Black Ghosts - Christopher Winter Ausstellung Berlin
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Ausstellung: 04.06.2010 - 10.07.2010

Künstler: Christopher Winter

Veranstalter & Ort:
Kunstverein Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord
10551 Berlin
Turmstr. 75

Mit der ersten umfangreichen Einzelausstellung in Berlin stellt der Kunstverein Tiergarten aktuelle Arbeiten des 1968 in England geborenen und in Berlin lebenden Malers Christopher Winter vor. Seine figurative Malerei ist durch plakativ angelegte Bildfindungen, starke Farbigkeit und zahlreiche Reminiszenzen an die amerikanische Pop-Art charakterisiert. In seinen Themen und Bildfindungen seziert Christopher Winter mit hintergründigem Humor gesellschaftliche Tabus und die Abgründe der kollektiven Doppelmoral. Das brillante Spiel mit skurrilen Sujets, absurden Überzeichnungen und sarkastischen Kommentaren kennzeichnet den Künstler als aufmerksamen Beobachter einer massenmedial verzerrten Bildwelt, durch die er hinter den Spiegel gesellschaftlicher Zustände schaut.#

Mal bedient er sich dabei volkstümlicher Vorlagen, wie scheinbar harmlosen Postkarten, Reisesouvenirs oder Bilderbüchern, um hinter der naiven Fassade heiler Welten – nicht selten von Kindern repräsentiert – gesellschaftlichen Projektionen und extremen Überzeichnungen auf den Grund zu gehen, mit denen von problematischen Zusammenhängen abgelenkt werden soll. Ein anderes Mal dienen ihm die Ikonen der älteren und jüngeren Kunstgeschichte für eine ironische Offenlegung subtiler Sexismen und erotischer Aufladungen.#

»Black Ghosts« wiederum sind die (un-)sichtbaren Protagonisten bisweilen makabrer Szenen und hintergründiger Grotesken, in denen Winter nicht nur dem Spuk kindlicher Erlebniswelten auf den Grund zu gehen versucht, sondern in denen gleichermaßen das Schauerliche als Motiv der europäischen Kunstgeschichte prominent hinterfragt und in Bezug auf die Gegenwart karikierend auf die Spitze getrieben wird. Mit Goya, Füssli, Blake und Hitchcock stehen die Altmeister des Genres Pate für ein meisterhaftes Vexierspiel mit Kostümierung, Camouflage und Ironie, in dem der Glanz des schönen Scheins nicht selten der Beklemmung und brutalen Entschleierung weicht.#

Neben Arbeiten aus aktuellen Malereizyklen zeigt die Ausstellung zum Teil großformatige Zeichnungen, in denen Christopher Winters Interesse für die Kunst der Romantik und deren kosmologische Weltvorstellungen zum Ausdruck kommt. Auch hier mündet die Adaption historischer Bildideen in den brillanten Umgang mit zeitgenössischen Themen und aktuellen Fragen zur Funktion von schönen Bildern in Kunst und Gesellschaft.#

Eröffnung: Freitag, 4. Juni, 20 Uhr/
Ausstellung: 5. Juni - 10. Juli, Di.-Sa., 13-19 Uhr

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