
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2015-06-06
Künstler: Jun Ho Cho, Grigori Dor, Dirk Dzimirsky, Manzur Kargar, Hubert Junghofer, Maxim Wakultschik
Thema: Werd ich zum Augenblicke sagen: / Verweile doch! Du bist so schön!“ Was Goethe seinen Faust einst warnend sagen ließ, kann sinnbildlich für die Ausstellung „Magie des Realen“ stehen. Jedoch dürfen sich die Besucher in der Ausstellung „Magie des Realen“ dem einen kostbaren Augenblick hingeben, der die Zeit still stehen lässt. In dieser Ausstellung werden besondere Momente künstlerisch eingefangen, die den Betrachter beruhigen, entrücken und verzaubern. Die facettenreiche Ausstellung bietet dem Besucher magische Bilder mit einer Vielfalt künstlerischer Sujets und Genres unterschiedlicher zeitgenössischer, renommierter und internationaler Künstler.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2014-11-02
Künstler: Yongtak Choi
Thema: Die Malerei des 1973 in Südkorea geborenen Künstlers Yongtak Choi bewegt sich ganz zwischen Realismus und Abstraktion. Sehr deutlich erkennbar wird dies in seinem Porträtzyklus »All + Ein«. Mit großem malerischen Können schildert der Künstler das menschliche Antlitz detailliert und nahezu fotorealistisch. Oftmals sind die Augen seiner Protagonisten geschlossen und der Blick nach innen gekehrt, so als ob der Porträtierte sich in einer fernen Traumwelt befände. Doch das Gesicht selbst bricht Yongtak Choi anschließend mittels eines kräftigen Farbauftrags auf, sodass es sich in ein Farbenmeer aus einer Vielzahl von Kaleidoskop-artigen Farbflächen aufzulösen scheint.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2014-09-07
Künstler: Marta Ratti
Thema: In der Seele der Malerin Marta Ratti schlummern zwei Seelen, die sie in Ihren völlig unterschiedlichen Gemälden ausdrückt. Einerseits zeigt Sie in Ihren aufwendig präparierten Leinwänden Menschen und Tiere im Moment der Bewegung. Wie eine hoch empfindliche Kamera hält Sie die Sekundenbruchteile fest , die die Sprünge der Tänzer andauern , den Lauf der wütenden Stiere oder galoppierenden Pferde , so dass selbst der auf gespritzte Schlamm sichtbar wird und die Bewegung komplementiert. Andererseits liebt Sie die Ruhe des Stilllebens und genießt in ihrem mallorquinischen Sommerort großformatige Früchte und Blätterbilder und die dahin geworfenen Sandalen, die sie in der Sonne hat stehen lassen. Die südliche Sonne wärmt und bestrahlt die reifen Früchte und erreicht in diesen Stillleben eine Ausgeglichenheit, wie wir es selbst gern genießen wollen.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2014-07-27
Künstler: Horyon Lee
Thema: Die Phänomene der Unschärfe oder des Überlappens sind zentraler Bestandteil der heutigen digitalen Bilderwelt . In Presse und Werbung , Fotographie und Film begegnen wir immer häufiger wohl kalkulierten Effekten, die uns Bewegung , Spontanität und eine authentische Wiedergabe der Wirklichkeit suggerieren sollen. Auch der 1978 in Seoul geborene Künstler Ho-Ryon Lee arbeitet in seiner feinen Ölmalerei mit diesem Formen der Verfremdung.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2014-07-14
Künstler: Wakultschik, Maxim
Thema: In allen Arbeiten Maxim Wakultschiks verwandelt sich das menschliche Antlitz in eine neue Seinsform. Das Porträt, das neben dem Fingerabdruck der wichtigste Identitätsträger einer Person darstellt, wird meist nur schematisiert wiedergegeben und erhält durch diese Art der Verfremdung oder auch Entfremdung etwas Zeichenhaftes. Die Reduktion auf wenige einprägsame Gesichtszüge machen das Porträt zu einem » graphischen Kürzel « [JUTTA SAUM]. Hier klingt auch die visuelle Reizüberflutung an, der wir tagtäglich ausgesetzt werden. In kürzester Zeit muss die auf uns einwirkende Bilderflut in Hinsicht auf wenige, aber wieder erkennbare Merkmale gescannt und ausgewertet werden. Dies schließt auch den Menschen in unserer Gesellschaft mit ein. Wir freuen uns auf Ihr Besuch !
