
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-01-11
Künstler: Daniela Baldelli, Andreas Blank, Jessica Jackson Hutchins, Rachel De Joode, Antoanetta Marinov, Zoë Claire Miller, Marco Montiel-Soto, Pierre-Etienne Morelle, Jens Nippert, Aurora Passero, Sara Pfrommer, Katrin Rother, Thomas Schroeren, Eli Skatvedt und Lisa Tiemann
Thema: Gegenstand dieser Ausstellung sind Gegenstände. Der Fokus liegt auf Arbeiten, die sich eher intuitiv begreifen lassen und sich vielmehr für eine Begegnung auf einer emotionalen Ebene eignen als auf einer theoretisch-konzeptuellen. Dennoch lassen sich verschiedene Theorien zur Rolle des Objekts an ihnen erproben, so etwa Frieds Theatralität der Objekte oder Heideggers Dinglichkeit. Singuläre Objekte werden gemeinsam mit Arbeiten präsentiert, die sich mit Objektkultur und -kult auseinandersetzen. Die Räumlichkeiten des Kunstraum Kreuzbergs sind als Ausstellungsfläche unkonventionell – widerhallende Korridore, Nischen und Schlupfwinkel, Räume, die in weitere Flächen münden oder sich abrupt schließen, Spuren jahrzehntelanger Nutzung, Ad-hoc-Einbauten, Reparaturen und Verfall. Der Gros der ausstellenden Künstler/innen hat neue, wenn nicht ortsspezifische so doch ortssensible Arbeiten für diesen verwinkelten Ort geschaffen. Ein komplexes Objekt widersetzt sich grundsätzlich der einseitigen Betrachtung des für den Bildschirm optimierten Einzelbilds, erst in der Multiperspektivität, dem Drumherumlaufen lässt es sich wirklich erschließen. Dementsprechend bieten alle Ausstellungräume in ihrer Summe die Möglichkeit eines Spaziergangs durch eine innere Landschaft, ohne Wegweiser oder sonstige Ausschilderungen. Die Ausstellung lädt den Betrachter ein, ein nichtlineares Narrativ eines zeitgenössischen Objektverständnisses nachzugehen, mithilfe einer Auswahl von Kunstwerken, die antithetische und doch komplementäre Verständnisse der Objekthaftigkeit in unterschiedlichsten Kontexten darstellen.
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-08-17
Künstler: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien - Goethe Institut
Thema: Tausche Bürokratie gegen Eigeninitiative, tausche Wegwerfen gegen Wiederverwenden, tausche Investorenruine gegen Experimentierfeld: „We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt“ macht vom 4. Juli bis zum 17. August Station im Berliner Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. In der „arbeitenden Ausstellung“ des Goethe-Instituts und der Kuratorinnen Angelika Fitz und Rose Epple teilen Aktivisten, Architekten, Künstler und Planer aus Madrid, Turin, Lissabon, Toulouse und Berlin ihre Expertise und diskutieren über neue Ideen für eine bessere, gerechtere, lebenswertere Stadt.
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-04-27
Künstler: Taro Chiezo, Nina Fischer & Maroan el Sani, Megumi Fukuda, Yishay Garbasz, Alireza Ghandchi, Florian Goldmann, Linda Havenstein, Idetsuki Hideaki, Leiko Ikemura, Satoshi Katono, Ryusuke Kido, Isolde Kille, Kanta Kimura, Yusuke Kimura, Aisuke Kondo, Azusa Kuno, Soichiro Mihara, OLTA, Aya Onodera, Project Fukushima!, Hikaru Suzuki, Yuken Teruya, Mamoru Tsukada/Munan Øvrelid/Marcellvs L, Tomoyuki Ueno, Wermke/Leinkauf
Thema: Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März 2014 zum dritten Mal. Die aktuellsten Meldungen zeigen, dass mit immer weiteren Kontaminierungen des Meeres und der Luft gerechnet werden muss. Welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat, ist nicht absehbar und nicht begreifbar. Die Ausstellung „Distant Observations. Fukushima in Berlin“ präsentiert im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien 25 künstlerische Positionen, die den Umgang, die Reflektionen und Reaktionen in Auseinandersetzung mit der Atomkraft-Katastrophe von Fukushima in Japan aufzeigen. Neben in Berlin lebenden japanischen KünstlerInnen sind KünstlerInnen eingeladen, die sich intensiv mit der japanischen Gesellschaft und Kultur auseinandergesetzt haben. Sie alle haben die Atomkatastrophe zumeist nur medial vermittelt und aus großer räumlicher Entfernung erlebt. Zentrales Thema der Ausstellung ist somit das Wechselverhältnis zwischen persönlicher Betroffenheit und politischen Handlungsmöglichkeiten angesichts der hoch komplexen und gewaltigen Katastrophe, die weit entfernt stattfindet. Welche Konsequenzen hat Fukushima auch für die eigene künstlerische Praxis? Die Reaktionen der KünstlerInnen auf die Geschehnisse in Fukushima sind sehr unterschiedlich und reichen von aktivistischen Videoprojekten über sehr persönliche Reflexionen bis zu einer technikkritischen Rückbesinnung auf die Natur. Immer wieder stellt sich dabei jedoch die Frage nach dem Potential der Kunst als Reflexions- und Reaktionsmedium.
