
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2014-07-05
Künstler: Sophia Schama
Thema: Unsere Welt wird zunehmend digital. Bankgeschäfte werden mit dem Smartphone erledigt, photogeshopte Models blicken uns überall entgegen, dem Zugbegleiter halte ich nur noch das virtuelle Ticket auf meinem I-Phone entgegen. David Hockney, britischer Großmeister der Malerei, malt seit kurzem mit dem I-Pad. Was bedeutet das für die Malerei? Warum wird noch mit der Hand gemalt? Seit einigen Jahren beschäftigt sich Sophia Schama mit der Frage, wie sie den digitalen Ansatz von Photoshop in die analoge Idee der Malerei umsetzen kann und wie diese beiden Konzepte interagieren. Nach wie vor ist das Thema Natur und Technik. Mit Photoshop kann man Motive verändern, hervorheben oder verschwinden lassen. Technik ermöglicht uns die Gestaltung der Welt nach eignen Vorstellungen. Nach einem Regenguß wächst das Gras im Nu, der Rasenmäher verändert das Aussehen des Rasens ebenso schnell wieder. Hat Schama in ihren Grasbildern die Bildräume noch durch Nebeneinander und Überlagerung von kalten und warmen, hellen und dunklen Farbschichten erzeugt, geht sie seit einiger Zeit einen Schritt weiter. Sie nimmt weg, die Wand hinter den durchscheinenden Folienarbeiten wird zum Bildraum. Wie bei den ganz neuen Arbeiten, wird statt mit Mouseklick der Spachtel durch die Farbe der präparierten Leinwand gezogen und hinterlässt nur noch Spuren der aufgetragenen Farbe. Man ahnt das Darunter noch, es ist fast weg und wird damit zum eigentlichen Motiv. Wo im Computer mit ‚delete’ wieder rückgängig gemacht werden kann, was gerade eingegeben wurde und dann widerrufen wird, wiederholt sie dies analog mit gerade erzeugten Pinselschwüngen. Die Wischhand erzeugt ebenso rasch wie die digitale Delete-Taste ein neues Erscheinungsbild. Das Wegwischen geht so weit, dass Ränder und Ecken frei bleiben und so entstehen räumliche, ja geradezu körperhafte Gebilde. Willkommen im analogen Raum der Sophia Schama in der Galerie m2a.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2014-05-24
Künstler: Stefan Stößel
Thema: Betrachtet man die aktuellen Druckgrafiken des Leipziger Künstlers Stefan Stößel, so sieht man etwas rätselhaft Vertrautes. Dabei sind es weniger die zu Stillleben arrangierten Abbildungen von Transportpaletten und diversem Gemüse, welche uns grübeln lassen. Ein zweiter Blick offenbart schnell: Es ist die Technik – keine Malerei, sondern das Prinzip des Stempel- und Kartoffeldruckes erinnert uns in eigensinniger Weise an unsere Kindheit. Traditionell zum Abdrucken von Eignerzeichen, Schriftzügen oder zur Vervielfältigung von Mustern verwandt, schätzt Stößel das Stempeln nicht nur wegen seiner formalen Strenge. Schemenhafte Motive treffen hier auf buchstäblich naturalistische "Abdrücke" von Alltagsgegenständen. Die Kombination genormter Wiederholungsprinzipien einerseits mit biologischen Formen andererseits lässt eine konkret-konstruktive, teils amorphe Kunst zwischen Realismus und Abstraktion entstehen. Seinem ernsthaften Spiel entwachsen so bei asketischer Reduktion von Form und Inhalt poetische Blätter von stiller Heiterkeit. Ähnlich einem kleinen Druckstock ausgeführt bilden die Stempel, die Stößels Arbeiten zugrunde liegen, jedoch das Utensil, um Druckgrafik im Werkprozess in ein Unikat zu transferieren. Stefan Stößel wurde 1970 in Thüringen geboren. Er studierte bis 1998 bei Prof. Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und legte dort sein Meisterschülerstudium bei Prof. Astrid Klein ab. Stefan Stößel lebt und arbeitet in Leipzig.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2014-04-12
