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Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Rundhof im Rathaus Wilmersdorf
von Berlin, Kulturamt Fehrbelliner Platz 4
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Öffnungszeiten:
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Pressemitteilung
Seen links-Schafe rechts
Installation im Rundhof Rathaus Wilmersdorf von Signe Theill
Ausstellungsdauer: 8. Juni bis 31. August 2008
Eröffnung: 8. Juni, 12 Uhr im Rundhof des Rathaus Wilmersdorf
Schafe bevölkern den Rundhof des Rathaus Wilmersdorf, verträumt sehen sie den Besucher an. Die Künstlerin Signe Theill hat die urbane Entwicklungsgeschichte des Stadtteils Wilmersdorf zum Anlass für ihre Installation „Seen links-Schafe rechts“ genommen und die Schafe als fotografische Silhouetten zurückgebracht. Hier werden Sie nun den Sommer über „weiden“ und die Vergangenheit des Stadtteils in Erinnerung rufen.
Denn noch vor ca. 130 Jahren lag Wilmersdorf vor den Toren Berlins und war ein beliebter Ausflugsort.
Besonders bekannt war seine Seenlandschaft und die Schafszucht, an den Wochenenden pilgerten die Berliner in Scharen hierher, um sich in Tanzlokalen zu vergnügen und Schafsmilch zu trinken. Die
Schafsmilch war über Jahrhunderte eine Attraktion und lockte selbst den Kurfürsten Joachim II nach
Wilmersdorf.
„Wilmersdorf ist in dieser Zeit berühmt durch seine Schafherden. Die gute Schafmilch wurde viel getrunken, und Tausende pilgerten damals durch die sandigen Landstriche hinaus, um bei Schafmilch und Brot mit
Schafkäse in Wilmersdorf fröhliche Stunden zu verleben. Die Felder südlich vom See bis Steglitz hin, aber auch die Felder im Norden bis nach Charlottenburg, waren das unbestrittene Eigentum der Herden, keine menschliche Wohnstätte störte sie.“ **aus: von der Wilhelmsaue bis zur Carstenn- Figur.
Signe Theill hat in Hamburg bei Claus Böhmler und Franz Erhard Walther studiert. In den 90er Jahren hatte sie internationalen Erfolg mit dem Arbeitszyklus „Nature Morte“ den sie u.a. in Lettland und Kanada zeigte und der mit Stipendien und Preisen für Fotografie bedacht wurde. Mitte der 90er Jahre war sie Stipendiatin des Zentrums für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe (ZKM). Typisch für ihre Arbeit sind der Einsatz von unterschiedlichen Medien: Zeichnung, Fotografie, Video sowie installative, situationsbezogene Arbeiten. 2003 hat sie die Ausstellung „doublebind.kunst.kinder.karriere“ kuratiert, die von Berlin
ausgehend in Bremen, Australien und den USA gezeigt wurde. Ihre nächste Video-Arbeit „Gulliver Dreaming“ wird die Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik eröffnen.
Signe Theill hat ihr Atelier in Wilmersdorf und versteht die Arbeit „Seen links Schafe rechts“ als Hommage
an die Geschichte des Stadtteils und vielleicht auch als Blick in die Zukunft.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Elke von der Lieth
Leiterin Kulturamt
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