
31.08.2025 - 02.11.2025
Moritz Neuhoff // SHIFT
Ort: Hengesbach bis: 2024-12-13
Künstler: Siebert, Björn
Thema: BJÖRN SIEBERT – YOUTH WORSHIPPERS Eröffnung: Sonntag, 27. Oktober, 11.30 - 15 Uhr 27. Oktober - 13. Dezember 2024 Hengesbach Galery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal, Öffnungszeiten: Di - Fr 14 - 18 Uhr u.n.V. In unserer Ausstellung „Youth Worshippers“ werden wir zwei neue fotografische Werkzyklen von Björn Siebert zeigen: in zwei großen Bildblöcken werden sich sommerlich spielerische Selbstinszenierungs- und Selbstversunkenheitsdarstellungen heutiger Jugendlicher niederschlagen, gleichzeitig wird auch die Nachtseite mit Vergänglichkeit, Tod, Verfall im schillernden Dämmerlicht untiefer Gewässer aus der Perspektive von Jugendlichen zu Wort kommen. Bei beiden spielt die Magie des zufällig entstandenen, mit dem eigenen Antlitz und Körper spielenden Bildes eine wichtige Rolle, welches aus spontaner Aktion hervorgegangen ist. Nicht der perfekte Körper, die Stimmigkeit und Prägnanz des Ausdrucks in einer offenen Lebenssituation steht im Vordergrund: das absichtslose Spiel mit sich selbst, mit dem jugendlichen Alter, mit Unschuld, Unreife, Probierlust an eigener Bewegungs- und Ausdrucksfähigkeit des Körpers, welche nicht an ein festes Gegenüber, sondern allenfalls an die Sonne, den Wind, das sommerliche Draußen adressiert zu sein scheint. Abb.: Björn Siebert, aus der Serie"Saving Gotham", 2024, C-Print, 41,5 x 29 cm
Ort: Hengesbach bis: 2024-07-05
Künstler: Lennart Martin, Björn Siebert, Markus Willeke
Thema: Das Wort Menetekel bezeichnet Anzeichen drohenden Unheils, wobei es sich von seiner biblischen Bedeutung um Zeichen handelt, die nicht eindeutig zu lesen sind, und auch das Drohende nicht eindeutig kundgeben, damit aber das Latente oder Unterschwellige umso bedrohlicher erscheinen lassen. In der bildenden Kunst können solche Anzeichen durch eigenartige Farbkombinationen, durch seltsames Licht oder abgedrehte Figurationen gesetzt werden. Die Ausstellung thematisiert die Suggestionsmöglichkeiten von Malerei und Fotografie und lenkt zugleich den Blick auf die Netzwerke kultureller Praktiken, die uns beständig unterschwellig mit Verweisen auf das Nicht-Fassbare, Unheimliche, Schockierende versorgen.
Ort: Hengesbach bis: 2024-05-03
Künstler: Semper, David
Thema: David Semper // "Foyer" Ausstellungseröffnung: Sonntag, 17. März, 11.30 – 15 h Ausstellungsdauer: 17. März - 3. Mai 2024 Hengesbach Gallery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal Öffnungszeiten: Di - Fr 14 - 18 Uhr
Ort: Hengesbach bis: 2023-10-13
Künstler: Alex Hanimann
Thema: Eröffnung: Sonntag, 27. August, 11.30 – 15 h Dauer: 27. August - 13. Oktober 2023 Bilder sind zusammengesetzt aus Bestandteilen, die sich figurativ oder abstrakt deuten lassen. Sie sind darin nicht so verschieden von Texten, die aus Sätzen, Wörtern, Buchstaben bestehen. Auf medialen Bildseiten ist beides angeglichen, insofern beides dann aus Zusammenballungen von Punkten in unterschiedlichen Dichtigkeiten besteht. Hanimann interessiert sich in seinem Werk für die Fallstricke oder das Schicksal von Sinn in unserer sozialen Kommunikation. Wie kommt Sinn zustande, wie kann Sinn auch wieder verlustig gehen, sich auflösen, zu Halbsinn oder Unsinn werden? Bilder enthalten Sinn und zugleich Unsinn, weil ihre unterschiedlichen Bestandteile nicht zusammenpassen müssen und auch häufig nicht zusammenpassen. Zwar versuchen wir durch sprachliche Beschreibungen den Sinngehalt von Bildern hervorzuheben, merkwürdigerweise ist aber gerade das Unsinnige in Bildern das häufig besonders Erinnerte. Diesen Verschiebungen von Sinn, Erinnerung und Unsinn geht Hanimann in seinen Bildkonstruktionen nach.
