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The dark side of the moon“ - Skulpturenausstellung Regine Bergmann
Die klassische Steinbildhauerei wurde immer wieder totgesagt.
Regine Bergmann traut sich an die Aufgabe, das Gegenteil zu beweisen.
Die äußerst frisch wirkenden Skulpturen der Künstlerin zeigen, dass die Themen noch lange nicht ausgereizt sind. Die Arbeiten aus verschiedenen Steinen (Sandstein, Marmor, Alabaster und Schiefer) üben einen starken ästhetischen Reiz aus, sie ziehen Blicke und Hände an, das Material nicht nur visuell sondern auch haptisch zu erkunden.
In Ihrer Ausstellung „The dark side of the moon“ hat sich die Bildhauerin ganz dem "außerirdischem" verschrieben.
Regine Bergmanns rein abstrakte Skulpturen gewinnen ihren Sinn durch die Benennung. "Sonne, Mond und Sterne" - aus schwerem Stein gearbeitet - erscheinen in einer Leichtigkeit, die man in diesem Material nicht erwarten.
„The dark side of the moon“ ist eine Kombination aus schwarzem und weißem Stein (Schiefer und Alabaster) und gibt der Ausstellung den Titel.
Die Arbeit „Partielle Sonnenfinsternis“ - aus unterschiedlichem Sandstein gearbeitet - rückt dieses Naturphänomen in ganz neues Licht – quasi greifbar nahe.
Diese ungewöhnliche Darstellung unseres Universums findet sich in „Sonnenuntergang am Malecón“ wieder.
Einen weiteren Beweis für die frische der Bildhauerarbeiten von Regine Bergmann ist die "Welle". Man sieht die Schaumkronen vor sich, die durch das Belassen von Flächen, die durch das Abschlagen/Abbrechen, im Steinbruch entstanden sind.
Hier begibt sich die Künstlerin in die Hände des rohen Steins, ordnet die Form dem Material unter. Maserung und Zeichnung aber auch Risse und Bruchstellen
regen die Form der Skulpturen an. Das Ergebnis sind klare abstrakte Formen, die dem Stein sein Eigenleben lassen und das Charakteristische hervorheben.
Regine Bergmann kommt aus dem Ruhrgebiet und stellt zum zweiten Mal in der „Kunstbox“ aus.