungen und Skulpturen über Fotografie und Video bis hin zu großformatigen Installationen. Dabei setzt sie sich immer wieder mit der eigenen Identität und der Rolle als Frau und Künstlerin auseinander. Kapanadze gilt als die erste georgische Konzeptkünstlerin. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt (Auswahl: Kunstmuseum Bochum (solo), Cobra Museum, Amsterdam, NL, Hamburger Bahnhof, Berlin, Moderna Museet, Stockholm, SWE, zuletzt im Georgischen Nationalmuseum (solo) und im Seidenmuseum, Tiflis) und sind in vielen öffentlichen Sammlungen präsent, so u.a. im MMOMA, Moskau.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2019-01-19
Künstler: Alexander Ernst Voigt
Thema: Die Galerie Gisela Clement freut sich neue, noch nie gezeigte Arbeiten des Malers Alexander Ernst Voigt im Projektraum zu präsentieren. Alexander Ernst Voigt (geb. 1981 in Berlin) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, bei Prof. Jörg Immendorf, Prof. Herbert Brandl und Prof. Eberhard Havekost (Meisterschüler). Seine Werke wurden institutionell ausgestellt (Auswahl: Kunstverein Krefeld, Kunsthalle Osnabrück) und sind in zahlreichen Sammlungen vertreten. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-12-20
Künstler: Kirstin Arndt
Thema: Dachlatten, Europapaletten, Lkw-Planen, Metallplatten, Seile – die Materialien, mit denen Kirstin Arndt seit den 1990er Jahren arbeitet, sind einfach, industriell gefertigt und jedem Betrachter vertraut. In ihren minimalistischen und zugleich raumgreifenden Werken, die sie aus diesen alltäglichen Werkstoffen konzipiert, befasst sie sich mit dem Verhältnis zwischen Linie, Fläche und Raum. Dabei interessieren sie der Übergang vom Zweidimensionalen zum Dreidimensionalen sowie der Wechsel zwischen Formfindung und Formauflösung. In ihrer ersten Einzelausstellung in der Galerie Gisela Clement bezieht sich Kirstin Arndt auf die Architektur und innere Raumstruktur der Galerie. Das Quadrat, das die Form der beiden Ausstellungsräume prägt, ist der konzeptionelle Ausgangspunkt. Anhand quadratischer Module, hergestellt aus unterschiedlichen Materialien, untersucht die Künstlerin das Verhältnis zwischen Material und Formbarkeit. Der Prozess der Formfindung wird dabei wesentlich durch den gelenkten Zufall, die Schwerkraft und die Eigengesetzlichkeit des Materials bestimmt. Einige der so entstehenden Werke weisen temporäre und veränderbare Formen auf, während andere wiederum hinsichtlich der Form stabil und dauerhaft sind. Es geht Kirstin Arndt dabei nicht um die Ästhetik der Form, sondern um Zustände, Prozessualität und fortdauernde Formungsprozesse. Kirstin Arndt (*1961 in Otterndorf, Niedersachsen, lebt und arbeitet in Düsseldorf) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Malerei und Bildhauerei. Zahlreiche Auslandsstipendien führten sie beispielsweise an das Irish Museum of Modern Art, Dublin, die Cité des Arts, Paris, das art3, Valence, das CEAAC Strasbourg oder das CCA Andratx. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen u.a. am MOMU Antwerpen, Musée des Beaux-Arts, Mulhouse, in der Daimler Art Collection, Berlin, Stuttgart und Brescia, am Musée de Valence, Museum Vasarely, Budapest, Museum Ritter, Waldenbuch, Museum für Gegenstandsfreie Kunst, Otterndorf, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt, im Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg, Kunstverein Bochum, PS projectspace, Amsterdam, Kunstverein Karlsruhe, Württembergischen Kunstverein, Stuttgart und in der Kunsthalle Bremerhaven gezeigt.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-10-27
Künstler: Lilah Fowler
Thema: Ist Kunst ein Medium der Wahrheit? Die Galerie Gisela Clement zeigt vier junge KünstlerInnen, die in den 1980er Jahren geboren wurden und in deren Werk diese Frage eine zentrale Rolle spielt. Lilah Fowler – nth – nature Wie schon in ihrer Solo-Show im Assembly Point London im Frühjahr dieses Jahres zeigt Lilah Fowler gewebte Bilder, die digitale, fluide Codes in geknüpfte Muster übersetzen. Lilah Fowler ist 1981 in London geboren, ihre Werke wurden bereits in zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. in China, Großbritannien, Deutschland und Ungarn. Sie lebt, lehrt und arbeitet in London, UK. Alex Grein – artichoke Alex Greins kulissenhafte Installation reagiert auf die Architektur des Galerieraums und spielt im doppelten Sinne mit der Abbildung von Wirklichkeit. In ihren Fotos hinterfragt sie unsere Wahrnehmungs- und Denkkonventionen. Alex Grein ist 1983 in Köln geboren und hat als Meisterschülerin bei Andreas Gursky an der Kunstakademie Düsseldorf studiert. Ihre Arbeiten wurden bereits im Kunstverein Duisburg, im KIT- Kunst im Tunnel und in der Sammlung Philara in Düsseldorf gezeigt. 