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2013-05-11
Künstler: Mechtild van Ahlers,Hugo Boguslawski, Wolfgang Gramm, Keoun Lee, Hermann-Josef Kuhna, Bernd Schwarzer, Rhea Standke
Thema: In der Ausstellung »ABSTRAKT« widmet sich die Galerie Michael Nolte erstmals dem nonfigurativen Zweig der zeitgenössischen Kunst. Als Antwort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs bildete sie sich in den 50er Jahren zur vorherrschenden internationalen Kunstströmung heraus. Nun feiert sie wieder ein erstaunliches Comeback und zeigt damit allen, dass sie noch genau so überraschend innovativ und vielseitig ist, wie sie es von Anbeginn ihrer Entstehung war. Dieses kreative und vielfältige Potential wird in der Ausstellung anhand unterschiedlicher Positionen der ungegenständlichen Kunst exemplarisch vorgeführt.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-10-21
Künstler: Hermann-Josef Kuhna
Thema: In einer großen Einzelausstellung widmet sich die Galerie Michael Nolte diesem umfangreichen und komplexen Werk Prof. Kuhnas. Der ehemalige Professor der Kunstakademie Münster konzentriert sich in seiner strukturalen All-Over-Malerei ganz auf die Wirkung der Farben, ihren Interaktionen und Interdependenzen. Kleinteilige Farbtupfer, -flecken oder kurze Striche setzt der Künstler mit größter Präzision und akribischer Genauigkeit Schicht für Schicht auf den farbigen Leinwandgrund. Mit den so entstehenden Farbstrukturen drückt er ganz bestimmte Empfindungen und Zustände aus.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-06-30
Künstler: Sergey Sologub
Thema: Die Bildwelten Sergey Sologubs strahlen eine unbeschreibliche Ruhe und magische Kraft aus. Sie werden geprägt von einem phantastischen und artifiziellen Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung. In seiner Kunst zelebriert der Künstler geradezu die ganze Faszination und »Magie der Mehrdeutigkeit«, die er in seinen nahezu fotorealistisch dargestellten Sujets mit akribischer Genauigkeit und einer detaillierten Schilderung auskleidet. Gleich einem Trompe l’oeil erzeugt Sergey Sologub im Illusionismus seiner Gemälde eine nicht vorhandene bzw. unmögliche Realität, in der – täuschend echt – das Unmögliche Wirklichkeit wird. Indem er die dargestellte Bildrealität mittels kleiner, auf den ersten Blick leicht zu übersehender Unstimmigkeiten oder mittels sukzessiv verlaufender Metamorphosen ins Surreale kippt, hinterfragt der Künstler die Wahrnehmungsgewohnheiten und die Erwartungshaltungen des Betrachters.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-04-28
Künstler: Alireza Varzandeh
Thema: In der Malerei Alireza Varzandeh dreht sich alles um das Hier und Jetzt. Alles, was das moderne städtische Leben mit seiner pulsierenden Dynamik, seiner Schnelllebigkeit und seinen vielfältigen Freizeitgestaltungen hergibt, bietet sich dem Künstler als Sujet an. In hellen, leuchtenden Farben schildert er Cafehausszenen, Passanten und Spaziergänger auf den Promenaden der Städte, Radfahrer, Picknicks und das lebhafte und vergnügliche Treiben an den Stränden.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-03-21
Künstler: Stephan Geisler, Armartey Golding
Thema: Lebendig und ausdrucksstark, originell und voller Esprit und Humor sind die Bilder der Künstler Stephan Geisler und Armartey Golding. In der Ausstellung »Quadrupeds & Bipeds« setzt die Galerie Michael Nolte die Arbeiten dieser zwei gleich gesinnten Künstler in einen spannungsvollen Dialog zueinander. Dabei beschäftigen sich Stephan Geisler und Armartey Golding in ihrer Kunst mit dem Menschen und seinem Verhältnis zum Tier. In einer sehr persönlichen Auseinandersetzung nähern sich beide ihrem Modell, wobei sie seine kulturelle Identität ebenso hinterfragen wie sein soziales Umfeld. Auch in stilistischer Hinsicht zeigen sich Gemeinsamkeiten. So bedienen sich beide Künstler der Collage-Technik, die sich in kontrastreichen Kompositionen aus Malerei/Zeichnung und Fotografien und bei Stephan Geisler zusätzlich aus Stoffen und Textpassagen manifestiert. Außerdem operieren beide mit Text als weitere Kommunikationsebene, mit dem die Bildszene sei als Bildtitel oder als integrierter Schriftzug anspielungsreich und ironisch-witzig kommentiert wird. Wir freuen uns auf Ihr Besuch !
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-02-17
Künstler: Slava Seide
Thema: Die Kunst Slava Seidels wird beherrscht von überwältigenden und dramatisch inszenierten Fantasiearchitekturen. Gemalt mit einer mit viel Wasser gemischten Sepiatinte ist Slava Seidels Malerei ebenso impulsiv wie glühend transparent. In ihren bizarren Architekturräumen verströmt sie eine beinahe explosive Dynamik, die den Betrachter in schwindelerregende, labyrinthisch verworrene Raumfluchten zieht. In der Verschachtelung verschiedener Raumansichten entwickelt der Raum immer wieder neue Seinsformen, in denen sich einzelne Gegenstände verselbständigen und aus denen Tiere und Menschen auf unerklärliche Weise auf-tauchen und den Raum bevölkern. Eine verkehrte Welt, in der das Unmögliche möglich wird…
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2012-01-07
Künstler: Nina Nolte
Thema: Nina Nolte beschreibt in ihren Werken eine Welt, die noch aus einer Zeit vor der Vertreibung des Menschen aus dem Paradies zu stammen scheint. Obwohl die Personen und ihr Verhalten absolut zu unserer heutigen Gesellschaft gehören, versprechen ihre Bilder eine Idylle, die eher der eingängigen, uns vertrauten Medienwelt der Werbung und des Konsums entsprechen als den Ereignissen, die wir tagtäglich aus den Nachrichten erfahren. Ihre Bilder vermitteln immer ein friedliches, in sich ruhendes Ambiente, in dem die banalen Alltagssituationen der Konsumgesellschaft in ein heiteres und Gelassenheit ausstrahlendes Licht getaucht sind.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-11-30
Künstler: Rolf Schröder-Borm
Thema: In der Malerei Rolf Schröder-Borms strahlt der unerschöpfliche Reichtum der Tropen im gleißenden Tageslicht. Die Strahlen der Sonne dringen tief in den Dschungel ein und verwandeln das Unterholz in ein lebhaftes Licht-Schatten-Spiel. Die Natur Südostasiens und die in ihr lebenden Naturvölker üben seit Jahren eine überaus große Faszination auf den Künstler aus. Seine Bilder huldigen einem Naturraum, in dem alles überbordend und verschwenderisch ist. Bereits den Seefahrern des 18. Jahrhunderts erschien einst die Üppigkeit und Schönheit der Südsee als die Entdeckung des verlorenen Paradieses. Ganz in diesem Sinne schildert Rolf Schröder-Borm in seinen Landschaften den Zauber einer unberührten Natur, in deren Wildheit und Urtümlichkeit sich die Schöpfung noch unverfälscht offenbart.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-11-04
Künstler: Mechthild van Ahlers
Thema: Die Malerei der gebürtigen Coesfelderin Mechtild van Ahlers generiert sich ganz aus dem uner-schöpflichen Reich der Farben. In ihrem neuesten Werkzyklus »Träum weiter von Arkadien« erstrahlt der Mythos dieses antiken Ideals in einem duftigen und atemberaubenden Farbenkosmos. Ihre Bilder entfalten eine geradezu betörende Sinnlichkeit und eine ungetrübt frische Vitalität. Dabei scheint es, als ob die Farben ihrer Malerei völlig losgelöst von jeglicher irdischen Schwere in einem flüchtigen, aber glückseligen Moment erglühen. Wir Freuen uns auf Ihr Besuch!
