Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
+Proxima: Slava Seidel betreibt „malerischen
Journalismus“*#
+MÜNCHEN, 10.09.2010 – Slava Seidels
aktueller Schaffenszyklus trägt den Titel
„Proxima.“ Die 1974 geborene Künstlerin
interpretiert als ästhetische Journalistin
zeitnahes Geschehen.*#
„Slava Seidel spielt mit der Wahrnehmung des
Betrachters. Sie holt ihn ganz nah ans
Bildgeschehen und trotzdem bleibt es für ihn
ungreifbar”, erklärt Jörg Heitsch, Inhaber der
Heitsch Galerie am Münchner Gärtnerplatz. Er
zeigt vom 11. September bis zum 30. Oktober
2010 in seiner Galerie die aktuellen Werke der
Künstlerin.#
Als professionelle Fremdbeobachterin bringt
Slava Seidel das aktuelle
Gesellschaftsgeschehen durch ihre Malerei auf
den Punkt. Ihre Wahrheit inszeniert sie auf einer
mit Sepia-Tusche gemalten Bühne. „Das
Weltgeschehen ist zum Greifen nah, deshalb
heißt die neue Bildserie Proxima“, sagt Slava
Seidel. Mit Aktualität, Faktizität und Relevanz
nähern sich ihre Bilder einem journalistischen
Schaffensprozess an. Lediglich die fehlende
Periodizität macht ihre Werke zu einer medialen
„Momentaufnahme“. Zugleich schafft Slava
Seidel eine Ästhetik des Unbewussten: „Ihre
narrativen Sequenzen inmitten verstörend-
monströser Architekturen entziehen sich
jeglicher logischen oder zumindest
konventionellen Verortung“, so beschreibt der
Kunsthistoriker Jörg Scheller die Malerei der
gelernten Innenarchitektin.#