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-02-23
Künstler: Forscher: Andrey Smirnov, Konstantin Dudakov-Kashuro, Petr Aidu, Evgenia Vorobyeva und andere
Thema: Vom 25. Januar bis 23. Februar zeigt der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in der Ausstellung „Generation Z : ReNoise – Klangkunst- und Musiktechnik-Pioniere in Russland Anfang des 20. Jahrhundert“ den zumeist unbekannten Erfindungsreichtum in Russland zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Die Namen der Klangforscher und Musikmaschinenentwickler sind weitestgehend vergessen, ebenso wie die meisten der beeindruckenden Erfindungen wie Variophon, Rhythmicon, graphischer Klang oder auch das Theremin. Durch die totalitäre Staatsauffassung Russlands wurden nahezu alle dieser Errungenschaften aus der Geschichte gelöscht. Viele der Stücke wurden zu späteren Zeitpunkten in anderen Teilen der Welt erneut „erfunden“, sodass der eigentliche Ursprung weitestgehend unbekannt ist. Die Ausstellung unter der kuratorischen Leitung von Andrey Smirnov in Zusammenarbeit mit Liubov Pchelkina zeigt daher seltene Orginale früher Klangmaschinen. Sie erklärt durch Text-, Ton- und Bilddokumente die Hintergründe vieler Erfindungen, die heute ganz selbstverständlich verwendet werden, ohne dass dem Benutzer die eigentliche Herkunft bewusst ist. Auf diese Weise wird das Schaffen und das Schicksal der Klangforscher, Vertreter der „Maschinenmusik“ und Erfinder neuer musikalischer Technologien, aufgearbeitet und den Besuchern nähergebracht. Generation Z knüpft an ältere Ausstellungen in Paris, Budapest, St. Petersburg und Moskau und das zur Thematik erschienene Buch „Sound in Z: Experiments in Sound and Electronic Music in Early 20th-century Russia“ an und ergänzt diese um Rekonstruktionen der Instrumente des Erfinders Vladimir Popov, welche zwischen den 1920er und 1950er Jahren entstanden. Zusätzlich zur Ausstellung wird es ein Begleitprogramm bestehend aus verschiedenen Lesungen, Workshops, Performances und Führungen mit den Forschern Andrey Smirnov, Konstantin Dudakov-Kashuro, Petr Aidu, Evgenia Vorobyeva und anderen geben. Die Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien spiegelt den Grundgedanken des CTM wieder, den Austausch von DIY-Kulturen und akademischer Praxis sowie das Engagement für eine experimentierfreudige und unabhängige Musikkultur zu stärken. Der Blick in die Vergangenheit ist bewusst für das diesjährige Festival gewählt, denn auch das CTM-Festival an sich blickt mittlerweile auf eine 15-jährige Geschichte mit zahlreichen Entwicklungen und Erfahrungen zurück.
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-01-15
Künstler: Stan Back & The Noise Glam Mitwirkende/Contributors: Daniel Door, Alfred Janta, Volker Groht, Thomas Meier, Nike Rasche, Stefan Römer, Alexandra Weltz
Thema: Der Künstler Stan Back ist vor drei Jahren in Costa Rica verschwunden. Auf seinem Laptop fand die amerikanische Kulturwissenschaftlerin Jules Beauregard die im Buch veröffentlichten Dokumente – Texte, Fotografien, Zeichnungen, Musikaufnahmen und Videos. Hört man den poetischen Beat der versammelten Artefakte, dann gibt es eine unauflösbare Dissonanz: Sie entziehen sich einer eingängigen PR-Rhetorik...
