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Alltägliches verliert sein gewöhnliches Erscheinungsbild, wenn der Fokus nicht auf dem eigentlichen Gegenstand liegt. Zu dieser Erkenntnis gelangt, wer sich Zeit für die Ausstellung „Marginesy“ des Künstlers Slawomir Elsner im Marburger Kunstverein nimmt.
Der polnische Künstler löst Objekte aus ihrer gewohnten Umgebung heraus, um eine verborgene Geschichte unterhalb der sichtbaren Oberfläche transparent zu machen. Auf diese Weise gelingt es ihm, seine oft banalen, gegenständlichen Motive in einen anderen Zusammenhang einzubinden, so dass sie eine gänzlich andere, tiefere Bedeutungsebene erreichen. Das Dargestellte bewegt sich aus seinem originären Kontext heraus, es entsteht ein frappierender Kontrast zum Ursprung.
Die Entfremdung seiner fotografischen Vorlagen gelingt Elsner durch eine Verschleierung der Bildherkunft. Mit seinen Techniken, die der Ölmalerei und der Zeichnung, verstärkt er die Anonymisierung seiner Motive. Resultat seiner virtuos realisierten, medialen Stile ist eine äußerst feine, vielschichtige Bildwirkung, die von ihren leuchtend dichten, nuancereichen Oberflächen lebt.
Die Vernissage der Ausstellung von Slawomir Elsner findet am Freitag, 18. November, um 18 Uhr im Marburger Kunstverein statt. Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem Anlass begrüßen zu dürfen. Zur Eröffnung spricht die Kuratorin Dorothee Bienert aus Berlin.
Kunsthistorikerin Antje Galensa führt jeden Samstag um 16 Uhr kostenfrei durch die Ausstellung.
Marburger Kunstverein
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