Künstler: Mona Broschár, Benjamin Dittrich, Yuka Kashihara, Heinrich Mauersberger, Robert Schwark
Thema: Nur Sonntagsmaler malen gern. Dieses zunächst etwas irritierende Statement stammt von dem Hamburger Maler und Kunstkritiker Hans Platschek. Er erteilt damit schlichten Gemütern, die der Ansicht sind, das Auftragen von Farbe auf den Malgrund, die Arbeit an der Druckpresse oder am Zeichentisch, diene der Entspannung und dem kurzweiligen Zeitvertreib - eine entschiedene und pointierte Abfuhr. Nichts desto Trotz kann das Herstellen von gemalten Bildern, Grafiken und Zeichnungen in seltenen Momenten glücklich machen und massive Zufriedenheit mit sich bringen. Ja sogar Euphorie zur Folge haben! Und zwar dann, wenn etwas gelungen scheint, dass so noch nicht gesehen wurde. Die Arbeit eine Erfindung birgt, die auch den Macher, die Macherin selbst überrascht. Die Meisterschüler kennen diesen Zustand. Nach ihren Jahren an der Kunsthochschule, nach vielen anfänglichen Übungen, Versuchen und manchmal auch Verirrungen, nimmt das, was sie im Moment tun schärfere und eigensinnigere Konturen an. Sie haben sich selbstbewusst und unabhängig voneinander zum Ende des Hauptstudiums für ein individuelles künstlerisches Anliegen entschieden, dass in der Meisterschülerzeit nun ungebrochen im Zentrum ihres Interesses steht. Egal ob es sich dabei um einen provozierenden Bildstoff oder eine besondere grafische Technik, eine klare Bildaussage oder die malerische Lösung einer diffusen Stimmung, einen zart lasierenden oder pastosen Farbauftrag, eine monochrome oder stark kontrastierende Wiedergabe der Dinge handelt - die Entscheidung dafür ist nicht einer spontanen Eingebung oder einer Laune geschuldet - sie ist in jedem einzelnen Falle erarbeitet. Und sie wird nicht endgültig sein. Dafür sind die Ausstellenden zu jung. Sie alle haben Humor - aber das, was sie tun, ist KEIN SPAß. Mit ihnen ist auf jeden Fall zu rechnen! Prof. Annette Schröter im Januar 2014 Mona Broschár ist 1985 in Bad-Säckingen geboren. Von 2006 bis 2012 studierte sie Malerei und Grafik an der HGB Leipzig und dem Erasmus Camberwell College of the Arts in London. Seit Sommer 2012 ist sie Schülerin der Meisterklasse. Benjamin Dittrich, geboren 1987 in Düsseldorf, schloss sein Studium der Malerei und Grafik im Sommer 2012 an der HGB Leipzig mit Auszeichnung ab. Er ist seitdem Meisterschüler der Klasse von Prof. Annette Schröter. Yuka Kashihara ist 1980 in Hiroshima geboren. Nachdem sie von 2002 bis 2006 an der Musashino Art University in Tokyo japanische Malerei studiert hat, war sie von 2007 bis 2013 an der HGB in Leipzig. Seit 2013 ist sie dort Meisterschülerin. Heinrich Mauersberger, geboren 1987 in Leipzig, studierte von 2008 bis 2013 Malerei und Grafik an der HfbK Dresden bei Prof. Elke Hopfe und Prof. Ralf Kerbach. Seit Herbst 2013 ist er Meisterschüler an der HGB Leipzig. Annette Schröter ist 1956 in Meissen geboren. Nach einer Ausbildung zur Porzellanmalerin studierte sie von 1977 bis 1982 bei Berhard Heisig an der HGB in Leipzig. Nach ihrer Übersiedelung nach Hamburg im Jahr 1985 kehrte sie 1997 zusammen mit ihrem Mann Erasmus Schröter nach Leipzig zurück, wo sie seit 2006 als Professorin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst tätig ist. Robert Schwark ist 1983 in Burgstädt geboren. Von 2004 bis 2010 studierte er Malerei und Grafik an der HGB in Leipzig, wo er seit 2011 Schüler der Meisterklasse ist.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2014-02-22
