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Auktion

AUKTION NO.37 - 19.11.2011 13.Uhr – Auktion in Berlin

AUKTION NO.37 - 19.11.2011 13.Uhr
37. VERSTEIGERUNG – VORBERICHT

Vom Reichtum des bildnerischen Schaffens im
ostdeutschen Raum zeugt der neue Katalog des
Auktionshauses „Ostdeutsche Kunstauktionen“, der
bereits zum 37. Mal erscheint . Eine Auswahl an
Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen und
Druckgraphiken stehen im Angebot am 19.
November 2011, um ihre Käufer und Liebhaber von
ostdeutscher Kunst zu finden. Wie immer ist auch
eine bescheidene Anzahl an Skulpturen vertreten.
Besonders herausragend sind die Arbeiten des im
vorigen Jahr verstorbenen Bildhauers Werner
Stötzer, der mit den Bronzen „Zigeuner von
Marzahn“, 1988/89, (Taxe: 2300 Euro) und
„Sitzende“, 1996 (Taxe: 3200 Euro) sowie „Zwei in
einem Boot“, 1990, (Taxe: 950 Euro) vertreten ist.
Vier Kleinplastiken des in Brasilien geborenen und
in Berlin verstorbenen Altmeisters Theo Balden
werden mit Taxpreisen zwischen 300 und 1300
Euro angeboten.
Die ehemals Stillen im Land, ostdeutsche
Genremalerei, ohne die typischen Merkmale des
sogenannten „Sozialistischen Realismus“ sind die
Hauptvertreter der diesjährigen Herbstauktion.
An erster Stelle ist der avantgardistische Maler,
Zeichner und Photograph Edmund (Ed) Kesting zu
nennen. Ein vom Spätkubismus beeinflusstes
Aquarell von 1922 „Waldkapelle“ wurde mit 5000
Euro geschätzt. Das Ölbild aus den 40er Jahren
„Fischerhüsung mit Kutter“, eine selten
experimentelle Malerei des Meisters, (Taxe: 6500
Euro) und das aus der Spätphase des Künstlers
stammende Gemälde „ Bäume im Zwielicht“ (Taxe:
4000 Euro) zählen zu den Spitzenangeboten der
Auktion.
Selbstverständlich ist die Dresdner Kunstszene fast
vollständig vertreten, besonders Hermann Glöckner
mit der Temperaarbeit von 1956 „Kurven und
Flächenbündel auf Grau“ (Taxe: 3800 Euro), zwei
erstklassige Schablonendrucke (Unikate), die mit
850 bzw. 950 Euro taxiert sind und einem aus dem
Jahr 1980 stammenden opulenten Siebdruck (Taxe:
700 Euro). Einen besonderen Höhepunkt stellt das
Angebot an Arbeiten des Dresdner Altmeisters Josef
Hegenbarth dar, das mit acht Arbeiten, darunter der
Leimfarbenmalerei „Menschengruppe“ von 1948,
die 3800 Euro einspielen soll, vertreten ist. Arbeiten
von Ernst Hassebrauk, Hans Kinder, Hans Theo
Richter, Helmut Schmidt-Kirstein und Willy Wolff
fehlen ebensowenig, wie die Arbeiten der etwas
jüngeren Generation. Heiß begehrte Pastelle und
Farbradierungen sowie das Ölbild „Ungebetener
Gast“ (Taxpreis: 4000 Euro) von Herta Günther
zählen wieder zu den besonderen Attraktionen.
Wichtige Bereicherung stellen die Angebote des
Bauhauskünstlers Albert Hennig dar. Auch Elisabeth
Ahnert ist mit einer collagierten Zeichnung
bemerkenswert vertreten.
Eine besitzerheischende Aufmerksamkeit dürfte der
großformatige Farbholzschnitt „Ariadne“ von
Gerhard Altenbourg, erregen, der in seiner Pracht