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-10-02
Künstler: Künstler der Galerie
Thema: Erstmalig am neuen Standort im Hafen präsentiert die Galerie Michael Nolte anlässlich des diesjährigen » Schauraums « die abwechslungsreiche Sonderschau. Auf einer Ausstellungsfläche von fast 500 m2 erwartet dem interessierten Besucher zwischen dem 01. und 14. September 2011 eine Vielzahl innovativer künstlerischer Konzepte, die einen spannenden Einblick in die neusten Entwicklungen der zeitgenössischen Kunst versprechen. Das breit gefächerte und bunt gemischte Programm zeigt Werke aus den verschiedenen Kunstgattungen der Malerei, Skulptur und Fotografie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der figurativen Kunst, die sich thematisch dem Menschen in seinem gesellschaftlichen Gefüge widmet. Wir freuen uns auf Ihr Besuch!
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-07-31
Künstler: Bayram Tarakci
Thema: Vorhang. Dahinter der gespannte Blick des Publikums. Und dahinter der gespannte Blick des Fotografen. Wenn der Vorhang dann aufgeht, tut sich ein artifizieller Raum auf, künstlich, gestellt, mit raffinierter Trickserei, voller Resonanzen, Lichter und Musik. Die Versuchung, sich in diese Aufstellung zu stehlen, ist für einen Fotografen sehr groß. Vielleicht ist es sogar der geheime Wunsch des Zuschauers,... diese viel zu flüchtigen Momente einzufangen, Bewegungen einzufrieren, das Leben anzuhalten. Bayram Tarakçi geht noch einen Schritt weiter, indem er in die Kulissen, also hinter das Bühnenbild tritt und so mit dem Spiegelbild des Spiegelbildes arbeitet; das eigene Fotobühnenbild wird konstruiert, die Motive festgelegt. Bayram Tarakçi fängt Augenblicke ein, in denen seine Protagonisten die Bühne betreten oder gerade von der Bühne kommen; manchmal als theatralische Figuren, manchmal als Privatpersonen, die die künstliche oder künstlerische Attitüde noch nicht, bzw. nicht mehr innehalten. Erleben Sie mit uns die spannende Photographie von Bayram Tarakci. Wir freuen uns auf Ihr Besuch! Vernissage: Freitag, den 8. Juli 2011, ab 19.30 Uhr Ausstellungsdauer: 08. bis 31. Juli 2011
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-05-31
Künstler: Gan-Erdene Tsend
Thema: Mit einer geradezu atemberaubenden Intensität und Eindringlichkeit schildert Gan-Erdene Tsend die großartige und imposante Natur seiner mongolischen Heimat. Alles in seinen Landschaften entsteht aus dem Licht der Farben – ihrer sinnlichen Qualitäten und ihrer psychologischen Wirkungen. Das gesamte Farbspektrum des gebrochenen Lichts verdichtet sich zu einer pointillistischen all-over-Struktur, deren Farbklänge in pulsierender Vitalität erstrahlen. Zum zweiten Mal nun präsentiert die Galerie Michael Nolte das eindrucksvolle Werk dieses jungen und äußerst begabten Künstlers.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-05-04
Künstler: Prof. Richard Heß
Thema: Prof. Richard Heß gehört seit den siebziger Jahren zu den renommierten Bildhauern der zeitgenössischen Kunst Deutschlands. In seiner nun über vier Jahrzehnte währenden Schaffenszeit ist es ihm in einzigartiger Weise gelungen, die figurative Skulptur gegenüber den in der Bildhauerei vorherrschenden Tendenzen der Nonfiguration zu behaupten und ihr mit seinen Themen eine aktuelle sozial-politische Brisanz und Aussagekraft zu eröffnen. Seine Kunst entfaltet eine kraftvolle körperhafte Sinnlichkeit, deren teils monumentale, archaische Statuarik eine überzeitliche Gültigkeit ausstrahlt. In einer großen Ausstellung präsentiert die Galerie Michael Nolte nun erstmals diesen bedeutenden deutschen Bildhauer in Münster.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-04-06
Künstler: Juan Garcia Ripollés
Thema: Juan Garcia Ripollés gehört zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten Spaniens. Mit der künstlerischen Fülle und Vielseitigkeit seines Schaffens hat er die Entwicklung der spanischen Kunst der letzten Generationen entscheidend geprägt. Mit seiner Kunst führt er die Tradition der großen spanischen Meister, wie Picasso und Miró, in seiner ganz eigenen künstlerischen Art fort. Nach dem Umzug in den Hafenweg 15 widmet sich die Galerie Michael Nolte nun in einer großen Eröffnungsschau diesem faszinierenden und unverwechselbaren Werk Ripollés’. Aus seinem breit gefächerten Œuvre zeigt die Ausstellung Arbeiten der Malerei und Druckgrafik sowie Skulpturen in Eisen, Bronze und Glas.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-03-09
Künstler: Jun Ho Cho
Thema: Mit einer unglaublichen Direktheit konfrontiert der junge, südkoreanische Künstler Jun Ho Cho den Betrachter mit seinen fantastischen und fantasievollen Menschenbildnissen, die nun zum zweiten Mal in der Galerie Michael Nolte präsentiert werden. Dabei ist das Faszinierende seiner Kunst die hohe künstlerische Individualität. Durch eine völlig neuartige Darstellungsart seiner Sujets hat sich Jun Ho Cho damit eine einzigartige Bildsprache und Bildästhetik erarbeitet. Seine Werke entfalten einen magischen Kosmos, der eine mythische Aura – rätselhaft und unerklärbar – ausstrahlt. Wir freuen uns auf ihr Besuch !
