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Ausstellung

SO IST ES - Malerei und Plastiken – Ausstellung in Stuttgart

SO IST ES - Malerei und Plastiken
„SO IST ES“.
Der Ausstellungstitel spielt auf das an, was allgemein als zwangsweise gegeben
angesehen wird. Bei genauem Hinschauen wird jedoch deutlich, dass die Aussage
„so ist es“ relativ ist und es auch die Option gibt, dass es nicht so ist oder so sein
müsste.
„SO IST ES“ ist eine Ausstellung mit drei zeitgenössischen Künstlern, welche
die Welt und unsere Wirklichkeit auf ihre Art und Weise hinterfragen.
Der in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstler und gelernte Bühnenmaler
Marcus Günther präsentiert rätselhafte Kompositionen einer krisenhaften Welt –
bewohnt von Soldaten, Wissenschaftlern, Arbeitern, Demonstranten, Riesen und
Tieren. „In den Werken fliegen eigenartige Objekte mit dezidiertem Eigenleben. Es
sind von mir entwickelte sogenannte Sinnkoerper, die meine Bildwelten bevölkern
und durchziehen. Diese künstlerischen Organismen stehen für das, was uns durch
das Huldigen an einen multimedialen Glauben verborgen bleibt“, erklärt Günther.
„Der Sinnkoerper ist eine Hülle, bestehend aus zwei elliptischen Objekten. Diese
Form ist eine natürliche und erinnert an eine Mitose. Sie taucht in einem
Kindheitstraum das erste Mal auf, kristallisierte sich aber erst fast 30 Jahre danach
als Symbol des Sinnkoerpers heraus. Daraus folgte 2006 eine Werkreihe unter
dem Titel und morgen wird alles anders sein, aus der im Frühjahr 2009 die Idee
zum Kunst- und Hilfsprojekt Sinnkoerper geboren wurde“, so der Künstler.
Günthers Arbeiten erzählen. Dabei setzt der Künstler gerne skurrile Mittel ein – in
Form von Tragödien, Komödien, Revolten, scheinbar Banalem oder Ausgefallenem.
Hinter der auffallenden Farbigkeit hat der Künstler ein Netz der Konfusion installiert,
in dem sich der Betrachter verfängt und aus dem er sich nur schwer befreien kann.
Die Bildwerke stellen in ihrer überschwänglichen Kompromisslosigkeit unsere
Sehgewohnheiten auf den Prüfstand. Die Welt erscheint darin absurd verzerrt. Was
ist Traum, was ist Wirklichkeit? Diese Fragen ziehen sich leitmotivisch durch das
Schaffen des Künstlers.
Thomas Steffens lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und Grafik-Designer
in Köln. Seine Themen findet er in den Medien, der Kunstgeschichte, der
Rockmusik und Literatur. „Meine Arbeiten reflektieren oft Liedtexte von Frank
Zappa, The Doors oder The Offspring, die mich inspirieren“, so Steffens. Die Musik
löst Bilderexplosionen aus. Ein wichtiger Bestandteil sind dabei Gestalten aus der
Malerei von Rembrand, Velazquez, Raffael oder Vermeer. In dieser Figurenwelt, die
durchaus in ihrer Fülle an Hieronymus Bosch erinnert, spiegelt sich sein intensives
Studium der klassischen Malerei wider. Dieses Alte und Traditionelle der Kunst
konfrontiert er mit comic-artigen abstrahierten Wesen. Er zeigt so die vielfältigen
Sichtweisen auf die Bestandteile unserer Welt.
Der in Leonberg lebende Künstler Felix Scheibner wurde im Ruhrgebiet geboren.
Seine Arbeiten sind eng verbunden mit der Disziplin der Assemblage.
Dies bedeutet, dass er alte oder neue Gegenstände mit sinnstiftenden Sätzen,
Worten und Textfragmenten beschreibt, die seine Ideen verdeutlichen. „Der Text
bündelt die Assoziation des Betrachters und zeigt ihm einen analytischen Weg zur
Aussage. Damit ist es möglich über Aspekte der eigenen Existenz, ihrer Dinge und
Sachen nachzudenken um damit zu einem Erkenntnisgewinn zu gelangen“, so der
Künstler.

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