
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2011-11-05
Künstler: Ruprecht von Kaufmann
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2011-05-28
Künstler: Sandra Vásquez de la Horra
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2011-04-02
Künstler: Christine Streuli
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2011-01-29
Künstler: Luka Fineisen
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2010-11-27
Künstler: Ann-Kristin Hamm
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2010-10-09
Künstler: Maurizio Anzeri
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2010-07-24
Künstler: Thomas Zitzwitz
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2010-06-19
Künstler: Eli Cortinas, Frauke Dannert, Lucile Desamory, Daniela Georgieva, Sabrina Jung, David Wagner
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2010-04-30
Künstler: Renner, Lois
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2009-10-24
Künstler: Möschel, Ulrike
Thema:
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2009-08-01
Künstler: Lossau, Vera
Thema: Vera Lossau hat für Ihre Ausstellung einen programmatischen Titel gewählt. „Dead drop“ bedeutet toter Briefkasten. Die Werke sind schweigsam und verschlüsselt. Die Künstlerin thematisiert in ihrer Ausstellung die Produktions- und Präsentationsbedingungen von Kunst. Dabei arbeitet sie immer auch an der Erweiterung des Material- und Skulpturbegriffs und bezieht das Erzählerische als Kategorie mit ein. Denn gerade die Dramatik ihrer neuen Skulpturen, die sie in Anlehnung an archäologische Funde aus Pompeji zeigt, greifen narrative Elemente auf. Der im Todeskampf erstarrte, auf dem Boden liegende Hund bezieht sich auf einen solchen antiken Fund. In Pompeji wurden nur die Abdrücke von menschlichen und tierischen Leichnamen gefunden. Die Archäologen gossen sie mit Gips aus und erhielten somit Formen der Verschütteten. Auch wenn sich Vera Lossau mit der Kunstgeschichte auseinander setzt, bleibt es nicht bei bloßen Zitaten. So greift sie dekorative Details aus Kunstgeschichte und Architektur auf und überführt sie nach Prozessen der Zerlegung und Zerstörung in neue Kontexte. So erstreckt sich über die gesamte Wandfläche eine Installation aus ornamentierten Kacheln. Die flächigen Muster werden aufgebrochen, die Kacheln selbst sind als eigenständige Bilder aufgefasst, die Spuren des Arbeitens, wie Unebenheiten, Risse oder Blasen als Verweise der Vergänglichkeit offenbaren. Die Arbeit an den Kacheln geht auf intensive Studien zurück, die die Künstlerin u.a. nach Spanien, Portugal und in den Iran führten. An die Reflexion kunsthistorischer und kulturphänomenologischer Zusammenhänge erinnern auch die schwarz gefärbten Gipsabgüsse durchschnittener Leinwände, die sich auf Francisco de Goyas „pinturas negras“ beziehen. Hier spannt sich ein Bogen zum Abguß des toten Hundes, denn auch die nun zerstörten Bilder waren einst bemalt. Erinnerungen an Lucio Fontana, der in den sechziger Jahren Leinwände aufgeschnitten hatte, sind hier unübersehbar und als Referenz an diesen Künstler zu verstehen. Die in den Gemälden bis zum Schwarz gesteigerte Dunkelfarbigkeit, als geheimnisvoll, melancholisch beladene existenzialistische „Farbe“, lässt nicht mehr erkennen als sich selbst und vermag etwas zu verbergen, das es offen zu legen gilt. Die Psychologie sieht Schwarz als Ausdruck des Verzichts. Einen noch direkteren Bezug zu Goyas „schwarzen Gemälden“, sind die in Skulpturen überführten