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Ausstellung

Christian von Grumbkow - Appassionata – Ausstellung in Wuppertal

Christian von Grumbkow - Appassionata
+Presseinformation#
+Christian von Grumbkow - Appassionata/
+Neue Bilder#
+28. Mai - 17. Ju i 2010, es erscheint ein Katalog#
Mit dem Mittel der Farbe schafft es Christian von Grumbkow, seine Bilder zu höchster Ausdruckskraft
zu steigern. Es ist die Farbe selbst, der Auftrag, das Farbspiel, die Komposition verschiedener Töne, was die
Werke ausmacht. In Hell-Dunkel-Kontrasten steigern sich verschiedene Farben zu höchster Leuchtkraft. An
einigen Stellen der Arbeiten verdichten sich verschiedene Kolorierungen, um größeren, einheitlicheren
Flächen entgegengesetzt zu werden und ineinander zu verschwimmen. Hier überlagern sich die Farben und
schaffen einen Bildraum in der Schichtung. Manchmal geschieht dies wie an einer illusorischen
Horizontlinie, was dann einer Spiegelung auf Wasser gleichen kann oder Assoziationen von Landschaft
erweckt. Wie ein Ausschnitt aus einer imaginären Endlosigkeit erscheinen diese Bilder. Oft gibt es
horizontale und vertikale Achsen als konstruktives Element. Es dominieren jedoch die ungegenständlichen
Farberscheinungen. Von jeglicher konkreter Dinglichkeit befreit, erscheint die Autonomie der Farbe aus
sich selbst heraus. Der Künstler imitiert nichts, die Ausdruckskraft liegt allein in der Wirklichkeit und
Wirkung der Farbe. Immer meint man hier die Energie dieser Farbe zu spüren, wie sie das Bild erfüllt und
gleichsam ihren Betrachter. Von Grumbkow trifft uns damit emotional, ist er doch in der Lage, Gefühle
beim Betrachten in uns auszulösen und mit der Gewalt der Farbe erfahrbar zu machen. Titel wie „Joy“
oder „Energy Flow 2“ unterstreichen dies, indem uns der Künstler damit nicht nur die bildimmanente
Qualität der Farbe vor Augen führt, sondern auch eben dies zu transferieren vermag. So entsteht eine
Wechselwirkung zwischen Künstler, Farbe und Betrachter: der Künstler, der die Farben aufs Bild bringt
und ihnen damit ihre Ausdruckskraft mitgibt, auf der anderen Seite der Betrachter, der das Wesen der
Farbe in der Anschauung erlebt. Gerade die fehlende Objektgebundenheit ermöglicht die Freisetzung von
Empfindungen beim Betrachten. Denn versucht die Darstellung nicht beim Betrachter Assoziationen zu
Gegenständlichem auszulösen, so kann die Farbe selbst mit ihrer eigenen Kraft auf den Betrachter
einwirken. Sie will nichts weiter sein als auf den Malgrund aufgebrachtes Kolorit, entfaltet damit jedoch ihre
volle Wirkung auf den Menschen. Wo sich Materie auflöst, können Sinneswahrnehmungen und Gefühle
bestehen. Die Malerei verwandelt sich in Seelenräume, übermittelt Unbeschreibliches und visualisiert
Empfindungen. Die Wirkung ist in der Tat ebenso unmittelbar wie hervorstechend. Neben der realen
Materialität der Farbe stützt sich die optische Wirkweise vor allem auf ihre spirituelle Qualität. Das Auge
wandert rastlos über die Werke, denn es findet in den ineinander übergehenden Farbtönen keinen
Haltepunkt. Und doch hat dies nichts Hektisches an sich, im Gegenteil, im optischen Abtasten der
Farbübergänge findet gewissermaßen eine Art meditative Kontemplation statt. Man ist als Betrachter
gebannt von dem sich bietenden Eindruck./
Christian von Grumbkow wurde 1946 in Oberhausen geboren. Von 1966 bis 1971 studierte er bei
Rudolf Schoofs an der Werkkunstschule in Wuppertal und an der Rietveld-Academie in Amsterdam.
Danach hatte er von 1970 bis 1977 einen Lehrauftrag an der Folkwangschule in Essen. 1981 begann von
Grumbkow mit kunsttherapeutischen Arbeiten mit Jugendlichen und seit 1988 ist er Gastdozent für Malerei
und Kunsttherapie in Wien, London, Witten, den USA und Kanada tätig.

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