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Ausstellung

BROKEN ROMANCE – Ausstellung in Berlin

BROKEN ROMANCE
BROKEN ROMANCE ist die erste Einzelausstellung des Künstlers Martin Mannig in der Berliner Galerie Gebr. Lehmann.
Die Leinwände des in Dresden lebenden Künstlers sind berauschende Bildräume, in denen sich ein visuelles Chaos eröffnet. In einem farbintensiven Mashup werden Elemente der deutschen und japanischen Volkskunst, des amerikanischen Comic und des japanischen Manga miteinander vermischt und in einen eigenen Bildkontext gestellt. Figuren aus Fernsehserien, Puppen oder Spielzeuge werden zu Vorlagen des Figurenkabinetts des Martin Mannig.
Diese Figuren werden vorab als skizzenartige Zeichnungen entwickelt. In einer Fülle an Variationen gelangt er über Figurenstudien zu den Resultaten, welche dann in dem Figurenkosmos an Bestand gewinnen und ihre Existenzberechtigung in der Malerei von Mannig erlangen. In einem zeitintensiven Arbeitsprozess komponiert der Künstler zahlreiche dieser Figuren auf der Leinwand. Die Körper und Köpfe seiner Charaktere sind auf bizarre Art und Weise zusammengestellt und wirken wie gemalte Collagen. Sie sind verfremdet und brechen mit ihren einstigen Kontexten und mutieren gewissermaßen. In mehreren Schichten müssen sich die Figuren in der Komposition behaupten – sie werden übermalt, umplatziert, oder von anderen Figuren und Bildelementen überschichtet. So entsteht eine bildnerische Dichte in der die mutierten Monster und Comic-Charaktere über die zahlreichen Schichtungen des Bildes miteinander in einen narrativen Kontext treten und Geschichten erzählen. Dabei wird die eigentliche Romantik oder Harmlosigkeit der Figuren überstrapaziert und zerbricht.
Hintergrund für die Beschäftigung mit der japanischen Populärkultur als zentrales Thema in den neuen Arbeiten sind Aufenthalte und Reisen in Japan – speziell im Jahr 2011, kurz nach dem Tsunami und dem Atomunglück in Fukushima. Dort wurde der Künstler direkt mit den zerstörerischen Auswirkungen der Naturkatastrophe und der radioaktiven Gefahr aus Fukushima konfrontiert, aber auch mit der gesellschaftlichen und politischen Verharmlosung dieser Probleme.
Bei Rückfragen oder wenn Sie Bildmaterial benötigen, wenden Sie sich an berlin@g-gl.de
Öffnungszeiten: Di – Sa, 11 – 18 h

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