Motive des Kolosses, des Saturn, der seine Kinder frißt und des Hundekopfes, die sämtlich Goyas Bildern entlehnt sind. Es ist der Moment oder der gewollte Prozess des Umwandelns gegebener Situationen aus der Zerstörung und der Vergänglichkeit hin zu einer positiven Weiterentwicklung und Auflösung, der im Zentrum des inneren Ringens und der künstlerischen Sprache von Vera Lossau steht. Dieser Augenblick der Magie des Wandels aus einer Katastrophe, einer ausweglosen Situation, einem Nichts heraus lässt verstehen, was die Künstlerin für sich „konstruktiven Nihilismus“ nennt. So ist es auch bei den zerplatzten Autoreifen. Es sind reale Relikte zerstörerischer Unfälle, polierte Bronzeabgüsse von edler Schönheit und somit Reliquien der Vergänglichkeit unserer sehr flüchtigen Existenz. Das facettenreiche Werk Vera Lossaus meidet stets die allzu naturalistische Darstellung und überführt die Thematik in eine eigene, nie allzu strenge, bisweilen aber auch humorvolle Form. Vera Lossau (jg. 1976) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf bei Rita McBride und Magdalena Jetelova und war bereits in mehreren Einzelausstellungen zu sehen, darunter im Kunstverein Mönchengladbach (2005), im Stadtmuseum Hattingen (2008) und m Ernst & Young Artforum in Düsseldorf (2008). Bis 30. August ist sie in der Bergischen Kunstausstellungen im Museum Baden in Solingen und von 27. Juni bis 23. August in der Städtischen Galerie Remscheid zu sehen.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2009-06-13
Künstler: Dannert, Frauke Räpple, Heiko
Thema: Der Ausstellungstitel „opus caementitium“ stammt von der lateinischen Bezeichnung für eine betonähnliche Substanz aus Steinen, Sand und Kalkstein, mit der die Römer bereits vor mehr als 2000 Jahren arbeiteten. # Die Sprache der Materialien von Heiko Räpple und Frauke Dannert knüpft an einen Materialdiskurs an, den die Kunstgeschichtsschreibung seit ihren Anfängen führt. Dabei galten besonders wertvolle Materialien, wie Gold als ebenso ungeeignet, um „wahrhaft gute Kunst“ zu schaffen, wie sogenannte „niedrigere“ Materialien, wie Wachs, Gips, Holz und Ton. Somit galt der Kunsttheorie der physische Stoff allgemein lange Zeit als größte Belastung für ein Kunstwerk. Die beiden Künstler, die in der Ausstellung opus cemetitium erstmals ihre Arbeiten in einen Dialog setzen, stellen Fragen zur Materialität ihrer Kunst. # Lange galt in der Kunstgeschichte ein Gegensatz, ja fast ein Konflikt zwischen der Wertigkeit des Werkstoffs und der Geistigkeit der Kunst. In der „idealistischen Ästhetik“ des 19. Jahrhunderts, vor allem bei Hegel, der den Sinn der Weltgeschichte und damit auch Wesen und Ziel der Schönen Künste im Aufsteigen zum „absoluten Geist“ sah, war die Ablehnung der Materialität des Kunstwerks fast zwanghaft. Die drei von ihm postulierten Phasen der Kunstgeschichte seien durch den Wandel des Verhältnisses von physischem Stoff und Idee gekennzeichnet: Die früheste Periode der Kunst, die „symbolische“, sei durch ein Übergewicht des Stofflichen über die Idee geprägt, die zweite, klassische, erreiche den Ausgleich zwischen Stoff und Idee, und erst die dritte, die „romantische“, bringe die Überwindung des Stoffes durch die Idee. Heiko Räpple verwendet in seinen Skulpturen scheinbar nachrangige Materialien wie Beton, Gips, oder Wachs. Er schafft Bildwerke, die sich erst durch ihre poetischen Titel vollenden. Sie stellen Bezüge zu Gegenständlichem her. Es gelingt Räpple den Beton aus seiner