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Die Ausstellung zeigt in neun Positionen zur Malerei die ästhetische Bandbreite einer jungen Künstlergeneration aus Berlin, Hamburg, London, Wien und Kopenhagen. Ihre Arbeiten lassen sich in Beziehung setzen zu der Konkreten Kunst der 1920er Jahre und ähnlichen späteren Tendenzen der Abstraktion. Damals zählte überwiegend die visuelle Wirkung der Bildfläche; Farbe wurde als Material verwendet, unabhängig von Abbildung, Form und Komposition. Zudem verstand sich diese Kunst als Reaktion auf politisch-gesellschaftliche Zusammenhänge.
«oder so - Malerei konkret, abstrakt» reflektiert diese historischen Strömungen breit gefächert unter zeitgenössischen Vorzeichen: monochrom, farbig, witzig-ironisch und dabei ernsthaft, als Malerei. Fotografie oder in die Dreidimensionalität ausgedehnt. Heute versteht sich diese Kunst nicht als Abkehr von der Realität oder als Form einer Weltflucht, sondern als eigenständige künstlerische Äußerungen zu vielfältigen Themenfeldern der Kunst.
Eine vergleichende Betrachtungsweise wird durch die Gegenüberstellung mit einigen Werken aus den 70er Jahren von Rotar ermöglicht, dem Manager und Designer des weltweit renommierten Möbeldesignunternehmens Knoll International GmbH.
Bernd Ribbeck, einer der jüngeren teilnehmenden Künstler, formuliert die Unterschiede zwischen den Anhängern der genannten Künstlerbewegungen des 20. Jahrhunderts und der heutigen Generation folgendermaßen:
„Wir werden keine Welt gestalten und wollen es auch nicht direkt. Sich gestalterisch denkend zu bewegen genügt fürs Erste, vielleicht wird etwas Neues daraus, nur eben nicht, indem es von vornherein mit einem neuen Weltbild in Einklang stehen soll, sondern als Selbstläufer, in der Hoffnung, dass es auch schön aus dem Ruder läuft und wunderbare Bastarde bildet." (Kunstforum International, Bd. 206)
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+Ausstellung: 01. Mai - 12. Juni 2011#
Eröffnung: Sonntag, 01. Mai, 17 Uhr#
Öffnungszeiten: Di – So 10-17 Uhr*