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Ausstellung

Pin Art & Co: Von Gil Elvgren bis Kiki Kogelnik – Ausstellung in Graz

Pin Art & Co: Von Gil Elvgren  bis Kiki Kogelnik
Pin Art & Co:
Wünsche und Vorstellungen, das Material für jede Art von Werbung, werden und wurden seit jeher eingesetzt, um kaufbares oder durch Leistung erwerbbares Glück zu erlangen. Wie weit dieses Glück auf gesellschaftliche Normklischées zurückgreift, wird besonders in der Pin Up-Kultur deutlich. Ansagen, wie "hinter jedem bedeutenden Mann steht eine Frau" lassen erkennen, dass Frauen zwar wichtig sind, denn sie putzen, kochen, waschen, lesen, spielen mit dem Hund, treiben Sport etc., dienen aber dem Mann, um in seinem Leben etwas zu erreichen: Ehre, Bedeutsamkeit und Besitz als Zeichen des Glücks. Besonders, wenn sie attraktiv sind, haben sie die Verführungsrolle geradezu auf den Leib geschrieben. Sie können ruhig ein wenig dumm sein: "Sei schön und halt den Mund!" Filmtitel, F 1957
Unter den Pin-Up Artists waren Frauen und Männer.
Exemplarisch seien hier zwei vorgestellt:
Gilette Elvgren (1914-1980) war ein US-amerikanischer Pin-Up- und Werbezeichner. Elvgren begann ein Studium der Architektur am Minnesota Art Institute, wo er feststellte, dass er lieber zeichnete. Aus diesem Grund wechselte er an die American Academy of Art.

Groschenromane, Zeitschriften- und Magazincover - auch die Titelseiten von seriösen Magazinen wie der „Times" - waren mit Pin-ups illustriert. Eine Alltagskunst, die etwa von den 1920er Jahren bis in die 1970er Jahre von einer breiten Bevölkerungsschicht durch Medien, Werbeplakate oder abgebildet auf Gegenständen in millionenfacher Anzahl angenommen wurde aber auch als massenwirksames Medium für Kriegspropaganda, die sich gern eindeutig erotisch aufgeladener Bilder bediente, benutzt wurde. Gil Elvgren malte für Kalenderverlage wie Brown and Bigelow. Oft wurden einzelne Motive auch mehrfach, in veränderter Form teilweise übermalt oder noch einmal in einem anderen Zusammenhang - auch von anderen KünstlerInnen - benutzt, denn die Eigentumsrechte der Bilder besaßen in der Regel die Auftragsfirmen.
Zoë Mozert (1907 – 1993), geboren als Alice Adelaide Moser, war eine bedeutende amerikanische Illustratorin.Sie studierte an der Philadelphia School of Industrial Art, in der Kriegszeit entwickelte sie eine Pinup Serie: Victory Girls.
Sie war oft ihr eigenes Modell, indem sie Spiegel oder Kamera einsetzte. Sie arbeitete für Brown and Bigelow mit Kalender-Pinups genauso wie für Filmplakate.

Kiki Kogelnik (1935-1997) zählt zu den international bedeutendsten österreichischen KünstlerInnen des 20. Jahrhunderts.
Ihr Werk umfasst grafische Arbeiten, abstrakt-informelle Kompositionen und von der Pop-Art beeinflussten Malereien, skulpturale Objekte aus Vinyl, Installationen.

Kogelnik wird zusammen mit Rainer, Hollein, Mikl und Lassnig zum Kreis der jungen Avantgarde im Umfeld der Wiener Galerie nächst St. Stephan gezählt. 1961 übersiedelt sie nach New York, freundet sich mit Lichtenstein, Oldenburg, Warhol und Wesselmann an und entwickelt eine eigenständige Variation der Pop-Art. Beeindruckt von der rasanten Stadt New York widmet sie sich Fortschrittsthemen und nimmt gesellschaftspolitische und militärische Aspekte in ihre Arbeit auf. Sie demontiert weibliche Klischees auf ironische Weise und paraphrasiert damit sexuelle Attribute und Schönheitsideale der Medienwelt.
Die Eröffnung ist am 7. Dezember um 12:00 Uhr.
Foto Curving Around -Gil Elvgren, Foto kunstGarten

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