einmalig ist und von acht Druckstöcken 1973
abgezogen wurde (Taxe: 2500 Euro).
Das Gemälde des norddeutschen Malerfürsten Otto
Niemeyer-Holstein „Kahnschiffer“, 1937, ein
Entwurf für ein Wandbild (Taxe: 1900 Euro), ist
neben fünf erstklassigen Druckgraphiken, ein
Hauptstück im Angebot.
Die Gruppe „Clara Mosch“, Chemnitzer Urgestein,
fehlt nicht.
Druckgraphische Arbeiten von Carlfriedrich Claus,
Dagmar Ranft-Schinke und Thomas Ranft, aber
auch Zeichnungen von Gregor-Torsten Kozik und
Michael Morgner können erworben werden.
Die Leipziger Szene ist mit graphischen Arbeiten
von Wolfgang Mattheuer (Taxen ca. 500 – 1000
Euro), Bernhard Heisig (Taxen ca. 350 – 800 Euro),
Werner Tübke (Taxen: 550 Euro) im Angebot.
Sieben überwiegend farbige Lithographien zu Willi
Sittes bewährten erotischen Phantasien sollen
jeweils 300 Euro einspielen. Die Nachfrage hat sich
auf diesem Gebiet kontinuierlich entwickelt.
Die Berliner Malschule, mit ihren Hauptvertretern
Manfred Böttcher, Wolfgang Leber, Harald Metzkes,
Klaus Roenspieß und Hans Vent zählt nach wie vor
zur Hauptsäulen der Auktion. Besonders zu
erwähnen sind zwei frühe Arbeiten aus dem
Schaffen Böttchers - der schwarzen Phase,
„Stilleben mit Kristallkelch“, 1954/55 (Taxe: 3200
Euro) und „Häuser am Kai“, 1958/59 (Taxe: 1800
Euro) sowie das Gemälde von Harald Metzkes
„Stilleben mit Hecht“, 1963 (Taxe: 2900 Euro). Von
Wolfgang Leber ist die Acrylfarbenmalerei „Die
Einsamen“, 1989 (Taxe: 3600 Euro), als
Zeitreflexion, hervorzuheben. Klaus Roenspieß ist
mit dem Ölbild „Am Fluß“ (Taxe: 1800 Euro)
auffallend gut vertreten. Hans Vents Malereien,
Weekend I und II (Taxe: jeweil 1500 Euro) runden
das Angebot ab. Herausragend sind für die Berliner
Szene drei Arbeiten von Max Lingner im Angebot,
zwei Aquarelle und eine Gouache (Taxen: ca 800
Euro). Auf dem Kunstmarkt selten geworden sind
Arbeiten von Horst Strempel. Erstmals können ein
großformatiges Aquarell „Alpensee mit Bergen“
(Taxe: 1200 Euro) und acht sehr seltene in den 40er
Jahren entstandene Holz-und Linolschnitte (Taxen:
ca. 200 Euro) angeboten werden.
Der Maler Paul Schultz-Liebisch ist mit drei naiven
Malereien feinster Coleur nicht zu übersehen, die
jeweils 600 Euro einspielen sollen.
Selbstverständlich ist die Berliner Graphik wieder
Haupbestandteil der 37. Versteigerung.
Druckgraphik von Manfred Butzmann, Arno Mohr,
Charlotte E. Pauly und Herbert Tucholski erwarten
zu moderaten Preisen ihre Käufer.
Die angebotenen Arbeiten können vom 1. bis 17
November in den Geschäftsräumen des
Auktionshauses „Ostdeutsche Kunstauktionen“,
Bänschstraße 35 im Berliner Stadtteil Friedrichshain,
besichtigt werden. Der Auktionskatalog ist online
unter www.ostdeutsche-kunstauktionen.de
verfügbar. Auf Wunsch wird dieser auch in
gedruckter Form verschickt.

Bild: J.Hegenbarth, Menschengruppe, Leimfarbe auf
Bütten, 1948, 307x395 mm, sign., Taxe 3800

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