artinfo24
Diese Veranstaltung ist bereits beendet.
Ausstellung

"noon+" – Ausstellung in Berlin

"noon+"
Ausstellung noon+
Betonperlen, Origami und Widderhörner: Die Galerie noon zeigt neuen Schmuck


Die fünf Designerinnen der Galeriegemeinschaft noon. schmuck und produkt haben fünf weitere Gestalterinnen eingeladen, ihre aktuellen Schmuckstücke zu präsentieren. Während der Ausstellung „noon+“ vom 23. bis 27. November 2012 sind Arbeiten von Miriam Arentz, Marlene Beyer, Wolfram Beyer, Simone Gugger und Christiane Köhne zu sehen. Die Vernissage findet am Freitag von 17 bis 22 Uhr statt und die Ausstellung ist von Samstag bis Dienstag täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Nach der Ausstellung bleibt eine Schmuckauswahl der Gäste bis zum 22. Dezember bei noon. schmuck und produkt in der Dresdener Straße 26 in Kreuzberg präsentiert.

Die während der Ausstellungsdauer von insgesamt zehn Schmuckdesignern vorgestellten Arbeiten sind avantgardistisch und unaufgeregt zugleich. Die Besonderheit liegt dabei in den unkonventionellen Ideen und Konzepten und in der Materialwahl. So werden neben klassischen Materialien wie Silber, Gold und Perlen auch schmuckuntypische Werkstoffe wie Kunststoff, Beton, Gummi und Papier verwendet. Konventionelle Schmuckaspekte werden dabei bereits durch den Materialwechsel neu interpretiert.

So ersetzt bei Miriam Arentz´ Schmuckstücken eine Betonperle die klassische Perle. Damit wird auf elegante und subtile Art unsere Vorstellung des Wertvollen hinterfragt. Der Schmuck von Marlene Beyer wirkt auf den ersten Blick wie zart gefaltetes Papier. Tatsächlich sind die Stücke ihrer Origami-Kollektion jedoch aus leichtem Kunststoff gefertigt und mit verspielten Mustern bedruckt. Wolfram Beyer teilt diese Vorliebe für das Material Kunststoff. Seine Stücke können befremdlich, sogar widerspenstig wirken, was aber ganz dem Wunsch des Gestalters entspricht. Simone Gugger, eine Schweizer Designerin, nimmt das Widderhorn als Motiv für eine kleine, als Manschettenknopf tragbare Skulptur. Christiane Köhne bereichert die Ausstellung mit Arbeiten aus ihrer Kollektion “Plastikblumen welken nicht“. Dabei hat sie die Plastikblume ganz aus ihrem ursprünglichen Kontext befreit und ihr eine neue Wertigkeit verliehen.

Die Arbeiten der fünf Designerinnen von noon. schmuck und produkt sind während der Ausstellung ebenfalls präsentiert. Neue Entwürfe erweitern stetig das bestehende Schmucksortiment. Ursula Bonderer (UBO) nutzt die Eigenschaften des Materials Gummi und lässt aus zweidimensionalen Abwicklungen voluminöse und doch leichte Stücke entstehen. Elgin Fischer zeigt in ihren Arbeiten einen spielerischen Umgang mit dem traditionellen, farbigen Material Emaille. Monika Glöss arbeitet mit reduzierten, klaren Formen, die durch raffinierte technische Details unerwartet Spielerisches hervorbringen. Der Schmuck von Ulrike Poelk fällt durch seine Variabilität auf, die der Trägerin auf überraschend einfache Weise zahlreiche Tragemöglichkeiten eröffnet. Julia Reymann verbindet in ihren Arbeiten filigrane Drahtkörper mit Japanpapier zu vielschichtigen, dreidimensionalen Formen.