Künstler: Jens Schubert
Thema: Ein neues Zeitalter brach an, als die fremden Schiffe das erste Mal am Himmel seiner Welt erschienen. Schön waren sie gewesen. Schön und bedrohlich, wie riesige Insekten, schillernd in grün und schwarz und gold, mit einem violetten Schimmer über allem. Ein dunkles Unheil ging von ihnen aus. Für viele aus seinem Volk hatte der Weg an Bord der Schiffe geführt. Gelehrte waren sie, Wissenschaftler, Botschafter, mächtige Krieger, doch keiner kehrte zurück. Das Geheimnis der Himmelschiffe blieb im Dunkeln. Und nun erwachte auch er im finsteren Bauch der gewaltigen Gebilde. Licht waberte durch kleine Öffnungen weit über ihm in den großen Hohlraum, auf dessen metallenen Rippen er nun saß. Was war passiert? Wie kam er hierher? Nebel umschleierte das Labyrinth seiner Erinnerung. Doch langsam fand er den Pfad zurück, der ihm die Ereignisse der letzten Stunden wieder vor Augen führte. Er war gekommen, um eine Mission zu erfüllen. Jens Schubert wurde 1983 im Erzgebirge geboren und studierte Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er 2011 seine Meisterklasse bei Prof. Annette Schröter beendete. Jens Schubert lebt und arbeitet in Leipzig.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-12-31
Künstler: Christian Macketanz
Thema: The Heart is the Capital of the Mind – The Mind is a single State – The Heart and the Mind together make A single Continent – One – is the Population – Numerous enough – This ecstatic Nation Seek – it is Yourself. Emily Dickinson Christian Macketanz wurde 1963 in Eutin/Schleswig Holstein geboren. Von 1983 bis 1989 studierte er bei Maria Lassnig an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Ab 1995 lebte und arbeitete er mehrere Jahre in Rom und später in Berlin. 2010 führte ihn sein Weg nach Dresden, wo er heute tätig ist. Vernissage: Freitag, 22.11.2013 ab 19 Uhr
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-11-15
Künstler: Denise Richardt
Thema: Auf den ersten Blick scheinen wir in den Bildern von Denise Richardt vertraute Landschaften wiederzuerkennen. Szenen ferner Berggruppen erheben sich hinter weitläufigen Wiesen, Feldern und Wäldern. Baumgruppen verstellen uns den Blick und das Dunkel zwischen den Stämmen lässt nur erahnen, was im Dickicht verborgen ist. Doch grobe Flächen, unerwartete Farbklänge und ein expressiver Pinselstrich lassen die vermeintlich klaren Situationen alsbald in ihre Bestandteile zerfallen. Wir erkennen in den Orten, an die uns die Künstlerin führt, eine Fremdheit, die keiner realen Landschaft entsprungen sein kann. So ist der Schlüssel zu den Arbeiten der Berliner Künstlerin weniger im Motiv als in der Malerei selbst zu finden. Mit Bedacht macht sie sich deren grundlegende Elemente zu Eigen, um mit Fleck, Linie und Fläche Räumlichkeit und malerische Wirkung zu erzeugen. Dabei löst sie Formen bewusst bis an die Grenzen des Abstrakten auf, stellt skizzenhafte Strukturen ruhigen Flächen gegenüber und spielt mit Raum und Perspektive. In Kanon zeigt uns Denise Richardt Bilder zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit, in denen die Farbe die wichtigste Rolle einnimmt. Gleich einem musikalischen Thema vereint diese die vielfältigen Stimmen der Kompositionen in einer harmonischen Grundmelodie. Denise Richardt wurde 1972 in Berlin geboren und studierte bis 1998 an der Kunsthochschule Berlin Weißensee Malerei und Freie Kunst. Ihr anschließendes Meisterschülerstudium absolvierte sie bei Prof. Dieter Goltzsche. Ab 2002 folgte ein zweijähriger Arbeitsaufenthalt in Rom, Italien.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-10-04
