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Frauen ziehen ihn ebenso in ihren Bann wie die antike Mythologie: Die „Entschleierung der Diana“ des Österreichers Ernst Fuchs fasziniert gleichermaßen durch magische Farben wie durch den kaum verhüllten Körper der Göttin (38.000,- Euro). Ebenso überwältigend sind die „Nordseewellen“ von Rainer Fetting. Das fast drei Meter breite Gemälde überhöht mit expressiver Farbigkeit die Gewalt der Natur zu einem Geschehen von dramatischer Wucht (45.000,- Euro). Vom sehr selten gehandelten Johann Caspar Coqui kann das wohl schönste bekannte Werk angeboten werden: zwei hübsche junge Frauen blicken von einem erhöhten Standpunkt im Grünen auf die Ostsee (22.000,- Euro). Bei der norddeutschen Malerei ist die Auswahl noch hochwertiger. Von Thomas Herbst sind gleich zwei Hauptwerke im Angebot: „Winterliche Dorfstraße“ mit Figuren und Tieren für 20.000,- Euro sowie die Idylle mit „Kühen am Bach“ bei 15.000 Euro. Zahlreiche internationale Bieter erwartet Stahl für Rembrandts „Hundertguldenblatt“. Das Hauptwerk liegt im zweiten Zustand vor der Bearbeitung und Zerstörung der Druckplatte durch den englischen Kunsthändler Baillie vor (3.000,- Euro).
Eine umfangreiche Sammlung antiker Schmuckstücke aus Privatbesitz wird ein weiteres Highlight darstellen. Der spätgotische Brustschmuck mit Darstellung des gekreuzigten Jesus aus dem 17. Jh. (2.500,-) kann selten angeboten werden und steht im ausdrucksvollen Gegensatz zu den französischen Louis-Seize-Colliers (2.900,- und 1.500,-). Eine Seltenheit stellen auch die Pariser Preziosen aus der Napoleon-III-Zeit sowie die Viktorianischen Stücke (Armreif um 1860 für 3.800,-) dar. Es findet sich auch ein Angebot für Sammler von Jugendstil-, Art-Nouveau und Art-déco-Stücken, wie eine Brosche mit Diamant- und Smaragd-Besatz (2.800,-), ein Colliers mit Pfau-Motiv für 2.500,- Euro sowie ein Lalique-Anhänger ‚Fioret‘ (2.500,-). Unter den modernen Entwürfen kann ein herausragendes Brillant-Collier aus den 1990ern mit 20.000,- Euro beboten werden. Zahlreiche Bieter erwartet das Auktionshaus Stahl bei den Armbanduhren namhafter Manufakturen wie Patek Philippe, IWC, Audemars Piguet oder Glashütte Original (z.B. die in limitierte Auflage produzierte Glashütte-Uhr ‚Senator Navigator‘ mit Ewigem Kalender für 14.000,- Euro).
Den Auftakt zum europäischen Porzellan bilden bedeutende Sammlerporzellane des 18. Jhs. aus einer Hamburger Privatsammlung: Die Entwürfe des „Verliebten Schäferpaares“ und der Gruppe „Pantalone und Columbine“ aus der italienischen Komödie von Johann Joachim Kaendler zählen mit ihren heiter gestimmten Sujets zu den Höhepunkten der europäischen Porzellankunst (15.000,- Euro/25.000,- Euro). Auch ein seltenes Meissener-Service mit sog. „Holzschnittblumen“ (10.000,- Euro) illustriert die künstlerische Adaption neuer Motive für das damals neue und exklusive Material Porzellan.
Die Abteilung Jugendstil begeistert mit einer frühen und seltenen, frech dreinblickenden Katzen-Figur von Emile Gallé (2.000,- Euro). Die qualitätvolle Cameo-Vase mit geätzter und polierter Teichlandschaft entstand kurz nach dem Tod dieses großen Art Nouveau Künstlers (2.200,- Euro). Ein seltener Scherrebeker Wandbehang von Friedrich Mißfeldt startet bei 5.800,- Euro.
Auch das Art Déco ist mit einer großen Auswahl an Möbeln und Kunstgewerbe vertreten. Ein französisches Silber-Kaffee- und Teeservice (2.200,- Euro) zeigt die Eleganz exklusiver Gebrauchsgegenstände dieser Epoche. Bei den Möbeln des 18. und 19. Jhs. stechen ein englischer Lackschrank mit Chinoiserien (4.800,- Euro) sowie ein außergewöhnlicher Paravent mit Montgolfièren-Szenen aus dem 18. Jh. (4.500,- Euro) hervor, letzterer aus dem Besitz eines provenzalischen Châteaus.
Die Sektion Silber weist seltene Preziosen auf: Ein Deckelhumpen mit Akanthusblatt-Dekor entstand Ende des 17. Jhs. im österreich-ungarischen Brünn und wird mit 4.800,- Euro aufgerufen. Aus Augsburg stammt ein teilvergoldeter Kelch des frühen 17. Jhs., der durch seinen Treibarbeit von Grotesken und Bandwerk stilistisch noch dem Spätmanierismus zugeordnet werden kann (2.000,- Euro ).
Asiatika wartet mit einer feinen Selektion chinesischer Porzellane auf. Angeführt wird sie von einer Kangxi-Vase in Rouleau-Form, mit Bogenschützen-Szene (11.500,- Euro). Eine weitere Rouleau-Vase mit ‚Powder-Blue‘-Dekor startet bei 7.000,- Euro und lässt Dank ihres guten Zustandes großes Interesse des asiatischen Marktes erwarten. Ebenso sammlerwürdig ist das geschnitzte Elfenbein-Siegel mit dem Schriftzug des Qianlong-Kaisers aus dem Umfeld des kaiserlichen Hofes (9.500 Euro). Auch die chinesische Moderne ist dieses Mal wieder mit einem ihrer profiliertesten Künstler vertreten: Das Aquarell „No. 156“ stammt von dem international bekannten Vertreter des abstrakten Expressionismus Chu Teh-Chun (1.800 €).