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Joachim Lambrecht arbeitet in Ton so wie andere ein Blatt Papier oder eine Leinwand benutzen würden: Er bearbeitet frische Tonplatten mit verschiedenen Werkzeugen, Stempeln, Spachteln, Messern und tastet sich so intuitiv an ein Bildmotiv heran.
Der nachfolgende Brennprozess - Raku genannt - wird bei ca 1000°C unterbrochen, die Platte wird dem Ofen glühend entnommen und mit Sägemehl geräuchert. Die dadurch entstandene Schwärzung prägt die Oberfläche des Bildes maßgeblich und verändert auch die vorher aufgetragenen Metalloxidfarben, so daß das Bild erst jetzt seine letztendliche Farbigkeit bekommt.
So wird aus jedem Bild ein Kraftfeld, auf dem die verschiedenen Einflüsse - Intuition und Feuer - gestalterisch zum Ausdruck kommen.