Ort: Hengesbach bis: 2023-06-30
Künstler: Joseph Marioni
Thema: Eröffnung: 30. April, 11:30-15:00 Uhr Dauer: 30. April - 30. Juni 2023 Wenn ich mich als bildender Künstler nicht in erzählerische Verästelungen der Welt verlieren möchte sondern mich nur auf die elementare Wucht oder Gewalt des sinnlichen Erscheinens konzentrieren und gleichzeitig aber mein eigenes künstlerisches Tun nicht in den Dienst eines illusorischen Scheines, sondern in den Dienst von Klarheit und Strenge stellen will, dann muss ich zu dem vordringen, was das Erscheinen in seinem Kern ausmacht: Licht. Alles visuelle Erscheinen ist gebunden an Licht. Im Licht erscheinen als Bestandteile die Urtypen von Farben. Das künstlerisch malerische Anliegen von Joseph Marioni ist zu zeigen, was es bedeutet, solche Urtypen von farbigem Licht einerseits draußen in der Welt, zugleich aber in uns als eigenes körperliches Ereignis spüren zu können. Marioni schichtet dünne Schleier von Farbe übereinander, so dass sie eine besondere Farbintensität wie zugleich Lichthaftigkeit erreichen. Zugleich macht er den malerischen Prozess besonders an den Rändern seiner Bilder sichtbar, indem er die flüssige Farbe und ihren Verlauf spürbar werden lässt. Der Verlauf der Farbe wird zu einem Widerschein unseres eigenen inneren Empfindens der Farbe. Joseph Marioni geb. in Cincinatti, lebt seit mehr als 50 Jahren in New York und hat in den siebziger Jahren die Bewegung des Radical Paintings ins Leben gerufen. In diesem Jahr wir er 80 Jahre alt. In den letzten Jahren sind besonders eindrückliche ‚Farb-Porträts’ entstanden, die wir aus Anlass seines Geburtstages zeigen. Bildunterschrift: Joseph Marioni, "Yellow Painting" (Detail)
Ort: Hengesbach bis: 2023-01-02
Künstler: Dieter Kiessling
Thema: Eröffnung: Sonntag, 19. Februar, 11.30 – 14 h Dauer: 19. Februar - 2. April 2023 Den Horizont können wir nicht erreichen, weil er sich in Abhängigkeit von unserem Standpunkt verschiebt, dennoch versuchen wir es immer wieder. Der Horizont selber ist nicht sichtbar, aber am Horizont kann etwas erscheinen, etwas gerade noch Sichtbares in der weitesten Ferne, das mehr ist als ein bloßer Punkt. Mittels optischer Geräte sind wir in der Lage, dieses Ferne heranzuzoomen und uns näherzubringen, aber erfahren wir wirklich mehr von ihm? Werden wir nicht stattdessen in eine Bewegung hineingezogen, die sich weniger mit dem Entfernten als vielmehr mit unserem Sehen beschäftigt, mit unseren Erwartungen? Und führt diese Bewegung nicht zu Sichtbarkeiten, die nicht mehr außerhalb von uns, sondern in uns liegen?
Ort: Hengesbach bis: 2023-01-27
Künstler: Markus Willeke
Thema: Markus Willekes Bilder sind getragen von der Fluidität und dem Drive der Farbe, die er bis an die Grenze des Kontrollverlustes ausreizt; seine Themen sind Vergänglichkeit, Flüchtigkeit und Unbeständigkeit unserer Lebensverhältnisse, die Schnelligkeit des Wandels unserer kulturellen Moden, und unser prekäres Umweltverhältnis. Seit zwei Jahren beschäftigt er sich mit Vögeln, - ursprünglich Inbegriff von Lebendigkeit und Freiheit der Bewegung – in ihrem toten Zustand, wenn sie auf der Erde liegen, wehrlos, erstarrt, ohne künftige Aufschwungmöglichkeiten, ohne Abschluss ihres Lebens. Diese Abruptheit drückt Willeke aus in schwarzen Farbkaskaden und Farbrinnsalen, die sich selbst den Weg ihrer Form gebahnt zu haben scheinen. Eröffnung: Sonntag, 20. November, 11 – 15 h
Ort: Hengesbach bis: 2022-06-24
Künstler: Hutgens, Tristan Ulysses
Thema: Eröffnung: Sonntag, 8. Mai, 11 - 15 h Laufzeit: 10. Mai - 24. Juni 2022 Hengesbach Gallery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal Im Fokus der bildhauerischen Aufmerksamkeit von Tristan Ulysses Hutgens steht nicht die individuelle Formfindung, sondern das Erforschen des Wesens des Materials. Hierfür muss er das Material bearbeiten, die Bearbeitungsmöglichkeiten auf ihre Konsistenz prüfen, die Prozesse der Bearbeitung immer und immer wieder vollziehen und sie dabei mitunter auch überreizen. In einer solchen Überreizung gibt das Material uns erstaunlich sinnliche Geheimnisse preis, nicht nur über sich selbst, sondern auch über unsere Beziehung, unsere Nähe zu ihm, unsere Empfindungsmöglichkeiten und auch über unser eigenes Selbstverständnis, darüber, wie wir uns als materielle Wesen inmitten der prozesshaften Natur verstehen. Ein grundlegender Schritt ist immer wieder, die Außenseite und die Innenseite das Materials zu vertauschen, es umzustülpen, es aufzuschließen und wieder zu verschließen, es zu verdrehen und zu wenden, es heiß werden zu lassen und es abzukühlen, ihm Nahrung zuzuführen, seine chemische Konsistenz mittels anderer Materialien wie Säuren und Laugen offenzulegen und in all dem Tun das Licht auf es zu werfen und das Licht durch es scheinen zu lassen und es wieder gegen das Licht zu verschließen, um von seinem Geheimnis etwas zu lüften und es doch als Geheimnis zu bewahren. Eröffnung: Sonntag, 8. Mai, 11 - 15 h Laufzeit: 10. Mai - 24. Juni 2022 Hengesbach Gallery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit europäischem und amerikanischem Schwerpunkt. DasProgramm reflektiert in vielfältiger Weise die Möglichkeiten von künstlerischen Medien und sucht den Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie. Es werden jährlich circa 6 Ausstellungen realisiert. Die intensive Zusammenarbeit mitKünstlern, musealen Institutionen und Universitäten bildet seit über zwanzig Jahren die Basis für ein ästhetisches Verständnis von Kunst, das über die reine Marktausrichtung hinausgeht. Anspruchsvolle Publikationen und Gesprächsrunden mit geladenen Gästen aus dem kunst- und medienwissenschaftlichen Bereich bereichern die theoretische Auseinandersetzung mit Fotografie, Malerei, Bildhauerei, Zeichnung und Video.