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2013-12-15
Künstler: Akay & Brad Downey, Amok & Kacao77, Arunski & Poet, Daniel Weißbach, Dave the Chimp, Matthias Wermke & Mischa Leinkauf, Markus Butkereit, Markus Mai, Mode2, Phos4, The Wa
Thema: Backjumps ist zurück. Nach einem Jahr Pause präsentiert sich das Ausstellungsformat zu urbaner Kommunikation und Ästhetik erstmalig mit einer Weihnachtsausstellung unter dem Titel „Backjumps Christmas Special“. Zusammen mit 13 in Berlin lebenden Künstlern, darunter bekannte Gesichter der letzten Backjumps, wie Dave the Chimp, Phos4 und Brad Downey, lässt Kurator Adrian Nabi das Jahr ausklingen. Zusammen mit der Eröffnung am 13.12.13 erwartet die Besucher ein Wochenende voller Kunst, Musik und Weihnachtsstimmung. Verschiedene Bilder erschaffen zusammen mit Rauminstallationen und Videoarbeiten eine bunte Mischung aus Farbe, Form und Klang. Backjumps- Christmas Special lässt Erinnerungen an alte Ausstellungsprojekte wiederkehren, zeigt Neues und schafft auf diese Weise einen Vorgeschmack auf die kommende Ausstellung im Jahr 2014, in dem 20 Jahre Backjumps gefeiert werden sollen. Eine Ausstellung von Backjumps in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Ort: Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien bis: 2014-01-12
Künstler: Mohamed Abdelkarim, Bofa da Cara (Nástio Mosquito, Pere Ortin), Esra Ersen, Gemuce, Karem Ibrahim, Iskanderiyan Standards (Maher Sherif, Ahmed Salem, Aliaa Elgready), Vincent Leroux, Charlotte Menin, Anissa Michalon
Thema: Am 1. November 2013 eröffnet im Berliner Kunstraum Kreuzberg / Bethanien die Ausstellung In Search of Europe? (ISOE). Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von sechs Wissenschaftlern des Zentrum Moderner Orient in Berlin mit sechs Künstler/innen, die zumeist aus den Ländern des jeweiligen Forschungsschwerpunktes kommen. Die Arbeiten gehen aus vielfältigen Perspektiven der Frage nach, inwiefern Europa heute noch ein Maßstab ist, an dem sich Menschen in anderen Teilen der Welt messen. War es jemals das Vorbild, als das es sich gerne sieht? Die Ausstellung zeichnet ein differenziertes Bild einer Welt, die nicht einfach zweigeteilt, sondern von gegenseitigen Verflechtungen, Blicken und Beziehungen geprägt ist. Die Exponate der Ausstellung, acht eigens angefertigte künstlerische Auftragsarbeiten, geben ganz bewusst eine polyphone Antwort auf diese Fragen. Der mozambikanische Künstler Gemuce wählt bei der Darstellung zweier sich begegnender Welten die Mauer als zentrales Motiv seiner 15-teiligen Ölgemäldeserie Alignment of values. Da sich die künstlerische Arbeit Gemuces wesentlich auf die zwischenmenschliche Begegnung konzentriert, erweitert er sein Konzept performativ und stellt die Serie während der Eröffnungstage unter aktivem Einbezug der Besucher fertig. Maher Sherif, Aliaa ElGready und Ahmed Salem nehmen die experimentelle literarische Arbeit einer Gruppe alexandriner Literaten mit dem Titel Iskanderiyan Standards als Ausgangspunkt und Material für einen Wandcomic, der die Suche nach ‚dem Anderen‘ in Alexandria thematisiert. Das literarische Produkt dieser Zusammenarbeit ist ebenfalls in der Ausstellung in Form eines handgefertigten Buches zu sehen. Esra Ersen spürt unter dem Titel When Thinking Some Play with the Mustache, Others Cross Arms den Erinnerungslücken und weißen Flecken in der Geschichte Bulgariens nach. Die Fundstücke und Geschichten, die sie zusammenträgt, scheinen kurios, aber geben einen Einblick in eine europäische Vergangenheit, der ein Ausblick auf ein supranationales Europa sein kann. Mohamed Abdelkarims multimediale Arbeit Comparison of Appearance besteht aus einer Video-Installation, Objekten, sowie aus einem Buch rund um die umstrittene Figur des ägyptischen islamistischen Ideologen, Autoren und Intellektuellen Sayyid Qutb und dessen Amerikareise 1948 bis 1949, die seine politischen Überzeugungen grundlegend veränderte. Die Fotografin Charlotte Menin verleiht mittels der audio-visuellen Soundinstallation Yacine’s Stimmen dem in Marseille lebenden algerischen Dichter Yacine mehrere Stimmen. Das Künstlerduo Bofa da Cara (Nástio Mosquito und Pere Ortín) entblößt die Klischeevorstellungen der Europäer über Afrika und entwirft in einem scharfen und provokant inszenierten Vortrag, der als Videoinstallation unter dem Titel My European Mind / Rebranding Europe gezeigt wird, eine radikale Gegenposition, mit der Forderung nach einem „Re-branding“ Europas. Karem Ibrahims Installation Randomly Selected ist inspiriert von Grenzsituationen und –überschreitungen sowie dem Verhältnis zwischen Autorität und Ungleichheit. In ihrer neuen Arbeit A Long Way Home reflektiert Anissa Michalon fotografisch die Verbundenheiten und Erinnerungen westafrikanischer Bewohner mit und über das von ihnen für Jahrzehnte bewohnte alte Gastarbeiterwohnheim (genannt ‚Foyer‘) im Nordosten von Paris, das umgebaut werden soll. Im gleichen Raum stellt Vincent Leroux seine Fotoserie Commenderie aus (entstanden in den Jahren 2007 – 2010) — Portraits von Bewohner des Pariser Foyers Commanderie während der Umbauarbeiten in einen sozialen Wohnbau. Forschungsmaterialien der ISOE Forscher, Dokumentationen der Zusammenarbeit der Anthropologen Samuli Schielke, Aïssatou Mbodj und Vanessa Diaz mit ‚ ihren‘ Künstlern sowie Materialien der in 2012 abgehaltenen ISOE Pre-Events in Alexandria, Paris und Dakar verbinden sich mit den Kunstwerken zu einem Ganzen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm aus Vorträgen und Debatten mit einigen der beteiligten Forscher/innen, Künstler/innen, einer Reihe von Gästen, sowie durch Filmvorführungen.