2016 erhielt sie das MKK Stipendium für Fotografie, sowie 2018 eine Förderung der Kunststiftung NRW im Bereich „Junge Szene“. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf und Köln. Im Projektraum zeigen wir DATA, eine Ausstellung von Julius Brauckmann und Dennis Siering. Die Werke von Julius Brauckmann thematisieren das Betriebssystem Kunst, eine Arbeit wie Namedropping (2014), in der ein Papagei die laut ArtFacts 50 teuersten Künstler aufzählt, ist ein Beispiel für seine oft auch humorvolle Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Kunstproduktion. Die Skulpturen und Bilder von Dennis Siering erscheinen auf den ersten Blick als Ergebnis einer wissenschaftlichen Untersuchung. Auf den zweiten Blick reflektieren sie die rasante und irreversible Veränderung der Welt durch den Menschen. Julius Brauckmann ist 1986 in Krefeld geboren, studierte sowohl an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg als auch an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Zuletzt erhielt er im Rahmen seiner Solo-Ausstellung „Deadline“ den Preis für junge Kunst des Kunstvereins Siegen. Seine Video-Arbeit „Titles“ wird derzeit im HMKV Dortmund gezeigt. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf. Dennis Siering ist 1983 in Solingen geboren, studierte an der HfG Offenbach am Main Freie Kunst sowie an der Kunstakademie Düsseldorf u.a. bei Prof. Hubert Kiecol. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutsche Volkes und lebt und arbeitet in Frankfurt und Offenbach am Main.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-08-30
Künstler: Schirin Kretschmann
Thema: In der Einzelausstellung "Toter Winkel" verwandelt Schirin Kretschmann die Wahrnehmung der leeren Ausstellungsräume in eine physische Erfahrung. Die konzeptuellen und materiellen Transformationen, die sie in ihren Interventionen realisiert, unterwerfen die Beziehung von Betrachter, Werk und Umgebung einer permanenten Wandlung. Im Obergeschoss der Galerie realisiert die Künstlerin eine streng geometrische Bodenarbeit aus fein gesiebtem Pigmentstaub. Möglicherweise ist nicht jeder Bereich gleich gut einsehbar; nach und nach sammeln sich Staub, Pollen und Insekten auf den verletzlichen Flächen - lauter Dinge, die sich unbeachtet Tag und Nacht durch die Luft bewegen und die von dem Pigment wie von einem Detektor eingefangen werden zu einer stillen Manifestation der vergehenden Zeit. Schirin Kretschmann (*1980 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin) arbeitet im Spannungsfeld von installativer Malerei und ihren Grenzbereichen zu prozessualen Werkformen. Sie studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, an der ENPEG La Esmeralda in Mexiko City und an der Universität Freiburg. Aktuell arbeitet sie an einem künstlerisch-wissenschaftlichen PhD-Projekt an der Bauhaus Universität Weimar. Ihre jüngsten Ausstellungen hatte sie in der Kunsthalle Baden-Baden, im Kunstmuseum Stuttgart, im Bregenzer Kunstverein, im CAC Centro de Arte Contemporáneo Quito, im CAPC Coimbra, im Kunstverein Salzburg und im Rahmen von "PRODUKTION. Made in Germany drei" im Kunstverein Hannover.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-07-05
Künstler: Peter Tollens
Thema: Die Galerie Gisela Clement freut sich, mit der Ausstellung „Venne“ Aquarelle und erstmals auch Fotografien von Peter Tollens zu zeigen. In seinen Gemälden und Aquarellen beschäftigt sich der Künstler intensiv mit dem Wesen der Farbe, indem er den Zusammenhang von Farbwirkung und Farbmaterie thematisiert (Color und Paint). In den letzten Jahren sucht Peter Tollens verstärkt auch den Diskurs mit jüngeren Positionen, die sich ebenfalls mit Fragen zur Malerei, insbesondere auch mit neuen, ungewöhnlichen Farbmaterialien auseinandersetzen, so z.B. 2017 in Galerie Gisela Clement: „Im Labor der Malerei“ mit Jin In Park und David Semper oder 2016 in der Galerie G, Freiburg mit Andreas von O. In der Fotografie geht es ihm „nicht um das »schöne« Foto und seine perfekte Komposition, nicht um Übersicht, Dokumentation, Spontaneität, Farbigkeit und Schärfe. Vielmehr gibt ihm die technische Einfachheit der digitalen Fotografie ein Werkzeug an die Hand, mittels dessen er ein Reservoir von Entdeckungen anlegen konnte, in denen er über das gesehene Detail die Welt als Ganzes erschließt.“ (Stefan Kraus) Nach einer Farblithographenlehre studierte Peter Tollens (*1954 in Kleve, lebt und arbeitet in Köln) Malerei an der Fachhochschule Köln, Kunst und Design bei Prof. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen nationalen wie internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u. a. im Kolumba, Kunstmuseum des Erzbistums Köln; im Mies van der Rohe Haus, Berlin; in der Staatsgalerie Stuttgart, im Albright Knox Museum, Buffalo, USA und im Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg. Werke des Künstlers befinden sich u.a. in folgenden Museen und Privatsammlungen: Kolumba, Köln, Albright Knox Museum, Buffalo, USA, Kunstmuseum Bonn, Karl-Ernst Osthaus Museum, Hagen, Sammlung Mondstudio, Bad Homburg, Staatsgalerie Stuttgart, Vass Collection, Budapest, Ungarn, Scottsdale Museum of Contemporary Art, Scottsdale, Arizona, USA.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-06-07
Künstler: Slawomir Elsner, Uwe Wittwer
Thema: Diese Doppelausstellung handelt von der Nacht, auch wenn der Titel zunächst etwas anderes evoziert. Schließlich meint das Äquinoktium, die Tagnachtgleiche, ja gerade jene Tage im Jahr, in denen ein zeitliches Gleichgewicht zwischen Tag und Nacht herrscht. Beziehen wir aber dieses Gleichgewicht auch auf den Umstand, dass beide Künstler zu gleichen Teilen, sich mit identischen Formaten aufeinander beziehend, zwei Räume der Galerie bespielen, wird der experimentelle und innovative Ansatz dieses Künstlerprojekts deutlich. [...] Das stringente Konzept der Ausstellung ermöglicht es den Künstlern, ihre Auseinandersetzung mit dem Thema präzise herauszuarbeiten. Im Gegenzug lädt es den Betrachter ein, vergleichend die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen und mit seiner Vorstellung von der Nacht abzugleichen. Auszug aus dem Text zur Ausstellung von Dr. Frank Schmidt, Direktor Museen Böttcherstraße, Bremen
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2018-03-06
Künstler: Martin Pfeifle, Jan van der Ploeg
Thema: OVLOV Martin Pfeifle Jan van der Ploeg Eröffnung 18.Januar 2018, 19 Uhr Finissage 4. März 2018 Zwei Ausstellungen, zwei Orte, zwei Gespräche: Martin Pfeifle Jan van der Ploeg 11.00 Uhr: gkg, Hochstadenring 22, 53119 Bonn 12.30 Uhr: Galerie Gisela Clement, Lotharstraße 104, 53115 Bonn Ausstellung 19. Januar – 6. März 2018 Die Ausstellung setzt sich intensiv mit der Architektur des Gebäudes auseinander. Martin Pfeifle wird eine Skulptur realisieren, die sich über das gesamte Obergeschoss ausdehnt, während Jan van der Ploeg mit zwei Wandgemälden auf die Architektur reagiert. Am 28. Januar 2018 wird in der gkg/Gesellschaft für Kunst und Gestaltung in Bonn eine Einzelausstellung von Jan van der Ploeg mit einer Intervention von Martin Pfeifle eröffnet.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-12-19
Künstler: Patrycja German, Holger Endres, Anna K.E., Florian Meisenberg, Magdalena Kita, Melissa E. Logan, A.L. Steiner, Ulrike Rosenbach
Thema: Finissage Feminismus 3.0 Nackte Brüste, runde Hintern, freche Mäuler? Collaboration _ Patrycja German / Holger Endres Anna K.E. & Florian Meisenberg Magdalena Kita Melissa E. Logan / A.L. Steiner Special Guest: Ulrike Rosenbach Finissage Dienstag, 19. Dezember 2017, 19:00 Uhr Zur Finissage spricht die Kuratorin Noemi Smolik mit den Künstlerinnen Ulrike Rosenbach und Patrycja German und mit Markus Noethen, Vorstandsmitglied im Bonner Kunstverein. Die Ausstellung läuft noch bis einschließlich 21. Dezember 2017.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-12-21
Künstler: Patrycja German, Holger Endres, Anna K.E., Florian Meisenberg, Magdalena Kita, Melissa E. Logan, A.L. Steiner, Ulrike Rosenbach
Thema: Gezeigt werden fünf Positionen / acht Künstler*innen, die für drei Generationen feministisch motivierter Kunst stehen. Neben der Pionierin der Videokunst Ulrike Rosenbach und Magdalena Kita zeigt die Ausstellung drei Kollaborationen zum Thema Feminismus, sowohl in weiblich/weiblich - Melissa E. Logan / A.L. Steiner als auch in weiblich/männlicher Besetzung - Anna K.E. / Florian Meisenberg und Patrycja German / Holger Endres. Feminismus 3.0 reflektiert, wie durch den ironischen Untertitel angekündigt, über den Begriff der feministischen Kunst selbst und schafft einen Dialog zwischen klassischen Positionen und jüngeren Künstler*innen, die eigene Wege gefunden haben, feministische Aussagen zu transportieren.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-10-25
Künstler: Timo Kube
