Enthüllungen! Von Zürn bis Feuchtmayer, von Spitzweg bis heute. Kunst, Kuriositäten, Anekdoten Ausstellung Ueberlingen
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Ausstellung: 07.05.2013 - 31.10.2013

Künstler: Albrecht Dürer, Jörg Zürn, Joseph Anton Feuchtmayer, Hans Thoma, Carl Spitzweg, Gotthard Kuehl u. a.

Veranstalter & Ort:
Museum Städtisches Museum Überlingen
88662 Ueberlingen
Krummebergstr. 30

Das Städtische Museum Überlingen feiert im Jahr 2013 Jubiläum: Seit 1913 hat es seinen Sitz im 1462 fertig gestellen Reichlin-von-Meldegg-Haus, in einem der bedeutendsten Patrizierpaläste der Stadt. Aus diesem Anlass zeigt das Museum die Sonderausstellung „Enthüllungen!“ und eröffnet drei neue Schausammlungen.

Die Sonderausstellung „Enthüllungen! Von Zürn bis Feuchtmayer, von Spitzweg bis heute. Kunst, Kuriositäten, Anekdoten“

Die Jubiläumsausstellung präsentiert überraschende Entdeckungen und unbekannte Kostbarkeiten aus dem reichen Bestand der Städtischen Sammlungen: Enthüllt werden Kunstwerke, kuriose Objekte und Anekdoten aus 3.500 Jahren – von altägyptischen Grabbeigaben bis hin zu Exponaten unserer Gegenwart. Zu sehen sind bisher noch nie ausgestellte Holzschnitte von Albrecht Dürer und eindrucksvolle Werke bedeutender Künstler wie Jörg Zürn, Joseph Anton Feuchtmayer, Carl Spitzweg und Hans Thoma. Eine besondere Überraschung bilden die bisher unbekannten altägyptischen Grabbeigaben. Unter den kulturgeschichtlichen Kuriositäten sind erstaunliche Dinge zu entdecken wie etwa eine „Elektrisiermaschine“ (um 1800) oder die 1730 bei Überlingen erlegte Großtrappe, die zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt gehört. Ihr Präparat zählt zu den ältesten Vogelpräparaten in deutschen Museen.

Darüber hinaus lädt die Ausstellung ein, Kunstwerke einmal aus ganz anderen Blickwinkeln zu erleben: In sieben Sektionen nähert sich der Betrachter den Darstellungen in verschiedenen Rollen: Mal mit den Augen des alten Goethe um 1830, mal mit dem „männlichen Blick“ um 1900, mal als Reisender in der Fremde, mal aus der Perspektive dessen, der über die Geheimnisse des Lebens und dauerhaften Glücks rätselt.

Die neuen Schausammlungen „Überlingen. Stadt am See“, „Raritäten und Museum“ und „Historische Waffenkammer“

Im Erdgeschoss des Hauses zeigt die neue Schausammlung „Überlingen. Stadt am See“ anhand ausgewählter Objekte die Geschichte der Bodenseeregion und Überlingens von der Steinzeit bis ins späte 19. Jahrhundert. Die Schwerpunkte der Präsentation liegen auf den Themen Verkehr, Handel, Handwerk und Zünfte. Glanzstücke der Präsentation sind u. a. eine steinzeitliche Kupferaxt, die einzigen erhaltenen Reste einer Überlinger Zunfthaus-Ausstattung und die restaurierten, von Fritz Geiges 1899 geschaffenen Farbglasfenster aus dem Überlinger Ratssaal, die zu den besterhaltenen Fenstern ihrer Art in Deutschland gehören und seit 1939 der Öffentlichkeit entzogen waren.

Der ebenfalls im Erdgeschoss eingerichtete Kabinettraum „Raritäten und Museum“ macht konzentriert und in bunter Vielfalt die Bandbreite der Museumssammlungen anschaulich.

Die im spätgotischen Gewölberaum über der Hauskapelle neu geordnete „Historische Waffenkammer“ präsentiert mehr als 200 Hieb-, Stich- und Schusswaffen vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Unter ihnen sind sehr seltene Versuchsobjekte und Prototypen aus der Entwicklungsgeschichte des Infanteriegewehrs.