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Ausstellung

„Schwestern zur Sonne zur Gleichheit“ – Ausstellung in Bonn

„Schwestern zur Sonne zur Gleichheit“
Das Bonner Frauenmuseum präsentiert vom 28. Mai bis 21. Juli 2013 die Geschichte der SPD-Frauen anlässlich des 150. Parteijubiläums. Neben Text-Bild-Elementen werden in der Ausstellung historische Plakate zur SPD-Frauenpolitik gezeigt sowie Karikaturen, Autogrammkarten und originelle Reminiszenzen von einzelnen Politikerinnen. Es wird ein Bogen von den ersten politischen Frauenrechten über den langen Kampf gegen den § 218 bis zur heute propagierten Chancengleichheit gespannt. 29 SPD-Politikerinnen werden vorgestellt, darunter die Parteitheoretikerin Rosa Luxemburg, die Gründerin der AWO Marie Juchacz, die Widerstandskämpferin Johanna Kirchner, die Juristin Elisabeth Selbert, die für die Gleichberechtigung im Grundgesetz kämpfte. Einige hatten als erste Frauen bedeutende politische Funktionen inne, wie die Ministerin Martha Fuchs, die Oberbürgermeisterin Louise Schroeder, die Präsidentin des Bundestags Annemarie Renger, die Ministerpräsidentin Heide Simonis und Jutta Limbach, die erste Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts.
Im Rahmen der Ausstellung werden auch sechs Künstlerinnen einen Beitrag leisten:
Maria Giménez und Angelika von Stocki präsentieren Portraits von renommierten SPD-Frauen. Gimenéz zeigt Ölgemälde von historischen Persönlichkeiten, von Stocki bearbeitet Fotos zeitgenössischer Politikerinnen.
Tina Schwichtenberg reiht in ihrem „Roten Frauensalon“ zehn Frauengestalten vor einem roten Teppich auf. Die ca. 120 cm hohen, gedrungenen Figuren aus asphaltgrauem Kunststoff, mit eingeritzten Stigmata und roten wie schwarzen Farbflecken, sind in ein starres Korsett durch Schrauben eingezwängt. Befreien sie sich? Auf jeden Fall spiegeln sie die geballte Kraft des vermeintlich schwachen Geschlechts.
Marlies Obier installiert eine Klangstation. „Ins Freie. Blumen für Rosa Luxemburg“ thematisiert die Gefängnisaufenthalte der Politikerin.
Marianne Pitzen stellt Skulpturen aus Zeitungspapier von Johanna Kinkel aus. Die frühe Demokratin und Frauenrechtlerin aus Bonn war um 1848 kulturell und politisch aktiv. Sie war die erste Redaktionsleiterin der „Neuen Bonner Zeitung“. 1851 emigrierte Kinkel mit ihrer Familie nach London.
Ulla Schenkel zeigt einen eigens für die Ausstellung produzierten Wandteppich. In den Teppich sind u.a. Textildrucke, Zitate, und Liedzeilen eingearbeitet. Die Künstlerin widmet ihn den politisch aktiven Frauen.

Es erscheint ein Katalog.


Rahmenprogramm:
VERNISSAGE
28. Mai 2013, um 19 Uhr mit Andrea Nahles (SPD-Generalsekretärin) und Dr. Barbara Hendricks (Schatzmeisterin der SPD), Marianne Pitzen (Direktorin Frauenmuseum Bonn) und Bettina Bab (Kuratorin).
Musikalische Begleitung: ‚Die Krähen’


FILMVORFÜHRUNG
14. Juni 2013, um 18 Uhr
Rosa Luxemburg - Regie: Margarethe von Trotta (1986). Der Film zeigt ein eindrucksvolles Portrait einer ungewöhnlichen Frau.

PODIUMSDISKUSSION
11. Juli 2013, um 18 Uhr
„Wann bekommen wir die Frauenquoten in der Wirtschaft?“ Vorreiter war die Telekom, die 2010 eine 30%-Quote einführte. Diskussion mit Vertreterinnen der Parteien und der Wirtschaft.

KINDERATELIER
14. Juni 2013, 15:30-18 Uhr
Wer darf bestimmen? – Wir bauen Holz-Wahlurnen für die eigene Familie.

18. Juli 2013, 15:30-18 Uhr
Johanna Kinkel und Rosa Luxemburg – Wir formen Frauenfiguren aus Pappmache.
Mehr Infos unter: www.kinderatelier-im-frauenmuseum.de

FINISSAGE
21. Juli 2013, um 15 Uhr
Vortrag von Silke Dombrowsky „ Ich will wirken…“ – Käthe Kollwitz (1867-1945).

FÜHRUNGEN
Offene Termine jeden Sonntag um 14 Uhr, für Gruppen auch nach Vereinbarung.

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