Thema: Eröffnung Dienstag, 26. September 2017, 19 Uhr Zur Einführung findet ein Gespräch zwischen Dr. Wilfried Dörstel und Timo Kube statt. NEUE KONSTELLATION ist Timo Kubes erste Einzelpräsentation in der Bonner Galerie Gisela Clement. Seine sorgfältig gesetzten räumlichen Kompositionen aus Wand- und Bodenobjekten, sowie unbehandelten Materialien und ortsspezifischen architektonischen Eingriffen, führen beim Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung. Das Verhältnis von Wahrnehmung und Realität ist für Kube ein zentrales Thema in seiner künstlerischen Auseinandersetzung.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-10-25
Künstler: Max Frisinger, Felix Oehmann
Thema: carte blanche Max Frisinger, Felix Oehmann Eröffnung 6. September 2017, 19 Uhr Die Galerie Gisela Clement freut sich, neue Arbeiten von Max Frisinger und Felix Oehmann zu präsentieren. Die Bildhauer Max Frisinger, geboren 1980 in Bremen, Felix Oehmann, geboren 1985 in Heidelberg, leben und arbeiten in Berlin. Aus der morbiden Masse von Sperrmüll, Schrott oder gebrauchtem Baustellenmaterial formt Max Frisinger fragile visuelle Spektakel – Triumphe der ästhetischen Anschauung über die Vergänglichkeit, errungen aus dem Geist ewigen Recyclings. Das Spiel mit Größendimensionen und Vereinfachungen ist bei Felix Oehmann auch das Spiel mit Bedeutungen. Er selbst bezeichnet seine oft aus überdimensional vergrößerten Alltagsdingen bestehenden Skulpturen als sein Mittel zum Denken.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-07-13
Künstler: Joachim Bandau
Thema: Ausstellung 24. Mai – 13. Juli 2017 Mittwoch – Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag 13 – 17 Uhr und nach Vereinbarung Die Ausstellung zeigt Arbeiten des Künstlers aus vier Jahrzehnten, Beispiele der radikalen Auseinandersetzung von Joachim Bandau mit Skulptur und Malerei. Acht schwere Lorenwagen, mit gegossenen Bleiplatten belegt, füllen den linken oberen Ausstellungsraum. In ihrer Anordnung scheinen sie wie von Geisterhand gezogen der Tür entgegenzustreben. Die Loren bilden Paare, die zu Joachim Bandaus Werkgruppe der fahrbaren Skulpturen gehören und seit ihrer Entstehung 1992 erst einmal öffentlich gezeigt wurden. Der Schwere entgegensetzt werden im zweiten Ausstellungsraum federleicht erscheinende Lackarbeiten und Schwarzaquarelle. Erstmalig zeigt Joachim Bandau auch Landschaftsaquarelle.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-07-13
Künstler: Beat Zoderer
Thema: Ausstellung 24. Mai – 13. Juli 2017 Mittwoch – Freitag 14 – 18 Uhr, Samstag 13 – 17 Uhr und nach Vereinbarung Immer wieder beschäftigt sich Beat Zoderer mit Kugel und Kreis; Formen, die der Künstler selbst als die „langweiligsten und perfektesten“ bezeichnet. Präsentiert werden Skulpturen, Reliefs, Folien- und Papierarbeiten aus den Jahren 1993 bis 2017. Dabei stehen die runden Formen in einem spannungsvollen Verhältnis zum strikten quadratischen Grundriss des Ausstellungsraums. *Zitat eines Besuchers
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-04-29
Künstler: Solopräsentation: Flags, Melissa E. Logan
Thema: ART COLOGNE 2017 Solopräsentation: Flags, Melissa E. Logan 25. – 29. April 2017 Koelnmesse, Halle 11.3, B – 013 Melissa E. Logan arbeitet in ihrem Werk mit diversen künstlerischen Medien. Wie schon mit Chicks on Speed entstehen ihre Projekte im Kollektiv und Austausch mit internationalen KünstlerInnen. Sich der Katastrophen der Welt bewusst seiend und über die brennenden politischen Frage unserer Zeit nachdenkend, schafft sie spektakuläre musikalische und performative Inszenierungen sowie installative und malerische Arbeiten von hoher sinnlicher Intensität. Ihre Solopräsentation im Sektor Neumarkt konzentriert sich auf das malerische Werk. In ihrem Projekt Flags wählt sie die Flagge als formales, aber auch inhaltlich aufgeladenes Ausdrucksmittel. Im Mittelpunkt steht das Travel Banner, eine 2,1 x 3,5 m große Flagge, die in ihrer Komposition die amerikanische Flagge rezipiert. Sie wurde von Melissa E. Logan im März 2017 in Kooperation mit KünstlerInnen aus Libyen, Iran, Jemen, Somalia, Sudan, Syrien, die von Donald Trumps jüngstem geplanten Einreiseverbot betroffen sind, gemalt. Travel Banner wird erstmals auf der Art Cologne 2017 gezeigt.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-05-04
Künstler: Ji In Park, David Semper, Peter Tollens
