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Die aktuelle Ausstellung zeigt die neue Werkgruppe „GlassBook“ von Tilman Hornig. Angelegt an die Laptop Standardgrößen (11, 13 und 15 Zoll), sind die einzelnen GlassBooks auf drei konventionellen Tischen präsentiert und zitieren die typische Apple Store Ästhetik.
Ein Nachdenken über die Art von Bild- und Produktästhetik ist zwingend, da die Computerisierung unsere visuelle Erfahrung konditioniert. Produkt, Serialität, Anonymität, Transparenz sind die thematischen Charakteristika dieser Arbeiten aus Glas. Wie das Internet tragen Tilman Hornigs transparente GlassBooks ein, allerdings virtuelles, Versprechen: das potentielle Erscheinens von Inhalt.
„ …Transparenz das Ethos unserer Zeit. Hier hat sich die ontologische Durchlässigkeit des Computers zum Maßstab dafür gemausert, wie wir menschliche Beziehungen und Politik organisieren. Vor der totalen Durchlässigkeit des digital-diaphanen Urstoffs wird alle Information gleichsam form- und kontextlos zum bloßen „Content“ im Internet.“*
*zitiert aus dem Ausstellungstext „Das Diaphane – Über Materialität und Immaterialität des Computerbildschirms“ von Johannes Thumfart (taz, Zeit Online).