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2011-02-08
Künstler: Stephan Geisler
Thema: Die Galerie Michael Nolte präsentiert mit +Stephan Geisler* einen jungen, aufstrebenden Künstler, dessen Werk mehr und mehr internationale Beachtung erfährt. Seine Kunst ist gekennzeichnet durch eine überwältigende Farbigkeit voller überschwänglicher Vitalität, eine kontrastreiche, collageartige Bildgestaltung, eine lustvolle wie sinnliche Entdeckung seiner Umwelt und ein profundes handwerkliches Können. Mit diesen vielseitigen Komponenten formuliert der Künstler eine ganz individuelle Bildsprache, die im Spiel mit persönlichen Erlebnissen, mit Widersprüchen und Klischeevorstellungen eine enorme Intensität und Emotionalität erzeugt.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2010-12-09
Künstler: Ursula Jüngst
Thema: Die Galerie Michael Nolte eröffnet ihre neuen Räume im Bült 13 mit einer großen Eröffnungschau, die sich ganz den farbintensiven und äußerst kraftvollen Werken von Ursula Jüngst widmet. In einzigartiger Weise bringt die Künstlerin allein mit der Farbe – ihren Strukturen und Rhythmen – die im Unbewussten schlummernden Erinnerungen, Eindrücke und Erlebnisse auf die Bild-Oberfläche. Wie in einer Art »Écriture automatique« fließen diese kognitiven Prozesse in das brillante Kolorit ihrer Bilder ein und werden in einem geradezu tänzerischen Malakt, der von der Gestik und den Bewegungen des gesamten Körpers gesteuert wird, auf die Leinwand gebannt. Die aus diesem Prozess entstehenden Farbimprovisationen erschaffen überschäumende und pulsierende Farbkosmen voller Magie und Sinnlichkeit.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2010-09-09
Künstler: Fons Bemelmans, Alexander Besel, Jun Ho Cho, Hans - Georg Dornhege, Gan-Erdene Tsend, Stephan Geisler, Chengdong GUO, Bahram Hajou, Richard Heß, Ursula Jüngst, Jürgen Klück, Marie La Varande, Hermann Lüddecke, Tsendsuren Narangerel, QiWei Zhang, Lars Reiffers, Juan García Ripollés, Mercedes Rodriguez Elvira, Bernd Schwarzer, Sergej Sologub, Mechthild van Ahlers, Maxim Wakultschik, Mario Weinberg, Gertraude Zebe, Galina Zmanowskaja
Thema: Zum +»Schauraum - Das Fest der Museen und Galerien in Münster«* findet in der Galerie Michael Nolte im Spiekerhof die abwechslungsreiche Sonderschau +»Gallery Artists«* statt, die in einem großen Überblick die verschiedensten Positionen zeitgenössischer Kunst aus unserer Kollektion präsentiert. # Neben dem breit gefächerten Programm figurativer Malerei erwarten dem interessierten Besucher zwischen dem 01. und 08. September 2010 diesmal auch Vertreter der abstrakten Richtungen sowie eine qualitativ hochwertige und beachtenswerte Skulpturenausstellung.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2010-08-28
Künstler: Richard Heß, Gertraude Zebe, Marie la Varande, Chengdong GUO
Thema: Das domestizierte Pferd, das seit Urzeiten zum Begleiter des Menschen gehört, ist untrennbar mit der Entwicklung unserer Zivilisation verknüpft. # Zahlreiche Bildwerke der Kunstgeschichte stellen dieses enge Zusammenleben in vielfältiger Weise dar. Dabei setzt die Ausstellung den Fokus auf die zeitgenössische Bildhauerkunst und präsentiert erstmalig in Münster die Bronzeskulpturen der beiden in Frankreich lebenden Künstler +Marie la Varande* und +Chengdong Guo* sowie die „zezootiere“ +Gertraude Zebes* und zwei der bedeutendsten Monumentalplastiken aus dem Œuvre des bekannten deutschen Bildhauers +Richard Heß*. In ihren Bildwerken nähern sich diese vier Künstler und Künstlerinnen in einer vielfältigen und äußerst spannungsvollen Formensprache dieser vielschichtigen und geschichtsträchtigen Beziehung zwischen Mensch und Pferd.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2010-02-13
Künstler: Jürgen Klück
Thema: In den Fotografien von Jürgen Klück taucht der atemberaubende Moment zwischen dem Erscheinen und Verschwinden der Dinge wie eine Emanation aus einem Farben- und Lichtmeer auf. Die abgelichtete Realität befindet sich in einem spannungsreichen und äußerst vitalen Schwebezustand zwischen dem Einst und dem Jetzt, zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei erscheint die Zeit gewissermaßen bis ins Unendliche gedehnt. Durch die gezielte Bewegung der Kamera zerfließt und spaltet sie sich in eine sequenzartige Auffächelung der Dinge auf, in denen die verschiedenen Bewegungsrichtungen ein eigenes, von der Realität völlig autonomes Gegenbild entwerfen.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-11-28
Künstler: Malgorzata Kleyna-Sobczak
Thema: Die Kunst Malgorzata Kleyna-Sobczaks ist kompromisslos, provokant und voller Aufbegehren gegenüber den bestehenden gesellschaftlichen Konventionen, in deren Geflecht der Mensch sich bewegt. In ihren Bildern begegnen uns in einer außerordentlich expressiven und kraftvollen Bildsprache gestisch bestimmte Figurationen mit chiffrenhaften Gestalten, die uns mit den elementaren Lebenserfahrungen unserer Existenz konfrontieren. Die überwiegend großformatigen und extrem farbigen Gemälde der Künstlerin erwarten Sie vom 31. Oktober bis zum 28. November 2009 in der Galerie Michael Nolte. # Die Vernissage findet am Freitag, den 30. Oktober 2009 um 19 Uhr statt.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-10-07
Künstler: Gan-Erdene Tsend