Thema: Im Labor der Malerei Ji In Park, David Semper, Peter Tollens Kuratiert von Anne-Marie Bonnet Vernissage: 16. März 2017, 19.00 Uhr Ausstellung 17. März – 4. Mai 2017 Gespräch 22. März, 19.00 Uhr und 29. April, 11 Uhr Wann ist ein Bild beendet, fertig? Wo und wie will es gesehen, wie lange betrachtet werden? Warum malt man immer noch, wenn man doch „photoshoppen“ kann? Ist nicht schon alles gemalt worden? Im Labor der Malerei ist keine Gruppenausstellung sondern die Begegnung dreier eigenwilliger Malkulturen. Drei Positionen, drei verschiedene Ansätze stehen jeweils für eine spezifische gegenwärtige Daseinsweise des Malens/der Malerei. In der Präsentation in der Galerie bieten Ji In Park, David Semper und Peter Tollens Einblicke in die Prozesse ihres Schaffens und laden die BesucherInnen zu einem intensiven Dialog des Sehens und Wahr-nehmens ein. Anläßlich der Ausstellung finden am 22. März und 29. April Gespräche der Künstler mit der Kuratorin Anne-Marie Bonnet und dem Publikum statt.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-02-16
Künstler: Stefan Vogel
Thema: Stefan Vogel Brutstätten und andere Schwärmereien Kuratiert von Johanna Adam Ausstellung 20. Januar – 2. März 2017 Midissage mit Performance Donnerstag, 16. Februar 2017, 19.00 Uhr Zur Midissage erscheint eine Publikation bei aga press
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2017-03-02
Künstler: Stefan Vogel
Thema: Stefan Vogel Brutstätten und andere Schwärmereien kuratiert von Johanna Adam Ausstellung: 20. Januar – 2. März 2017 Vernissage: Donnerstag, 19. Januar 2017, 19.00 Uhr Stefan Vogel, geboren 1981 in Fürth, arbeitet in seiner Kunst mit den unterschiedlichsten Medien, Techniken und Formaten. In seinen Zeichnungen, Gemälden, Collagen und Installationen treffen sich Minimalismus und Ausdruck, Abstraktion und konkrete Poesie ebenso wie Readymade und konzeptuelle Strategien. In der Ausstellung Brutstätten und andere Schwärmereien untersucht Stefan Vogel den Mythos des Ateliers als Keimzelle künstlerischer Praxis. Denk- und Arbeitsprozesse, aber auch natürlicher Wachstum und Wildwuchs werden als mögliche Formen und sich ergänzende Modi des Schaffens thematisiert und spiegeln sich zugleich konkret in seinem Werk. Stefan Vogel hat von 2004 bis 2012 an der HfBK in Hamburg studiert und bei Anselm Reyle sein Diplom abgeschlossen. Im Jahr 2016 ist er Stipendiat der Villa Romana in Florenz.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-12-22
Künstler: Kirstin Arndt, Joachim Bandau, Erwin Bechtold, Allan McCollum, Andreas Exner, Andreas von Ow, Susanne Paesler, Janet Passehl, Martin Pfeifle, Charlotte Posenenske, Franziska Reinbothe, Michael Reiter, Gerwald Rockenschaub, Peter Roehr, Rob Scholte, David Semper, Sara Sizer, Herbert Warmuth, Anita Stöhr Weber, Martina Wolf
Thema: Kuratiert von Dr. Burkhard Brunn Vernissage Donnerstag, 3. November 2016, 19.00 Uhr Ausstellung 4. November – 22. Dezember 2016 Das Reduzieren ist ein fundamentaler Akt in Ökonomie, Technik und Kommunikation. Doch in der Kunst ist das Minimieren eine Besonderheit. In der fünften Ausstellung zum Thema „Reduktion“ thematisiert Burkhard Brunn in der Bonner Galerie Gisela Clement unterschiedliche Arten des Minimierens: die Reduktion der Größe, des Gewichts, des Materials, der Form, des Inhalts, der Farbe und der künstlerischen Methode. Die Ausstellung ist zweiteilig: den zweiten Teil leitet Michael Reiter (Frankfurt/M.) am 24. November mit der Performance „Swinging Geometry“ ein. Text: Dr. Burkhard Brunn
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-10-27
Künstler: Maik + Dirk Löbbert
Thema: ?? home Maik + Dirk Löbbert Vernissage: Donnerstag 8. September 2016, 19.00 Uhr Ausstellung: 9. September – 27. Oktober 2016 Maik und Dirk Löbbert reagieren mit ortsspezifischen Arbeiten auf die architektonischen und inhaltlichen Besonderheiten des neuen Galeriehauses. Neue Objekte, Versuchsanordnungen, Wandmalarbeiten, gemalte Plakate und Fotoarbeiten bilden durch ihre Setzung, beim Begehen der Galerieräume einen ´visuellen Klang´, bei dem sich alle Einzelteile auch aufeinander beziehen. Das Leitthema der Ausstellung „?? home“ ist die Frage nach der generellen Bedeutung des Begriffs ´Zuhause´. Was bedeutet Zuhause? Wo bin ich zu Hause? Zur Ausstellung erscheint eine Edition mit Cocktail-Sitzkissen in einer Auflage von 30 Exemplaren. Öffnungszeiten Mittwoch – Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, Samstag 13.00 – 17.00 Uhr
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-09-01
Künstler: John Divola, Sebastian Fritzsch, Antje Guenther, Annika Kleist, James Nizam, Ian de Ruiter