Ort: Hengesbach bis: 2022-01-14
Künstler: Lieber, Axel
Thema: Eine Asservatenkammer ist ein gesicherter Raum zur Aufbewahrung von Beweisstücken. Axel Liebers Kammer lässt sich nicht betreten, ist aber von außen einsehbar. Sie hat etwas von einer Stellage, an oder in welche die Beweisstücke eingepasst sind. Beweise geben nie ein vollständiges Bild, sie sind Fragmente des vergangenen Geschehens. Sie nehmen keine Rücksicht darauf, ob sie uns angenehm oder unangenehm sind, sie stellen bloß, die Entblößungen werden aber nur skelettiert sichtbar. Sie sollen dem Kern einer Sache auf den Grund gehen, sollen das Geschehen verdichten, stellen dabei jedoch das Ganze auf den Kopf oder stülpen es um, so dass das Innere nach Außen gewendet und das Äußere auf sein Inneres befragt wird. Sie sind etwas Konkretes und sollen doch die allgemeine Tragweite von Handlungen unter Beweis stellen. Ausgangspunkt für Handlungen sind oftmals Hände. Ihr geheimes oder unterschwelliges Leben, ihre indirekte Sichtbarkeit spielt in vielen von Liebers Skulpturen eine zentrale Rolle: in Bewegungssuggestionen, in Formkompressionen oder als Verborgenes hinter den Hüllen. Abbildung: Asservatenkammer, 2021, Holz, Lack, diverse Skulpturen und Modelle, ca. 250 x 220 x 280 cm
Ort: Hengesbach bis: 2021-10-01
Künstler: LORCAN O‘BYRNE
Thema: Entlang gleiten, mit dem Pinsel eine Wegstrecke vor sich haben, soweit die Farbe reicht, und dann abtauchen und weitermachen und wieder einen Neuanfang starten, ohne dass man den Ausklang merkt. Stattdessen den Fokus immer wieder auf den Anfang und das Weiter stellen und bei der wachsenden Fülle in der Fläche wagen, sich selbst in die Quere zu kommen. Wie können sich die ganzen Wege, die immer unter- oder abgebrochen wurden, zu einem Ganzen zusammenschließen? Indem der Pinsel ausgreift, Stück für Stück die weiten Flächen des Bildraums erkundet und dabei anscheinend kein fremdes Territorium erobert. So fügen sich die Wege wie selbstverständlich sanft aneinander. Jede Spur ist besonders, aber nicht eigens hervorgehoben, jede Spur befragt sich in der Lebendigkeit des sich fortzeugenden Lebens. In Lorcan O’Byrnes Malerei gibt es keine übergeordnete Vorgabe. Das malerische Vorgehen verortet sich selbst in einer souveränen Sicherheit auf der Suche nach der eigenen Innerlichkeit. Es ist eine Malerei hin zu sich selbst, zu den inneren Verdichtungen, zu einem organischen Zusammenfügen, zu einem Gespräch mit sich selbst in der Selbstvergewisserung und auch Selbsterhebung, aber darin eine Malerei der Leichtigkeit. Eröffnung: Sonntag, 22. August, 11 - 15 Uhr Ausstellungsdauer: 24. August - 1. Oktober 2021 Hengesbach Gallery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal www.hengesbach-gallery.de Dieses Ausstellungsprojekt wird gefördert durch: Stiftung Kunstfonds - Neustart Kultur
Ort: Hengesbach bis: 2019-10-25
Künstler: UKIĆ, NIKOLA
Thema: Teile eines Ufos, in Tarnfarbe und leicht verschoben in doppelter Ausführung? Strukturbestandteile einer nicht bekannten Konstruktion, bei der die bildliche Oberfläche nicht zu der Konstruktion zu passen scheint? Heutige Bildhauerei wählt aus einer Vielzahl fertiger Materialien aus. Bei Ukic scheint sich das Material aber erst im künstlerischen Arbeitsprozess zu bilden. Durch Mischungen von Polyurethan und Beton lässt er in eruptiven Prozessen Gebilde entstehen, die entgegen ihrer Herkunft wie aus einer dicken Materialschicht ausgestanzt oder gefräst erscheinen. Material, Form und Erscheinung in eine Mimikry zu versetzen, ist Teil der künstlerischen Strategie. Ukic beleuchtet Potentiale heutiger Erzeugungsmechanismen sowohl in materialer wie digitaler Hinsicht, bedient sich ihrer Widersprüchlichkeiten und synthetisiert sie zu Gebilden, die nur unterschwellig von sehr gegensätzlichen Impulsen sprechen. Eröffnung: 8. September 2019, 11.30 Uhr Hengesbach Gallery, Vogelsangstr. 20, 42109 Wuppertal www.hengesbach-gallery.de
Ort: Hengesbach bis: 2019-06-14
Künstler: Ulrich Wellmann