Thema: Gleich eines visuellen Vertigos – eines Schillern und Flirren der Farben – stellt +Gan-Erdene Tsend* den Betrachter vor die unendlichen und stillen Weiten seiner mongolischen Heimat. Im Geflimmer der pointillistisch erfassten Landschaft, in der sich im Irisieren der Farbe die Dinglichkeit aufzulösen scheint, changiert der Eindruck zwischen schwebender Leichtigkeit und strahlender Intensität des Farbklangs. So entstehen vor den Augen des Betrachters eindringliche Traumlandschaften, die sich vorrangig auf der Grundlage der sinnlichen Qualität der Farben entwickeln. Ihre optischen Wertigkeiten und ihre malerische Behandlung verdichten sich zu einer pointillistischen all-over-Struktur, deren perspektivische Eigenschaften sich zu einer tiefenräumlichen Wirkung verbinden. Es entsteht ein Naturschauspiel, dessen Farbrausch eine energetische Dynamik voll endloser Poesie entwickelt und in der die Erhabenheit des mongolischen Naturraumes geradezu eine metaphysische Transzendenz erfährt. # Die Vernissage mit einem Einführungsvortrag der Journalistin und Kennerin der mongolischen Kultur und Natur Doris Götting findet am Freitag, den 11. September 2009 um 19 Uhr statt.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-09-09
Künstler: Juan Garcia Ripollés, Fons Bemelmans, Hans Georg Dornhege, Alexander Besel, Sergej Sologub, Galina Zmanovskaja, Jun Ho Cho, Gan-Erdene Tsend, QiWei Zhang
Thema: Zur +»Nacht der Museen und Galerien«* findet in unseren Galerieräumen im Spiekerhof eine einmalige Gesamtschau all jener Künstler statt, die in Einzelausstellungen bei uns präsentiert wurden bzw. in Kürze werden. Zwischen dem 05. bis 09. September 2009 zeigen wir Ihnen figurative Malerei und Bildhauerei aus den unterschiedlichsten Kulturbereichen. # Dazu gehören international so anerkannte Künstler wie der spanische Skulpteur +Juan Garcia Ripollés* (geb. 1932 in Castellón, Valencia), der niederländische Bildhauer +Fons Bemelmans* (geb. 1938 in Maastricht) und der münsteraner Künstler +Hans Georg Dornhege* (geb. 1938). # Neben diesen namhaften Künstlern aus Westeuropa bildet ein Schwerpunkt unseres Ausstellungsprogramms der »Blick nach Osten«: mit +Alexander Besel* (geb. 1971 in Frunze, Kirgisien), +Sergej Sologub* (geb. 1957 in Kirovograd, Ukraine) und +Galina Zmanovskaja* sind Künstler/-innen aus der ehemaligen Sowjetunion vertreten, die thematisch und stilistisch kaum unterschiedlicher sein könnten. # Des Weiteren zeigen wir Ihnen ganz junge Kunst aus dem fernen Asien: +Jun Ho Cho* (Korea), Gan-Erdene Tsend (Mongolei) und +QiWei Zhang* (China) gehören zu den viel versprechenden Talenten der Kunstakademie Münster. # In der +»Nacht der Museen und Galerien 2009«* können Sie in unserer Galerie einen Reichtum und eine Vielfalt an künstlerischen Konzepten erleben, die einen spannenden Einblick in die innovative Dynamik der zeitgenössischen Kunstszene verspricht.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-06-26
Künstler: Andreas Löchte
Thema: Spontan, vital und direkt sind die Fotografien des münsteraner Fotokünstlers Andreas Löchte, die dem interessierten Besucher vom 6. bis 26. Juni in der Galerie Michael Nolte erwarten. Dabei werden in streng limitierter Auflage großformatige Impressionen von Mensch und Natur Ozeaniens, Australiens, Nordamerikas und Indonesiens präsentiert. In dem alles entscheidenden Moment – dem »Knopfdruck« – verwandelt Andreas Löchte die Wirklichkeit vor seinem Objektiv ins Überzeitliche: im Falle seiner Menschenbildnisse entstehen so psychologisch faszinierende Seelenporträts, im Falle seiner Naturschilderungen transzendente Traumlandschaften.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-05-30
Künstler: QiWei Zhang, Jun Ho Cho
Thema: Wie in dem preisgekrönten Film +»Lost in Translation«* wird die Kunst der beiden jungen Künstler QiWei Zhang und Jun Ho Cho von dem Phänomen der Losgelöstheit, dem schon-weg- aber noch-nicht-hier-Gefühl, durchweht. Durch die eingenommene Perspektive und die Sichtweise auf die Menschen und ihre Zivilisation führen uns die Künstler in ihre, auf uns fremdartig und rätselhaft wirkende Welt des Fernen Ostens. Trotz der Berührung mit westlichen Traditionen werden die Kulturen des »Reichs der Mitte« und Koreas spürbar und üben ihre ganze Faszination auf uns aus. # Beide Künstler konzentrieren sich stark auf die Darstellung des Menschen. Mit hohem malerischem Können rücken sie die Porträtierten ins Zentrum ihres Schaffens. Eindringlich und mit hoher Präsenz treten die abgebildeten Personen dem Betrachter gegenüber. Dabei suchen sie häufig den direkten Blickkontakt, indem sie frontal und direkt dem fiktiven Betrachter in die Augen schauen. # +QiWei Zhang* wurde 1979 in Shanghai (China) geboren und studiert seit seinem Umzug 2001 nach Deutschland an den Akademien in Bremen und Münster. Die aktuellen Fragen der Globalisierung und die damit verbundene Desorientierung und Identitätssuche fließen sehr subtil in die Porträts seiner Menschen ein. Diese sensiblen Seelenbildnisse gelingen ihm auch deshalb so gut, weil die Porträtierten bei dem Künstler Modell sitzen. So wird neben dem künstlerischen auch ein persönliches Interesse an dem dargestellten Menschen spürbar. Dies wird in einem Porträtzyklus von 2007 besonders deutlich. Im bildfüllendem Format erscheinen die Gesichter ehemaliger Studienkollegen; erst sind es die europäischen, später die chinesischen Freunde. Die nahezu fotorealistische Darstellung bekommt aber hier und da Risse und gibt Einblick in eine andere, tiefer liegende Ebene vom abgebildeten Freund. In seiner neusten Serie mit dem Titel »Buntes Leben« zoomt der Künstler die Personen noch stärker heran. Die Augen sind geschlossen, als kehre der Porträtierte seinen Blick nach innen. Das Gesicht selbst ist in ein vielfarbiges Lichtspiel getaucht, das eine friedliche und stark poetische Wirkung erzeugt. Mit dieser Verbindung aus Abstraktion und Gegenständlichkeit entsteht eine Spannung, die zwischen dem malerisch-ornamentalen Farbexperiment und