Thema: How Things Shouldn’t Be Done John Divola, Sebastian Fritzsch, Antje Guenther, Annika Kleist, James Nizam, Ian de Ruiter kuratiert von Alexander Basile Vernissage: 23.06.2016, 19.00 Uhr Ausstellung: 24.06. – 01.09.2016 „How Things Shouldn’t Be Done“ behandelt Fragen des Wandels und zeigt KünstlerInnen, die ihren vorgefertigten Weg bewusst verlassen haben um in den Irrwegen des künstlerischen Schaffens neue Formen und Bildsprachen zu entdecken! Die Arbeiten der Ausstellung reflektieren einen künstlerischen Prozess, der sich gezielt gegen den visuellen Mainstream oder die Strömungen seiner Zeit richtet(e). Wo, wenn nicht in der Kunst, darf das Scheitern, das Wandern im Nebel des Ungewissen, der Bruch mit den Disziplinen, als einladende Aufforderung verstanden werden? Es sind genau solche KünstlerInnen, die in Zeiten der gleichgeschalteten CV’s und Ausstellungs-Looks die Mechanismen des Zeigens und Rezipierens von Kunst herausfordern. Aber eben nicht aus strategischen Gründen, sondern weil es vielleicht für jene KünstlerInnen die einzige Möglichkeit darstellt, mit sich und ihrer Arbeit weitermachen zu können. Text: Alexander Basile Öffnungszeiten Mittwoch – Freitag 14.00 18.00 h, Donnerstag 14.00 – 22.00 h, Samstag 13.00 – 17.00 h und nach Vereinbarung auch in der Sommerpause vom 17.07. – 21.08.2016 http://clementschneider.de/ausstellung/how-things-shouldnt-be-done/
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-09-01
Künstler: Slawomir Elsner
Thema: Zwei Dinge erfüllen das Gemüt Slawomir Elsner kuratiert von Bernd Müller Vernissage: Sonntag, 12. Juni 2016, 12.00 Uhr Ausstellung: 12. Juni – 1. September 2016 In diesem Sommer dürfen wir den Berliner Künstler Slawomir Elsner (* 1976 in Wodzislaw Slaski, Polen) als Gast in unserer Galerie begrüßen. Im Ausstellungstitel zitiert Elsner keinen Geringeren als Immanuel Kant und dessen Beschluss zur Kritik der praktischen Vernunft von 1788: »Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.« Dass dieser Bezug keineswegs so vermessen ist, wie es im ersten Moment scheinen mag, beweisen die Bilder, die Elsner nach Bonn mitbringt: In den heutzutage als weitgehend unspektakulär geltenden Techniken des Aquarells und der Buntstiftzeichnung ist er zu absolut spektakulären Ergebnissen gekommen. So zeigen die beiden Buntstiftzeichnungen, die sich auf ein Rembrandt-Gemälde aus dem Wallraf-Richartz-Museum beziehen, wie jung, frisch, dynamisch und zeitgenössisch ein Alter Meister sein kann, wenn er Elsners „Anti-Aging-Programm“ durchlaufen hat: In schier unendlich vielen akkurat gesetzten Strichen schafft Elsner ein (aus der Nähe betrachtet) verwirrendes Farbgespinst, das einen glauben lässt, das Original durch eine extrem zerkratzte Plexiglasscheibe zu betrachten. Bilder aus dieser Serie haben zuletzt auf der Art Cologne für Aufsehen gesorgt und waren zuvor unter anderem bereits in Ausstellungen in Dresden, Stuttgart und Zürich zu sehen. Mindestens ebenso verblüfft und fasziniert steht man vor Elsners grünen, blauen und goldenen Aquarellen, die im Format von DIN A4 bis hin zu außergewöhnlichen 168 x 110 cm reichen. Doch damit nicht genug, er malt diese monochromen Bilder (entgegen jeder Tradition) in so vielen Schichten – bislang bis zu 109 (!), dass sie zum polychromen Ereignis und zu einer Hymne auf die Farbe (und die Technik) werden – und zwar ganz gleich, ob die Motive abstrakt oder figürlich sind. Das jüngste Blatt, ein tiefdunkler mit Sternen übersäter Nachthimmel, sei hier stellvertretend für alle anderen erwähnt, da es - wie vielleicht kein anderes Bild der Ausstellung - den Bogen zu Kant schlägt, indem es den Betrachter daran erinnert, dass dieser den Menschen zwischen die zwei größtmöglichen Extreme seiner Existenz stellt: »der gestirnte Himmel« als ein Äußerstes seiner Sinneswelt und die Vernunft, »das moralische Gesetz«, als des Menschen innerster Wesenskern. Im Spannungsfeld dieser zwei Kraftpole eines unbegrenzten Außen und eines tiefsten Inneren soll der Mensch seine Bestimmung finden. Sławomir Elsner wird im Jahr 1976 in Wodzisław Śląski, Polen geboren. Er studiert von 1995 bis 2002 Freie Kunst an der Kunsthochschule Kassel, zuletzt als Meisterschüler von Norbert Radermacher. 1999 erhält Elsner eine Studienförderung durch das Cusanuswerk. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen, u.a. in der Sammlung der Deutschen Börse Frankfurt a.M., den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Kupferstichkabinett), dem Bechtler Museum of Modern Art (North Carolina, US), des me Collectors Room Berlin und dem Märkisches Museum in Witten. Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-06-02
Künstler: Zhenia Couso Martell
Thema: Mambí Zhenia Couso Martell Performance Donnerstag, 02. Juni 2016 19.00 Uhr: Ess-Performance Cajita 20.00 Uhr: Piñata Elpilio Valdés
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2016-03-03
Künstler: Kirstin Arndt, Frank Badur, Detlef Beer, Alison Hall u.a.
