Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Unter dem Titel ‚Ich wollte’ zeigt die Galerie
Parrotta in Stuttgart nahezu eine Gesamtschau
der unvollendet gebliebenen Arbeiten des in
Karlsruhe und Stuttgart ausgebildeten, heute in
Berlin lebenden Bildhauers und Konzeptkünstlers
Victor Kégli (*1964).
Innerhalb der Konzeptkunst gehört die
Gestaltwerdung nicht zur Konsequenz eines
künstlerischen Werks, häufig wird dieses in
seinem Verständnis eines materiell Realisierten
sogar negiert. Zur Formulierung von
künstlerischen Ideen und Vorhaben benötigt es
Konzepte, die Prozesse entweder belegen oder
auch nur anstoßen, während sich die daraus
folgenden Ergebnisse zumeist einer
Dokumentation entziehen, weil sie sich allein im
Kopf abspielen. Vor diesem Hintergrund
unternimmt die Ausstellung Viktor Kéglis den
Versuch, die aufwendigen doch gescheiterten
Arbeiten in der Rückschau in ihren historischen
Bezügen neu zu kontextualisieren und zu
repräsentieren. Ton- und Videoaufnahmen, in
denen Kégli selbst über seine Projekte spricht,
erwecken die oftmals geringe Anzahl
historischer Zeugnisse zum Leben. Die
künstlerische Absicht wird innerhalb der
Erzählungen zum eigentlichen Gegenstand der
Reflexion und erweist sich als wesentliche
Größe. Der Entstehungsprozess der Projekte ist
begleitet von einer Vielzahl an Begegnungen und
Konversationen, welche ebenjenen Prozess und
die Ausformulierung des Werkes selbst
fortwährend beeinflussen und die Formwerdung
letztlich scheitern lassen.
„Ein Kampfflugzeug kriegen Sie, und wenn Sie
einen Sprengmeister hinstellen, der genau in
dem Moment, in dem das Flugzeug drüberfliegt,
am Boden eine Ladung zündet, merkt kein
Mensch den Unterschied“. - Ein Offizier der
deutschen Luftwaffe im Gespräch mit Victor
Kégli.