der Frage changiert, ob das Farbspiel ein Spiegel seelischer Zustände ist oder der farbige Widerschein der Neonreklamen der großen Metropolen unserer kosmopoliten Welt. # Der 1975 in Pusan (Korea) geborene +Jun Ho Cho* studiert seit 2004 an der hiesigen Kunstakademie. Der Künstler wählt einen größeren Abstand zum Abgebildeten. Seine Porträtierten sind häufig in der Gesamtansicht oder zumindest als Halbfigur ausgeführt. Dabei erscheinen sie auf einem diffusen Hintergrund, der aus hellen, transparenten Farben besteht. Durch Aufhellungen in Weiß entsteht ein duftiger malerischer Eindruck. Hinzu kommt oft eine verschwommene Maltechnik, die wie mit einem Weichzeichner ausgeführt ist, wodurch eine gewisse Unschärfe erzeugt wird. Der Dargestellte präsentiert sich in Posen, die er für den Künstler einnimmt. Es handelt sich nicht um eine zufällig eingenommene Position, sondern um eine bewusst gewählte, inszenierte Haltung. Die Gesichter starren einen meist mit aufgerissenen Augen an: mal verwundert, überrascht, mal verzagt, ängstlich und mit leicht weinerlichen Unterton, mal verschmitzt und mal anklagend. Der Blick sucht die direkte, bisweilen provokative Konfrontation mit dem Betrachter und erzeugt gleichzeitig einen befremdlichen Eindruck. Die Dargestellten bleiben einem eigenartig distanziert und berühren zugleich. Es scheint als ob der Porträtierte durch die eingenommene Pose eine Barriere aufbaut, mit der er sich vor allem Fremden zu schützen sucht. Dennoch scheinen durch diese Haltung seine eigene Befindlichkeit und seine eigenen Ängste durch. # QiWei Zhang und Jun Ho Cho präsentieren zwei spannende Positionen in dem Geflecht aus Kultur und ihren zivilisatorischen Zwängen, aus Tradition und Moderne – oder anders gesagt: der Mensch im Irgendwo der Kulturen, im »Lost in Translation«.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-04-18
Künstler: Sergej Sologub
Thema: Die Ausstellung widmet sich dem komplexen und vielseitigen Werk von +Sergej Sologub*. Im Mittelpunkt stehen Bilder von New York, Küstenlandschaften und Frühstücks-Still-Leben. # Die Malerei des gebürtigen Russen Sologub, der seit 1991 in Deutschland lebt und arbeitet, ist durchtränkt von akribischer Genauigkeit und einer Vorliebe für eine detaillierte Schilderung der Natur. Seine Bildwelten sind von einer Atmosphäre durchdrungen, in der die Zeit wie eingefroren erscheint. Es geht um das Festhalten eines einzigen, einzigartigen Moments, in dem das Verhältnis zwischen der Natur bzw. dem Objekt und dem Pinsel des Malers anschaulich wird. Dabei offenbaren sich dem Betrachter immer kleine, schnell zu übersehende Unstimmigkeiten. Das auf dem ersten Blick erfasste stolpert gewissermaßen darüber und wird so zum Innehalten veranlasst. Aus der Hektik unserer Alltagswelt bietet uns der Künstler eine Verweilmöglichkeit und einen fiktiven Ort der Ruhe an.# Die +»New York Serie«* wird beherrscht von ruhigen, erstarrten Winterstadtlandschaften. Keine Menschen, keine Autos oder andere Anzeichen dynamischen, urbanen Lebens findet der Betrachter in diesen Bildern. Die Stadt ist völlig entleert und wirkt wie leer gefegt. Nur die winterlich verschneite Natur und die Wolkenkratzer als stumme Zeugen menschlicher Zivilisation bestimmen den Bildinhalt. Sie erzeugen eine Stimmung, die zwischen Idylle und dumpfer Vorahnung, die von einer hereingebrochenen oder herannahenden Katastrophe kündet, schwankt. # Dagegen beschäftigt sich Sologub in seinen +Frühstücks-Still-Leben* mit Fragen des Gleichgewichts. Wie in den großen niederländischen Still-Leben des 17. Jahrhunderts arrangiert Sologub die einzelnen Gegenstände aus dem Alltagsleben (Kannen, Gläser, Früchte und Gemüse) auf einem Tisch. Doch anders als dort sind die Dinge oft zu einem wagemutigen Balanceakt einander zugeordnet, der die Gravitationsgesetze völlig außer Acht lässt. Auf diese Weise rückt die Illusion einer dargestellten Naturwirklichkeit in den Hintergrund. An deren Stelle tritt die Konzentration auf Form, Gewicht und Komposition. Die Dinge deuten den Taumel der sich rasch verändernden Zeit an. # Auch die +Küstenlandschaften* widmen sich der Darstellung des Wandels. Das Meer zwischen Ebbe und Flut dokumentiert durch den festgehaltenen Moment – den Stillstand der Zeit – den Unabwendbaren Verlauf des Lebens und der Natur. # Die Malerei Sergej Sologub ist eine leise, ruhige Kunst, die sehr subtil, aber liebevoll einen Blick auf unsere Welt wirft. Sie stellt uns einen virtuellen Meditationsraum zur Verfügung, der zu Nachdenklichkeit, Reflexion, aber auch zu einem humoristischen Blick auf unser Leben anregt.#
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2009-01-06
Künstler: Hans-Georg Dornhege
Thema: +Buen Camino* / +Frottagen mit Überzeichnungen entstanden auf dem Jakobsweg 2008* # Die Werkzyklen des 1938 in Münster geborenen Künstlers Hans-Georg Dornhege, der in den 60er Jahren Mitglied der bekannten Berliner Ausstellungsgemeinschaft »Galerie Großgörschen« war, entstehen häufig im Zusammenhang seiner Reisen und mehrjährigen Auslandsaufenthalte. Und so war seine Pilgerreise zum Grab des Heiligen Jakob nach Santiago de Compostela in Nordspanien – dem so genannten +Buen Camino* – der Anlass, der ihn zur Konzeption dieser Bildserie anregte. # Unter dem Motto +»GEHEN – STEHEN – LIEGEN«* vereint der Künstler in einzigartiger Weise die unterschiedlichen Erfahrungswelten, die der Pilger – oder allgemeiner ausgedrückt – der Wanderer auf seiner Reise erlebt. Auf diese Weise findet sich der Jakobsweg in den einzelnen Bildern in drei verschiedenen Zuständen der Realität wieder: # Das »GEHEN« als Beschreiten des Jakobswegs als solches wird