unmittelbaren Äußerlichkeit als mechanische schwere Masse zu befreien. Die Skulptur wird bei ihm organische Figuartion der Materie. In vergleichbarer Weise arbeitet Frauke Dannert. Auch sie greift in ihren Collagen aus Papier auf scheinbar nachrangige Alltagsmaterialien. Aus zahlreichen Einzelteilen formt sie ein Bild und setzt der Entropie der Bildwelt eine Ordnung entgegen. Fotokopien, Bilder aus dem Internet und Zeitungsausschnitte, also Bilder, die eine Funktion hatten und durch unendliche Reproduktion entwertet wurden, erhalten durch die Collagen eine neue Bedeutung und einen neuen Wert. Wichtig sind bei ihr auch die Bildträger, wie alte Holzplatten, Kupfer- oder Pressspanstücke, die als Hintergrund fungieren und deren Materialität und Farbigkeit in die Bilder einbezogen werden. # Frauke Dannert (Jg. 1979) studierte an der Kunstakademie in Münster und an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Prof. Thomas Grünfeld. # Heiko Räpple (Jg. 1981) studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschüler von Prof. Didier Vermeiren. Er erhielt 2009 den RölfsPartner Förderpreis und nimmt in diesem Jahr an der 63. Bergischen Kunstausstellung im Museum Baden in Solingen teil.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2009-01-31
Künstler: Streuli, Christine
Thema: Wir freuen uns, Ihnen die Ausstellung "du hier ich dort" von Christine Streuli anzukündigen. Die Künstlerin, die im Jahr 2007 die Schweiz auf der Biennale von Venedig vertreten hat, erfuhr mit ihrer monumentalen Rauminstallation große Beachtung bei Sammlern, Museen und in den internationalen Feuilletons. # Christine Streuli wurde mit ihren großformatigen, ausnehmend farbigen und ornamentalen Bildern bekannt. Häufig wurden ihre Gemälde als Farbmanifeste bezeichnet, die durch die unterschiedlichsten kulturellen Quellen inspiriert sind und welche die Künstlerin zu einem dichten Kosmos vereint. Sie nimmt in der aktuellen Kunst eine besondere Stellung ein, da sie nach neuen Ausdrucksformen in der Malerei sucht, die sich weder eindeutig der Gegenständlichkeit noch der Abstraktion zurechnen lassen. # Die Bilder sind stets mehrschichtig aufgebaut, wobei sich die Künstlerin der unterschiedlichsten malerischen Verfahren bedient. Selten arbeitet Christine Streuli mit dem klassischen Malerwerkzeug des Pinsels, vielmehr sprüht, schüttet oder spritzt sie Farbe auf ihre Leinwände oder bedient sich drucktechnischer Verfahren. Sie benutzt Rechen, Schablonen, Kratzer oder andere Gegenstände. Häufig wählt Sie eine grelle, fast übersteigerte Farbigkeit. # Christine Streulis Ausstellungen sind meist geprägt von raumfüllenden Inszenierungen, bei denen die Malerei weit über die Ränder und Bilder hinaus strahlt und sich über die Wände, den Boden und die Decke erstreckt. # Die 1975 in der Schweiz geborene Künstlerin, die heute in Berlin lebt, studierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und an der Hochschule der Künste in Berlin. Ihre Werke waren in umfangreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, darunter im Aargauer Kunsthaus in Aarau, im Kunsthaus Langenthal und im Kunstmuseum Bonn. Ihre Bilder sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen, darunter im Kunsthaus Zürich vertreten. # In ihrer ersten Einzelausstellung im Rheinland, die sie für die Galerie Rupert Pfab konzipiert hat, wird sie neue, teils großformatige Gemälde zeigen.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2008-10-11
Künstler: Jochen Mühlenbrink
