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Ausstellung

MEMORY EFFEKT – Ausstellung in Stuttgart

MEMORY EFFEKT
Die als experimentelles Gemeinschaftsprojekt konzipierte Ausstellung „Der Memory-Effekt“ spürt unter partizipatorisch-interaktiven Fragestellungen der Komplexität des menschlichen Gedächtnisses nach und widmet sich intensiv dem faszinierenden mentalen Phänomen des Erinnerns. Indem durch Jan Löchte eine raumgreifende, sich mit den architektonischen Gegebenheiten vor Ort auseinandersetzende Installation entsteht, in welche simultan die einzelnen gattungsüberschreitenden Exponate von sechs weiteren Stuttgarter KünstlerInnen als Versatzstücke von Erinnerung eingebettet sind, wird die Ausstellung zum vielschichtigen Gesamtkunstwerk erklärt. Dadurch gelingt es, einen tagtraumwandlerischen Erlebnisraum zu schaffen, der einerseits die Erweiterung des Erfahrungshorizontes des Rezipienten anstrebt, andererseits als Metapher für die individuelle Vergangenheitsbewältigung gedeutet werden kann. So dient die Gruppenschau als perfekte Projektionsfläche für das unbeschreibliche, unerklärbare und unverhoffte Eintreten von Erinnerungsschüben, die jedem, auch noch so rational veranlagten Menschen, von Zeit zu Zeit widerfahren. Die thematische, auf Reminiszenz setzende Herangehensweise passt zudem auf das den Ausstellungsort AK1 ereilte Schicksal, demzufolge dieser reich frequentierte Treffpunkt für Kunstinteressierte nur noch zeitlich befristet bespielbar ist. Die rege Ausstellungstätigkeit und die große (Gedächtnis-) Lücke, die der Verlust dieser einzigartig innenarchitektonisch gestalteten Kunstausstellungsräume im Hospitalviertel hinterlässt, sollen ein letztes Mal gewürdigt werde.

Kuratierung: Corinna Steimel

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