Thema: Man stelle sich vor, drei oder vier recht unterschiedliche Menschen begegneten einander und fingen an, sich zu unterhalten und es entwickelte sich ein farbiges Gespräch. Der erste Sprechende würde mit seinen Bemerkungen den Grund für das Gespräch legen, die anderen bauten mit ihren Gesprächsbeiträgen darauf auf, würden auf die Gedanken der Vorredner antworten und sich vielleicht über ihre eigenen Gedanken wundern, zu denen sie herausgefordert wurden. Müsste man aus der Erinnerung das Gespräch wiedergeben, so würden die unterschiedlichen Gedanken sich vermischen, sie wären nicht mehr klar zu trennen, weil ja auch die Ausgangsgedanken sich durch den Einfluss der anderen Redebeiträge in ihrer Färbung verändern. Und auch die einzelnen Teilnehmer würden sich darüber wundern, welchen Windungen und Wendungen sie sich ausgesetzt sehen. Man kann die Bilder von Ulrich Wellmann als Gespräche der Farben über das Leben ansehen. Die Farben vertreten bestimmte Charaktere, die im Miteinander in einem bestimmten Licht erscheinen und von ihrer Eigenart, von ihrer Lebensenergie und ihrem Lebenswillen erzählen. Und alle diese Charaktere sind ununterbrochen aufeinander bezogen, treffen aufeinander, weichen aus, winden sich umeinander. Der Bewegungsraum des Lebens ist hier verdichtet auf eine beschränkte Fläche und diese Fläche ist die Bühne, auf der sich der Reichtum des Lebens aufführt. Eröffnung: Sonntag, 28. April 2019, 11.30 Uhr Bildunterschrift: Ulrich Wellmann, Ohne Titel, 2019, Öl auf Leinwand, 58 x 88 cm
Ort: Hengesbach bis: 2019-03-22
Künstler: Björn Siebert
Thema: In unserer Ausstellung „Near To The Wild Heart Of Life“ werden wir zwei neue fotografische Werkzyklen von Björn Siebert zeigen: der eine beschäftigt sich mit verblüffenden Selbstinszenierungsdarstellungen heutiger Jugendlicher, der andere mit Vergänglichkeit, Tod, Verfall im schillernden Dämmerlicht untiefer Gewässer. Bei beiden spielt die Magie des Bildes wie auch der Vergleich zu Bildformen der Tradition eine wichtige Rolle. Paradoxerweise kommen einem Rubens und Rembrandt mit mythologischen Inszenierungen in den Sinn, wenn man sich mit den Körperhaltungen und –verwindungen der Jugendlichen näher beschäftigt sowie die Tradition des Vanitas-Stilllebens im Barock und im späten neunzehnten Jahrhundert, wenn die hereinbrechende Dunkelheit das schwebende Versinken in den Siebertschen Wasserbildern nicht mehr aufhalten kann. Eröffnung: Sonntag, 10. Februar 11.30 Uhr Bildunterschrift: Björn Siebert, Pyromancer, 2018, C-Print auf Alu-Dibond, 140 x 185 cm
Ort: Hengesbach bis: 2018-10-12
Künstler: Lorcan O´Byrne
Thema: LORCAN O´BYRNE – Indian Summer 4. September – 12. Oktober 2018 Eröffnung: Sonntag, 2. September 2018, 11.30h Der irische Maler Lorcan O’Byrne wurde bekannt durch seine Porträts und Gruppenporträts von Personen aus seinem direkten Lebensumfeld. Mit einer ungeheuren Schärfe, Klarheit und verblüffenden Distanz charakterisiert er in einer von Bild zu Bild variierenden sparsamen Farb- und Pinselgestik die ihm Nahestehenden. Aus der malerischen Durcharbeitung und der Konzentration auf einen kühlen Ausdruckswert der Farbe, die er bei der Gestaltung seiner Köpfe und Körper immer wieder erprobte, hat sich ein freies Verhältnis zur Farbe und zu den vielfältigen Möglichkeiten von Pinselarbeit entwickelt. Dieses intime Verhältnis zu den malerischen Mitteln verleitet ihn seit einigen Jahren zu ganz anderen abstrakten Ausdrucksformen, die zuletzt in eine Gruppe von Bildern mündete, die in völlig offener Weise unserem Verhältnis zum Spätsommer mit seiner zur Neige gehenden lichten Farbpracht Ausdruck verleiht. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Vanessa Wiemer (v.wiemer@hengesbach-gallery.de) wenden. Eröffnung: Sonntag, 2. September 2018, 11.30 h Wir freuen uns auf Sie! Abb.: Lorcan O´Byrne, „ohne Titel“, 2018, Öl auf Leinwand, 140 x 100 cm
Ort: Hengesbach bis: 2018-07-13
Künstler: Markus Willeke
Thema: MARKUS WILLEKE - GreenBlindGhostRide 5. Juni – 13. Juli 2018 Eröffnung: Sonntag, 3. Juni 2018, 11.30h Markus Willeke beschäftigt sich mit zentralen Themen unserer Zeit: Schnelligkeit, Flüchtigkeit, Unübersichtlichkeit, Künstlichkeit, visuelle Überflutung. Er verknüpft diese Themen mit malerischen Reflexionen über das Sehen, die Flächigkeit des malerischen Bildes und die Kontrolle über farbliche und gestische Wirkungen und überführt sie dann in mediale Betrachtungen über Bildwirkungen und Bilddarstellungen. In unserer Ausstellung GreenBlindGhostRide stellen wir zwei neue Werkgruppen vor. Die eine beschäftigt sich mit Wegwerfprodukten unserer Konsumgesellschaft und ihrem plakativen Design: Plastiktüten. Die andere mit Präsentationsformen von Mode im Internet: Hoodies ohne Gesicht und Körper. Zusätzlich zeigen wir Bilder aus der Werkgruppe der ‚Blinds’ - zerstörte Jalousien, die die Mehrdeutigkeit des Begriffs thematisieren: nicht durchsichtig, nicht sehfähig, geblendet. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Vanessa Wiemer (v.wiemer@hengesbach-gallery.de) wenden. Eröffnung: Sonntag, 3. Juni 2018, 11.30 h Wir freuen uns auf Sie!