Thema: Die Galerie Rupert Pfab zeigt die zweite Einzelausstellung des in Düsseldorf ansässigen Malers Jochen Mühlenbrink (Jg.1980).# Der Künstler, dessen Gemälde bereits Eingang in renommierte Sammlungen in Deutschland und im Ausland gefunden haben, arbeitet überwiegend in thematischen Gruppen. Die neueste Serie, „Asphalt“ zeigt dichte, durch Laub- und Blattwerk nahezu undurchdringliche Wälder. Der Mensch ist auch hier, wie bei seinen früheren Werkgruppen nicht zu sehen und doch ist er gerade in seiner Abwesenheit gegenwärtig, ja vielleicht ist er das eigentliche Thema der Bilder. Wie in früheren Werkreihen klingen hier Stille, Einsamkeit und Melancholie an. Bisweilen dringt ein Störfaktor ein – etwa ein Zug – und sorgt für einen Augenblick der Erschütterung. Mühlenbrinks Bilder sind Momentaufnahmen, die seine subjektiven Eindrücke reflektieren. Das vermeintliche Idyll der Bilder entpuppt sich oft als getrübt. Befremdliches und Ambivalenzen zwischen Erhabenem und Banalem, Schönheit und Hässlichkeit treten hervor. So etwa in den Spuren des Konsums, die sich als auffällig farbiger Unrat auf der Straße verstreut finden (Malheur) oder die Absurdität des menschlichen Eingriffs in seinen Umraum, die in einer Wäscheleine im Wald kulminiert.# „Vermieden wird die laute Geste, auch eine ironisch distanzierte Haltung. Der Maler ringt nicht mit seinem künstlerischen Selbstverständnis, sondern widmet sich ganz dem Akt des Malens. Sein Weg ist nicht der des Zerschlagens, des Verneinens. Vielmehr arbeitet er in dem Bewusstsein der Tradition der Malerei und so verwundert es nicht, dass Analogien auftauchen, etwa zu den lyrisch-romantischen Anklängen Claude Lorrains oder den stimmungsgeladenen Lichtsituationen, wie sie William Turner schuf – Licht, das zur Kontinuität des Raumes führt und das Zeitliche aufzuheben scheint. Jochen Mühlenbrink formt ebenso der Phantasie entspringende Natur- und Lichträume, die auf einem Konglomerat von sich ähnelnden, vorgefundenen Situationen basieren und die Spuren des Urbanen herausfordern. Es finden sich kontrastierende Zeichen der alltäglichen Zivilisation im menschlichen Raum und bilden dennoch ein Abbild einer stillen, sonntäglichen Welt.“ (Isabel Meixner, Karlsruhe, im Katalog Jochen Mühlenbrink „Asphalt“ Freiburg 2008)/ Jochen Mühlenbrink studierte bis 2006 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er ist Meisterschüler von Markus Lüpertz. Seine Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, darunter in der Deutschen Bundesbank in Frankfurt (Einzelausstellung mit Katalog), in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn, im KIT - Kunst im Tunnel, (Projektraum der Kunsthalle Düsseldorf), im Düsseldorfer NRW Forum für Kultur und Wirtschaft, im Museum Baden in Solingen, im Kunstverein Reutlingen und im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster.# Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2008-06-21
Künstler: Hamm, Ann-Kristin
Thema: Ann-Kristin Hamms großformatige Gemälde zeigen eine bemerkenswerte Vehemenz, die den Gegensatz von Raum und Zweidimensionalität, von scheinbar Figürlichem und Abstraktem vorantreibt. Ihre Kunst stiftet Verwirrung. Nie zeigt sie konkrete Formen, vielmehr werden Erinnerungen an Bekanntes angestoßen, wie etwa Schnecken, Falter, Blüten oder Fächer. Die Bilder setzen Assoziationen frei, zeigen aber nie konkrete Dinge. Wie ein Spiel mit Formen und Farben tänzeln die Bilder zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Dabei wird der Zufall als Gestaltungsprinzip eingesetzt, etwa wenn Farbkleckse oder Spritzer auftauchen, Rinnsale von gegossener Farbe zu sehen sind oder Spuren von Turnschuhen, die scheinbar achtlos auf die Leinwände geraten sind.