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“Poesie und Präzision” – treffender könnte man das Oeuvre von Paul Wunderlich nicht zusammenfassen. / Eine große Ausstellung im Wetzlarer Stadthaus am Dom ehrt diesen wichtigen Vertreter des „Fantastischen Realismus“ in Deutschland.
Vom 28. November 2008 bis 11. Januar 2009 zeigt das Kulturamt in traditioneller Zusammenarbeit mit der Galerie am Dom eine große Auswahl an Unikaten, Grafiken, Skulpturen und Schmuckstücken. #
Ein Skandal machte Wunderlich im Alter von 33 Jahren mit einem Schlag berühmt: Der zu erotisch geratene Bilder-Zyklus „qui s’explique“ wurde von der Hamburger Staatsanwaltschaft beschlagnahmt und erst 1985 kommentarlos zurückgegeben. Dies erregte auch in den USA Aufsehen, mit der Konsequenz, dass das Museum of Modern Art in New York nicht nur den umstrittenen Zyklus ankaufte, sondern auch die Folge “20. Juli 1944”, in der verstümmelte und disproportionierte Körper, am Galgen hängend, an die Hitler-Attentäter erinnern. Für diese Werkreihe wurde Wunderlich 1960 mit dem Deutschen Kunstpreis der Jugend ausgezeichnet. #
Nach realistischen Anfängen entwickelt er in den 60er Jahren seinen eigenwilligen, unverwechselbaren Stil, in welchem bevorzugt Elemente des Art Deco und Jugendstils auf manieristische und surrealistische Tendenzen treffen. #
Eros und Tod sind dabei immer wiederkehrende, oft einander bedingende Themen, die Wunderlich vor allem in Lithografien meisterlich umsetzt.
Immer wieder experimentiert er auch mit anderen Techniken: Mal lässt er sich von Vorlagen der Fotografin Karin Székessy inspirieren, mit der er seit 1971 verheiratet ist, dann wieder malt er seine Gemälde mit Schablone und Spritzpistole, führt die Gouache-Technik zur Perfektion oder konzentriert sich auf die Skulptur. #
Zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2007 erfuhr Paul Wunderlich eine besondere Ehre: In seiner Geburtsstadt Eberswalde baute man für 30 Millionen Euro ein neues Verwaltungszentrum, das “Paul-Wunderlich-Haus”, in dem sich eine ständige Ausstellung mit mehr als 300 seiner Werke befindet. # #
Vernissage : /
Freitag, 28.November 2008, 19.30 Uhr im Stadthaus am Dom #
Einführende Worte: Hartmut Schmidt, Museumsdiektor i.R. # #
Ausstellungsdauer: /
28. November bis 11. Januar 2008 #
Führungen jeden Sonntag um 15 Uhr im Stadthaus am Dom, Teilnahme kostenlos #
Stadthaus am Dom /
Domplatz 15 /
35578 Wetzlar /
06441 99-4105 # #
Mo 13.30 – 18.00 Uhr, Di – Fr 9.00 – 13.30 Uhr + 14.00 – 18.00 Uhr /
Sa 10.00 -14.00 Uhr, So 11.00 – 16.00 Uhr ##
Galerie am Dom /
Krämerstr. 1 /
35578 Wetzlar /
06441 46473 ##
info@galerie-am-dom.de /
www.galerie-am-dom.de #
Mo 14.00 – 18.00 Uhr, Di – Fr 10.00 -18.00 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr
und nach Vereinbarung