Ort: Hengesbach bis: 2018-04-13
Künstler: Frank Ahlgrimm, Peter Bösenberg, Alex Hanimann, Dieter Kiessling, Anthony McDonald, Christopher Muller, Moritz Neuhoff, Christine Rusche, Björn Siebert, Nikola Ukic, Markus Willeke
Thema: UNGEWISS Gruppenausstellung 6. März – 14. April 2018 Eröffnung: Sonntag, 4. März 2018, 11.30h Frank Ahlgrimm, Peter Bösenberg, Alex Hanimann, Dieter Kiessling, Anthony McDonald, Christopher Muller, Moritz Neuhoff, Christine Rusche, Björn Siebert, Nikola Ukic, Markus Willeke Wir wünschen uns von der Kunst, dass sie etwas beschreibt, dass sie etwas formuliert, wovon wir selbst nur eine ungenaue Vorstellung haben. Betrifft dies aber auch Situationen, die unsere Vorstellung von vornherein überfordern und uns zu große Widerstände entgegensetzen? In unserer Ausstellung möchten wir genau dieser Frage nachgehen. Es gibt Situationen, die nicht begreifbare Momente enthalten und die wir deshalb als ungewiss bezeichnen. Unter Ungewissheit verstehen wir nicht nur die Grunderfahrung unseres Lebens, dass die Zukunft offen ist, sondern auch dass die Gegenwart zu unübersichtlich, dunkel oder gar zwiespältig ist. Wir sind uns selbst manchmal ein Rätsel, wissen nicht was mit uns geschieht, wie wir uns in bestimmten Situationen aufstellen sollen. Kann die Kunst diese Ungewissheit überhaupt artikulieren? Da Ungewissheit sich in Entscheidungen, Einschätzungen und Einstellungen zu unserer Welt und unserem Gegenüber spiegelt, fallen die künstlerischen Aussagen hierzu unterschiedlich aus. Die Ausstellung versammelt Werke aus unterschiedlichen Medien, in unterschiedlicher Lautstärke und Zugänglichkeit und versucht etwas zu beschreiben was fast nicht beschrieben werden kann.
Ort: Hengesbach bis: 2017-10-11
Künstler: Moritz Neuhoff
Thema: Am 11. Oktober um 19 Uhr führt sie Rolf Hengesbach durch die aktuelle Ausstellung Moritz Neuhoff current status.
Ort: Hengesbach bis: 2017-11-03
Künstler: Moritz Neuhoff
Thema: Hengesbach Gallery freut sich, die Zusammenarbeit mit dem Künstler Moritz Neuhoff anzukündigen. Neuhoff, geboren 1987, studierte an der Kunstakademie Münster. Nach Abschluss der Meisterklasse wechselte er nach Berlin. Neuhoffs malerische Arbeit ist motiviert durch drei grundlegende Faktoren: Erprobung bildnerischer Freiheit in der Überlagerung malerischer Bewegungen, Erfindung und Verwebung von Strukturen, Eintauchenlassen dieser Strukturen in einen scheinbar virtuellen Farb- und Lichtraum. Er hat sich inzwischen eine so virtuose Technik angeeignet, dass selbst der Fachmann nicht zu entschlüsseln vermag, mit welchen malerischen Mitteln seine Bilder entstehen. Seine Bilder täuschen reliefartige Malstrukturen vor und sind doch plan. Diese ungeklärte Räumlichkeit vertieft der Künstler durch eine changierende Farbigkeit, die in ihren Farbwerten und in ihrer bildnerischen Verlaufsstruktur, gleich ob es sich um ein abstraktes Gebilde oder die Knochen eines menschlichen Schädels handelt, etwas Irreales vermittelt. Kann der Bildinhalt etwa - wie bei einem Computerbildschirm - im nächsten Augenblick zu etwas anderem mutieren oder gar verlöschen?
Ort: Hengesbach bis: 2017-07-01
Künstler: CHRISTOPHER MULLER
Thema: Normalerweise gehen wir davon aus, dass fotografische Bilder eine beständige Welt zeigen, in der kein plötzlicher Sprung in eine andere Welt geschieht. Bei Collagen hingegen sind wir daran gewöhnt, ganz unterschiedliche Welten in einem Bild vereinigt zu sehen. Christopher Muller arbeitet seit einigen Jahren an einem Werkzyklus, bei dem er gezielt zwei verschiedene Bilder in Kontakt zueinander bringt. Man kann sein Suchen nach der passenden Ergänzung für ein Bild mit dem Suchen nach einem passenden Partner vergleichen, im Englischen spricht man von „finding a matching pair“. Bei Bildern begnügen wir uns damit, einen bestimmten Ausschnitt der Welt zu sehen. Ganz anders funktioniert unsere Sprache. Um einen vollständigen Satz zu erhalten, ergänzen wir ein Satzsubjekt mit einem Prädikat. Bei Mullers Arbeiten hat man den Eindruck, dass im Hinzufügen eines zweiten Bildes zum ersten ein verblüffender Zuwachs entsteht, der das Ausgangsbild in eine neue räumliche und sinnhafte Konstellation einrücken lässt. Muller konfrontiert einen Tiefenraum mit einem flachen Reliefraum, in der Regel ist es der Sprung von einem Innenraum in den Außenraum, von einem geschützten Raum in den offenen Außenraum. Paradoxerweise verkehrt Muller die Handlungsmöglichkeiten in den beiden Räumen. Während im Tiefenraum Dinge und Personen in einer festgeschweißten Beziehung zueinander zu stehen scheinen, werden die Dinge in dem flachen Reliefraum zu potentiellen Akteuren, die sich frei in beide Richtungen entfalten können. Sogar der Schatten wandelt sich in dieser Hälfte von einer passiven Lichtwirkung zu einem unterschwelligen Bewegungselement. Es verschieben sich dadurch auch die zeitlichen Charaktere der beiden Bilder, denn das tiefenräumliche