#Immer sind die explosiven Formen in Bewegung. Räumlichkeit erschließt sich durch ein vielschichtiges Übereinanderlagern zahlreicher Bildebenen. Ein Vor und Dahinter ist spürbar. Fast wie Collagen fügen sich die einzelnen Teile zu einem Bildganzen zusammen. Flächen werden übermalt, tiefer liegende Bildteile sind zu erahnen.# Seit 2007 malt Ann-Kristin Hamm auch auf Schallplattenhüllen. Ihre Methode, sich Collagetechniken zu bedienen, wird hier weiter getrieben, indem sie Teile der Motive auf den Covern stehen läßt und den Rest übermalt. Gänzlich bemalt sind die Schallplatten, bei denen die runde Form sowie ihre Größe vorgegeben sind und denen sie ihre Bildmotive entgegensetzt. # Ann-Kristin Hamm (Jg. 1977) studierte von 1998-2004 Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie zunächst bei Dieter Krieg und dann bei Albert Oehlen. Dem Studium schloßen sich zahlreiche Ausstellungen an, darunter Einzelausstellungen in Wien, Frankfurt und Düsseldorf. Zur Ausstellung in der Bundesbank in Frankfurt im Jahr 2006 ist ein Katalog erschienen.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2008-05-10
Künstler: von Kaufmann, Ruprecht
Thema: Ruprecht von Kaufmann 15. März bis 10. Mai 2008 Eröffnung: 14. März 2008, 19-21 Uhr Die erste Düsseldorfer Einzelausstellung des in Berlin lebenden Malers zeigt zwei raumgreifende Installationen sowie kleinformatige Gouachen. Düstere Szenarien breiten sich in Ruprecht von Kaufmanns Bildwelt aus. Mächtige Tiere wie Elefanten oder Nashörner, gepanzerte Käfer überdimensionalen Ausmaßes, bösartige Krähen, gefährlich kläffende Hunde aber auch ausgezehrte menschliche Figuren, vereinzelt oder in dicht gedrängten Gruppen erscheinen in tiefdunklen Schwarz- und Grautönen. So konzentriert Ruprecht von Kaufmanns Malerei in ihrem Ausdruck ist, so flüchtig sind die Zustände, die er beschreibt. In einer Zwischenwelt bewegen sich Menschen und Tiere wie schwebend, verlangsamt von der Dunkelheit des grenzenlosen Raums, der sie zu schlucken droht oder erst hervorbringt. Diese irritierenden, nicht unmittelbar zu begreifenden Situationen voller suggestiver Kraft fordern den Betrachter heraus, sich einzulassen und sich mit seinen eigenen Assoziationen zu positionieren. Ruprecht von Kaufmann (Jg. 1974) schloss sein Studium der Malerei und Illustration am Center College of Design in Los Angeles 1997 mitAuszeichnung ab. Nach einigen Jahren in Los Angeles und New York lebt und arbeitet er seit 2003 in Berlin. Der Künstler wurde im November 2007 von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin mit dem großen Förderpreis ausgezeichnet, dem sich eine umfangreiche Einzelausstellung mit Katalog anschloss. Ruprecht von Kaufmanns Werke sind bereits in einigen der weltweit wichtigsten Sammlungen vertreten. Weitere Informationen: http://www.galerie-pfab.com/vonkaufmann.html
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2008-03-08
Künstler: Ambach, Markus
