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"Erinnerungen sind das Thema meiner Bilder. Ich nutze als Ausgangspunkt für die Bilder Fotos, technisch nicht perfekte Schnappschüsse, die längst vergangene Situationen dokumentieren. Meine Bilder erzählen keine Geschichten. Sie zeigen eine einzige, aus dem Zusammenhang gerissene Situation, die durch ein Foto festgehalten wurde.
Ich male Ausschnitte dieser Fotos auf Holzplatten. Die Gegenstände auf meinen Bildern sind scharf von ihrer Umgebung abgegrenzt. Das unbehandelte Holz, das ich partienweise stehen lasse, bildet einen offenen Grund für die konkret ausgearbeitete Fläche. Die zarte „Aura“, die sich durch den Ölrand der Farbe zwischen bemalter Fläche und Holz bildet, schafft Übergänge zwischen den Bildteilen, zwischen rohen und bearbeiteten Stellen. Teile des Bildes bleiben also frei von Farbbehandlung, wohingegen andere Teile ausgearbeitet sind.
Dieses formale Vorgehen findet seine Entsprechung im Gelebten:
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Das Erinnerungsvermögen weist „scharfe“, detailreiche Bilder auf, ebenso wie Wahrnehmungslücken, größere oder kleinere freie Flächen. Dazwischen sind schattenhafte, verwischte Bruchstücke von Erinnerungen. Das Prinzip des Sporadischen, Abbruchhaften und des intensiven Bearbeitens andererseits findet sich also in der Realität des Erinnerungsvermögens wieder."
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Svenja Wetzenstein