Thema: Wir lieben die Zeichnung … von abstrakt bis gegenständlich, von Klein- bis hin zu Großformaten, von der schnellen Skizze bis zum minutiös ausgearbeiten Blatt, von der prozessualen bis zur streng konzeptuellen Arbeit. Die fünfte Ausstellung der Reihe „Papier / Paper“ folgt ganz unserer Leidenschaft für die Zeichnung und keiner Programmatik. Im Fokus steht die Arbeit mit den klassischen Mitteln - Stift und Papier. Vernissage Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19.00 Uhr Öffnungszeiten 4. Dezember 2015 - 3. März 2016 Dienstag - Freitag 14.00 - 18.00 Uhr Donnerstag 14.00 - 22.00 Uhr Samstag 11.00 - 15.00 Uhr In der Winterpause vom 18. Dezember 2015 - 9. Januar 2016 und Karneval vom 4. Februar - 9. Februar 2016 gerne nach Vereinbarung
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2015-11-21
Künstler: Antonio Scaccabarozzi, Schirin Kretschmann, Werner Haypeter
Thema: Mit der Eröffnung der Ausstellung „INTRO“ am 31. Mai 2015 hat die Galerie Clement & Schneider die Arbeit in ihren neuen Räumen in direkter Nachbarschaft zur Villa Faupel aufgenommen. Das GALERIEHAUS wird nach der Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme am 27. September diesen Jahres mit mehreren Ausstellungen eingeweiht. Mit einer großen Einzelausstellung geben wir erstmalig in der Galerie einen Überblick über das Werk des italienischen Künstlers Antonio Scaccabarozzis (1937 - 2008). Im direkten Diskurs dazu stehen eigens für die Ausstellung realisierten Arbeiten der Galeriekünstler Schirin Kretschmann, David Semper und Werner Haypeter. Einführung: Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst Städel Museum, Frankfurt a. M. ca. 11.30 Uhr Öffnungszeiten: 27.September - 21. Novenber 2015 Dienstag – Freitag 14.00 – 18.00 Uhr Samstag 11.00 – 15.00 Uhr Langer Donnerstag 14.00 – 22.00 Uhr Weitere Ausstellungen: Bonsai Eine Installation von Joachim Bandau 27.September - 21. Novenber 2015 Ten Ways kuratiert von Lorenza Sannai Power Boothe, John Goodyear, Lynne Harlow, Daniel G. Hill,James Juszczyk, Joanne Mattera, Lorenza Sannai, Susan Smith,Don Voisine, Stephen Westfall 27.September - 21. Novenber 2015 Ten Years Zehn Jahre kunstundwohnen Detlef Beer, Claudia Desgranges, Friedhelm Falke, Maik & Dirk Löbbert, Karim Noureldin, Martin Noël, Martin Pfeifle,Esther Stocker, Tim Trantenroth, Jan van der Ploeg 27.September - 21. Novenber 2015
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2013-06-21
Künstler: Max Cole, Rudolf de Crignis, Marcia Hafif, Joseph Marioni, Robert Ryman, Michael Toenges, Peter Tollens, John Zinsser
Thema: Der amerikanische Künstler John Zinsser spricht von seiner Malerei als einem “weit offenen Dialog”. Fundus dieses malereiimmanenten Ge- sprächs ist das vielfältige Ausstellungswesen New Yorks. Seit den frühen 80er Jahren ist so eine Liste von Bezugspersonen entstanden. Freunde, Kollegen unterschiedlicher Generationen und auch Vorbilder sind Zins- sers „circles of influences“. Mit diesen Positionen führt er eine Form von Rede und Gegenrede, sie geben ihm Anlass zu malerischen Monologen und fordern ihn gegebenenfalls auch zu einer Antithese heraus. In der Ausstellung „Reason and Belonging. John Zinsser and Related Painters“ zeigt die kunstgaleriebonn eine erste, kleine Auswahl aus die- sen “circles”. Arbeiten von Max Cole, Rudolf de Crignis, Marcia Hafif, Joseph Marioni, Robert Ryman, Michael Toenges und Peter Tollens ver- mitteln einen Einblick in Zinssers Form von künstlerischer Bezugnahme und Auseinandersetzung. Verbindendes, grundlegendes Element der gezeigten Arbeiten ist die Beschäftigung mit dem Wesen und der reinen Materialität von Farbe - „paint and color“.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2013-02-22
Künstler: Schirin Kretschmann
Thema: Vernissage Donnerstag, 10. Januar 2013, 19.00 Uhr Einführung Dr. Gregor Jansen, Direktor Kunsthalle Düsseldorf Finissage Donnerstag, den 21. Februar 2013, 19.00 Uhr Ein Konzertflügel hat sich selbstständig gemacht. Als wäre er seiner angestammten Position im Raum überdrüssig geworden, hat er sich an eine andere Stelle bewegt, und die Spuren verraten seinen Weg wie ominöse, verschlungene Schriftzeichen. Mit leichter Hand und spielerischer Anarchie inszeniert Schirin Kretschmann das Erlebnis eines entfesselten Raumempfindens. In ihren Arbeiten verschiedener Werkgruppen verbinden sich Einflüsse aus Film, Musik, Psychologie und abstrakter Malerei und erzeugen ein Feld vielfältiger, synästhetischer und multimedialer Irritationen, die die vertraute Ordnung der Dinge aushebeln. Eindringlich befragt das Werk der 1980 in Karlsruhe geborenen Künstlerin unsere geläufige Wahrnehmung von Raum und Zeit – und erneuert damit die Frage nach dem heutigen Ort der Kunst: Reibt diese sich am ihr zugewiesenen Raum und versucht, ihn aufzubrechen – oder vermag sie allein durch die Magie ihrer Erscheinung den Ort, die Wahrnehmung zu verwandeln? Zeitgleich zu ihrer Bonner Solo-Show sind große Rauminstallationen von Schirin Kretschmann auch im Museum Goch und in der Kunststiftung Baden- Württemberg in Stuttgart zu sehen.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2012-12-20