Bild operiert mit dem fotografisch erstarrten Augenblick, das flache Reliefbild hingegen bietet eine filmisch offene Handlung dar. Muller bringt dadurch die Handlungsmöglichkeiten in unserer Umwelt in einen neuen Dialog miteinander, in dem die Regeln für das passende oder angemessene Verhalten nicht festgelegt sind. Christopher Muller (*1966) lebt und arbeitet in Düsseldorf. EA u.a.: 2015 SELF, Hengesbach Gallery, Wuppertal (D), 2013 A GENTLE STRETCH, Kunstraum Hengesbach, Wuppertal (D) 2011 LOOKING PICTURES Hengesbach Gallery, Berlin (D), 2009 DAS DING DING Galeria Heinrich Ehrhardt, Madrid (ES), 2003 Kunstverein Heidelberg (D), 2003 (′05, ′06, ′09) Galerie Rolf Hengesbach, Köln (D), 2001 ZWISCHEN REDEN Institut für moderne Kunst, Nürnberg (D), 2000 EIN FLECK AUF DER STILLE Kulturforum Alte Post, Neuss (D), Städtische Galerie Nordhorn (D), 1998 Kunstverein Arnsberg (D), 1997 VOM DASEIN DER GEGENSTÄNDE Kunstmuseum Bonn (D), 1993 (′98, ′00) Räume für neue Kunst Rolf Hengesbach, Wuppertal (D); GA u.a.: 2017 DISLOCATION 2017, Hengesbach Gallery, Wuppertal (D), 2015 OBJECT IS MEDIATION AND POETRY, Grassimuseum, Leipzig (D), 2014 DIE MAGIE DES ENTSCHWINDENS, Hengesbach Gallery, Wuppertal (D) ENTHÜLLUNG UND VERZAUBERUNG, Kunstmuseum Bonn (D), 2013 STILL, RLBKunstbrücke, Innsbruck (A), 2012 REFRAMING THE ORDINARY Lothringer 13, München (D), CARL SCHUCH UND DIE STILLLEBENFOTOGRAFIE HEUTE Herforder Kunstverein (D), DER MENSCH UND SEINE OBJEKTE Museum Folkwang Essen (D), 2011 LEIPZIG. FOTOGRAFIE SEIT 1839 Museum der Bildenden Künste, Leipzig (D), 2006 Total Museum of Contemporary Art, Seoul (KOR), 2004 KUNST-LICHT E-Werk, Freiburg (D), IM RAUSCH DER DINGE Fotomuseum Winterthur (CH), 2002 HEUTE BIS JETZT Kunstpalast, Düsseldorf (D), 2000 DINGE IN DER KUNST DES XX. JAHRHUNDERTS Haus der Kunst, München (D), 1999 INSIGHT-OUT Kunstraum Innsbruck (CH), LAUTLOSE GEGENWART Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (D), 1984-85 Camberwell School of Arts & Crafts, London (GB), 1985-89 Slade School of Fine Art, London, Klasse Bruce McLean & Tess Jaray (GB), 1991 Gasthörer Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, 2005 Dozent für Fotografie, HfG Karlsruhe, 2007-09 Professur Fotografie Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, seit 2009 Professur Fotografie, Folkwang Universität Essen. Preise und Stipendien: 2004 Stipendium Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung für Zeitgenössische Deutsche Fotografie, 2001 Stipendium Stiftung Kunst und Kultur NRW, 2000 Preis Städtische Galerie Nordhorn, 1996 Stipendium Kunstfonds Bonn e.V. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen. Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Vanessa Wiemer (v.wiemer@hengesbach-gallery.de) wenden. Eröffnung: Sonntag, 14. Mai 2017, 11.30 h Wir freuen uns auf Sie!
Ort: Hengesbach bis: 2017-04-09
Künstler: Peter Bösenberg, Dirk Eicken, Luis Gordillo, Alex Hanimann, Susanne Kutter, Axel Lieber, Christopher Muller, Björn Siebert, Markus Willeke
Thema: Mit dem Wort Dislocation wird der Defekt in einer molekularen Struktur bezeichnet. Dies kann eine Fehlstelle in einer Gitterstruktur oder das Eindringen einer fehlerhaften Reihe in einer Ordnung sein. Das Wort setzt also voraus, dass es räumlich feste Ordnungen gibt, die gestört werden können. Man kann die Wortverwendung aber noch erweitern und fragen, ob das Wort auch auf Dinge oder gar auf Menschen und deren Verhalten anwendbar ist, gibt es doch auch natürliche Kontexte von Dingen oder menschlichen Lebensweisen, wenn wir davon sprechen, dass etwas hierher oder dorthin gehört. Diese natürlichen Kontexte können zunehmend gestört werden, Ordnungen können durcheinander geraten, fremde Dinge oder Menschen können in bestehende Ordnungen hineingeraten oder aus bestehenden vertrieben werden. Wenn die Ordnung oder der Kontext für Dinge oder Menschen verloren geht, dann brechen Vertrautheiten zusammen, dann kann man den Dingen oder auch den Menschen keine bestimmten Eigenschaften mehr zurechnen und es wird immer schwieriger, feste Erwartungen zu entwickeln. Wenn Dinge oder Menschen entwurzelt werden, dann können sie zu Anderen werden, man erkennt sie nicht wieder, sie können absterben oder sich auflösen, oder sie können zu einer Fiktion oder zu einem Traum werden, für den es keinen realen Bezug mehr gibt. Bei einer solchen Zunahme von Unbestimmtheiten kann man fragen, ob Ordnungen noch möglich und ob für die großen wichtigen Bereiche unseres Lebens Eindeutigkeit und Orientierungen überhaupt noch erreichbar sind. Da wo Zweifel daran wachsen, was eigentlich sinnvoll, was der Kern eines gut geführten Lebens sein könnte, da erleben wir Gegenbewegungen, die in irrationale neue Haltepunkte anbieten, die eine für uns zunächst absurde Magie oder Heiligkeit entwickeln. In unserer Ausstellung Dislocation 2017 versammeln wir sehr unterschiedliche Arbeiten, die von Entwurzelung, von Verfremdung, von Zerstörung, in gleicher Weise aber auch von neuartigen Idolisierungen oder Sakralisierungen handeln. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen. Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Vanessa Wiemer (v.wiemer@hengesbach-gallery.de) wenden. Eröffnung: Sonntag, 5. März 2017, 11.30 h Wir freuen uns auf Sie! “Dislocation 2017“ 6. März – 9. April 2017