Künstler: Emanuel Mathias
Thema: Der „Große Basar“ Istanbuls gilt als der weltweit drittgrößte traditionelle Handelsplatz für Goldgeschäfte. Seit mehr als 6 Jahrhunderten wird auf ihm der Goldpreis des Landes ermittelt. Auf dem riesigen Basar wetteifern in einer kleinen Gasse zu den festen Börsenzeiten die immer selben 25 männlichen Händler um das beste Geschäft.Sie sind schon von weitem durch ihr lautstarkes Handelsgebaren zu hören. In der Ausstellung gold zeigt uns Emanuel Mathias eine Serie von 33 Fotografien, die nicht nur dokumentarischen Charakter aufweist. Während eines 6-monatigen Arbeitsaufenthaltes in Istanbul hielt Emanuel Mathias die Händler mit seiner Kamera bei ihrer Arbeit fest. Die faszinierenden Momentaufnahmen zeigen, dass das Geschehen keineswegs chaotisch ist, sondern einer festen Ordnung folgt. So kann man erkennen, dass die Händler ein festes System etablierter Gesten zur Kommunikation untereinander nutzen. Ihre Gesichter sprechen dabei eine tiefenpsychologische Sprache, wechseln sie doch zwischen Momenten absoluter Anspannung und totaler Erschöpfung. In Ihrer sequenzhaften Abfolge kreieren die Fotografien der Händler eine Art Storyboard, in der diese zu Protagonisten einer fiktiven Handlung werden. Es wird zugleich die Frage offengelegt, wie und warum wir als Betrachter zwischen Einzelbildern Bedeutungszusammenhänge herstellen. Emanuel Mathias studierte von 2002 bis 2011 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Timm Rautert und Christopher Muller Fotografie. 2011 absolvierte er die Meisterklasse bei Tina Bara und wurde mit dem Marion Ermer Preis ausgezeichnet. 2013 folgte eine Auszeichnung mit dem SYN Award in Verbindung mit einem Arbeitsstipendium am Bauhaus Dessau.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-08-16
Künstler: Andy Cross, Tony Franz, Jens Schubert, Jan Vormann
Thema: Zeitgenössische Kunst vermag auf einzigartige Weise Faszination auf den Betrachter auszuüben. Dies liegt nicht zuletzt darin begründet, dass sie sich von einer rein abbildenden Funktion emanzipiert hat. Heute ist sie mehr denn je Ausdruck der individuellen Ansichten und Ideen einer Künstlerpersöhnlichkeit. Andy Cross (New York), Tony Franz (Dresden), Jens Schubert (Leipzig) und Jan Vormann (Berlin) sind die Akteure unserer diesjährigen Gruppenausstellung. Über Malerei, Grafik und Zeichnung bis hin zur Objekt- und Installationskunst zeigen sie uns vier konträre mediale Ansätze, die in Ihrer Beschaffenheit das Verständnis der eigenen Lebenswirklichkeit offenbaren. Realitäten, die nicht zuletzt geprägt sind von den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Einflüssen, in denen sich die Künstler bewegen. Inwieweit diese Prägungen wieder herausgelesen werden können, welchen Einfluss unser eigenes Ego auf die Deutung nimmt und zu welchen Nachwirkungen diese Auseinandersetzung führt wird im Rahmen der Ausstellung Ego Identity zu beobachten sein. Ego Identity ist eine begleitende Ausstellung zur Ostrale 013. In ihrem siebenten Jahr lautet ihr Thema: „Wir überschreiten den Rubicon“. Die internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst findet seit 2007 jährlich im Ostragehege Dresden statt.
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-06-28
Künstler: Anya Triestram
Thema:
Ort: m2a - Galerie für zeitgenössische Kunst bis: 2013-04-26
Künstler: Michael Klipphahn
Thema: Großformatige Malerei, welche die aktuelle Jugendkultur kritisch hinterfragt.