durch Frottagen von Gullideckeln und durch farbige Pilgerstempel, die im Pilgerausweis die einzelnen Stationen festhalten, abgebildet. Das »STEHEN« bezieht sich auf das Zeichnen als ein skriptuales Erfassen der visuellen Impressionen. Hier wird die Vergangenheit als ein weiterer Realitätszustand gegenwärtig, denn in den historischen Bauten entlang des Jakobswegs dokumentiert sich die Geschichte des Buen Camino. Durch den Akt des Zeichnens wird die Vergangenheit in die Gegenwart transportiert, indem sie wie Spuren auf dem Papier Abdrücke einer vergangenen Zeit hinterlässt. Das »LIEGEN« erklärt sich aus dem manuellen Druckverfahren. So wird bei der Frottage das Papier auf den Gullideckel gelegt und mit Graphitstift seine Oberflächenstruktur durchgerieben. Außerdem beeinflussen die Wetterbedingungen den Entstehungsprozess der einzelnen Blätter. # In diesen drei Realitätsbezügen zeigt sich die +konzeptionelle Idee*, die neben Wirklichkeitsform und – wahrnehmung auch einen zeitlichen Aspekt thematisiert. Dabei wirken im Zusammenklang die durchgedrückten Gullideckel auf dem dünnen, stellenweise leicht zerknitterten Papier und die darüber gezeichneten Landschaftseindrücke wie alte +Landkarten*, in denen die einzelnen Bildebenen unterschiedliche Realitätsformen visualisieren: Die Frottagen als Abbild des Pilgerns, die Tuschezeichnungen als skriptuale Beschreibungen der visuell erlebten Eindrücke und die Einwirkungen der Witterungsverhältnisse veranschaulichen spannungsvoll den Buen Camino als mentale Repräsentation des real und kognitiv Erlebten. # Wir freuen uns auf ihren Besuch
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2008-10-30
Künstler: Alexander Besel Meisterschüler von Jörg Immendorff
Thema: +Maler • Fische • Schmetterlinge und das Mädchen in der Badewanne* # Alexander Besel/ Meisterschüler von Jörg Immendorff # Alexander Besel, der 1971 in Frunze (Kirgisien) geboren wurde, war von 1996 bis 2000 Schüler der Düsseldorfer Kunstakademie und dort in der Meisterklasse von Jörg Immendorff. Wie sein Lehrer verpflichtet sich Besel in seiner Kunst der figurativen Malerei, die neben narrativen Elementen besonders neue Rezeptionsstrategien mimetischer Bildformen erprobt. Dabei sucht der Künstler Darstellungsformen, die beim Betrachter Verfremdungen und Irritationen erzeugen. Diese erreicht er durch einen ungewöhnlichen Blickwinkel auf die dargestellte Bildsituation. Häufig schaut der Betrachter aus der Froschperspektive in einen bisweilen extrem verzerrten Bildraum oder er blickt wie ein Taucher durch das Wasser in die jenseits der Wasseroberfläche befindliche Welt. Weitere Kompositionstechniken sind unter anderem stark kontrastierende Größenverhältnisse und Spiegelungen. # In der Kunst Alexander Besels steht immer der Mensch im Mittelpunkt der Bildbetrachtung, auch wenn er figurativ nicht auftritt. Seine Menschenbilder bestimmen auch den Inhalt dieser Ausstellung. Dabei werden vor allem drei Themenkomplexe vorgestellt. # Darunter sind seine +Malerporträts* bekannten Künstlern der modernen und zeitgenössischen Kunst – wie sein Lehrer Immendorff oder Francis Bacon, Marc Chagall und Max Beckmann – gewidmet. Sie bildet Besel mit charakteristischen Elementen ihrer Malerei ab, die wie Attribute die Identität des jeweiligen Künstlers indizieren. Auf diese Weise verbinden sich in seinen Porträts die Maler mit ihrem Werk zu einer untrennbaren Einheit, so dass die Persönlichkeit des Künstlers sich allein aus seiner Kunst definiert. # In seinen +Fischbildern* schaut der Betrachter durch ein Aquarium gewissermaßen mit den Augen der Fische auf die im Hintergrund dargestellte Szene. Durch diese „Fischperspektive“ entsteht eine meditative und friedliche Atmosphäre, in der die Zeit stehen zu bleiben scheint. Dagegen erzeugen die +Schmetterlinge* mit ihrem flatterhaften Wesen und ihrem spielerischen Flug eine heitere „Leichtigkeit des Seins“, die zum einen eine fröhliche und traumhafte, fast poetische Stimmung erzeugen, zum anderen aber auch im Kontrast zu der Düsternis der abgebildeten Landschaft oder der Isolation der im Hintergrund dargestellten Menschen steht. Auch hier liegt die Irritation in der Dissonanz zwischen den einzelnen Bildelementen. # +Und das Mädchen in der Badewanne?* Sie ist Teil einer Serie, die den Menschen in seinem Alltagsleben reflektiert. Mal in der Badewanne, mal beim Duschen, Zähneputzen oder im Bus auf dem Weg zur Arbeit. All dies sind Situationen, in denen sich jeder Mensch und damit der Betrachter täglich wieder findet. Doch die extrem gewählte Perspektive löst das Sujet aus seiner trivialen Banalität und macht es zum Experiment neuer malerischer Ausdrucksmöglichkeiten. # Die Kunst Alexander Besels wird somit durch die verschiedenen Formen der Verfremdungen charakterisiert. Die dadurch hervorgerufenen Irritationen beruhen dabei immer auf der gewählten Perspektive. Durch sie erzwingt der Künstler eine vom ihm einkalkulierte Sichtweise auf die abgebildeten Dinge. Besel manipuliert den Betrachter und löst in ihm – je nach Bildsujet – bestimmte Empfindungen aus. Figuration, Narration und Emotion verbinden sich so in besonderer Weise und versprechen einen spannenden und anregenden Dialog zwischen dem Maler, seiner Kunst und dem Betrachter. Vielleicht ist der Einfluss des großen Meisters Jörg Immendorff noch in dem einen oder anderen Element seiner Arbeiten spürbar, doch hat Alexander Besel schon längst begonnen, seinen eigenen Weg innerhalb der zeitgenössischen Kunst zu beschreiten. # Maler • Fische • Schmetterlinge und das Mädchen in der Badewanne eine Ausstellung in der Galerie Michael Nolte vom 05. bis 30. November 2008.