Ort: Hengesbach bis: 2016-12-23
Künstler: DIETER KIESSLING
Thema: DIETER KIESSLING behind · infront 21. November – 23. Dezember 2016 Eröffnung Sonntag, 20. November 2016, 11.30 h Spiegel sind eigenartige Gegenstände: Sie erzeugen Bilder, ohne diese zu fixieren oder zu materialisieren. Die Bilder bleiben im Spiegel nicht haften. Auch der Spiegel selbst tritt manchmal nicht in Erscheinung - man achtet auf das Bild, das Objekt Spiegel wird übersehen. Man kann nun versuchen, das Bild im Spiegel mit einer Kamera festzuhalten, was allerdings bedeutet, dass auch die Kamera und der Fotograf im Spiegel zu sehen sind. Ist das Bild der Kamera im Ausschnitt kleiner als der Spiegel selbst, wird der Spiegel als Spiegel unsichtbar. Was passiert nun aber, wenn der die Kamera auslösende Künstler zugleich anwesend und auch abwesend ist, weil nämlich seine Hände zwar sichtbar, sein Körper aber zu entschwinden scheint? Hat er sich aufgelöst oder hat er sich hinter dem Körper der Kamera versteckt? Ist das möglich? Kann man sich vor einem Spiegel verstecken, der doch eigentlich alles sichtbar macht? Ja, man kann! Die Gesetze der Perspektive ermöglichen, dass ein kleiner Körper - die Kamera - einen viel größeren Körper - den Menschen - in die Tiefe des Raumes verbannt und ihn unsichtbar macht. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen. Hengesbach Gallery | Vogelsangstr. 20 | 42109 Wuppertal www.hengesbach-gallery.de | Email: info@hengesbach-gallery.de T: +49–202–75 35 32 http://www.facebook.com/HengesbachGallery
Ort: Hengesbach bis: 2016-10-07
Künstler: MARKUS WILLEKE
Thema: MARKUS WILLEKE Rainbow Crash Bloom 5. September – 7. Oktober 2016 Eröffnung: Sonntag, 4. September 2016, 11.30 h Markus Willeke ist ein Maler, der gern Herausforderungen kultureller Zerstörung wie auch solche des fast nicht Malbaren annimmt. Eine zerbrochene Scheibe ist Sinnbild für die Lust an der Zerstörung und dem Verfall von Ordnung. Sie ist auch Symbol für die Beeinträchtigung klarer Sicht. Als Motiv für ein gemaltes Bild ist sie zum einen eine Herausforderung für die Sicht des Betrachters, zum anderen ist sie aber auch eine malerische Herausforderung, denn das Schneidende einer zerbrochenen Scheibe muss auch schneidend ins malerische Werk gesetzt werden, nicht zaghaft oder stückchenweise, sondern schnell und sicher. Gesteigert wird diese malerische Herausforderung noch durch den Umstand, dass Glas als etwas Durchsichtiges kaum zu malen ist. Deswegen benötigt das Unsichtbare einen Hintergrund. Im zerstörten Zustand wird die Durchsicht partiell eingetrübt, gleichzeitig gerät auch die plane Fläche aus ihrer Ordnung: die einzelnen Splitter liegen nicht mehr exakt in einer Ebene. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Lichtreflexe, je nachdem, wie die einzelnen Splitter dem Licht zugewendet sind. Die zersprungene Fläche zerfällt so in Farbflächen, die die Farbe des Hintergrundes zeigen und in solche, die das helle Licht zeigen.
Ort: Hengesbach bis: 2016-06-24
Künstler: Ola Billgren
Thema: HENGESBACH GALLERY Wuppertal OLA BILLGREN 23. Mai – 24. Juni 2016 Eröffnung: Samstag, 21. Mai 2016, 15 h Ola Billgren (1941-2001) zählt zu den bedeutenden Malern der schwedischen Nachkriegszeit. Sein Stil wurde prägend für die schwedische Popart in den sechziger Jahren, die sich weniger mit den Erzeugnissen und Darstellungsformen der Printmedien als mit der szenischen Psychologie des Films der damaligen Zeit (Ingmar Bergmann, Michelangelo Antonioni) auseinandersetzte. Billgrens frühe Bilder beschreiben den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung, zumeist in einem dämmernden Licht, an den Rändern des Bildraums platziert und mit einer Betonung auf die Stofflichkeit der umgebenden Dinge. Seine Arbeiten aus den achtziger und neunziger Jahren greifen auf den städtischen und landschaftlichen Raum aus. Billgrens Farbe wandelt sich von einer in warmen Tönen gehaltenen Zustandsbeschreibung zu einer innerlichen Dramatik, sodass die Bilder wie in eine emotionale intime Glut getaucht wirken. Die Ausstellung zeigt Leinwandbilder wie auch graphische Arbeiten aus seinem Nachlass. Ola Billgren (*1940 Kopenhagen (DK), † 2001 Malmö (SE). EA u.a.: 2002 OLA BILLGREN TILL MINNE, Rooseum Center for Contemporary Art, Malmö (SE), 2001/1997 Räume für neue Kunst, Wuppertal (D), 1999 Westfälischer Kunstverein, Münster (D), 1997 Göteborgs Kunstmuseum (SE), 1995 Horsens Kunstmuseum (DK), 1991 Moderna Museet, Stockholm (SE); GA u.a.: 2013 BILDFROST (FROZENNESS), Hengesbach Gallery, Berlin (D), 2012 20 YEARS, Hengesbach Gallery, Berlin (D), 1997 LOUISIANAUDSTILLINGEN, Louisiana Museum for Modern Art, Humlebaek (DK), 1995 IM LICHT DES NORDENS, Frankfurter Kunstverein (D), 1992 IL PAESAGGIO CULTURALE, Palazzo delle Esposizioni, Rom (I), 1984 BUSCANDO EL NORTE, Museo National del Arte Conteporanéo, Madrid (SP), 1975 NEUER REALISMUS AUS SCHWEDEN, Bonn/Nürnberg/Dortmund/Lübeck (D), 1971 ALTERNATIVE SUÉDOISE, Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris (FR), SVENSK ALTERNATIV, Louisiana Museum for Modern Art, Humlebaek (DK). Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen. Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Julia Hückinghaus (j.hueckinghaus@hengesbach-gallery.de) wenden. Samstag, 21. Mai 2016, 15 h Wir freuen uns auf Sie! OLA BILLGREN 23. Mai – 24. Juni 2016, Mo - Fr 13-18 h Abb.: Ola Billgren, X-Ray Chamber, 2000, Öl auf Leinwand, 131,5 x 104 cm
Ort: Hengesbach bis: 2016-04-22
Künstler: Björn Siebert
Thema: Bei dem Ausstellungstitel „The Things We Carry 1969 – 1971“ handelt es sich um einen Liedtitel der Gruppe Dakota Suite. In diesem Titel klingt nicht nur unser direktes Lebensumfeld, sondern auch das Gewicht der Erinnerungen an, welche wir mit uns herumtragen. Erinnerung wird durch persönliche Erlebnisse, wie auch durch mediale Erinnerungsspeicher geprägt, die wir uns in Form von Schrift und Bildern, vor allem fotografischen Bildern aneignen. Björn Siebert ist ein Fotokünstler, der genauer untersucht, wie das Medium Fotografie nicht nur Informationen, sondern auch Haltungen, Einstellungen - d. h. kulturelle Verhaltensweisen - überträgt und vermittelt. Zum Mittelpunkt seiner Ausstellung hat er eine Fotografie gewählt, die ursprünglich der berühmte amerikanische Fotograf Walker Evans von der Haustür seines ebenso berühmten Kollegen Robert Frank aufgenommen hat. Diese fotografische Situation hat Björn Siebert minutiös als reale Situation rekonstruiert und in einem neuen Foto aufgenommen. Walker Evans Foto wird auf die Zeit zwischen 1969 und 1971 datiert. Für Björn Siebert hat es eine symbolische Aufladung erfahren, da es genau am Ende der gesellschaftlichen und künstlerisch experimentellen Aufbruchzeit der sechziger Jahre entstanden ist. Er wird zu diesem Foto weitere fotografische s/w-Reinszenierungen von Situationen aus den Endsechziger Jahren, zum anderen aber auch originale Fotodokumente aus dieser Zeit in seiner Ausstellung präsentieren. Björn Siebert (* 1973) lebt und arbeitet in Leipzig. EA u.a. 2015 THE END OF TRYING 1969 – 1971 Künstlerhaus Lauenburg, Lauenburg/Elbe (D), 2013 3...6...9 SECONDS OF LIGHT Delikatessenhaus, Leipzig (D), 2012 HOMECOMING, SUN & RUIN, 5TH EUROPEAN MONTH OF PHOTOGRAPHY Hengesbach Gallery, Berlin (D), 2011 FIRST DESIRES Kunstraum Hengesbach, Wuppertal (D), 2008 Raum für Photographie, Hamburg; OmU, 4. Triennale der Photographie AMORICA; GA u.a. 2015 FANTASTISCH ! VOM INNERSTEN DER BILDER Stadtgalerie Kiel (D), 2015 AZIMUTALE AUFLÖSUNG Künstlerhaus Lauenburg, Lauenburg/Elbe (D), 2014 DIE MAGIE DES ENTSCHWINDENS Hengesbach Gallery, Wuppertal (D), 2014 GESTERN. HEUTE – BLICKWECHSEL AHRENSHOOP Kunstmuseum Ahrenshoop (D), 2013 FALSEFAKES Centre de la Photographie, Genf (CH), 2012 DER MENSCH UND SEINE OBJEKTE Museum Folkwang, Essen (D), 2012 20 YEARS Hengesbach Gallery Berlin (D), 2011 AUSLÖSER Kunsthalle der Sparkasse Leipzig (D), 2011 LEIPZIG. FOTOGRAFIE SEIT 1839 MdBK Leipzig (D), 2010 BEAUTIFUL ILLUSION Galerie Maurer, Frankfurt a. M. (D), 2009 CLOSE THE GAP #6 Galerie Kleindienst, Leipzig (D); 2001 Studium Grafikdesign und Medienkunst HfG Karlsruhe, Prof. Melk Imboden und Prof. Lois Renner, 2004 Studium der künstlerischen Fotografie HGB Leipzig, Prof. Timm Rautert, bis 2010 Meisterschüler HGB, Prof. Timm Rautert und Prof. Christopher Muller. Preise und Stipendien: 2013 Dr.-Otto-Steinert-Award der Deutschen Gesellschaft für Photographie, 2012 Stipendium ‚Zeitgenössische Deutsche Fotografie’ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Hengesbach Gallery vertritt originäre Positionen zeitgenössischer Kunst mit einem europäischen Schwerpunkt. Das Programm reflektiert in vielfältiger Weise die materiellen und inhaltlichen Möglichkeiten von Kunst. Unser Interesse ist es, einen Dialog mit der gegenwärtigen Kulturphilosophie zu führen. Für weitere Presseinformationen sowie Bildanfragen können Sie sich jederzeit an Julia Hückinghaus (j.hueckinghaus@hengesbach-gallery.de) wenden. Entdecken Sie die neuesten Arbeiten von Björn Siebert bei der Eröffnung seiner kommenden Einzelausstellung in der Hengesbach Gallery: Sonntag, 13. März 2016, 11.30 h Wir freuen uns auf Sie! BJÖRN SIEBERT The Things We Carry 1969 – 1971 14. März – 22. April 2016, Mo - Fr 13-18 h Abb.: Björn Siebert, "Jack E. Boucher: 'OWL' / Capital between Windows on South Wall of Riggs Library, Washington DC, 1969 (Remake)", 2016, S/W-Inkjetprint auf Baryt, 43 x 34 cm