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Der Zeichner, Maler und Radierer Caspar Walter Rauh
gilt als einer der Klassiker und wichtigen Vertreter der phantastischen Kunst des 20. Jahrhunderts.
1912 wurde er in Würzburg geboren. Nach dem Abitur am Humanistischen Gymnasium Bayreuth studierte er von 1932 bis 1934 an der Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren W. Heuser und H. Nauen. Später wurde er Meisterschüler an der Kunstakademie in Leipzig bei Professor W. Tiemann, arbeitete von 1937 bis 1939 in Berlin selbständig weiter und heiratete 1939. Nach dem Kriegsdienst in Polen, Frankreich und Russland lebte der Künstler mit seiner Familie 1945 bis 1955 in Himmelkron, veröffentlichte 1947 im Verlag Kurt Desch München den Zyklus in Buchform „Niemandsland“, plante ein zweites Bild-Buch „Traumland“, zeichnete und malte „abstrakt“, schrieb „Märchen“ für Zeitungen und für den Rundfunk, zeichnete Buchillustrationen und begann 1951 mit dem Druck von Zinklithographien und Radierungen. Die Technik des Radierens wurde ihm zum wichtigsten Medium zur Darstellung einer utopischen surrealen Gegenwelt. In den folgenden 30 Jahren entstanden rund 500 druckgraphische Arbeiten (146 davon in Mappenwerken).
1955 zog er mit Familie nach Kulmbach, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1983 als freischaffender Künstler lebte.
Zahlreiche Einzelausstellungen in fast allen europäischen Ländern und in den USA, Gruppenausstellungen vor allem mit der belgischen Gruppe „Fantasmagie“.