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2008-09-27
Künstler: Tapisserien und Pendulen
Thema: +Exotische Welten/ Edle Wilde* # Tapisserien und Pendulen Eine Ausstellung des Kunsthandel Michael Nolte vom 13. bis 27. September 2008.# #Die Ausstellung widmet sich den in Tapisserien und Pendulen dargestellten fremden und unbekannten Welten. Dabei bewegen sich die Themen der ausgestellten Exponate zum einen auf historischen Spuren, in dem sie in Gestalt von Mythologien die Geschichten der antiken Götter und Helden erzählen. Während bei den Pendulen Darstellungen von Amor und Venus besonders beliebt waren, verbildlichten Tapisserien gerne eine verklärte Gartenidylle, die das goldene Zeitalter im Mythos Arkadiens oder die Sehnsucht nach dem Garten Eden wach rufen. #Zum anderen richtet die Ausstellung ihr Augenmerk in die geographische Ferne, deren Faszination genährt wurde von den Entdeckungen neuer Kontinente und deren Exotik durch fiktive und realistische Reiseberichte über die „edlen Wilden“ Afrikas und Amerikas sehr populär wurde. Der Reiz lag hier in der Gegenüberstellung von Natur und Zivilisation, in der die Bewunderung des Exotischen und vermeintlich Ursprünglichen eine bisher unbekannte Wertschätzung erfuhr.#Tapisserien und Pendulen stellen zwei sehr unterschiedliche Kunstmedien dar, die in dieser Ausstellung erstmalig in sehr konzentrierter Form aufeinander bezogen werden. Die Tappisserien stammen dabei überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die Pendulen dokumentieren die Kunstform des Louis XV, Louis XVI, Directoire und des Empire. #Die aus Wolle oder Seide gewebten Bildwelten der Tapisserien gehörten zu den größten Ausstattungsstücken der Schlösser. Neben ihrer schmückenden, erzählenden oder auch häufig den Besitzer verherrlichenden Funktion leisteten sie einen wichtigen Beitrag zu den klimatischen und akustischen Bedingungen ihrer Räume. Ihre Blütezeit erlebten sie im Mittelalter und in der Renaissance. Ihre enorme Kostbarkeit liegt nicht nur im Materialwert, sondern auch im hohen Zeitaufwand und in der Vielzahl der zu ihrer Herstellung benötigten Handwerker.#Die in Bronze gegossene Pracht der Pendulen vereint die technische Raffinesse des Uhrmachers mit den geistigen und ästhetischen Inhalten des Gehäuses. Für den Entwurf und die Ausführung der Gehäuse wurden häufig die hervorragendsten Künstler der jeweiligen Epoche herangezogen. Ein besonderer Reiz liegt auch in der Verbindung der Funktion der Uhr als Zeitangabe mit der symbolischen Darstellung der Zeit im Bildprogramm des Gehäuses. Als historisches Zeugnis ihres Zeitalters dokumentieren die Pendulen ihrerseits eindrucksvoll das Phänomen Zeit.#In der Ausstellung „Exotische Welten – Edle Wilde“ werden die verschiedenen Vorstellungen von vergangenen, sagenumwobenen Zeiten und fernen Ländern lebendig, die die Menschen des 16. bis 18. Jahrhunderts bewegten.## Kunsthandel Michael Nolte Spiekerhof 44 48143 Münster# www.kunsthandel-nolte.de
Ort: Galerie Simon Nolte bis: 2008-08-10
Künstler: Exter, Puni, Popova, Udalc’ova, Rodčenko, Rozanova, Sujetin, Lissitzky, Čechonin, Morgunov, Kogan, Tschaschnik
Thema: Die Russische Avantgarde stellt mit ihrer ästhetischen Radikalität und Vielfalt sowie mit ihrer Innovationsdynamik ein einzigartiges Phänomen innerhalb der Kunstgeschichte dar. Angetrieben von der Vision in geistige, außerhalb der Wahrnehmung stehende Bereiche vorzudringen, entwickelten die Künstler verschieden Wege in Abstraktion. Zu den wichtigsten Quellen gehörten dabei die verschiedenen Bildtraditionen der russischen Volkskunst und die verschiedenen Bildtraditionen der russischen Volkskunst und die neusten Entwicklungen Westeuropas. Das Spektrum der ausgestellten Werke widment sich diesem Reichtum an künstlerischen Lösungen: Es reicht von opulenten Bühnenentwürfen Baksts über den farbdynamischen Kubo-Futurismus Exters, Punis, Popovas und Udalc’ovas, den suprematistischen Bildvisionen Rodcenkos, Rozanovas und Sujetins bis hin zu den Prounen Lissitzkys. Werke von Cechonin, Morgunov, Kogan und Tschaschnik ergänzen die Ausstellung und bezeugen die Vielfalt und Diversität der russischen Kunst dieser Jahre.