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Farbige Ölgemälde von Ralph Fleck treten im Marburger Kunstverein vom 20. November 2009 bis 7. Januar 2010 in einen spannenden Dialog mit steinernen Skulpturen von Georg Hüter. ##
Ralph Fleck, seit 2003 Professor für Malerei an der Nürnberger Akademie, geht in seinen großformatigen Ölgemälden von der sichtbaren Welt aus. Seestücke,
Landschaftsbilder und Stadtansichten gehören ebenso zu seinen Bildthemen wie Figurenbilder und Stillleben. /
Gerne präsentiert der gebürtige Freiburger in seinen Bildformaten eine für den Betrachter ungewohnte, schräge Draufsicht. Die jeweiligen Motive wirken auf der
Leinwand, als seien sie aus einer distanzierten Gesamtansicht segmentiert und heran gezoomt worden. /
Die Auswahl der nahezu realistisch anmutenden Szenerien ist dabei eher nebensächlich. Ob ein Stadtviertel in Genua, eine jubelnde Menschenmenge in einem Stadion oder ein schlichtes Regal, in welchem sich Rücken an Rücken Bücher aufreihen - viel wichtiger als das Dargestellte scheint Fleck das Ausloten der Frage, wie abstrakt sein Farbauftrag werden kann, um darin gerade noch ein realistisches Motiv erkennen zu lassen? /
Seine Malerei lebt von diesem Spiel zwischen Abstraktion und Figuration. Dies offenbart sich auf faszinierende Weise in der Abhängigkeit der Bildwirkung zum Betrachterstandpunkt. Die Nähe und Distanz zur Leinwand bestimmt den Abstraktionsgrad der pastos aufgetragenen Farbigkeit der Fleck‘schen Bildwelten.##
Der nahe Aschaffenburg lebende Georg Hüter versteht sich als Bildhauer im wahren Sinne des Wortes: Mit vollem Krafteinsatz schlägt er aus Granit- und Basaltblöcken elementare Formen heraus. Die Schwere des Materials, seine Härte und Widerstands-fähigkeit stellen für den Künstler eine unaufhörliche Herausforderung dar. Je stärker sich der Stein einer formenden Bearbeitung widersetzt, desto reizvoller scheint für Hüter die künstlerische Auseinandersetzung zu werden. /
Für ihn ist der Stein alles andere als ein totes Material. Es entspinnt sich vielmehr eine Art kämpferischer Dialog zwischen Mensch und Gestein, in dem es gilt, der Materie eine Kunstform zu geben, die ihrem Wesen entspricht und ihre immanenten Eigenschaften zur Geltung bringt. Der elementare Charakter des ausgewählten Materials bestimmt daher zu einem guten Teil die Form der entstehenden Skulptur. ###
Zur Eröffnung der Ausstellung /
+Ralph Fleck, Malerei & Georg Hüter, Skulptur* /
am Freitag, 25. September 2009, um 18.00 Uhr im Marburger Kunstverein /
spricht Dr. Michael Herrmann, Marburg. ###
Wie gewohnt führt die Kunsthistorikerin Antje Galensa jeden Samstag um 16 Uhr durch die Ausstellung. /
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei. ###
Die nächste Führung für Familien mit Kindern findet am 27. 11. 2009, um 16 Uhr statt. /
Anmeldung in der Marburger KunstWerkStatt unter Tel. 06421-161 663. ###
++Marburger Kunstverein** /
Gerhard Jahn Platz 5 /
35037 Marburg ##
Tel. 0 64 21 – 2 58 82 /
Fax 0 64 21 – 91 79 68 ##
info@marburger-kunstverein.de /
www.marburger-kunstverein.de ##
+Öffnungszeiten* /
Di - So von 11 - 17 Uhr /
Mi von 11 - 20 Uhr