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Die Sonderausstellung beschäftigt sich mit dem Aufstieg des römischen Kaisers Konstantin im Zeichen Christi. Das berühmte konstantinische Medaillon der Staatlichen Münzsammlung steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Das Jahr markiert ein zentrales Datum der Weltgeschichte: Am 28. Oktober 312, also vor 1.700 Jahren, schlug das Heer Konstantins des Großen vor den Mauern Roms die Truppen des Maxentius, nachdem ihm angeblich im Traum befohlen worden war, das Zeichen Christi auf die Schilde seiner Soldaten setzen zu lassen. Auch wenn der Sieger in Christus wahrscheinlich zunächst nur eine andere Erscheinungsform des römischen Sonnengottes Sol invictus gesehen hat, legte er mit seiner Entscheidung zur Förderung der christlichen Religion und Kirche die Grundlagen für die nächsten Jahrhunderte weströmischer und byzantinischer Geschichte. Die historische Bedeutung des konstantinischen Medaillons besteht darin, dass es beweist, dass das Christogramm spätestens ab 315 als magisches Siegeszeichen für Konstantin Verwendung fand.
Die Ausstellung zeigt anhand der Münzen die religiösen und politischen Voraussetzungen, Konstantins Vorgänger und Rivalen, seine Anfänge als Kaiser, Konstantin nach dem Sieg über Maxentius als Herrscher im Westteil des Reiches, seine Familie, sein Mitregent im Osten und letzter Rivale Licinius, Konstantin nach dem Sieg über Licinius und schließlich die Münzen auf seinen Tod.
Zur Ausstellung ist ein von PD Dr. Kay Ehling bearbeiteter Katalog erschienen, in dem alle 168 Münzen farbig in doppelter Größe abgebildet sind. 16 Münzen werden in farbigen Großaufnahmen gezeigt und ausführlich vorgestellt. Der Katalog ist zum Preis von 15 Euro direkt bei der Staatlichen Münzsammlung (zuzügl. Versand) oder direkt im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-922840-28-2.