Abstrakte Welten - Sam Francis I Christian Awe Ausstellung Berlin
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Ausstellung: 02.05.2009 - 20.06.2009

Künstler: Sam Francis, Christian Awe

Veranstalter & Ort:
Galerie BERLINARTPROJECTS
10785 Berlin
Potsdamer Str.61

Vom 2. Mai bis zum 20. Juni 2009 zeigt Berlin
Art Projects die Ausstellung „Abstrakte Welten“
des amerikanischen Action Painters Sam Francis
(1923-1994) und des jungen Berliner Malers
Christian Awe. Am Samstag, 2. Mai 2009, 12-21
Uhr, wird die Ausstellung in Anwesenheit von
Christian Awe in der Auguststraße 50 b
eröffnet./

#„Abstrakte Welten“ - dynamische Bildwelten
von leuchtender Farbigkeit bilden das
Gemeinsame der Arbeiten von Sam Francis und
Christian Awe. Beide Künstler spielen mit dem
Motiv des Gestischen, ihre Arbeiten sind intensiv
und expressiv und erwecken den Eindruck einer
lebendigen, atmenden Fläche. /

#Farbe und Raum sind die wichtigsten Faktoren
in den Werken von SAM FRANCIS. Bekannt für
seine sehr persönliche Form des Drip Painting,
lenkte er mit schwungvollen kreisenden und
spritzenden Bewegungen die Farbe in
unterschiedlich starken Rinnsalen auf dem
Malgrund, die sich zu Spritzern, Tropfen und
reliefartigen Farbflächen aus Acryl und Öl
mischten. Er gilt als einer der bedeutendsten
Vertreter des Action Painting. Darüber hinaus
setzte er sich intensiv mit unterschiedlichen
Druckverfahren auseinander. In der Ausstellung
werden Papier- und kleinere Leinwandarbeiten
zu sehen sein. „Gitterbilder“, in Acryl auf Papier,
aus den 1970er Jahren, in denen Francis die
Bildfläche mit netzartigen Strukturen bedeckt,
stehen neben experimentellen lithographischen
Arbeiten der 1980er Jahre. Charakteristisch für
Francis' Arbeiten ist der weiße Bildgrund, der
Flecke und Linien leicht und transparent, beinahe
zeichnerisch wirken und die Farben klar und
kräftig hervortreten lässt./

#In den Arbeiten von CHRISTIAN AWE spielen
Farbe und gestische Malweise eine wichtige
Rolle. Aus der Verbindung von Street Art und
Graffiti mit klassischer Malerei entwickelt er
seine eigene Bildsprache, die sich im
Spannungsfeld figürlicher und abstrakt
expressiver Malerei bewegt. Die Galerie
präsentiert seine neuesten Arbeiten der Serie
„Underground Paintings“. Mit Pinsel, Acryl und
Sprühdose entstehen auf PVC und Leinwand
emotionsgeladene atmosphärische
Farblandschaften. Die Arbeiten zeichnen sich
durch enorme Leuchtkraft, intensive
Farbkontraste und vielschichtige Ebenen aus.
Durch Überlagerungen, gesprühte Zeichen und
Markierungen, durch penibel Abgekratztes und
sorgfältige Aussparungen erschafft Awe
differenzierte Oberflächenstrukturen. Gradliniges
trifft auf Impuls, scharfes Schabwerkzeug lässt
feinste Farbnuancen und verborgene Schichten
sichtbar werden, so dass ein changierendes
Wechselspiel der Bildebenen und Farbgründe
entsteht. Awes „Underground Paintings“
bestechen durch die ausgewogene Kombination
von schwungvollen Linien, Formen und Farben
und strahlen eine energiegeladene Leichtigkeit
aus. Bildtitel wie "Jazzybelle", "Ocean Games",
"Meeting Freedom" und "Das gute Leben" führen
in die Gedankenwelt des Künstlers ein und
verstärken die Assoziationen von Natur und
Musik, Hip Hop Jazz und Ornament./

#Awes gefühlvolle Arbeiten, das Spontane und
Unmittelbare seiner Malweise bilden den Bezug
zum Abstrakten Expressionismus und Action
Painting und schlagen den Bogen zu den Werken
von Sam Francis. Beide Künstler verbindet eine
symbolisch-assoziative Formsprache, die
Betonung auf Farbe und Raum sowie die Freude
am Experimentieren mit Materialien und
Techniken. Die abstrakten Kompositionen und
der ausgewogene Rhythmus verleihen ihren
Arbeiten eine lyrische Schönheit. Es sind
emotionale Bildwelten voll unmittelbarer
Lebensfreude, die den Betrachter animieren,
darin zu versinken und den eigenen
Assoziationen freien Lauf zu lassen./

#Sam Francis (*1923 San Mateo, Kalifornien)
studierte Botanik, Medizin und Psychologie,
bevor er das Studium der Kunst und
Kunstgeschichte aufnahm. Seit seiner ersten
Einzelausstellung 1952 in Paris sind seine
Arbeiten in unzähligen Ausstellungen weltweit zu
sehen, er nahm teil an der 5. Biennale São
Paulo, der documenta II und III sowie der 32.
Biennale Venedig. Nach Reisen nach Mexiko,
Thailand, Indien und Japan und Aufenthalten in
Paris, New York, Bern und Tokio ließ er sich in
Santa Monica nieder, wo er 1994 starb./

#Christian Awe (*1978 Berlin) studierte an der
Universität der Künste Berlin bei Georg Baselitz
und Daniel Richter, sein Studium beendete er als
Meisterschüler. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Seine Werke waren und sind in zahlreichen
Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen,
darüber hinaus kuratiert er selbst Ausstellungen
mit jungen Künstlern./



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