Thema: Markus Ambach 26. Januar bis 08. März 2008 Eröffnung: 25. Januar 2008, 19-21 Uhr Markus Ambach, 1963 in Darmstadt geboren, setzt sich seit 1999 vor allem mit zwei Typen von Raum auseinander, die für die Verfasstheit von Natur signifikant sind: dem Naturraum und dem Kulturraum. Projekte wie etwa wildlife (2002-2004) und stadtraum.org (2002-2006, gemeinsam mit Andrea Knobloch) machen dies deutlich, ebenso wie eine projektbasierte Arbeitsweise, die sein künstlerisches Schaffen kennzeichnet. Dass kaum ein Ort von der kultivierenden Hand des Menschen unberührt geblieben ist, wird in Ambachs Arbeiten deutlich, wenn auch oftmals nur über subtile Hinweise. Häufig bezieht er Künstlerkollegen und Kulturinstitutionen in seine Projekte ein, die neben Installationen, Objekten und Fotografien auch Symposien, Vorlesungen und Diskussionsveranstaltungen einschließen. Seine Auseinandersetzung etwa mit Kunst im öffentlichen Raum im Rahmen des Projektes stadtraum.org zeigt auch sein kulturpolitisches Engagement. „Sprachraum“, Bibliothek oder Kino bilden weitere Raumtypen, die Ambach in seinen Projekten differenziert analysiert. Die Galerie Rupert Pfab zeigt fotografische Arbeiten sowie eine raumgreifende Installation, die das Spektrum von Markus Ambachs Auseinandersetzung mit Raum und Natur zeigt. Einmal erscheint die Natur unheimlich und undurchdringlich, vom Menschen scheinbar unberührt. Diese romantisch geprägte Vorstellung von Natur kontrastiert Ambach mit Fotografien von urbaner Umgebung, in der sich Pflanzen ihren Natur-Raum im öffentlichen Kultur-Raum zurückerobern, zaghaft aber wahrnehmbar. Die Installation, die er für die Galerie konzipiert, zeigt die kultivierende Tätigkeit des Menschen, der als „Gärtner“ bestrebt ist, seines Umfeldes Herr zu werden und die unheimliche Naturlandschaft in eine kontrollierte Kulturlandschaft zu verwandeln. Markus Ambach studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Prof. Christian Megert. Neben seinen künstlerischen Tätigkeiten hat er verschiedene Lehraufträge an Kunsthochschulen angenommen. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Ort: Galerie Rupert Pfab bis: 2007-12-22
Künstler: Huber, Thomas
Thema: Thomas Huber 27. Oktober bis 22. Dezember 2007 Eröffnung: 26. Oktober 2007, 19-22 Uhr Thomas Huber, 1955 in Zürich geboren, gehört einer Generation von Künstlern an, deren Ausbildung gegen Anfang der 80er Jahre stark konzeptuell geprägt war. Seine Malerei ist noch heute bestimmt von einer intellektuellen Auseinandersetzung mit Kunst. So schreibt er Texte über seine Bilder oder hält Reden in seinen Ausstellungen. Dadurch erschließen sich Sinngehalt und Aussage der Szenarien, die den gegenständlichen Gemälden zugrunde liegen. Text und Rede erfüllen den Bildraum mit Handlung und die Dinge im Bild mit Bedeutung. Wort und Bild greifen somit ineinander und bleiben dennoch jeweils eigenständig. Hubers Bilder reflektieren immer die Malerei als solche, setzen sich also mit der Frage nach dem im Bild Dargestellten auseinander. Thematisch handeln seine Gemälde immer von Kunst, etwa von den Problemen des Malens, der Perspektive, des Raums, der Figuren im Bild oder der Frage der Repräsentation. Sinnzusammenhänge, die außerhalb des Bildgeschehens angesiedelt sind, kommen für ihn nicht in Frage. Der Sinn von Kunst kann nur in der Kunst selbst gefunden werden. Thomas Huber hat in seinen Reden und Texten einen Sprachduktus gefunden, der den Zuhörer und Leser Schritt für Schritt durch die imaginären Bildräume begleitet. Wer in Thomas Hubers Gedankenwelt eintritt, nimmt teil an seinen Gedanken über die Möglichkeiten der Kunst. Zuletzt waren im Rheinland Thomas Hubers Bilder (Gemälde) 2004 in einer großen Retrospektive in den Krefelder Kunstmuseen zu sehen. 2008 wird das Museum Marta in Herford eine umfangreiche Ausstellung zeigen.