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Die „kleinen Bilder“ von Monika Schlerkmann sind von gleicher Größe: DIN-A4-Papier im Querformat, Mischtechnik, ohne Titel, entstanden 2004. „Anschauen“, möchte man dem sachlichen Ausstellungstitel als schlichte Aufforderung hinzufügen.
Wie auf Tagebuchseiten festgehalten, zeugen die Blätter von bildnerischen Prozessen, vom Zusammentreffen und aufeinander Reagieren verschiedener Materialien wie Schellack, Ölkreide und Aquarellfarbe. Sie notieren Konstellationen oder setzen reduziert und konzentriert Motive in Szene, die häufig an Tiere oder Pflanzen erinnern oder auch an Elemente wie Leiter, Boot, Krone oder weitere Gegenstände. Die Farbigkeit reicht von fast monochromen, intensiven Farbgründen bis hin zu aquarellierten, nuancenreichen Tönen.
Collagierte Papiere, zeichnerische und malerische Überlagerungen sowie das bewusste Zulassen des Zufalls erweitern und verdichten das bildnerische Gefüge. Gelegentlich fließen vorgefundene Bildquellen zeichnerisch umgesetzt in die Arbeiten ein, etwa die auf rotem Papier platzierte Silhouette eines Hundes, seinem Frauchen hinterher tollend - ein feiner Humor schwingt mehr als einmal mit.
„Kleine Bilder“ pflegen eine stete, intensive Beschäftigung mit künstlerischer Bildfindung, und sie eröffnen dem Betrachter anregende Seherfahrungen.
Die in Bremen lebende Künstlerin präsentiert in der kunstbox im Schnoor eine Auswahl von etwa 25 Arbeiten – anschauen.