Künstler: Max Cole
Thema: Vernissage Donnerstag, 8. November 2012, 19.00 Uhr Einführung Dr. Andreas Schalhorn, Kurator Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin Öffnungszeiten Dienstag – Freitag 14.00 – 18.00 Uhr, Donnerstag 14.00 – 22.00 Uhr Samstag 11.00 – 15.00 Uhr und nach Vereinbarung Finissage Donnerstag, 19. Dezember 2012 Die Ausstellung „Across the Fourth Dimension“ in der kunstgaleriebonn zeigt seit 2010 entstandene neue Arbeiten der 1937 in Kansas geborenen Malerin Max Cole. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Somerset, Kalifornien. Seit 1963 ist sie durch internationale Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen (z.B. Albright-Knox Museum, Buffalo, New York; Kolumba Diözesanmuseum, Köln) und Galerien bekannt geworden. Zuletzt wurden Ihre Arbeiten in Deutschland im Sommer 2012 im Mies van der Rohe Haus in Berlin gezeigt. Ihre Werke sind in zahlreichen Museen und privaten Sammlungen (z.B. MOMA, New York; Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin) vertreten. Seit dem Beginn der sechziger Jahre hat Max Cole konsequent ihr Werk entwickelt. Ihr Bildsystem von horizontalen und vertikalen Setzungen versteht sie, trotz äußerlicher Nähe zur Minimal Art, nicht als Distanzierung von der Wirklichkeit. Ihre Arbeiten enthalten immer einen immanenten Bezug zur Natur, zur Realität zwischen den Horizonten. Durch fortschreitende Reduzierung und die Suche nach dem Wesentlichen ist sie so schon früh zu dieser Bildlösung gelangt. Streifen überführen die Bildfläche in den unendlichen Raum; mit unzähligen, aus der Hand gezogenen vertikalen Strichen schreibt sie sich in einem intensiven, meditativen Arbeitsprozess in das Bild hinein. Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch mit 20 Zeichnungen im Weidle Verlag, Bonn.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2012-10-02
Künstler: Martin Pfeifle
Thema: Eröffnung Donnerstag, 30. August 2012, 19.00 Uhr Einführung Dr. Marcel Schumacher, Kurator Folkwang Museum, Essen Ausstellung 31. August - 02. Oktober 2012 Es erscheint ein Katalog im Weidle Verlag. Martin Pfeifle besetzt Räume und verändert sie durch eindrucksvolle Interventionen auf begrenzte Zeit. Mit Baustoffen und profanen Materialien aller Art schafft er farbintensive Installationen von großer sinnlicher Präsenz.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2012-08-30
Künstler: Martin Pfeifle, Stephen Westfall
Thema: Papier / Paper III Martin Pfeifle Stephen Westfall Eröffnung: Donnerstag, 11. Juli 2013, 19.00 Uhr Einführung: Dr. Simone Schimpf, Direktorin Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt Ausstellung: 12. Juli - 30. August 2013 Galerieferien: 20. Juli - 14. August 2013 In den Biographien Martin Pfeifles und Stephen Westfalls, die sich im Winter dieses Jahres in New York kennengelernt haben, gibt es auf den ersten flüchtigen Blick wenig Verbindungen. Sie entstammen verschiedenen Generationen, leben und arbeiten dies- und jenseits des Atlantiks. Martin Pfeifle orientiert sich deutlich bildhauerisch und arbeitet schwer- punktmäßig rauminstallativ. Der New Yorker Stephen Westfall kommt ganz aus den Traditionen des amerikanischen Postwar Paintings, die er in seiner Malerei reflektiert und weiterentwickelt. Dennoch finden sich offensichtliche Gemeinsamkeiten: das Spiel mit intensiven Farben und einfachen geometrischen Formen und Anord- nungen, die intelligenten Ableitungen und Bezüge - kunstimmanent und auch aus der erlebten Wirklichkeit. Für die kunstgaleriebonn bestand als unmittelbare Reaktion auf das Zusammentreffen die Möglichkeit, in der dritten Ausgabe der Ausstellungsreihe Papier / Paper das große Interesse der beiden am Farb- und Formspiel und dem künstlerlischen Diskurs zu zeigen. Von Stephen Westfall, mit dem eine weitere wichtige Position der amerikanischen Kunstszene im Galerieprogramm erstmalig vorgestellt wird, werden Monotypien und Gouachen auf Papier präsentiert. Mit dem Werkstoff Papier reagiert Martin Pfeifle auf Westfalls Arbeiten in einer Rauminstallation und zeigt ebenfalls autonome Papierarbeiten.
Ort: Galerie Gisela Clement bis: 2012-07-20
Künstler: Frank Badur, Detlef Beer, Frank Gerritz, Werner Haypeter, Channa Horwitz, Karim Noureldn, Mark Sheinkman, Hadi Tabatabai
Thema: Frank Badur Detlef Beer Frank Gerritz Werner Haypeter Channa Horwitz Karim Noureldin Mark Sheinkman Hadi Tabatabai Papier/Paper II Vernissage Dienstag, 05. Juni 2012, 19.00 Uhr Ausstellung 06. Juni - 20. Juli 2012 Es erscheint ein Katalog im Weidle Verlag. Wir danken der Galerie Aanant und Zoo, Berlin (Channa Horwitz) und der Galerie Werner Klein, Köln (Frank Gerritz) für die Kooperation.