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Ein klarer und unromantischer Blick auf Wirklichkeiten, die uns beständig umgeben, auch wenn wir sie nicht wahrhaben wollen, lässt in unnachahmlicher Weise über Farbkomposition, Konstrukt und Bildaufbau das jetzt der Situation deutlich werden und vermittelt gleichzeitig die Ahnung auf das Anwesende dahinter: Menschliche Kreationen, seien es Bauwerke, Maschinen, Möbel, Kleider, geschminkte Gesichter treten in den Vordergrund und die umgebende Natur wird anscheinend ein unreflektierter Raum.
Dennoch erscheint im Auftrag der Farbe eines unendlichen Himmelsblau, in kleinen spiegelnden Schatten von Baumsilhouetten, in wogendem Gold einer Fläche der Bezug deutlich: Allzu Vergängliches kratzt die Menschen. Über größenwahnsinnige Projekte schließen sie sich von ihrer wesentlichen Lebenszeit aus, deren essentieller Anteil in Kommunikation besteht, bestünde. Wären da nicht Gruppierungen und Mächte, die immer weiter die Natur dem Menschen untertan machen und dabei vergessen, dass sie selbst ein Teil dieser Natur sind, die unaufhaltsam zerstört wird.
Wie großartig Siegl uns z. B. eine isländische Landschaft präsentiert, in der Menschen in der scheinbar unzerstörten Natur gar nicht auftauchen, und sie ihren aufmerksamen Blick auf die Einmaligkeit dieser Natur den BetrachterInnen leiht, lässt sie ihr Wissen um die Besitznahme der Natur durch den Menschen spüren: denn mit der Zerstörung, die Industrieländer fortwährend auf den verschiedenen Kontinenten - oft in verdeckter geheimer Mission - vorantreiben, werden in Zukunft nicht nur diese fantastischen Anblicke sondern auch die Menscheit an sich eliminiert.
Natur ist nicht überlistbar. Erst wenn Menschen sich als Teil der Natur erkennen und ihre Entdeckungen und hochtechnischen Entwicklungen dieser ihrer einzigen Überlebensdimension - den sensiblen Mechanismen und Strukturen der Mitwelt - anpassen, werden wir die Bezeichnung Homo sapiens (sapiens) zu Recht führen.